Dienstag, 31. März 2015

Warum Korruption in Thailand immer gewinnt

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Korruption Thailand
Die sich über alles hinwegsetzende, wenn auch subtile Idee von Politikern war, vor allem derer, die an der Macht waren, dass sie einen gewissen Schutz gegen Anklagen wegen Bestechung benötigen, weil ihre Rivalen sonst mit ihnen Spiele spielen und Behauptungen das gesamte System soweit lahmlegen würden, dass nichts anderes mehr zählt. Das Parlament würde von Korruptions-Klagen überwältigt, die Medien würden über nichts anderes berichten und die Regierung käme zum Stillstand.

Das führte dazu, dass vom Parlament verhängte Zensur über Korruption als etwas saisonales gesehen wird. Ungeachtet davon, dass Bestechung alles andere ist. Aber auch das war nur ein klitzekleiner Teil von dem, was in Thailand's Kampf gegen Korruption schief läuft. Wir hatten ein Dilemma zu unterscheiden, ob dieser Teufel vollständig zu kriminalisieren oder zumindest ein Teil davon zu "politisieren" ist. 

Auf der einen Seite nimmt man an, dass Korruption ein kriminelles Vergehen ist, weshalb Gerichten eine grosse Rolle im Spiel vergeben wurde. Auf der anderen Seite gab es Korruptionsfälle, in denen das Parlament darüber entschied - als Beweise nicht so wichtig waren, viel mehr aber, wer mehr Stimmen in der Nationalversammlung erhielt.

Kein Wunder, dass thailändische Krisen immer Zusammenstösse von Parlament und Gerichten beinhaltet. Dank Demokratie die Werte der Mehrheit vereinend, war immer ein grelles Scheinwerferlicht auf das gerichtet, was die Richter als richtig oder falsch ansahen. Auch auf dem Prüfstand waren die gewählten Politiker selbst. Sie wurden verdächtigt, ihr Volksmandat zu beschönigen, um davon abzulenken, was wäre, wenn alle Masken abgelegt würden: unbestreitbarer Betrug. Und das wurde durch das nächste Problem verschärft.


In unseren Kampagnen gegen Korruption haben Vorurteile und Voreingenommenheit alle infiziert. In Thailand wird der Begriff "Gerechtigkeit" nicht zur Erklärung von Unschuld verwendet. Gerechtigkeit bedeutet: "andere Leute tun's auch, also warum nicht auch ich?". Diese Haltung ist besorgniserregend, aber sie entstammt Gesetzen oder Massnahmen, welche nicht unterschiedslos gelten.

Fast jeder ist für das Scheitern der Korruptionsbekämpfung in Thailand verantwortlich. Die Durchsetzung von Massnahmen gegen Bestechung ist selektiv. Politiker nutzen Demokratie als Schutzschild für Verbrechen, statt als Waffen zur Ausmerzung. Und das Allerletzte, das politisiert werden sollte, wurde stark politisiert.

Es ist zur Huhn-Ei Situation geworden. So hat beispielsweise die Tatsache, das die Bekämpfung selektiv erfolgte, Politiker dazu gebracht, sich noch stärker hinter der Demokratie zu verstecken.

Und der Fakt, dass Politiker sich hinter Abstimmungsresultaten verstecken, elektrisierte ihre Rivalen und führte zu rechtlichen Verzerrungen und Vorurteilen.

Vertrauen wir den Gerichten den Kampf gegen Bestechung an, und schon stellen wir die Frage, wo die unterschiedslose Anwendung von Gesetzen bleibt. Wenn das Parlament entscheiden sollte, wer das Land betrog und wer nicht - wer war denn der letzte Minister, der von gewählten Vertretern abgewählt wurde? So, wer sollte jetzt sein Profil zeigen? Die Richter oder Mitglieder des Parlaments?


Die Probleme enden jedoch nicht hier. Denn jetzt kommen wir zu denen, die das grösste Problem sind - den "Fans". Der Kampf gegen Korruption wurde weitgehend zum Spiel. Es war nicht so vorgesehen, nicht zuletzt weil es Heuchelei hervorgebracht hat, und wo immer Heuchelei ist, ist auch Korruption. Thais sollten einen gemeinsamen Nenner für Korruption finden, darauf könnte man aufbauen. Aber wie's aussieht, sind wir alle wie Fussball Fans, feuern unser Team nach hartem Ansteigen oder pseudocleverer Theatralik an, während wir den Gegner für die gleichen Aktionen schamlose Aggressoren oder Betrüger titulieren.

Und doch haben alle Thais eins gemeinsam. Wir glauben, dass nur andere korrupt sind. Dazwischen finden wir hunderte Entschuldigungen unser eigenes Verhalten in Sachen Bestechung zu verteidigen. Es reicht eine Hand abzuzählen, wie viele Politiker in den letzten 30 Jahren ihre Karriere nach einem Korruptionsskandal beenden mussten.


Kampf gegen Korruption: Thailand ist in Asien nicht alleine. 
Nochmals, Thailand versucht neue Regeln zu definieren, welche, hoffentlich, Korruption im Zaum halten kann. Das Problem ist, wir haben schon alles versucht. Früher haben wir mit einem Anti-Bestechungsauftrag dem Parlament vertraut, aber unsere Hoffnungen korrupte Köpfe fallen zu sehen wurde nie erfüllt. Wir brachten die Justiz ins Spiel, aber ihr wurden Vorurteile und Verschwörungen vorgeworfen. Wir versuchten, die Macht der Gerichte mit derjenigen des Parlaments auszutarieren, und sehen sie nun, wohin uns das gebracht hat. Wir experimentierten mit "unabhängigen Stellen", sie wurden entweder verdächtigt, von den Mächtigen als "schweigende Opposition" missbraucht zu werden oder "undemokratische" Mittel zu verwenden, die Mächtigen zu entmachten. 

Um unsere Kopfschmerzen zu verstärken wird jedes neue Anti-Korruptions-System, wenn es wirklich neues enthält, von der einen Hälfte der Thais verdammt, von der anderen favorisiert. Und dieses zukünftige Problem ist verwandt mit allen anderen Problemen. Es ist ein teuflischer, nicht endend wollender Strudel, der aussergewöhnliche Stärke verlangt, uns selbst daraus herauszuziehen.

Auch wenn Thailand eine massive Veränderung der kollektiven thailändischen Mentalität und Durchsetzung von Gesetzen erreicht, auch dann wird die Korruption noch immer gewinnen. Wir werden weiterhin mit den ungünstigen Optionen, entweder absolute Macht, die absolut korrumpiert, oder demokratische Macht, die ordentlich und vielleicht heftig korrumpiert. 

Treffen sie ihre Wahl des kleineren Übels. Der Korruption wird es völlig egal sein, sie grinst sowieso triumphierend.

