Samstag, 6. Juni 2015

Nur noch gut genug für Tierfutter und Treibstoff: Thailand's Reis Vorräte

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Die thailändische Regierung wird wohl den grössten Teil des eingelagerten Reis an Tierfutter- und Ethanol Produzenten verkaufen. Der Reis ist schlicht nicht mehr gut genug für menschlichen Verzehr. Das könnte, glaubt man Händlern, die Lieferkapazität des weltweit grössten Exporteurs reduzieren und helfen, die Preise auf das höchste Niveau seit 2013 anzuheben. 

Lagerhäuser in Thailand sind übervoll mit qualitativ schlechtem Reis. 
Die Behörden werden in ungefähr einem Monat entscheiden, was mit den 14 Millionen Tonnen qualitativ schlechten Reises geschehen soll. Er stammt aus den berüchtigten und teuren Subventionskäufen der Yingluck Regierung, sagte der stellvertretende Premierminister Pridiyathorn Devakula gestern.

12 Millionen Tonnen des Reises entsprächen tiefer Grade-C Qualität, 2 Millionen Tonnen wären bereits verfault, fügte er hinzu. 

Die Entscheidung selbst hängt davon, ob die Regierung einen guten Preis erhalten kann.

„Zuvor hatte der private Sektor vorgeschlagen, die 2 Millionen Tonnen verfaulten Reis zu 5 Baht pro Kilogramm zu kaufen. Aber das war zu wenig“, meinte Pridiyathorn. „Die Regierung hofft auf einen steigenden Weltmarktpreis, bevor sie über die qualitativ minderwertigen Vorräte verfügt.“

Ein Abbau des Lagerbestandes in Thailand würde die globale Versorgung genau im Moment des befürchteten Eintreten des El Nino verringern. Das Wetter Phänomen droht gemäss der FAO, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO, die Reisernte in Süd- und Südostasien auszudörren. El Nino erwärmt periodisch den Pazifik und kann zu extremer Dürre oder zu viel Regen führen.

Die Millionen von Tonnen Reis in über ganz Thailand verteilten Lagerhäusern machen 37% des globalen Reishandels aus.

„Das wird eine grosse Last aus der globalen Versorgung mit Reis nehmen“, sagt Mamadou Ciss, der seit 30 Jahren Getreide handelt und Präsident der Alliance Commodities in Genf ist. „Der Entscheid wird den Reismarkt stärken und wir könnten die Preise auf $500 pro Tonne steigen sehen.“ Das wäre der höchste Preis seit August 2013.

Entwicklung globaler Konsum, Produktion, Lagerbestände und Preise von Reis gemäss FAO.
Der Preis von 5% gebrochen gefrästem weissem Thai Reis ist seit Anfang Jahr um 9.3% auf $379 pro Tonne gefallen, dem tiefsten seit Januar 2008.

Wie Daten der Regierung zeigen betragen die staatlichen Reserven zur Zeit insgesamt ungefähr 16 Millionen Tonnen. 2 Millionen mehr als vor Beginn des Direktaufkaufs bei Bauern zu überhöhten Preisen der Regierung Yingluck im Oktober 2011.

Die Regierung erwägt entweder 14 Millionen Tonnen von minderwertigem Reis für die Tierfutter- und Ethanol Produktion zu verkaufen oder ihn vor dem Verkauf in verschiedene Qualitäten einzustufen, sagte Duangporn Rodphaya gestern. Sie ist Generaldirektorin des Departments für Aussenhandel.

„Reis zu benoten ist ziemlich teuer. Ihn an die Industrie zu verkaufen ist die bessere Lösung.“

Sie fügte an, dass weitere 2.6 Millionen Tonnen schrittweise für den menschlichen Konsum verkauft würden.

Dazu plant die Regierung 1.07 Millionen Tonnen Reis am 15. Juni an einer Auktion zu verkaufen. Seit der Machtübernahme hat die Junta den Lagerbestand um rund 2 Millionen Tonnen verringert.

Quellen: Bangkok Post, NNT

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