Donnerstag, 19. März 2015

Keine Ausländer, bitte!

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Die Idee, Ausländern Land zu vermieten schürt Angst. Der Vorschlag der Regierung, Ausländer in Forstwirtschaft investieren zu lassen würde zu einer massiven Landbesitznahme führen, sagen zivilgesellschaftliche Gruppen.

Aktivisten verurteilen den Holzinvestitionsplan. 
Sie äussern sich besorgt, über die mögliche Landnahme und verlangen von der Regierung, den Plan zu überdenken, wenn der für den Beginn der ASEAN Wirtschaftsgemeinschaft verantwortliche Unterausschuss sich nächstes Mal trifft.

Der Ausschuss, geleitet vom stellvertretenden Premierminister MR Pridiyathorn Devakula, gab dem Plan bereits letzten Monat grünes Licht, sagte Witoon Lienchamroon, Direktor von BioThai, einer Non-Profit Organisation, welche sich führ die Rechte von Bauern und Bio Diversität einsetzt.

Zu der damaligen Sitzung waren keine Vertreter von zivilgesellschaftlichen Gruppierungen eingeladen. Teilgenommen hatten nur Repräsentanten aus Militär, Wirtschaft und Ministerien, wie Witoon weiter erklärte. 

Das Forstwirtschaftsprogramm unter der Ägide des Investitionsabkommens der ASEAN zielt darauf ab, zur Miete von Monokulturen grosse ausländische Investoren anzulocken.

„Es gibt Versuche von staatlichen Institutionen, private ausländische Gesellschaften zu Investitionen in die Forstwirtschaft zu ermutigen, auch wenn es Schaden verursacht“, sagt Prapat Panyachatrak, Vorsitzender des National Farmer Council, NFC.

„Investitionen in die Forstwirtschaft erlaubt ausländischen Investoren grosse Ländereien zu mieten oder Rechte darüber zu haben. Ich glaube, das ist ein Vergehen gegen die Sicherheit Thailand’s in Bezug auf unsere Souveränität und Landrechte.“

Mehrere Gruppen sind darüber besorgt, dass grosse thailändische Unternehmen enorme Flächen Land von der lokalen Bevölkerung kaufen und an ausländische Investoren vermieten.

Prapat besteht darauf, dass dies ein sehr sensibles Thema ist, weil es sich um Besitznahme von Land und natürlichen Ressourcen handelt, das für Landwirte und Bauern reserviert werden sollte.

„Frühere Regierungen waren vorsichtig und beschränkten die Möglichkeiten für Investoren auf die Expansion von Pflanzenarten, Fischzucht und Aufforstung.“

„Der NFC hofft, dass die Regierung besorgt über die Auswirkungen auf Millionen von Familien landloser Bauern zugunsten ausländischer Investoren ist.“

Er erklärte weiter, dass er das Ergebnis der heutigen Sitzung des Unterausschusses abwarten wolle.

Der nationale Bauernrat hatte dem Ausschuss vorgeschlagen, Anhörungen über das Programm durchzuführen und die Meinung der Öffentlichkeit zu berücksichtigen, bevor es zur Verabschiedung ans Kabinett weitergereicht wird.

„Es ist wirklich ein sehr heikles Thema. Forstplantagen an Ausländer zu geben, das wird Thailand’s Landrecht- und Abholzungsprobleme verschärften“, insistiert Witoon.

Premierminister Prayuth Chan-o-cha’s Regierung hatte versprochen, Landrechtsprobleme für Thais zu lösen, sagte Witten weiter, aber Ausländern zu erlauben, Rechte über Forstplantagen zu geben würde es schwierig machen, dieses Ziel zu erreichen.

Einflussreiche Thailänder mit Verbindungen zu ausländischen Investoren würden auf die lokale Bevölkerung Druck ausüben, ihr Land aufzugeben und ihre Landrechte zu verlieren, sage er weiter.

Grossflächige Landvermietung wird Konflikte zwischen dem privaten Sektor und Gemeinden verursachen, sieht Witoon voraus, und gibt als Beispiel die Vergabe von Palmöl Konzessionen im Süden Thailands an, welche zu Protesten und Landraub geführt hatte.

Der BioThai Direktor äusserte sich weiter besorgt über Umweltschäden durch gross angelegte Monokulturen.

„Ich glaube nicht, dass Forstplantagen notwendig sind. Wir haben viele alternative Möglichkeiten unser Land produktiver und nachhaltiger zu nutzen, wie beispielsweise mit Agroforstwirtschaft, traditioneller Landwirtschaft gekoppelt mit Baumbanken Programmen, wo das Pflanzen von Bäumen in grossem Umfang gefördert wird und Bauern Erträge aus wertvollen Bäumen generieren können.“

Theerapat Prayurasiddhi, Chef des Royal Forest Department, bestätigt, dass es ein grosses Projekt ist, Ausländer in Thailand’s Forstwirtschaft investieren zu lassen.

Es vermutet, dass es mehr Brachflächen geben würde und nur zwei Arten von Bäumen, Teak und der haarig, blättrige Apitong angebaut werden.

„In diesem Projekt wird eine grosse Anzahl der zwei Baumarten gepflanzt und es wird 20 bis 20 Jahre dauern, bis sie gefällt werden können.“

Theerapat besteht darauf, dass Thailand keinen Nachteil aus ausländischen Investitionen ziehen würde, da natürliche Wälder und Nationalparks vom Plan ausgeschlossen sind und nur Land, welches Personen mit Landtiteln, bzw. Grundbucheintrag gehört, mit eingeschlossen ist.

Quelle: Bangkok Post

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