Quelle: Nation

Amnestie zum 60. Geburtstag

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35'000 Häftlingen in Thailand wird aus Anlass des 60. Geburtstags ihrer königlichen Majestät, Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn am 2. April Amnestie gewährt.

Phra Tep, der Engel, wie Thais die Prinzessin nennen, wird von der Bevölkerung sehr geliebt.  
Unter das Amnestiegesetz fallen Gefangene, die mindestens 3 Jahre oder die Hälfte ihrer Haftstrafe abgesessen und noch weniger als 1 Jahr bis zur Entlassung verbleibt.

Behinderte oder an Krebs, Lepra, Aids oder chronischer Nierekrankung leidende Insassen werden ebenfalls entlassen, wenn sie mindestens 3 Jahre hinter Gittern verbracht oder die Hälfte ihrer Haftstrafe abgesessen haben.

Behinderte Insassen oder diejenigen, die an Krebs erkrankt sind, Lepra, Aids, chronischer Nierenerkrankung wird auch befreit werden, wenn sie mindestens drei Jahre lang diente oder die Hälfte ihrer Haftstrafen.

Frauen, die erstmals eine Haftstrafe verbüssen und die Hälfte ihrer Strafe verbüsst haben, die über 60 Jahre alt sind und mindestens 2 Jahre eingesessen sind, jene über 70 und Erstverurteilte unter 20, welche die Hälfte ihrer Strafe hinter Gittern abgesessen haben und alle, die sich tadellos verhalten haben und noch weniger als 2 Jahre in Haft vor sich haben, werden freigelassen.

Zum Tod verurteilte Häftlinge werden verschont, ihre Strafe zu lebenslanger Haft umgewandelt. Zu lebenslanger Haft verurteilten Gefangenen wird die Strafe auf 50 Jahre reduziert und die Restverweildauer hinter Gittern je nach Verhalten weiter reduziert.

Quelle: Thai PBS

Samstag, 28. März 2015

Tiefseehafen und Sonderwirtschaftszone Dawei - hoher Preis für mehr Handel

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Ma Nu May und ihr Mann begannen vor 7 Jahren im Küstenort Dawei ihr Land mit Cashew Nuss Bäumen zu bepflanzen, aber in den letzten 2 Jahren war ihr Leben weit von friedlich entfernt.
Dawei Projekt
Der Tiefseehafen in Dawei könnte den Handel in Südostasien stark beleben, aber zu einem hohen Preis für die lokale Bevölkerung.
Die meisten ihrer Bäume liegen noch immer am Boden, nachdem sie Mitte 2013 für das von der Regierung gestützte Megaprojekt Dawei Special Economic Zone, SEZ, von Bulldozern entwurzelt wurden.

"Ich kann mir nicht vorstellen, meine Farm für dieses wenige Geld zu verkaufen", sagt Ma Nu May. Ihr waren $5’000 offeriert worden. Wenn auch gerade 2 Hektaren umfassend, bringen die Nüsse einen Ertrag von $4’000 pro Jahr.

"Besser sterben wir, als eine solch geringe Kompensation zu akzeptieren."

Es ist nicht die Zeit von Bauern wie Ma Nu May und ihre Familie.

Täglich wird erwartet, dass in der Hauptstadt Naypyitaw der Vertrag zwischen Myanmar und seinem Entwicklungspartner Thailand unterzeichnet wird. Sie wird den Startschuss geben für das, was das grösste Projekt seiner Art in Südostasien sein könnte.

Wenn der Bau des $50 Mia. Projekts vorangeht, wird sich die strategische Lage Myanmar's zwischen Indien und China kapitalisieren, nach Jahren als internationaler Paria unter Militärherrschaft, beraubt von jeglichen ausländischen Investitionen.

Der Hafen und seine Industrieanlagen, gebaut werden sollen sie vom thailändischen Immobilien Giganten Italien-Thai Develepoment, wird eine Fläche von über 200 Quadratkilometern bedecken und eine Kapazität von 250 Mio. Tonnen Fracht haben, mehr als die Häfen von Los Angeles und New York zusammen.

"Dawei ist ein kritischer Punkt zur Verbindung der regionalen Infrastruktur", sagt Chayut Setboonsarng, Analyst eines Think Tank aus Bangkok, der auf Südostasien spezialisiert ist.

Die Special Economic Zone wird Fabriken beinhalten, eigene Kohlenmine und eigenes Elektrizitätswerk, aber auch Golf Plätze und 5-Stern Hotels für Besucher.

Der Tiefseehafen von Dawei wird die Dauer des Transports von Fracht von Europa über den Nahen Osten nach Asien und umgekehrt deutlich verkürzen, da der, nicht immer ungefährliche, Umweg durch die Malakka Strasse über Singapur und das südchinesische Meer wegfällt.

Italian-Thai Development sagt auch, dass das Projekt der lokalen Wirtschaft helfe, indem nach Fertigstellung 2025 bis zu 100’000 Jobs geschaffen würden.

Das wird den Zehntausenden von Menschen, die heute in der Gegend wohnen wenig bringen, denn sie werden gemäss Angaben von verschiedenen NGO’s umgesiedelt werden.

Dawei Projekt
Eine Bewohnerin des Dorfes nahe der zukünftigen Dawei Special Economic Zone, wo unbefestigte Strassen das $50 Mia. Projekt von 3 Ländern umrahmen.
"Auch wenn das Projekt noch nicht gestartet wurde verlieren die Menschen bereits Einkommen, weil als Vorbereitung bereits Land vom Staat konfisziert wird", sagt Chit Chit Win, eine Forscherin für die Women’s Union of Tavoy. Tavoy ist der alte Name von Dawei.

Die Gruppe behauptet, das den meisten Land und Existenz gegen wenig oder keine Kompensation weggenommen wird.

"Das Dawei Projekt hat kaum begonnen, schon wird das Rückgrat unserer Wirtschaft zerstört. Es muss gestoppt werden, bevor mehr gemacht wird", sagt Su Su Swe von der gleichen Organisation.

Sie machen sich durch den Umstand Mut, dass das Projekt im 2013 kaum lanciert, schon wieder gestoppt wurde, da Italian-Thai keine genügenden finanziellen Sicherheiten vorlegen konnte.

Es wurde Ende 2014 auf diplomatische Bemühungen zwischen Thailand’s neuer Militärregierung und Myanmar zurück gestuft.

Eine Studie einer anderen NGO, der Dawei Development Association, bestätigt, dass der Kompensationsprozess stark fehlerbehaftet ist.

Sie schliesst daraus, dass die Entwicklung des Dawei Projektes "gegen viele fundamentale Menschenrechte verstösst".

