Samstag, 4. April 2015

Bären aus Tiger Tempel in Kanchanaburi befreit

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Nach 24 Stunden gegenseitiger Belagerung im Wat Pa Luangta Bua, bekannt als Tiger Tempel in Saiyok, Provinz Kanchanaburi - 200 protestierende Mönchen, Novizen und Supportern standen 600 Beamten gegenüber -  konnten die sechs asiatischen Schwarzbären schliesslich aus dem Tempel befreit und in ihr neues Zuhause in Chonburi gebracht werden.


Tiger Temple
Durch's Maul des Tiger führt die Strasse zum Tiger Tempel in Kanchanaburi. 
Die Mission, die Schwarz-, Kragen- oder Mondbären aus dem weltbekannten, umstrittenen Tiger Temple zu entfernen, wurde von der Generaldirektorin der National Parks, Wildlife and Plant Conservation angeordnet, nachdem die Behörden verzweifelt versucht hatten, den Abt des Tempel zu überzeugen, die sechs Bären aus ihrem Käfig freizulassen.

Mönche und Behörden standen sich am Haupttor des Tempels gegenüber, die Bären waren seit Donnerstag Nacht auf einem LKW im Areal des Wat verladen und bereit, das Gelände zu verlassen. Zuvor konnten gegen 70 Beamte in den Tempel eindringen, die Bären aus ihren Verschlägen befreien und auf den mitgebrachten Lastwagen verladen.


Tiger Tempel
Am Tag zuvor konnten Beamte die Bären aus ihren Verschlägen befreien. 
Dramatische Szenen spielten sich ab. Der Eingang in den Tiger Tempel war von 200 Mönche und Novizen belagert, welche den Behörden weiteren Zugang verweigern wollten. Der Abt, Phra Wisuthisarn Thera forderte seinen Untergebenen mittels Lautsprecherdurchsagen auf, sich auf den Boden zu setzten und, sollten Beamte versuchen, sie mit Gewalt wegzubewegen, sich nicht auf einen Kampf einzulassen, sondern sich hinzuwerfen.


Tiger Tempel
Mönche, Novizen und Supporter verhindern die Ausfahrt des LKW's mit den Bären. 
Der Abt bestand darauf, dass die Bären nicht weg dürfen.

Er stellte in Frage, weshalb die Behörden gerade jetzt die Bären abholen wollen, da sie im Tempel aufgezogen wurden und seit über einem Jahrzehnt auch da in ihren Käfigen hausten. Nie sei ein Beamter gekommen und hätte sich um die Gesundheit der Tiere gekümmert.

Er erklärte, er sei bereit zu sterben, wenn die Bären mitgenommen würden.

Nachdem alle Bemühungen trotz richterlicher Anordnung gescheitert waren, vom Abt die Bewilligung zur Ausfahrt des Bären-LKW's zu erhalten, er hört einfach nicht zu, kam es zu einer Rettungsaktion.

Ein riesiger Kran wurde an einer Seitenwand des Tempels aufgestellt, bereit, die Bären in ihren Käfigen über die Mauer zu heben.

In der Zwischenzeit sprang ein Beamter auf den LKW mit den Bären, legte den Rückwärtsgang ein und bewegte sich langsam nach hinten, während die kombinierte Kraft von Polizei, Soldaten und Rangern eine menschliche Mauer bildeten um die protestierenden Mönche, Novizen und andere Supporter daran zu hindern, dem Lastwagen zu folgen.

Als er näher an die Wand rückte, dort wo der Kran wartete, kam der Befehl, die Käfige zu heben.


Tiger Tempel
Die Bären wurden mit einem Kran über die Tempelmauer gehievt. 
Es war keine leichte Aufgabe, die Käfige zu heben, denn die Tempelmauer ist sechs Meter hoch, dazu kamen die schreienden und fluchenden Mönche und Novizen. 

Aber es gelang, in nur 15 Minuten war die Mission erfüllt, die sechs Bären aus dem Tempelgelände raus und auf dem Weg an ihren neuen Verwahrungsort. Die Belagerung war zu Ende.

Für diesmal. Die Behörden sagten, sie würden den Tempel weiterhin genau nach illegal gefangenen Tieren beobachten - und auch die mysteriöse Sache mit den drei Mitte Februar verschwundenen Tigern ist noch nicht erledigt.

Quelle: Thai PBS

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