Dienstag, 8. Dezember 2015

Rajabhakti Fallout

Kommentare :
In der Verteidigung des skandalumwitterten Rajahbhakti Park spielt die Militärregierung mit seiner eigenen Glaubwürdigkeit, bewusst oder unbewusst. Während sich die Generäle zur Sicherung des Armee Parks ehemaliger Könige eingraben, wird die ihnen zugrunde liegende Haltung immer deutlicher.

Rajabhakti Park bei Hua Hin: die Regierung tut sich schwer mit den Korruptionsvorwürfen.
Stabilität, oder wenigstens Wahrnehmung von Frieden, scheint wichtiger als Korruption zu bekämpfen. Das zeigen die Machthaber mit ihrem Verhalten den Park von öffentlicher Kritik fernzuhalten. Für sie bedeutet Heiligkeit Schweigen, vollständige Abwesenheit von Meinungsverschiedenheiten und Überprüfung.

Diese Einstellung und Taktik mag in der Vergangenheit funktioniert haben. Sicherheit war einer der Gründe, weshalb Premierminister Prayut Chan-o-cha erfolgreich gegen Yingluck Shinawatra putschte. Noch immer verlangt der Premier von jedem sich der freien Äusserung seiner Meinung zu enthalten und Versammlungen zu meiden.

Und die Menschen befolgen es noch immer, wahrscheinlich weil die Erinnerungen an bittere politische Konflikte und tödliche Konfrontationen noch immer in ihren Köpfen geistern.

Seit jedoch Fragen über die angeblich korrupte Finanzierung beim Bau des Rajabhakti Parks unbeantwortet blieben und bisher offenbar keine Versuche unternommen wurden dies zu tun, ist es fraglich, ob dieses Verlangen genügen wird den wachsenden Skandal einzudämmen.

Das Militär sollte wissen, dass ein Putsch gegen eine Regierung, die nicht unter an einer Krise seiner Glaubwürdigkeit leidet unmöglich ist. Ohne den Verkauf der Shin Corp an Temasak Holding, das Vorpreschen mit dem Amnestiegesetzt und die rücksichtslose Verfolgung der finanziell unsoliden Reissubvention, hätten die Regierungen Thaksin und Yingluck nicht Schwächen offenbart, die zu ihrem Untergang führten.

Trotzdem scheint das Militärregime mit ihrer verzweifelten Verteidigung des Rajabhakti Parks ihren Fussstapfen zu folgen. Die gestrige, eintägige Schliessung des Parks, offenbar um den geplanten Besuch einer Studentengruppe zu verhindern, war kleingeistig, weil die Reise der Jugendlichen wahrscheinlich keine wirkliche Bedrohung darstellte.

Sie hatten geplant eine Erklärung über die angebliche Unregelmässigkeiten beim Bau des Parks abzugeben. Ihre Anwesenheit hätte eine kleine Menge zum Druck auf das Regime hinzugefügt, welches sich langsam in Richtung Bewältigung der angeblichen Bestechung bewegt.

In Wirklichkeit hätte der symbolische Besuch als konstruktiver Schritt gesehen werden sollen. Sollten doch beide Seiten, die Regierung wie auch die Studenten das gleiche Ziel haben: dem Skandal auf den Grund gehen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.

Die Reaktion des Regimes war übertrieben und rätselhaft. Statt die Studenten vor den Toren des Parks mit der vorübergehenden Schliessung zu stoppen hielten die Behörden den Zug weit vorher an, trennten den Wagen mit den Studenten ab und verhafteten sie.

Der Sprecher des Nationalen Rates für Frieden und Ordnung, Oberst Winthai Suvaree sagte, die Festnahmen seien notwendig gewesen, weil es sonst zu einem Zusammenstoss gekommen wäre zwischen den Aktivisten und Leuten, die gegen die Aktion waren.

Es ist schwierig zu verstehen, wie ein Dutzend Studenten, die eine Erklärung über Kontroversen abgeben Opposition anrühren. Es ist doch folgerichtig für alle, die die ganze Wahrheit hinter dem Rajabhakti Park wissen wollen, besonders wenn die Geschichte bis jetzt voller Lücken und Ungereimtheiten ist.

Das Militärregime unternimmt immer mehr den Park über Überprüfungen zu stellen in dem es Versuche den Skandal zu untersuchen darstellt oder die Vorwürfe in der Öffentlichkeit als Anstiftung zur politische Unruhe geschildert werden. 

Der Anspruch der Junta Frieden und Heiligkeit des Parks aufrecht zu erhalten klingt hohl. Wenn die Öffentlichkeit gezwungen wird still zu sitzen und zu schweigen, sie Korruption vermutet, kann das daraus resultierende Schweigen nicht als friedlich bezeichnet werden.

Stabilität kann nicht in einem Klima von Angst und Zweifel geschaffen werden.

Die Haltung des Regimes im Rajabhakti Park Skandal offenbarte sich in einem Interview des Regierungssprechers Gansern Kaewkamnerd. Anscheinend über den geplanten Besuch der Studenten Aktivisten referierend sagte Generalmajor Gansern, dass diese Leute den Park, der mit Glauben und Loyalität aller Thailänder für die Monarchie gebaut wurde, nicht beschmutzen dürfen.

Was Generalmajor Sansern, wie das Regime als Ganzes, nicht begriffen haben ist, das der Park bereits von Korruptionsvorwürfen verunreinigt worden ist. Es sein denn, die Regierung geht voran und räumt wirklich auf. Es ist ihre eigene Glaubwürdigkeit, die auf dem Spiel steht.

Von Atjia Achakulwisut, Redakteurin der Bangkok Post

Kommentare :

  1. Wie hier nicht anders zu erwarten, ist dies wieder mal eine typische Interpretation der Roten..
    Es ist sicher nicht toll, wenn auch das Militär korrupt ist, aber jeder weiss, dass praktisch alle mehr oder weniger korrupt sind in Thailand!
    Dieses Park Projekt wurde zum grössten Teil aus Spenden finanziert, Thailand hat da ein paar % daran bezahlt und der Korruptions Anteil wird wohl ein paar Promille sein - um das geht's den Roten ja nicht - sie wollen zeigen dass das Militär genau so korrupt ist, wie ihre geliebte Yingluck, die Milliarden THB verzoggt hat, um ihren Bruder in Dubai ein bisschen reicher zu machen..
    Auch sind die paar Studenten direkt sicher keine Gefahr fürs Militär - aber so fängt's an - es geht nicht um Demokratie und Menschenrechte, sondern um das Volk auf zu hetzen und den grossen Führer in Dubai wieder in die Politik zu bringen.. Leider denkt weder die EU noch die USA soweit - die hatten wohl mit Thaksin einfache Geschäfte getätigt - und würden gern im gleichen Styl weiterfahren..

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  2. Hallo Ying, jeder hat seine Meinung und darf sie frei äussern, aber hier nicht anonym. Bitte künftig Kommentare unter richtigem Namen veröffentlichen, sonst werden sie gelöscht, danke.

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