Italian-Thai ist damit nicht einverstanden: "Die meisten Bewohner wollen, dass wir kommen", sagt Pravee Kamolkanchana, Marketing Direktor der Firma. "Wir sorgen für viele Jobs, sowohl beim Bau, als auch später, wenn Fabriken und Hafen fertiggestellt sind."

Pravee sagt, dass das Management von Italian-Thai häufig Dawei besuchte und dabei mit der Bevölkerung über den "neuen, globalen Gateway von Südostasien" gesprochen habe.

Dawei Projekt
Karte der Dawei Special Economic Zone. 
Die Firma hat Pläne, Häuser, Spitäler, Schulen und sogar Tempel zu bauen, allerdings 10 Kilometer weg vom bisherigen Ort außerhalb der Zone.

Chayut vom Bangkok’s Think Tank stimmt überein, dass "Dawei die lokale Bevölkerung deutlich begünstige, nicht nur die grössten Anteilseigner".

Er schliesst, dass ein solch enormes Projekt am besten Ort Südostasien’s kaum weiter verzögert wird.


Quelle: Bangkok Post


Freitag, 27. März 2015

Thailand braucht einen Crash-Kurs für sichere Strassen

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Ein Freund teilte eine provokative Idee zur mehr Verkehrssicherheit auf seiner Website. Seine Organisation nimmt an der staatlichen Kampagne teil, welche Thailand’s Strassen sicherer machen soll. Ihr Vorschlag: der Ausdruck "Unfall" soll in Berichten durch "Crash", Zusammenstoss, ersetzt werden.


Verkehrsunfall Thailand
Leider kein seltener Anblick: schwerer Zusammenstoss auf Thailand's Strassen. 
Manche mögen darüber lachen oder einfach sagen, diese Idee sei doch zu trivial.

Aber, der Begriff "Unfall" bedeutet, dass ein Verkehrsereignis nicht erwartet oder nicht zu verhindern war - aber in Realität ist dem nicht so. Die Verursacher hätten nur voraussehend handeln müssen. 

Mein Freund sagte mir, dass einige Städte bereits dazu übergegangen wären.

Viele Leute verbinden ein Ereignis mit jemandem’s Glück. In diesem Sinn ist es etwas, das schicksalhaft vorbestimmt und nicht veränderbar ist. Wirklich?

Ich war sehr irritiert über eine Meldung, die von einem Zusammenstoss von Dutzenden von Fahrzeugen während einer starken Regenschauer an einem Sonntag Morgen auf irgendeiner Strasse Bangkok berichteten. Bezeichnenderweise gab die Sprecherin dem Regen schuld, er habe die Strassen rutschig gemacht und so den "Unfall" mit etlichen Verletzten verursacht.

Nein, es war nicht einfach "rutschig" und nein, an einem Sonntag Morgen gibt es nicht viel Verkehr. Ich erinnere mich, dass ich laut lachen musste. Es war ganz einfach jegliches Fehlen von Denken an die eigene und die Sicherheit der anderen. Viele Fahrer weigern sich ganz einfach langsamer zu fahren, wenn Sicht oder Strassenverhältnisse schlecht sind. Wie kann das als "Unfall" bezeichnet werden?

Zurückschauend auf Schlagzeilen machende "Unfälle" in der Vergangenheit wird deutlich, dass die meisten, wenn nicht alle, vermeidbar gewesen wären. Es waren alle Tragödien, die hätten verhindert werden können.

Der Vorfall letztes Jahr, als eine Frau beim Überqueren der Asok Kreuzung von einem Lastwagen getötet wurde, war kein Unfall. Sie wurde getötet, weil der Fahrer das Rotlicht missachtete. Es geschah, weil der Fahrer offensichtlich das Verkehrsgesetz verletzte.

Überschläge mit Doppeldecker Bussen geschehen schnell, weil ihre Höhe sie einfacher überschlagen lässt. Besonders, wenn der Fahrer zu schnell in eine Kurve fährt.

Ein englisches Paar auf einer Fahrradreise rund um die Welt wurde vor 2 Jahren in Chachoengsao von einem Pickup Fahrer über den Haufen gefahren und getötet, weil er während der Fahrt etwas Runtergefallenes aufheben wollte, statt erst anzuhalten. Ein anderer ausländischer Biker wurde in Nakhon Ratchasima Opfer eines unachtsamen Rasers.

Abgesehen von Unachtsamkeit von Teilen der Verkehrsteilnehmer, besonders Autofahrern, führen schlechte Gewohnheiten von Verwaltungen und Strassenarbeitern zu erheblichen Sicherheitsproblemen. Dafür gibt es unzählige Beispiele.

Letzte Woche gab es in sozialen Medien Beschwerden gegen Strassenarbeiter in Chonburi, welche ein Signal mitten auf der Strasse statt am Rand aufgestellt hatten. Beamte gaben nur schwache Entschuldigungen. Immerhin, die Wucht der Klagen brachte sie dazu, es tatsächlich am Strassenrand aufzustellen. Glücklicherweise geschah kein Unglück, es wäre sonst wieder eine vermeidbare Tragödie gewesen.

Der letzte Fall war ein fataler Zusammenstoss in Bang Kuhn Non, bei dem eine junge Frau mit ihren Wagen in den Kran einer Skytrain Baustelle krachte. Sie wurde getötet und ihr Beifahrer schwer verletzt. Zwei Arbeiter wurden angeklagt, weil sie keine Signale und Abschrankungen vor der Baustelle angebracht hatten.

Dies bestätigt, das Baustellenbereiche für Autofahrer tödliche Fallen sein können. Schwache Ausleuchtung, schlechter Zustand und falsche bis fehlende Platzierung von Sicherheitsgerät können entscheidende Faktoren für Zusammenstösse sein.

In den letzten 10 Jahren haben wir, ohne befriedigende Resultate, viel darüber gesprochen, wie die hohe Zahl Verkehrsunfälle und -opfer gesenkt werden könnte. Die Durchsetzung von Verkehrsregeln ist noch immer so schwach wie sie immer war. 

Motorräder, aber auch Autos, die auf der falschen Strassenseite fahren, insbesondere auf richtungsgetrennten Strassen oder aggressiv rasen. Polizeikontrollen, daneben ein grosses Schild, das "100% Helmpflicht" gilt, aber vorbeifahrende Motorradfahrer ohne Helm können durch - weil heute Tag zur Kontrolle von Lastwagen ist.

Wir könnten mit dem kleinen Schritt starten, den Begriff "Unfall" nicht mehr zu verwenden, wo es keiner ist.

Es könnte einen Wechsel im öffentlichen Umgang mit der Hauptursache der Verkehrsprobleme in Thailand auslösen. Zumindest würden wir einige Lektionen lernen.

