Dienstag, 5. Mai 2015

Alle wussten es - viele waren mit dabei

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Die Polizei zielt auf einen Bürgermeister in der Provinz Songkhla. Ihn halten sie für den Kopf eines Netzwerkes im Handel von RohingyaDas neue Ziel kommt nachdem am Montag drei Lokalpolitiker und Beamte, sowie ein Burmese wegen angeblicher Beteiligung am Menschenhandel verhaftet wurden. 

Rohima Khatun, 26, eine Rohingya aus Myanmar. Sie wurde im „Gefangenenlager“ der Menschenhändler in Songkhla gefoltert, bevor ihr die Flucht gelang. Sie wird zur Zeit in einem Spital behandelt und gibt der Polizei Auskünfte.
Einer der Beamten ist Mitglied des Gemeinderates von Padang Besar, einer Kleinstadt an der Grenze zu Malaysia, die beiden anderen sind Dorfvorsteher in nahen Orten.

Arsan Intantu, der Gemeinderat, wurde in Nakhon Si Themarat wegen einer anderen Straftat verhaftet. Er forderte Lösegeld für einen Rohingya Mann, von dem man glaubt, dass er im „Gefangenenlager“ unweit von Padang Besar einsass. Das Lager wurde letzte Woche entdeckt.

Er wird als einer der Bosse im Menschenhandel in Thailand’s Süden gehandelt. Gegen acht weitere Personen wurde ein Haftbefehl erlassen. Alle werden Verbindungen zum Menschenhandels-Netzwerk nachgesagt, alle sind Funktionäre im Distrikt Padang Besar.

Der nationale Polizeichef Somyot Pumpumuang sagte, er habe die Ermittler angewiesen schnell den Mann zu fassen, von dem er glaube, er habe Ende letzten Jahres im Grenzland zu Malaysia zwei Rohingya erschossen. Er geht davon aus, dass der Mann den Behörden Informationen über Verbindungen des Bürgermeisters von Padang Besar mit Menschenhandel geben kann.

Weiter bestätigte General Somyot die Auswechslung von fünf der höchsten Offiziere der Polizei von Padang Besar, inklusive Oberst Weerasan Thanipam, wie auch von der Grenzpolizei im Royal Thai Police Operation Centre.

Padang Besar liegt unmittelbar an der Grenze zu Malaysia, 1000 Kilometer südlich von Bangkok. 
Dazu würde er einen Transfer von Generalmajor Sunthorn Chalermkiart veranlassen, dem Kommandanten der Polizei der Provinz Satun. Somyot sagte, der Kommandant sei sehr eng mit den Top-Verdächtigen des Menschenhandel-Netzwerks seiner Provinz verbunden.

Satun ist eine der fünf Küstenprovinzen Thailand’s an der Andamansee, über die Rohingya von Schleppern nach Thailand gebracht werden.

Alle Verhafteten werden wegen Menschenhandel, Festhalten und Erpressung angeklagt. Gemeinderat Arsan muss sich zusätzlich wegen Tragen einer Waffe in der Öffentlichkeit ohne Bewilligung verantworten. Bei seiner Festnahme trug er eine mit 8 Schuss geladene 9mm Handfeuerwaffe.

Polizei General Somyot sagte weiter, dass er von Premier Prayuth Chan-o-cha und dessen Stellvertreter Prawit Wongsuwan auf den Fall in Songkhla angesetzt wurde. Der Premier legt grossen Wert auf die Aufklärung, da er das Ansehen und die Bemühungen Thailand’s gegen Menschenhandel beschmutze.  

Prayuth will, dass jeder Verdächtige unmittelbar verhaftet wird, fügte Somyot hinzu.

Darauf angesprochen, dass ein Posten der Grenzpolizei unweit des „Gefangenenlagers“ stehe, antwortete der Polizeichef nur, dass Sondierungen im Gange seine, die eine mögliche Verbindung der Offiziere mit den Menschenhändlern überprüfe. Untersucht würde auch in Richtung Unterstützungsleistungen und Schmiergelder.

Die Beamten würden aber auch bestraft, sollten sie sie ihren Augen einfach nur bedeckt gehalten haben, sagte er.

„Es ist jetzt klar, dass das „Gefangenenlager“ und die gefundenen Toten zu einem grenzüberschreitenden Netzwerk von Menschenhandel gehört.“

Ebenfalls gestern entdeckten Beamte weitere Stellen, an denen Tote verbrannt wurden. Sie liegen ungefähr 200 Meter vom Massengrab des Lagers weg. Die Polizei und weitere Beamte werden sie heute weiter untersuchen.

Den stellvertretenden nationalen Polizeichef Ake Angsananont, er ist verantwortlicher Mann der Ermittlungen vor Ort, zitierend, sagte Somyot, dass die aufgefundenen Gebäude für eine hohe Anzahl festgehaltener Rohingya spreche. 

„Das Lager ist über viele Jahre hinweg genutzt wurden“, legte sich der Chef der Royal Thai Police fest.

Einer seines Teams, General Chakthip wird mit den Behörden in Malaysia und Myanmar sprechen und eine Kooperation zur Verfolgung des illegalen Netzwerks suchen. Auch Spezialeinheiten sollen sich aktiv an der Lösung des Problems beteiligen.

„Am grenzüberschreitenden, kriminellen Menschenhandels-Netzwerk sind Staatsangehörige aus Thailand, Malaysia und Myanmar beteiligt. Es wurde seit mindestens drei oder vier Jahren betrieben.“

Als Todesursache für die 26 gefundenen Toten, unter denen eine Frau war, gab General Somyot an, seine Beamte gingen von Krankheiten oder Mangel an Nahrung an. Die Körper werden derzeit forensisch untersucht.

Der Polizeichef sprach von drei oder vier weiteren Verdächtigen, für die ein Haftbefehl wegen Verbindung zum Menschenhandel ausgestellt werden. 

„Unter ihnen ist ein Polizei Offizier. Er betrieb das „Gefangenenlager“.

Quelle: Bangkok Post

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