Donnerstag, 6. August 2015

Kein Studium mit Tätowierung

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Studenten mit grossen Ohrpiercings und deutlich sichtbaren Tätowierungen werden an Fachhochschulen in Bangkok und seinen Aussenbezirken nicht mehr angenommen. Die nationale Menschenrechtskommission zeigt sich besorgt. Sprecher Visa Benjamano sagte, dies würde jungen Menschen die Möglichkeit nehmen, sich weiter zu entwickeln und ihre zukünftige Lebensqualität senken.


So gibt's keine Zulassung mehr fürs Studium in Bangkok.
Adisorn Sinprasong, Sektretär der Association of Private Technological and Vocational Education Colleges, sagte, das neue Studenten mit grossen Ohrlöchern ihre Ohren wieder normalisieren müssten, jene mit sichtbaren Tattoos in Abendkursen studieren.

Wie der Sekretär weiter ausführte, wurde die Vereinbarung unter den Fachhochschulen Bangkok's getroffen um sicherzustellen, dass Absolventen ein gutes Aussehen und weitreichende Möglichkeiten für eine Beschäftigung erhalten.

"Junge Menschen mit grossen Ohrpiercings und Tätowierungen sind gefährdet sich an asozialen Verhalten und Gewalt zu beteiligen", behauptet er. "Viele Arbeitgeber wie Ämter und japanische Unternehmen stellen solche Leute nicht ein. Deshalb müssen wir diesen Standard zur Qualifikation von Studenten einführen."

An einigen Colleges gelte er schon länger, nur sei das nicht bekannt gewesen, fügte er hinzu. Die meisten Eltern würden die Entscheidung verstehen und bestätigen, auch sie hielten nichts von Piercings und Tätowierungen.

Visa von der Menschenrechtskommission kritisiert den Qualifikationsstandard als Verletzung des Rechts auf Bildung.

"Alle Menschen haben ein Recht auf Bildung. Sie haben auch Rechte über ihren Körper. Mein Standpunkt ist, dass weder Piercings noch Tätowierungen Anzeichen von asozialem Verhalten sind und keinerlei Auswirkungen auf die Fähigkeit zu studieren haben. Sie sind lediglich eine Modeerscheinung."

"Der neue Standard beschneidet die Möglichkeiten auf Bildung und bessere Lebensqualität der betroffenen jungen Menschen. Genau das wird sie eher in die falsche Richtung treiben. Es wäre besser, sie studieren und ihr Leben selbst gestalten zu lassen." 

Phatharapong Wonporn, Vater eines Studenten am Panyapiwat Institut of Management ist mit dem Entscheid zufrieden.

"Tätowierungen bedient eine Vielzahl von Zwecken, je nach Individuum. Sie können kosmetischer und spiritueller Gründen oder nur aus Mode gemacht worden sein. Aber als Vater verstehe ich sie als Zeichen des Ungehorsams."

Er sagte weiter, dass, obwohl er nichts gegen Tattoos und Piericings habe, Leute gegenüber denen mit Körperbemalung oder fünf Löchern im Ohr negativ eingestellt wären.

Student Jutmas Promwong an der Bangkok Thonburi Commercial unterstützt die Regelung ebenfalls. Er meint, diese Art von Körperkunst verherrliche Aggression und Gewalt.

"Auch wenn Leute ihre Tattoos als Möglichkeit zur Selbstdarstellung sehen, werden sie von anderen unweigerlich verachtet. Es besteht ein hohes Risiko von negativen Bewertungen der grossen Mehrheit. Für mich wirken sichtbare Tätowierungen und Piercings beleidigend und unprofessionell."

Quelle: Nation

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