Dafür den Begriff "Unfall" fallen zu lassen ist ein lohnenswerter Schritt.

Quelle: Bangkok Post

Donnerstag, 26. März 2015

Sex, Geld und Protz - Gesetz zum Schutz der Mönche Thailand's vor sich selbst

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Skandal nach Skandal wird aufgedeckt, Mönche protzen mit Privatjets und missbrauchen Mädchen. Genug, sagt die Militärregierung und initialisiert ein Gesetz für Ruhe und Ordnung im Klerus.
Tambun Thailand
Nicht alle Mönche machen mit Spenden etwas für ihr gutes Karma.  
Der Buddhismus lehrt Genügsamkeit, aber der Abt des berühmten Wat Saket und Mitglied des Obersten Sangha Rates kam unter Verdacht für den Missbrauch von Milliarden von Spendengeldern. Obwohl offiziell freigesprochen, bleibt die Öffentlichkeit skeptisch. Experten meinen es gäbe verschlungene Pfade, vor allem bei den berühmten Wat, wie das Spendengeld ausgegeben werde. 

Das National Institute of Development Administration, NIDA, geht von 100 - 120 Milliarden Baht Spenden pro Jahr aus.

Spenden werden als persönliches Taschengeld von Mönchen eingesackt und die Finanztransaktionen der Tempel werden nicht überprüft. Einige Tempel für ihre Propaganda Maschine angeklagt, welche durch ihr raffiniertes Marketing enorme Geldmengen von Gläubigen anziehen. Andere Wat wandeln grosse Flächen ihres Landbesitzes in Märkte um oder lassen kommerzielle Gebäude darauf errichten.

In Thailand gibt es um 300’000 Mönche in 35’000 Wat und 5’000 Klostern. Zusammen besitzen sie Land im Wert von 40 Milliarden Baht. Wat und Klöster sind vor dem Gesetz Non-Profit Organisationen. Aber, die Äbte haben die Kontrolle über Kapital und Besitz und niemand kontrolliert sie. 

Einige Mönche werden in Luxuslimousinen herum chauffiert, andere tragen hochwertigen Markentaschen umher. Wieder andere werden bei sexuellem Missbrauch erwischt. Viele werden ihrer Robe entledigt, aber keiner wird angeklagt, weil es kein Gesetz dafür gibt.

All die Vorfälle, welche den Buddhismus unterminieren, sind nun auch dem Nationalen Rat für Frieden und Ordnung, NCPO, ein Dorn im Auge. Der NCPO unterstützt die sogenannte Patronage and Protection of Buddhism Bill, welche zur Zeit vom Staatsrat, Council of State, überprüft wird.

Der Rat will eine zentrale Aufsichtsbehörde, the Patronage and Protection of Buddhism Committee, welche alle Finanztransaktionen mit Spendengeldern überwacht. Das Gesetz wird, wenn in Kraft, neue Maßstäbe setzen. Bestrafung von Mönchen, welche gegen ihr Gelübte verstossen, wäre möglich.

Die bestehende Verordnung zur Regelung von Wat und Klöstern, der Sangha Act, existiert seit 1941 und wurde im Lauf der Zeit zweimal angepasst. Letztmals 1992, als alle buddhistischen Einrichtungen einer Zentralbehörde, dem Sangha Supreme Council, unterstellt wurden. Der Council wird von seiner Heiligkeit dem Obersten Patriarch geleitet, er umfasst die 12 ehrenwertesten Mönche Thailand’s. Der Rat überwacht die Einhaltung des Sangha Acts und kann Mönche bei Fehlverhalten bestrafen.

Treiber hinter dem neuen Gesetz ist Nopparat Benjawatthananant, der frühere Direktor des National Office of Buddhism. Er sagt, das Gesetz werde die juristischen Gebilde, welche die einzelnen Wat betreiben, zum Wohl der Öffentlichkeit vereinheitlichen und rationalisieren. Es wird auch Strafen und disziplinarische Massnahmen für Mönche und Novizen festsetzen, welche sich entgegen den Regeln des Buddhismus verhalten.

Die Mönche sind die eigentlichen Hüter der Regeln, sie müssen selbst Mut und Entschlossenheit gegen Verstossende beweisen, meint Nopparat. Seine grösste Sorge ist, dass sich die Mönche gegenseitig schützen.

Das neue Committe wird weitreichende Macht haben, von der Untersuchung bis zur Verfolgung fehlbarer Mönche. Es wird auch der Öffentlichkeit ermöglichen, Klage gegen Mönche und ihre Komplizen einzureichen.

Und es zwingt Tempel und Klöster - welche die Gläubigen lehren, sich fleissig ihr gutes Karma zu erkaufen - sich selbst zu reformieren.

Quelle: Bangkok Post

Mittwoch, 25. März 2015

Die vergessenen Soldaten von Mae Salong

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Mae Salong, hoch oben in den Hügeln nahe der burmesischen Grenze, wurde der Zuflucht- und Heimatort von einem Regiment Kuomintang Soldaten und ihren Familien. Sie waren 1950 von den nahenden Truppen Maos nach Burma geflüchtet.

Santikhiri
Mae Salong oder Santikhiri, wie es heute heisst, im Goldenen Dreieck.
"Sie sind besser als zuvor", meint der heute 85-jährige Zhan Dening. Als Teenager war er Funker in Tschiang Kai-sheks Armee. Nach wie vor lehnt er die Kommunisten ab. Aber er sagt, trotzdem hätten sie China stärker und lebenswerter gemacht. 

Somboon, Guesthouse Besitzer und Sohn eines Kuomintang Generals meint, in China herrsche keine Freiheit. Chinesische Touristen, die bei ihm übernachten, mögen China nicht.

Flucht nach Burma

Als Mao Zedong am 1. Oktobter 1949 die Volksrepublik China verkündete, endete ein jahrelanger Bürgerkrieg mit Millionen von Toten. Die unterlegene Kuomintang um Tschiang Kai-Shek flüchtete nach Taiwan. Aber einige Truppen führten den Kampf in entlegenen Gebieten weiter, so auch in Yunnan.


General Tuan Shi-wen
General Tuan Shi-wen 1967. Sein Mausoleum steht auf einem der Hügel bei Mae Salong.
1950 zog sich die 93. Division von General Tuan Shi-wen über die Grenze nach Burma in den Shan State zurück und führte dort mit ihren Familien für die nächsten 10 Jahre ein Nomadenleben. Gelegentlich unternahm sie Streifzüge nach Yunnan, sie mussten sich aber auch gegen burmesische Einheiten wehren, die sie vertreiben wollten.

