Montag, 2. März 2015

Phu Phrabat Historical Park - 6. UNSECO Welterbe Thailand's?

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Der Phu Phrabat Historical Park in Udon Thani zieht seit seiner Nominierung zum Weltkulturerbe der UNESCO durch das thailändische Kulturministerium zu Beginn des Jahres massiv mehr Besucher an. 

Phu Phrabat
Hor Nang Usa ist die markanteste Felsformation im Phu Phrabat Historical Park. 
Zur jüngsten Gruppe von Besuchern zählten 50 Diplomaten und Kunstexperten aus 26 Ländern, darunter ausländische Botschafter, welche vom Ministerium zu einer Kulturreise in den Phu Prabat Park und in die Hauptstadt von Laos, Vientiane, eingeladen wurden.

Auf einem Berg in Ban Phue gelegen und von üppigen Wäldern umgeben, entstammt der Phu Phrabat Hisotrical Park einer prähistorischen Ära. Das Gebiet umfasst hunderte von ungewöhnlichen Felsformationen, welche sich aus langsam bewegenden Gletschern von Jahrmillionen gebildet hatten. Viele der Ruinen und Gegenstände stammen aus diesen Materialien, sie umfassen beispielweise einen Stein, der zur Stupa gemeisselt wurde, aus anderen wurden Abbildungen von Füssen gehauen. Prähistorische Felsmalereien und Sandsternbilder gibt es viele. Phra Phrabat wurde 1991 vom Fine Arts Department zum historischen Park erklärt und 2004 auf die vorläufige Liste zum Status Weltkulturerbe gesetzt.

"Wenn dem Park der Status als Weltkulturerbe gewährt wird, wird Thailand in jedem Fall profitieren, weil es uns nicht nur Stolz auf unsere Nation macht, sondern weil wir von anderen Nationen Respekt erhalten. Auch wird es den Tourismus fördern und den Menschen in der Umgebung mehr Wohlstand bringen", erklärte Kulturministerin Veera Rojpojanarat.

Gemäss dem UNESCO Büro in Bangkok wurde Phra Phrabat von der zuständigen thailändischen Behörde basierend auf 4 von 10 Auswahlkriterien für aussergewöhnlichen universellen Wert vorgeschlagen. Jeder Ort, der zum Weltkulturerbe vorgeschlagen wird, muss mindestens eines von 10 Kriterien erfüllen.

Phru Phrabat entspricht den Kriterien ii, iii, iv und vi

ii - Der Ort muss über einen Zeitraum oder in einer kulturellen Ära der Welt einen wichtigen Austausch von menschlichen Werten, Entwicklung in Architektur oder Technologie, Grossplastiken, Stadtplanung oder Landschaftsgestaltung zeigen.

Phu Phrabat wird als heiliger Berg gesehen, bewiesen durch archäologische Funde aus verschiedenen Epochen von prähistorischer Zeit über die Dvaravati Zeit vom 7.-12. Jahrhundert bis zum Königreich Lan Chang im 16.-18. Jahrhundert.

Die ältesten Zeugnisse sind Felsmalereien und stammen aus dem 1. Jahrhundert vor Christus, sie sind über den gesamten Berg verstreut gefunden worden. Sie zeigen unter anderem Menschen, Tiere, menschliche Hände und geometrische Formen. Das Kulturministerium glaubt, sie entstanden im Zusammenhang mit dem animistischen Glauben der Maler.

Phu Phrabat
Felsmalerei im Phu Phrabat Historical Park. 
"Es gibt keine Beweise menschlicher Besiedlung auf Phu Phrabat, deshalb glauben wir, dass die Felsmalereien entstanden, weil der Ort für rituelle Zwecke oder temporäre Behausungen genutzt wurde", sagt die archäologische Expertin Saviti Suwansathit. 

iii - Der Ort muss ein einzigartiges oder zumindest aussergewöhnliches Zeugnis einer kulturellen Tradition oder Zivilisation, die noch besteht oder verschwunden ist, sein

Dieses Zeugnis kann in den Dutzenden von Felsspalten, dem Steinboden sowie den Semna oder Grenzsteinen gefunden werden, von denen einige mehr als 5000 Jahre alt sind, andere aus der Rattanakosin Zeit stammen.

"Die Grenzsteine zeigen die Verwendung dieser Bereiche für buddhistische religiöse Funktionen. Der Buddhismus war in der Lopburi Periode vom 13.-15. Jahrhundert bereits weit verbreitet, als der Khmer Einfluss bei der Gestaltung von Buddha Reliefs in Tham Pra am deutlichsten war. Weitere Beweise sind die Semna Steine, welche für die Konstruktion der Kammer zur Erleuchtung im Wat Luk Khoei verwendet wurden, wie auch die Art der Schnitzerei an der Basis einiger Semna Steine", erläutert Experte MR Chakrot Chitrabongs. 

