Freitag, 14. August 2015

Schlag gegen Sklaven Fischerei

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Ein grosser thailändischer Kühlfrachter, vollbeladen mit mutmasslich von Sklaven gefangenen Fischen, wurde von der indonesischen Marine beschlagnahmt und in einen Hafen geleitet. Eine Newsagentur hatte zuvor die Behörden darauf aufmerksam gemacht, dass das Schiff sich in Gewässern Indonesien’s befindet. Die Silver Sea 2 wurde am Mittwochabend lokalisiert und 130 Kilometer zur Marinebasis in Sabang im Nordwesten des Insel Archipels geleitet, sagte Oberst Sujatmiko, Chef der Marine vor Ort. 

Satellitenbild der Silver Sea 2, wie sie auf hoher See von Trawlern mit Fischen beladen wird.
Eigener des Schiffes ist die Silver Sea Reever Co. aus Samt Sakhon in Thailand, welche noch mindestens acht weitere Kühlfrachter besitzt. Die Firma sagte, sie hätte nichts mit den Fischern zu tun.

Die Nachrichtenagentur Associated Press, AP, nutzte ein Satellitenfunksignal zur Ortung der Silver Sea 2 auf ihrer Fahrt aus Gewässern von Papua Neu Guinea, wo es ebenfalls gesucht wurde, ins benachbarte Indonesien. Die Navy brauchte eine Woche das Schiff zu schnappen. Als es beinahe schon die Hoheitsgewässer des Landes verliess, konnte es doch noch gefasst werden.

„Ich bin überwältigt vor Glück“, sagte Fischerei Minister Susi Pudjiastuti. „Es war fast unmöglich, aber wir habe es geschafft.“

Die Silver Sea 2 ist dasselbe 2’285 Tonnen Schiff, welches letzen Monat mittels hochauflösender Satellitenkamera fotografiert wurde, als es von Trawlern auf beiden Seiten Fisch lud. Die kleineren Holzschiffe wurden als Teil derjenigen identifiziert, die früher im Jahr von einer abgelegenen Insel Indonesien’s flüchten konnten. Ihre Besatzung besteht aus Sklaven aus armen südostasiatischen Ländern, die routinemässig geschlagen und nahezu nonstop ohne oder nur mit geringer Bezahlung zur Arbeit gezwungen werden.

Eine Untersuchung der AP ergab, dass der Fang in US-Supermärkten von Wal-Mart, Sysco und Kroger landet, aber auch zu Tiernahrungsprodzenten wie Fancy Feast, Meow Mix und Iams geht. All diese Unternehmen verurteilen Arbeitsmissbrauch und geloben Schritte zur Verhinderung einzuleiten.

Indonesien befreite im Frühjahr hunderte von Männern, nachdem die AP aufzeigen konnte, dass sie auf der Insel Benjina gefangen gehalten wurden - einige davon in Käfigen eingesperrt. Aber 34 Schiffe mit Sklaven konnte fliehen, bevor die Behörden eintrafen. Sie bleiben vermisst.

Der Minister, welcher ein Moratorium für alle für alle ausländischen Fischereiboote verhängte, sagte weiter, dass der Kapitän der Silver Sea 2 befragt und eine Untersuchung wegen des Verdachts auf Menschenhandel, Transport von illegal gefangenen Fisch und Umladen auf hoher See eingeleitet werde. Das Umladen ermöglicht monatelange Fischerei ohne Rückkehr in einen Hafen und erleichtert Kapitänen die Ausnutzung ihrer Mannschaft.

„Die Beschlagnahmung ist sehr wichtig. Sie bezeugt das Versprechen Indonesien’s, gegen Verstösse in seinen Gewässern vorzugehen. Unabhängig davon, ob es sich um illegale Fischerei oder Menschenhandel handelt“, sagt Tobias Aguirre, Direktor der NGO Fishwise aus Kalifornien, welche sich für nachhaltige, sklavenfreie Meeresprodukte einsetzt.

Auch die Behörden von Papua Neu Guinea waren auf der Suche nach der Silver Sea 2. Stattdessen beschlagnahmten sie vor zwei Wochen ein anders Fischerei Frachtschiff, die Blissful Refer, ebenfalls in Besitz eines Unternehmens aus Thailand. Acht Sklaven wurden an Bord gefunden, zwei aus Myanmar, sechs aus Kambodscha.

Männer, die kürzlich nach Myanmar heimkehren konnten, nachdem sie auf einem der beiden Trawler versklavt waren, die nach Papua Neu Guinea flüchten konnten, sagten, dass sie regelmässig Fisch auf Kühlfrachter der Silver Sea Reever luden. Die Frachter bringen den Fang nach Thailand, wo er verarbeitet wird und das $7 Milliarden Seafood-Geschäft des Landes füttert.

Die Fischereiindustrie hängt von der Arbeit armer Menschen aus Thailand selbst oder Migranten aus Myanmar, Kambodscha und Laos ab. Sie werden oft auf Trawler verkauft, shanghaied, gekidnappt und ausgetrickst.

Sklaven aus Myanmar, welche auf Benijna befreit wurden - sie waren unter den Hunderten von AP persönlich oder schriftlich interviewten - sagten, sie wären in Thailand auf die Silver Sea 2 verbracht und auf hoher See auf Trawler umgeladen worden - ohne Aussicht auf Rückkehr nach Hause.

Quelle: Bangkok Post

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