Mit 14 Soldat

Einer von ihnen war Zhan, der Bauernjunge, welcher sich mit 14 den Kuomintag angeschlossen hatte. 10 Mitglieder seiner Familie starben im Bürgerkrieg. Sie waren entweder verhungert oder von den Kommunisten getötet worden. Sein Grossvater musste ihnen als Leibeigener dienen.


10-jähriger Kindersoldat der Kuomintang.
Zhan wurde Funker und später enger Vertrauter von General Tuan. Die abtrünnigen Truppen wurden von Taiwan und dem CIA mit Waffen und Vorräten unterstützt. In den 50er Jahren starben viele bei Kämpfen, 4'200 siedelten nach Taiwan um, dann verweigerte die Regierung in Taipei die weitere Aufnahme.

Die alte Garde wie Zhan war von ihren Kameraden und Tschiang Kai-sheks Taiwan im Stich gelassen worden. Gegen Ende der 50er reisten sie im Dreieck Burma, Laos und Thailand herum, auf der Suche nach einem Ort, wo sie sich niederlassen konnten.

Unsteter Frieden im entlegenen Mae Salong

1961 dann brachen die verbliebenen Soldaten und ihre Familien auf und machten sich mit ihren Packpferden auf den Weg nach Mae Salong.

Die Gegend war damals sehr abgelegen, nur ein paar Dörfer von Bergvölkern lagen verstreut im Dschungel. Viele wilde Tiere streiften umher, auch Bären und Tiger. Zhan erinnert sich, dass einmal ein Tiger das Pferd eines Soldaten riss. 

Somboon, der Sohn eines Generals und einer Sanitäterin wurde 1954 in Doi Tung geboren. 


Er erinnert sich, wie er als Kind in die nächst gelegene Stadt Mae Chan laufen musste und Lebensmittel und andere Vorräte in einer Tasche auf dem Rücken zurück bringen musste. Der Weg hin dauerte 9, zurück die Berge hinauf 12 Stunden. 

Die thailändische Regierung war zunächst misstrauisch gegenüber den Neuansiedlern. Sie erlaubte ihnen aber zu bleiben, als sie zusagten, die Regierung im Kampf gegen den kommunistischen Aufstand in Nord Thailand zu unterstützen.

Die kriegsmüden Kuomintang Soldaten wurden um jüngere Rekruten wie Somboon ergänzt. Mit 12 trat er den Truppen bei, mit 17 war er bereits Hauptmann. Er erinnert sich an erbitterte Kämpfe mit ethnischen Miao rund um Chiang Khong, in der Provinz Nan und anderen Regionen im Norden Thailands.

Verwickelt in Drogenhandel

Mae Salong wurde durch seine Lage mitten im Golden Dreieck in späten 60er und 70er Jahren ein wichtiges Zentrum im Heroinhandel. Die ehemaligen Soldaten, ohne Mittel im Stich gelassen, wurden berüchtigte Drogenhändler, kämpften diesmal gegen Drogenbarone wie Khun Sa.


Tee Plantage Santikhiri
Statt Opium wird heute Tee angebaut.
Heute sind die Thai Kommunisten schon lange besiegt, Khun Sa ist tot. Regierungsprogramme haben geholfen, die ehemaligen Opiumfelder in Teeplantagen umzuwandeln. Mae Salong wurde ein touristischer Ort mit Resorts und Coffee Shops, damals aber gab es weder Strassen noch Elektrizität.

Aus Mae Salong wird der Hügel des Friedens

Den meisten Veteranen wurde die thailändische Staatszugehörigkeit gewährt, das Dorf in Santikhiri, Hügel des Friedens, umbenannt. Noch immer fühlt man sich wie im südwestlichen China. 

Die Häuser mit ihren roten, im chinesischen Stil geschwungenen Dächern, den roten Laternen, welche auf die Teestuben in den Gassen hinweisen und überall ist der yunnesische Dialekt zu hören. In den Gaststätten werden Schweinefleischbrötchen statt Tom Yam Gung serviert.


Der Guesthouse Besitzer und ehemalige Soldat Somboon ist stolz, Thai zu sein. Er mag die chinesischen Touristen nicht, sie sind laut und unhöflich. Zhan hingegen findet es gut, dass sie kommen. "Sie bringen Geld in die Stadt."

Er lebt nach dem Tod seiner Frau alleine, die drei Söhne haben Mae Salong verlassen. Einer arbeitet auf einer Baustelle in Taiwan. Zhan fühlt sich einsam, manchmal weint er in der Nacht.

Zwei Dinge bedauert er. Dass die Kommunisten nicht geschlagen wurden und er in Mae Salong leben musste. "Meine Seele ist und bleibt chinesisch."


Strecke von Chiang Rai nach Santikhiri
Von Chiang Rai nach Mae Salong, spannende und spektakuläre Fahrt. 
Mae Salong, oder Santikhiri, liegt knapp 80 Kilometer westlich von Chiang Rai, nur unweit der Grenze zu Myanmar.

Quelle: Chiang Mai City News

Dienstag, 24. März 2015

Zitierenswerte Zitate von Lee Kuan Yew

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Lee Kuan Yew, der erste Premierminister von Singapur starb 91-jährig in der Nacht auf Montag. Bemerkenswerte Zitate des Mannes, der mit seinen Weggefährten aus einer nach dem 2. Weltkrieg verarmten Ansammlung von alten Häusern, Hütten und Sümpfen einen der reichsten Staaten der Welt gemacht hat und in Thailand dafür hochangesehen wird:

Lee Kuan Yew Singapur
Lee Kuan Yew war von 1959 bis 1990 Premierminister von Singapur. 
Als Japan die Kolonialmacht Grossbritannien besiegte und 1942 Singapur besetzte:

"Die dunklen Zeiten waren gekommen. Es war brutal, grausam. Rückblickend denke ich, es war die grösste politische Ausbildung, die ich je in meinem Leben erhielt. Dreieinhalb Jahre sah ich die Bedeutung von Macht, Politik und Regierung vereint. Ich verstand, wie Menschen gefangen in einer Leistungssituation reagieren, weil sie zu überleben hatten. Da waren die Briten, unbewegliche, komplette Meister - am nächsten Tag kamen die Japaner, welche wir verlacht, als kleinwüchsige, verkümmerte Menschen mit kurzsichtigen, schielenden Augen verspottet hatten."

Als die Briten nach dem 2. Weltkrieg wieder Kontrolle über Singapur erlangen wollten:

"Die alten Mechanismen waren weg und die alten Gewohnheiten von Gehorsam und Respekt auch. Weil die Menschen gesehen hatten, wie sie vor den Japanern davon gelaufen waren.. Die Bevölkerung sollte in Panik verfallen, als die Bomben fielen, aber die Briten waren panischer als wir. Es war nicht mehr die gleiche Beziehung." 