Die anschliessende Lan Chiang Periode brachte dem Park eine neue Form des Ausdrucks buddhistischen Glaubens. Die Verehrung von Fussabdrücken und Buddha Reliquien, die in Stupas im Lan Chang Stil erbaut wurden, welche die enge Beziehung und den Kontakt zwischen den Ufern des Mekong bekräftigen.

iv - Der Ort muss ein hervorragendes Beispiels eine Typs von Gebäuden, architektonischen oder technologischen Ensembles oder einer Landschaft sein, die eine erhebliche Stufe der menschlichen Geschichte illustriert, während Kriterium vi verlangt, dass der Ort direkt oder konkret mit Ereignissen oder lebendigen Traditionen, Ideen oder Überzeugungen, künstlerischen oder literarischen Werken von aussergewöhnlicher, universeller Bedeutung verknüpft ist.

Abgesehen von seiner historischen und kulturellen Bedeutung hat Phu Phrabat mit seinen natürlichen Eigenschaften der malerischen Felsformationen die Menschen der Umgebung mit den Legenden von Usa Brot und Phra Kued Phara Phan, die ihren Ursprung in der Hamabharata haben, inspiriert. Die Felsformationen von Phu Phrabat sind die Grundlage einer lokalen Legende über einen König, seine Tochter und ihren Verehrer. Die markanteste Formation, Hor Nang Usa ist nach der Legende der Ort, wo der übervorsorgliche König seine Tochter zwang zu leben. Trotz ihrer Niederkunft konnte sie ihrem Verehrer, einem Prinz, eine Nachricht zustellen und die beiden konnten zum Trotz ihres Vaters heiraten.


Ziel der Einladung von Botschaftern durch das Kulturministerium war, sie für die kommende Abstimmung vom Phra Phrabat Historical Park zu überzeugen - und dies scheint gelungen. Die Besucher, welche auch das nahe gelegene Ban Chiang besuchten, Weltkulturerbe seit 1992, äusserten sich positiv.

"Wir leben in einer globalisierten Welt und einer bestimmten Nation anzugehören ist wichtig. In prähistorischen Zeiten gab es keine Grenzen. Die historische Stätte gehört nicht nur den Thais, sondern der ganzen Menschheit. Reliquien der historischen Welt müssen gepflegt, bestaunt und studiert werden können, von allen, die interessiert sind, unabhängig ihrer Nationalität. Das ist der Grund, weshalb Phra Phrabat als Weltkulturerbe angesehen werden soll", sagte der südkoreanische Botschafter Jeon Jaeman. 

Kesang Wangdi, der Botschafter Bhutan's betet an der Buddha Statue von Tham Phra. 
Und mit der ASEAN Wirtschaftsgemeinschaft, welche noch dieses Jahr in Kraft treten soll, hoffen Thailand und seine Nachbarn, dass weitere Kulturerbe den Tourismus entlang der Grenzen fördern. Viele Laoten besuchen Phra Phrabat bereits über die Thai-Laos Freundschaftsbrücke, die Vientiane mit Nong Khai und weiter Udon Thani verbindet. Von der laotischen Hauptstadt aus dauert es nur gut eine Stunde, den historischen Park zu erreichen.

"Der Park ist in Bezug auf seine kulturellen Werte ausserordentlich. Wenn Phu Phrabat zum Weltkulturerbe erklärt wird, wird das dazu beitragen, den Tourismus in Thailand wie auch in Laos zu fördern", denkt der laotische Botschafter Ly Bounkham. 

Die UNESCO wird ihre Entscheidung am 1. Juni 2016 bekannt geben.

Thailand ist bisher die Heimat von fünf UNESCO-Welterben

Drei davon sind es seit 1991. Sukhothai und Ayutthaya, die 2 ehemaligen Hauptstädte Siams, in der Kategorie Kultur. Das Thung Yai Naresuan-Huai Khan Khaeng Wildschutzgebiet in den Provinzen Uthai Thani, Tak und Kanchanaburi in der Kategorie Natur. Es ist das grösste Naturschutzgebiet auf dem Festland von Südostasien und eine von Thailand’s am wenigsten zugänglichen und wenigsten gestörten Waldgebieten.

1992 wurde die Ban Chiang Ausgrabungsstätte in der Kategorie Kultur aufgenommen. Gelegen im Bezirk Nong Han der Provinz Udon Thani und mehr als 5000 Jahre alt, gilt sie als wichtigste prähistorische menschliche Siedlung, die bisher in Südostasien entdeckt wurde.

Weltkulturerbe im Nordosten Thailand's
Weltkulturerbe im Nordosten Thailand's: Ban Chiang, nahe Phu Phrabat. 
2005 wurde der Dong Phayayen-Khao Yai Waldkomplex, der 230 Kilometer zwischen dem Ta Phraya Nationalpark an der kambodschanischen Grenze bis zum Khao Yai Nationalpark überspannt, in der Kategorie Natur aufgenommen. Er ist die Heimat von mehr als 800 Tierarten, darunter 112 Säugetiere, 392 Vögel und 200 Reptilien- und Amphibien.

Quelle: Nation

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