Montag, 1. Juni 2015

Büffel Banden nehmen Spieler aus

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Ein Netzwerk von Betrügern übertölpelt gierige Thais und scheffelt Millionen. Büffel Banden, oder Gang Kwai, wie sie in Süd-Thailand genannt werden, sind unter den kriminellen Syndikaten, welche von der Crime Supression Division der Polizei gejagt werden - obwohl sie nichts mit Diebstahl von Büffeln zu tun haben.

Chefbüffel: er und seine Komplizen haben gierige Thais um Millionen betrogen.
Der Name Kwai, oder Büffel, hat in Thailand einen Bezug zu dumm - wie in Ermangelung von Büffel Ochse oder Kuh im deutschsprachigen Raum. In Südthailand wird er zur Beschreibung von Leuten benutzt, die einfache Beute von Glücksspiel-Betrügern werden. 

Die Banden legen ihre Opfer - die Opfer ihrer eigenen Gier werden - bis zum Verlust von enormen Summen herein. Sie suchen vor allem die südlichen Provinzen heim, auch wenn landesweit von Aktivitäten berichtet wird, sagt die Polizei.

Der Chef der Crime Suppression Division, Akkharadet Phimosi, sagt weiter, dass die Banden jährlich für den Verlust von Millionen von Baht verantwortlich sind und ihren Opfer potentiell den finanziellen Garaus bereiten. Trotz des provinziell tönenden Namens wird angenommen, dass sie zu den grössten kriminellen Netzwerken Thailand’s gehören. 

Die Jagd auf die Gang Kwai begann nachdem Oberst Akkharadet aus den Provinzen Phangna, Phuket, Krabi, Songkhla und Pattalung über hohe Geldverluste von Spielern hörte. 

Der erste verwertbare Hinweis auf eine Bande kam von einem Paar, welches auf dem Ranot Polizeiposten in Songkhla eine Beschwerde über einen Betrüger und seine Komplizen abgab, sagte Chefermittler Somphong Suwanwong von der Sub-Division 6 der CSD. Thira, wie sich der Betrüger nannte, soll dem Paar erst angeboten haben, einen Teil ihres Landbesitzes zu pachten, um darauf eine Mobilfunk Antenne zu montieren und versprach dafür eine ansehnliche Menge Geld. 

Das Paar zeigte sich einverstanden, mit dem angeblichen Boss von Thira über einen möglichen Deal zu sprechen. Als Treffpunkt wurde ein Resort in der Nähe vereinbart. Wie die Ermittlungen ergaben, wurde das Resort auch zum Ort, wo das Paar zum Spielen animiert wurden.

Das Gespräch über die Miete zeigte sich bald als Köder. Im Resort angekommen, wurde das Paar zum Zimmer des Bosses geführt. Er spielte mit einigen Kollegen Kam Thua. Ein Spiel, bei dem die Anzahl Bohnen oder Knöpfe erraten werden muss.

Sie wurden zum Mitmachen angeregt. Die Banden Mitglieder spielten schlecht, damit das Paar von schnellem Gewinnen überzeugt wurde. Es machte schliesslich mit, dachte, es wäre ein kleines Risiko für eine grosse Summe Geld. Aber in nur drei Stunden hatten sie mehr beinahe eine Million Baht verloren.

Das Paar spielte weiter, hoffte, ihr Geld zurück zu gewinnen, aber das Resultat blieb das Selbe. Die Beiden verloren insgesamt 3.1 Millionen Baht, mussten die Summe auf ein Konto der Bangkok Bank auf den Namen einer Frau namens Sutthini Phakchan einzahlen.

Danach flüchtete die Gang Kwai - und das Paar realisierte, dass es einer Bande von Betrügern auf den Leim gegangen war.

Gegen Thira wurde ein Haftbefehl ausgestellt. Die Ermittler der CSD hatten herausgefunden, dass er schon etliche Spuren hinterlassen hatte. Bereits letzten Juli war er vom Takuapa Provingericht der Absprache zum Betrug angeklagt und seitdem steckbrieflich gesucht worden, auch in drei weiteren Polizeiregionen wurde nach ihm gefahndet.

Chefermittler Somphong entschied sich, ihm mit gleicher Münze heimzuzahlen. Die Beamten verbreiteten unter den verdächtigen Bandenmitgliedern Gerüchte von einem reichen Mann, der schnelles Geld machen wolle. Ein Beamter in Zivil gab sich als derjenige aus und verhielt sich als einer, der leicht zum Spielen zu überreden ist. 

Die Verschwörung gelang, Thira glaubte ein neues Opfer gefunden zu haben. Er vereinbarte ein Treffen - welches am 28. Mai mit seiner Verhaftung an einer Tankstelle im Thai Muang Distrikt der Provinz Phangna endete.

Der Verdächtige, der 55-jährige Thira Thawon aus Phuket, gestand schliesslich, seit 8 Jahren Leute betrogen und dabei 100 Millionen Baht ergaunert zu haben. Alleine in Songkhla’s Rankt Distrikt machten er und seine Gang eine Beute von 4.2 Mio. Baht.

Die Polizei sucht weiterhin seine Gang Kwai Komplizen, sagte der Leiter des Central Investigativ Bureau, Thitirat Nonghanipitak und fuhr fort, diese Gang und alle anderen kriminellen Netzwerke müssten ausradiert werden.

„Wir glauben, dass es in Thailand 70 bis 80 ähnlichen Banden gibt, bestehend aus jeweils 4 bis 4 Personen“, ergänzte Oberst Somphong.

„Die Banden könnten miteinander verbunden sein, Mitglieder untereinander ausgeliehen werden.“

Quelle: Bangkok Post

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