Als Jurastudent in Grossbritannien

"Auf den Strassen Singapur’s sah man nicht so viele weisse Männer. Sie waren in höheren Positionen. Aber in Grossbritannien ist man selbst in höherer Position, wenn man weisse Männer und weisse Frauen in unterlegenen Positionen trifft, sozial, meine ich. Sie müssen dich bedienen in ihren Läden und Restaurants. Und ich sah keinen Grund, weshalb sie mich regieren sollten; sie waren nichts besseres. Als ich zurück nach Singapur ging, entschied ich mich, dem ein Ende zu setzen."

Zu Meinungsumfragen

"Ich war nie überinteressiert oder besessen von Meinungs- oder Popularitätsumfragen. Ich denke, ein Führer, der das ist, ist ein schwacher Führer. Wenn es dich beschäftigt, ob deine Werte nach oben oder nach unten gehen, bist du kein Führer. Du greifst nur nach dem Wind. Du gehst, wohin der Wind weht. Und das ist nicht das, wofür ich stehe."

Als Führer und Bewunderer des italienischen Politik Philosophen Niccolo Machiavelli

"Zwischen geliebt und gefürchtet werden habe ich immer Machiavelli geglaubt. Wenn niemand Angst vor mir hat, bin ich bedeutungslos."

Über seinen Regierungsstil mit eiserner Faust

"Jeder der will, kann mich dazu zu nötigen, Schlagringe anzuziehen. Wenn einer denkst, er könne mir stärker schaden als ich ihm. Es gibt keinen anderen Weg eine chinesische Gesellschaft zu regieren."

Über politische Gegner

"Wenn jemand ein Unruhestifter ist, ist es unser Job ihn politisch zu zerstören. Jeder weiss, dass ich in meiner Tasche eine Axt habe, eine sehr scharfe. Nimm mich meiner an, ich nehme meine Axt, wir treffen uns in der Sackgasse."

Über Demokratie

"Nehmen sie eine Umfrage von irgendwelchen Leuten. Was wollen sie? Das Recht, einen Leitartikel zu schreiben, wie sie? Sie wollen ein Zuhause, Medizin, Arbeit, Schulen."

Über Gerechtigkeit

"Wir müssen Menschen hinter Schloss und Riegel bringen, ohne Gerichtsverfahren, ob sie nun Kommunisten oder Sprachchauvinisten oder religiöse Extremisten. Wenn man das nicht macht, wird das Land zu Schutt und Asche verfallen."

Über seine Politik, passende männliche und weibliche Hochschulabgänger intelligente Babys produzieren zu lassen

"Wenn weibliche Hochschulabgängerinnen nicht ins Zuchtbecken integriert und auf dem Regal stehen gelassen werden, endet es in einer dümmeren Gesellschaft. Was wird geschehen? Es wird in der nächsten Generation weniger gescheite Leute geben, die dumme Leute unterstützen. Und das ist ein Problem." 

Über Kritik an hoch bezahlten Ministern und Beamten

"Weisst du, das Allheilmittel für all dieses Gerede ist eine gute Dosis inkompetenter Regierung. Du erhältst die Alternative und du wirst Singapur nicht mehr zusammensetzen können: grossköpfig und dickbauchig, auf dünnen Beinen stehend wird alles in sich zusammen fallen.. und dein Vermögen löst sich in Luft auf, du bist nicht mehr sicher und unsere Frauen werden Dienstmädchen in anderer Leute Ländern sein."

Über Religion

"Ich würde mich nicht als Atheisten bezeichnen. Weder leugne noch glaube ich, dass es einen Gott gibt. Also lache ich nicht über Leute, die an Gott glauben. Aber ich glaube deswegen nicht notwendigerweise an Gott - aber verneine auch nicht, dass es einen geben könnte."

Sollte nach seinem Tod in Singapur etwas schief laufen

"Auch von meinem Krankenbett, auch wenn sie mich ins Grab runterlassen - wenn ich fühle, dass etwas schief läuft, werde ich aufstehen."

Quelle: Bangkok Post

Montag, 23. März 2015

Neues Leben für illegale Hotels

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Mehr als 200 illegale Hotels in Cha-Am werden registriert, nachdem ein revidierter Entwurf der Verordnung über die Nutzung von Altbauten vom Kabinett gebilligt wurde.  


Die meisten der kleineren Hotels und Resorts in Thailand verfügen über keine Lizenz.  
Surapong Techaruvichit, Präsident der Thai Hotels Association THA, sagte, das in den letzten Monaten im bekannten Badeort 14 Hotels und Resorts lizenziert, 49 im Prozess dazu wären.

Ergänzend sagte er, dass weiteren 140 Unterkünften in der nächsten Phase später im Jahr ebenfalls eine Bewilligung erteilt werde. 

Das Kabinett hatte einer Regulierung zugestimmt, damit Typ A - weniger als 50 Zimmer -  und B Hotels - weniger als 50 Zimmer, aber mit Gastronomie - registriert werden können.

Typ C und D hatten nie Probleme die Bauvorschriften für Hotels einzuhalten, weil es grosse Betriebe mit einer Reihe an Dienstleistungen sind.


Zur Zeit verstossen aber die meisten kleineren Hotels in Thailand gegen das Gesetz zur Hotelkonstruktion des Innenministeriums. Viele dieser Hotels stehen in Bangkok und den sechs wichtigsten Tourismuszentren.

"Das Kabinett billigte einen überarbeiteten Entwurf über die Nutzung von bestehenden Gebäuden im Rahmen der Revision der Land- und Bauvorschriften", erläuterte Surapong. Als Ergebnis könnten bestehende, nicht registrierte Hotels und Resorts, die die geforderten Hotel Standards nicht erfüllen, trotzdem lizenziert werden.

"Jetzt, da die Regierung das neue Gesetz genehmigt hat, möchte die Thai Hotel Association Cha-Am zum ersten Ort machen, an dem wir alle Hotel Betreiber zu einer Lizenz verhelfen."

Die THA plant auch, sich dieses Jahr mit Hoteliers aus sechs anderen Destinationen - Bangkok, Phuket, Pattaya, Chiang Mai, Koh Samui, Hua Hin -  zu treffen und alle Betriebe zu registrieren. 


Gemäss ihren Angaben sind aktuell 4'876 Hotels in diesen sechs Orten illegal, nur 773 sind registriert - eine Tatsache, die Surapong Sorge über die allgemeine Qualität von Unterkünften macht.

Surapong konzentrierte auf die genannten sechs Destinationen, weil sie gemäss Agoda die populärsten Ziele von Touristen in Thailand sind.

Er sagte, dass in den gegen 5'000 nicht registrierten Hotels 168'929 Zimmer angeboten werden.

