Freitag, 6. November 2015

Englisch auf verlorenem Posten

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Thailand fiel vom 62. auf den 70. Rang aller Nationen in Englischkenntnissen und ist nun das am 3. schlechtesten Englisch sprechende Land Asiens im jährlichen Eduction First English Proficiency Index. Sogar Länder wie Vietnam und Indien konnten sich verbessern, während Thailand in der Rangliste zurückfiel. Nur noch in der Mongolei und in Kambodscha wird schlechter Englisch gesprochen.

Thailands Englischkenntnisse im asiatischen Vergleich.
Weltweit gesehen liegt Thailand neben den genannten zwei Ländern nur noch vor Katar, Kuwait, Irak, Algerien, Saudi Arabien und Libyen. „Thailands Englischkenntnisse bleiben trotz der grossen Tourismusindustrie tief“, steht im Report von Education First, kurz EF, einer internationalen Bildungsunternehmen, das auf Sprachkurse, Bildungsreisen, akademische Studiengänge und kulturellen Austausch spezialisiert ist.

„Thailands Schulsystem schneidet bei internationalen Bewertungen in allen Fachbereichen schwach ab. Die durchschnittliche Anzahl absolvierter Schuljahre liegt tiefer als im regionalen Durchschnitt. Das bedeutet, das die erwachsenen Thais weniger gebildet als viele andere Asiaten sind.“

EF merkt an, dass die Thais noch immer schwache Englischkenntnisse aufweisen, obwohl das Land mit 31.3% seines Budgets für Bildung - den höchsten Anteil aller 70 geprüften Länder - ausgibt.

„Ein tiefes Bruttonationaleinkommen pro Kopf hat zur Folge, dass, obwohl die Elite in Privatschulen und English Unterricht investiert, diese Optionen für viele nicht zur Verfügung stehen.“ Für Thailand gibt EF $13'430 an, in Kambodscha liegt es bei $2'890.  

Die derzeitige Regierung hat jetzt den Auftrag gegeben, dass die Schulen ihren Englischunterricht zur landesweiten Standardisierung dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen anpassen. Als „bescheidenes“ Ziel für Abiturienten wurde Sprachniveau B1 gesetzt.

Die Englisch Rangliste wurden dieses Jahr zum fünften Mal veröffentlicht. An den Online-Tests, aus denen die aktuellen Rangliste ermittelt wurde, hatten 2014 weltweit 910’000 Erwachsene teilgenommen.

„Nur noch wenige Länder zweifeln die Notwendigkeit von Englisch Unterricht an. Stattdessen wird darüber diskutiert, welchen Dialekt öffentliche Schulen lehren, wie der Unterricht bewerten werden soll und wie viele Lektionen notwendig sind. In Entwicklungsländern ist Englisch oft ein Entwicklungsziel, der mit dem Ausbau des Dienstleistungssektors und der Verbindung mit dem Rest der Welt verbunden ist.

Wie überall auf der Welt sprechen auch in Thailand Frauen besser Englisch als Männer. 

Frisch von der Schule und wenig gelernt: 20-Jährige Thais sprechen schlecht Englisch. 
Der Niedergang des Landes in seinen Englischkenntnissen kann in Vergleich der Altersgruppen festgestellt werden. Junge Erwachsene von 18-25 weisen schlechtere Kenntnisse als die Altersgruppen von 26-40 aus. Global ist es jedoch genau umgekehrt. 

Übrigens: Österreich liegt als bestes deutschsprachiges Land an 10. Stelle. Deutschland belegte den 11. und die Schweiz an 19. Rang. Nummer 1 ist Schweden, gefolgt von den Niederlanden und Dänemark.

Quelle: Bangkok Post

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