Donnerstag, 13. August 2015

Wandelnde Tollwut

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Thailand braucht dringend einen neuen Ansatz zur Kontrolle seiner 700’000 streunenden Hunde. Das bestehende Programm funktioniert nicht und die öffentliche Gesundheit ist einem Risiko ausgesetzt, warnt das Departement für Viehwirtschaft. 2014 wurde Hundepopulation in Thailand auf rund 8.5 Millionen Tiere geschätzt.



700’000 sind Streuner, knapp die Hälfte Weibchen. Sie können pro Jahr bis zu 10 Welpen gebären, ein Potential von jährlich mehr als drei Millionen neugeborenen Hunden.

Streunende Hunde sind nicht sauber, verursachen Lärmbelästigung, Verkehrsunfälle und verbreiten Pest - insbesondere Tollwut, führte Prapas weiter aus. 90% aller Tiere mit Tollwut wären Hunde und 60% davon streunende Hunde.

Es sei schwierig, sie gegen Tollwut zu impfen, weil Menschen dabei gebissen und sich selbst anstecken können.

Die bestehenden Programme zum Umgang mit streunenden Hunden gehen die Wurzel des Problems nicht an. Den Behörden ist nur erlaubt, die Population durch Sterilisation, Unterbringung in Zwingern und Ermutigung der Leute zur Adoption zu kontrollieren.

Sorawit Thaneto, der Vizedirektor des Departements sagte, dass sich alle Beteiligten zusammen setzen und sich auf ein systematisches Management einigen müssten. Nur so könne der Bestand auf einem akzeptablen Niveau gehalten werden.

Thailand brauche eine Hunde-Datenbank mit korrekter Erfassung, damit die Verbreitung von Krankheiten der Hunde auf andere Tiere und Menschen verhindert werden könne.

Hundehalter sollten für ihre Tiere verantwortlich gemacht werden, nur so würde es keine ausgesetzten Hunde mehr geben.

Zudem müsse das Gesetz gegen den illegalen Handel verschärft werden - zur Vermeidung von geschlachteten Hunden aus Thailand auf Speisekarten in Vietnam und Südchina.

Quelle: Bangkok Post

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