Dienstag, 24. März 2015

Zitierenswerte Zitate von Lee Kuan Yew

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Lee Kuan Yew, der erste Premierminister von Singapur starb 91-jährig in der Nacht auf Montag. Bemerkenswerte Zitate des Mannes, der mit seinen Weggefährten aus einer nach dem 2. Weltkrieg verarmten Ansammlung von alten Häusern, Hütten und Sümpfen einen der reichsten Staaten der Welt gemacht hat und in Thailand dafür hochangesehen wird:

Lee Kuan Yew Singapur
Lee Kuan Yew war von 1959 bis 1990 Premierminister von Singapur. 
Als Japan die Kolonialmacht Grossbritannien besiegte und 1942 Singapur besetzte:

"Die dunklen Zeiten waren gekommen. Es war brutal, grausam. Rückblickend denke ich, es war die grösste politische Ausbildung, die ich je in meinem Leben erhielt. Dreieinhalb Jahre sah ich die Bedeutung von Macht, Politik und Regierung vereint. Ich verstand, wie Menschen gefangen in einer Leistungssituation reagieren, weil sie zu überleben hatten. Da waren die Briten, unbewegliche, komplette Meister - am nächsten Tag kamen die Japaner, welche wir verlacht, als kleinwüchsige, verkümmerte Menschen mit kurzsichtigen, schielenden Augen verspottet hatten."

Als die Briten nach dem 2. Weltkrieg wieder Kontrolle über Singapur erlangen wollten:

"Die alten Mechanismen waren weg und die alten Gewohnheiten von Gehorsam und Respekt auch. Weil die Menschen gesehen hatten, wie sie vor den Japanern davon gelaufen waren.. Die Bevölkerung sollte in Panik verfallen, als die Bomben fielen, aber die Briten waren panischer als wir. Es war nicht mehr die gleiche Beziehung." 

Als Jurastudent in Grossbritannien

"Auf den Strassen Singapur’s sah man nicht so viele weisse Männer. Sie waren in höheren Positionen. Aber in Grossbritannien ist man selbst in höherer Position, wenn man weisse Männer und weisse Frauen in unterlegenen Positionen trifft, sozial, meine ich. Sie müssen dich bedienen in ihren Läden und Restaurants. Und ich sah keinen Grund, weshalb sie mich regieren sollten; sie waren nichts besseres. Als ich zurück nach Singapur ging, entschied ich mich, dem ein Ende zu setzen."

Zu Meinungsumfragen

"Ich war nie überinteressiert oder besessen von Meinungs- oder Popularitätsumfragen. Ich denke, ein Führer, der das ist, ist ein schwacher Führer. Wenn es dich beschäftigt, ob deine Werte nach oben oder nach unten gehen, bist du kein Führer. Du greifst nur nach dem Wind. Du gehst, wohin der Wind weht. Und das ist nicht das, wofür ich stehe."

Als Führer und Bewunderer des italienischen Politik Philosophen Niccolo Machiavelli

"Zwischen geliebt und gefürchtet werden habe ich immer Machiavelli geglaubt. Wenn niemand Angst vor mir hat, bin ich bedeutungslos."

Über seinen Regierungsstil mit eiserner Faust

"Jeder der will, kann mich dazu zu nötigen, Schlagringe anzuziehen. Wenn einer denkst, er könne mir stärker schaden als ich ihm. Es gibt keinen anderen Weg eine chinesische Gesellschaft zu regieren."

Über politische Gegner

"Wenn jemand ein Unruhestifter ist, ist es unser Job ihn politisch zu zerstören. Jeder weiss, dass ich in meiner Tasche eine Axt habe, eine sehr scharfe. Nimm mich meiner an, ich nehme meine Axt, wir treffen uns in der Sackgasse."

Über Demokratie

"Nehmen sie eine Umfrage von irgendwelchen Leuten. Was wollen sie? Das Recht, einen Leitartikel zu schreiben, wie sie? Sie wollen ein Zuhause, Medizin, Arbeit, Schulen."

Über Gerechtigkeit

"Wir müssen Menschen hinter Schloss und Riegel bringen, ohne Gerichtsverfahren, ob sie nun Kommunisten oder Sprachchauvinisten oder religiöse Extremisten. Wenn man das nicht macht, wird das Land zu Schutt und Asche verfallen."

Über seine Politik, passende männliche und weibliche Hochschulabgänger intelligente Babys produzieren zu lassen

"Wenn weibliche Hochschulabgängerinnen nicht ins Zuchtbecken integriert und auf dem Regal stehen gelassen werden, endet es in einer dümmeren Gesellschaft. Was wird geschehen? Es wird in der nächsten Generation weniger gescheite Leute geben, die dumme Leute unterstützen. Und das ist ein Problem." 

Über Kritik an hoch bezahlten Ministern und Beamten

"Weisst du, das Allheilmittel für all dieses Gerede ist eine gute Dosis inkompetenter Regierung. Du erhältst die Alternative und du wirst Singapur nicht mehr zusammensetzen können: grossköpfig und dickbauchig, auf dünnen Beinen stehend wird alles in sich zusammen fallen.. und dein Vermögen löst sich in Luft auf, du bist nicht mehr sicher und unsere Frauen werden Dienstmädchen in anderer Leute Ländern sein."

Über Religion

"Ich würde mich nicht als Atheisten bezeichnen. Weder leugne noch glaube ich, dass es einen Gott gibt. Also lache ich nicht über Leute, die an Gott glauben. Aber ich glaube deswegen nicht notwendigerweise an Gott - aber verneine auch nicht, dass es einen geben könnte."

Sollte nach seinem Tod in Singapur etwas schief laufen

"Auch von meinem Krankenbett, auch wenn sie mich ins Grab runterlassen - wenn ich fühle, dass etwas schief läuft, werde ich aufstehen."

Quelle: Bangkok Post

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