Samstag, 3. Oktober 2015

Prostitution - Thailand's schlecht gehütetes Geheimnis

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Wenn Sie zum ersten Mal in Thailand sind könnte man Ihnen vergeben, wenn Sie meinen, dass Prostitution im Königreich nur für ausländische Touristen und gut situierte Expats existiert. Grelle Lichter, grelle Bars und grelles Flüstern in der Nacht wurden zum Kult, etwas aus Urlaub Mythos, Büchern und Filmen. Für viele, die nicht hier leben zum betrügerischen Vertreter einen ganzen Kultur. Aber Thailands lustvoller Beiname Land des anzüglichen, oft verlogenen Lächelns ist eine ausländische Erfindung. Innerhalb der Grenzen geben sich die meisten Bürger nicht diesen Anstrich.

Sextourismus Thailand

Es heisst, dass etwas $16 Millionen von Vietnam Kriegern in die Taschen der thailändischen Sex Industrie flossen. Als Katalysator dessen, was Thailand sein zwielichtiges Bild gab. Aber diese Industrie, beziehungsweise dieser Tourismus, ist wenig mehr als die Spitze des Eisbergs.

Eine Menge Frauen, auch Männer, in Thailand verkaufen sexuelle Dienste gegen Geld. Siamesische 50 Cent Bordelle waren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts populär. Die enorm beliebte Ab Ob Nuad oder Soapy Massage gibt es seit den 1940er Jahren. Erst in den letzten Jahren wurde die Full-Body Massage (ohne Penetration) extrem gefragt, mit neuen Läden von vermeintlich schlechtem Ruf, die im ganzen Land ihre Türen öffnen und schliessen - wie es in der Dienstleistungsindustrie in Thailand oft der Fall ist. Es gibt jetzt auch das, was als Sideline, Nebenbeschäftigung gilt. Junge Mädchen, angeblich unberührt, die sich im Internet verkaufen. 

Kein Geheimnis: gemäss Bericht des Kinsey Instituts hatten 90% aller männlichen Thais Sex mit einer Prostituierten und 74% haben ihre Jungfräulichkeit mit einer weiblichen Sexarbeiterin verloren. Auch keine Geheimnis: Thais verhalten sich in dieser Angelegenheit sehr diskret. Prostitution ist in Thailand seit 1960 illegal. Trotzdem betragen die Einnahmen daraus gemäss Schätzung von Havascope $6.4 Milliarden pro Jahr, ein ansehnlicher Anteil am Bruttoinlandsprodukt. 

2004 sagte Dr. Nistet Tinnakul, damals an der Chulalongkorn Universität tätig, dass die Sexindustrie Thailands gut 2.8 Millionen Menschen beschäftigt. 2 Millionen Frauen, 20’000 erwachsene Männer und 800’000 Jugendliche unter 18. Gemäss Nitet beinhalten diese Zahlen die direkt in die Industrie involvierten Personen, einschliesslich Reinigungskräfte und Buchhalter in Etablisements wie auch korrupte Polizisten, die Kickbacks erhalten.

In einem Interview erklärte er, dass Frauen in Thailand aus wirtschaftlichen Gründen und Mangel an Ausbildung Prostituierte werden. „Prostitution kann nicht legalisiert werden, weil die Gesellschaft sie nicht akzeptiert. Frauen können nicht offen über ihre Tätigkeit sprechen, weil sie dann ihre Würde verlieren.“ Während viel darüber gesprochen wird, die Frauen nicht als Opfer zu stempeln, hört man selten, dass es vielmehr die wirtschaftliche Not ist, welche sie diesen schwierigen Beruf wählen lässt. 

Thai Frauen wurden historisch als Gegenstand des beweglichen Vermögens angesehen. F.A. Neales erzählt in seinem Buch „Narrative of Residence in Siam“, geschrieben im späten 19. Jahrhundert, wie er Zeuge des Verkaufs von 13-jährigen Mädchen durch ihre Väter an den „höchsten Bieter oder sogar arabische Händler“ wurde, weil sie „das Ablaufdatum erreicht hatten“. Dok Kaew, die Praxis, eine junge Tochter einem männlichen Käufer zu verkaufen - wenn auch nicht, bevor sie volljährig war - gab es in Thailand bis in die 1990er Jahre. Moderne Prostitution, in Verruf gebracht durch die, die weit davon entfernt sind sie zu verstehen, bevollmächtigt zumindest im Vergleich zu dem, was vielen armen Thai Frauen früher geschah.