"Viele Hotels operieren illegal, weil es ihnen aufgrund der harten Registrierungsbedingungen nicht gelang, eine Lizenz zu bekommen oder auch einfach keine haben wollten."

Üblicherweise haben registrierte Hotels höhere Betriebskosten, etwas was viele nicht lizenzierte Hotels und Resorts gerne vermeiden.

Quelle: Nation

Sonntag, 22. März 2015

Die nackte Wahrheit über nackte Models in Thailand

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Für viele Thai Frauen, die als Models ihren Lebensunterhalt bestreiten wollen, ist die Realität, dass sie ihren Körper zeigen müssen um genug zu verdienen.

Professer Nawin zeigt ein Aktbild von Model Nuan. 
Etwas 30 Studenten stehen im Kreis in einem Studio. Leinwand und Pinsel sind bereit für die Ankunft des Models. Eine junge Frau verlässt die Garderobe, sie trägt nur einen Bademantel.

Sie schlendert zum Stuhl in der Mitte des Kreises der Studenten, zieht ihren Mantel aus, setzt sich und zieht einen Kopfhörer über, um Musik aus ihrem Smartphone zu hören.

Die Studenten glotzen einen Moment, bevor sie die Farben auf ihren Paletten mischen und versuchen, die Hautfarbe des Models zu reproduzieren. Es ist totenstill. Nichts bewegt sich ausser Hände und Pinsel.

„Studenten müssen ruhig bleiben, dürfen keine Smartphones benutzen, nicht miteinander sprechen oder fotografieren“, erklärt Kunstprofessor Nawin Biadklang. „Sie dürfen nichts darüber auf Facebook berichten. Am wichtigsten ist aber, das sie nicht mit dem Model sprechen und ungebührliche Bewegungen machen. Sie ist heute unsere Lehrerin und Künstler überleben nicht, wenn sie ihren Mentor nicht respektieren.“

Bei allem Respekt

Der Porträt- und Aktmalkurs wird von der Fakultät für Malen, Skulptur- und Graphische Kunst der Silapkorn Universität durchgeführt und dauert ein Semester. 

Nawin’s Faszination für weibliche Nacktheit begann vor über zwei Jahrzehnten, als er selbst Student an der Silapkorn war und durch das Nachtleben von Bangkok zog.

„Die Schönheit von Frauen ist unterschiedlich. Es ist nicht nur der Körper, auch der Charakter zählt. Die Aufgabe des Künstlers ist, den richtigen Ausgangspunkt zu wählen.“

Als er Student war, waren die Models an der Universität Go-Go Tänzerinnen und Bargirls von Patpong.

„Ich gebe zu, dass ich die damaligen Models nicht besonders mochte. Mein Professor wählte sie aus Go-Go Bars in Patpong aus, und weil sie meist die ganze Nacht durch arbeiteten kamen sie häufig zu spät. Oft schliefen sie ein, während sie in Pose sassen.“

„Auch war ihr Haut aufgrund ihrer Arbeit nicht frisch. Sie strahlten keine Persönlichkeit aus, weil sie sich nicht auf ihre Posen konzentrierten.“

Jetzt, selbst Professor, wählt er professionelle Models aus. Und er ist wählerisch.

„Sehr wichtig ist, Models ohne Schönheitsoperationen zu wählen. So wirken ihre Körper in jeder Position, sitzend, stehend oder liegend, natürlich.

Studenten der Silapkorn Universität und Model Nuan während des Portrait- und Aktmalkurses. 
„Die Models sind üblicherweise zwischen 20 und etwas über 30. Einige gehen noch zur Schule. Viele machen soviel Geld wie möglich, so lange es ihre Körper erlauben.“

Professor Nawin sagt, es gebe nichts sexuell Anstössiges oder Obszönes in der Arbeit als Nacktmodel in seinem Unterricht.

„Models erleben alle möglichen Dinge wenn sie in Unterhaltungslokalen arbeiten. Aber im Klassenraum werden sie respektiert. Sie fühlen, dass ihr Beitrag etwas wert ist.“

Sexy sein ist hart

Während Nawin’s Gefühle edel sind, ist es für eines der Models tägliche Realität, ihren Körper zum Lebensunterhalt zu präsentieren.

Nuan, welche ihren richtigen Namen nicht genannt haben will, aber gerne ihr Gesicht fotografieren lässt, ist 34 und arbeitet beinahe schon 20 Jahre im Nacktbusiness.

Ihre erste Annäherung in die Unterhaltungsindustrie machte sie als 15-jährige Berufsschülerin, als ein Team vom Fernsehen ihre Schule besuchte und ihr ein kleines Extra gaben.

„Ich erhielt 500 Baht für einen kurzen Spaziergang hinter der Hauptdarstellerin“, sagt sie mit einem Lächeln. „Sie filmten nur mein Gesicht, aber ich war glücklich.“

Mit Nebenrollen in Filmen und TV Shows erhielt sie als Teenager 300 bis 500 Baht pro Tag. Nuan sagt, dass sie bis zu 10’000 Baht im Monat verdiente und stolz darauf ist, ihre Mutter nie um Geld gebeten zu haben. 

Eines Tages, als sie für eine Szene am Pool einen Badeanzug trug, fragte jemand, ob sie interessiert sei, im Bikini für eine Motorradmarke an einer Ausstellung zu arbeiten. Dieser Job gab ihr mehr Aufträge in spärlicher Bekleidung zu posieren.

„Ich ging zum Casting für einen Sexykalender einer Batteriemarke und erhielt den Job. Ich sah aus wie 20, obwohl ich noch ein Teenager war.

Aber ihren Körper nackt zu präsentieren war beim ersten Mal nicht ohne.

„Ich war so steif vor der Kamera. Die Stylistin drängte mich, mehr Action, mehr Kurven, aber ich kriegte es fast nicht hin. Tränen flossen über meine Wangen. Ich dachte, sexy zu sein ist so schwierig.“

The Full Monty und mehr

Nuan machte es besser und mehr Aufträge kamen. Als sexy Kalendergirl für Motorräder, Motorenöl und Farbe. Gleichzeitig ging sie weiter zu Schule, aber ein Lehrer erfuhr von ihrem Nebenjob.

„Er fragte mich, ob ich das Mädchen im Kalender wäre, ich sagte ja.“

„Ich klärte meine Mutter über alles auf, sagte ihr, dass ich wohl die Schule verlassen müsse aber für meine Familie sorgen würde. Später erklärte mir der Lehrer, das ich bleiben dürfe. Meine Freunde mochten meinen Job. Sie waren begeistert.

Nach ihrem Abschluss wurde Nuan Vollzeit Nacktmodel für ein Männermagazin und machte auch Nacktaufnahmen für Film- und Fernsehproduktionen, beispielsweise als Double in einer Duschszene. 