So sollte es für niemanden in Thailand eine Überraschung sein, dass Frauenkörper eine Ware waren und noch immer sind. Aber Ende Juni war die Nation geschockt von einem Moment unzüchtiger Offenheit nachdem eine thailändische Sexarbeiterin in Pattaya gefilmt wurde, als sie einen Koreaner mit dem Mund befriedigte. Oberst Sukthat Pumpanmuang, Superintendent der Polizei in Pattaya, sagte das Paar würde wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses angeklagt. 

Der Direktor der Hotelvereinigung, Sanpetch Suphabowornsatient meinte, die Antwort der Regierung müsse eine Kampagne zur Erziehung der Leute „über die gute Kultur und Tradition“ Thailands sein. „Zur Zeit versucht Thailand die thailändische und buddhistische Weise von Tourismus zu vermarkten. Thailand ist ein buddhistisches Land, aber jetzt führen sich Männer und Frauen auf eine Art und Weise auf, die das Ansehen des Landes beschädigt.“ Die Bar, in der sich der Vorfall ereignete, wurde für 10 Tage geschlossen und das Leben im besten oder schlechtesten Touristenziel Thailands ging weiter wie üblich.

Ob eine rentierende Industrie sich mit Buddhismus verträgt ist etwas, worüber alle Buddhisten nachdenken mögen. Trotzdem, der Thai Tourismus und jene, die davon profitieren setzen auf Thai Frauen, die arm genug sind ein Teil der Diaspora zu werden, welche die Reisfelder verlassen und den Inbegriff von körperlicher Arbeit in der Stadt verrichten. 

Dazu kommt die Tatasche, dass es genügend männliche Touristen gibt, die ihre sexuelle Frustration abklingen lassen wollen. Es gibt eine Nische und Thailand, wie andere Nationen auch, füllen sie. Lassen wir uns nicht vom Gegenteil täuschen. Der Schock entstand nicht, weil etwas passierte von dem wir dachten, dass es das nicht gibt. Er entstand, weil das Schlimmste geheim gehalten, aber für eine reisserische Minute von einer Kamera eingefangen wurde und einige Leute erröten liess.

Von Chiang Mai bis Pattaya ist allgemein bekannt das Etablissements, die das Prostitutionsgesetz brechen der lokalen Polizei viel Geld bezahlen. Ein weiteres von Thailands schlimmen Geheimnissen. Premierminister Prayut Chan-o-cha erklärt rhetorisch immer wieder die Notwendigkeit von Moral. Aber was ist mit der wirtschaftlichen Moral? Ein grosser Teil der Einnahmen des Landes stammen aus dem Tourismus, Milliarden davon aus dem Sextourismus. Härteres Vorgehen gegen Frauen, die ihre Arbeit machen, oft mit Schwerpunkt auf den mageren ausländischen Teil dieses Geschäfts, verletzt nur die Menschen am unteren Ende. Wie es aussieht braucht Thailand die Prostitution, weil viele Leute davon abhängen. 

Wenn allenfalls ein hartes Vorgehen als notwendig erachtet wird, sollte es kein Durchgreifen gegen die sexuelle sondern die kapitalistische Moral sein. Ein Durchgreifen gegen das Durchgreifen der Polizei, ein Durchgreifen gegen Heuchelei. Das Land muss anfangen zu akzeptieren was aus ihm wurde. Razzien und Rhetorik über Ethik halten die Hand vors Gesicht der realen Welt. Prostitution wurde aus Armut geboren. Wenn es etwas braucht, das die Aufmerksamkeit der grossen Anführer verlangt, dann nur das: der Mangel an Geld der Mehrheit. Für einen Blowjob bezahlt zu werden ist an sich zu vernachlässigen, aber im grösseren Rahmen betrachtet eine grosse Sache.

Von James Austin im Asian Correspondent. Er ist Journalist und lebt in Thailand.

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  1. Ich habe über die Prostitution in Thailand gehört. Vielen Dank für diesen Beitrag zu teilen. Wenn Sie wirklich gute Erholung erhalten möchten, besuchen diesen Ort http://wellcum.at/.

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