Während sich ihr Profil und Portfolio erweiterten, wurde sie auch für Nachtklubs und Bikini Modeshows gebucht. Aber mit der erweiterten Zurschaustellung kam mehr und mehr verbaler und physischer Missbrauch von männlichen Kunden.

„Sie riefen uns immer etwas hinterher“, sagt sie. „Einmal versuchte mich ein Mann von der Bühne zu stossen. Ich trug ein Bikini und schlug ihn mitten ins Gesicht bis er aufhörte.“

Nuan’s Arbeit begann auch Auftreten an privaten Parties von VIP’s zu beinhalten und hochkarätige Gäste wollten mehr als nur ordinäres Geplauder.

„Das sind diese Junggesellen Abende, an denen der Bräutigam gefesselt wird und die Models um ihn herum tanzen.“

„Models gehen da nicht hin in Erwartung nackt zu sein. Es hängt davon ab, ob Kunden uns direkt, über einem Vermittler oder eine Model Agentur buchen. Üblicherweise beginnt der Preis fürs Ausziehen des Bikinis bei 2’000 Baht.“

Berühmt durch ein Fitness Video

Trotz 20 Jahre Erfahrung im Model Business konnte Nuan nichts auf das Echo vorbereiten, den ein Job Anfang Jahr verursachte.

Nuan behauptet, dass sie eine der Frauen ist, die in dem kontroversen Video über ein Nackt-Fitness Studio herumtollt, welches sich rasend schnell im Internet verbreitet hatte.

Der minutenlange Clip zeigt eine Gruppe von Frauen und sechs oder sieben Männer mittleren Alters, die nackt in einem Fitness Studio tanzen. Die Polizei identifizierte das Gym später als das Ebi Spa im Wang Thong Lang Bezirk Bangkok’s. Die Männer, welche Shorts oder Badetücher um ihre Hüften tragen, liebkosen mindestens zwei nackte Frauen. Nuan identifiziert sich selbst als die Frau mit den rot gefärbten Haaren, welche von zwei Männer begrapscht wird. 

Sie sagt, sie wurde von einem Agent kontaktiert, welcher als Vermittler zwischen Models und Kunden agiert. Kunden sind Beamte, Politiker und Wirtschaftsbosse.

Nuan und die anderen Models erhielten 25’000 Baht für ihr Erscheinen. Der Betrag wurde für komplett nackt ausziehen verdoppelt.

„Es war der 5. Januar, und es war eine private Neujahrsfeier. An diesem Tag kamen vier Models.“

„Ich wurde etwas 10 Männern vorgestellt. Alle waren 40 oder älter, sie sagten, sie wären Beamte, Anwälte, Richter und Politiker. Es war nicht mein erster Nacktauftritt in diesem Fitness Studio.“

Nuan fügt hinzu, dass sie auch schon an ähnlichen privaten Parties in Hotels für hochrangige Politiker, von der roten und der gelben Seite, teilgenommen hatte. „ Wenn ich ihre Namen nennen würde, würden alle sie kennen, denn sie sind in Führungspositionen.“

Nuan behauptet, dass der Clip von einem Parkplatzwächter des Spa’s mit seinem Smartphone erstellt wurde, bis ein glatzköpfiger Mann mit einem Handtuch um die Hüfte ihn vertrieb. 

Nachdem das Video Mitte Januar veröffentlicht wurde, durchsuchte die Polizei das Center an der Pracht Uthit Road, welches Spa, Fitness Studio und Massageräume beinhaltet. Spa und Fitness Studio sind nur durch eine Glasscheibe getrennt.

Unanständige Handlungen in der Öffentlichkeit können mit bis zu 10 Jahren Gefängnis, einer Busse von 2’000-20’000 Baht bestraft werden oder beidem. Die Polizei drohte auch, diejenigen anzuklagen, welche im Clip entblösst zu sehen sind.

Polizei Oberstleutnant Sampan Luangsjjakul, stellvertretender Chef der Wang Thing Lang Station, sagte, dass der Besitzer des Fitness Studios für seine Unterstützung und Mithilfe angeklagt wurde. Jedes der Mädchen sei mit 500 Baht Strafe gebüsst worden. Keiner der Männer im Clip sei gebüsst oder angeklagt worden.

Nuan verweigert jeglichen Kommentar auf die Frage, ob sie in sexuelle Aktivitäten mit den Kunden  engagiert sei. Sie sagt lediglich, dass sie nicht für andere Models sprechen könne. 

Abgesehen von üblichen Model Jobs und Begleitdiensten habe sie der Agent oft für solche Parties angefragt. Sie sagt, sie habe Banker und Wirtschaftsführer unterhalten und an Parties teilgenommen, die in Militärunterkünften stattfanden.

Seit das Video bekannt wurde, würde sie öfter gebucht. Kunden verweisen auf sie als „das Mädchen aus dem Fitness Clip“.

„Ich habe seither viele ähnliche Auftritte an Events gemacht. Aber die Leute scheinen den Clip jetzt vergessen zu haben. Thai’s vergessen Dinge so schnell.“

Voll entblösst

Lek, nicht ihr richtiger Name, ist ebenfalls 34, Graphic Designerin und Teilzeit Agentin.

Ihr Berufserfahrung bei der Thai Edition eines internationalen Männermagazins gab ihr Zugang zu mehr als 100 Models, welche die Seiten der Publikation geziert hatten.

Als ehemalige Kunststudentin ist sie die perfekte Vermittlerin zwischen Nawin, dem Kunstprofessor und Models wie Nuan.

„Es ist sehr wichtig, dass jemand, der Models für mich vermittelt, etwas von Kunst versteht“, sagt Nawin. 

Bei der Zeitschrift, erinnert sich Lek, standen jeden Monat Hunderte von Mädchen Schlange für eine Chance, von vorne und oben ohne fürs Casting abgelichtet zu werden. Die Möglichkeit genommen zu werden konnte ein grosser Schritt in ihrer Karriere bedeuten.

„Die Mädchen sind üblicherweise in den Zwanzigern, auch wenn es kein Alterslimit gibt“, sagt Lek. Einige haben schon in Massage Salons gearbeitet und wollen ein Shooting um ihr Profil zu erneuern. Es gibt aber viele, die einfach Model sein wollen.“

Auch wenn sie nicht mehr für das Magazin arbeitet, vermittelt Lek immer noch „nackt und sexy“ Jobs für Models. Sie sagt, das beinhalte Gesangauftritte, Einzel- oder Gruppen Tanzshows, Striptease, Bikini Laufsteg Shows und private Parties.

„Der Lohn, beispielsweise für einen Gesangauftritt, beginnt bei 10’000 Baht“, sagt Lek. „Das deckt vier Stunden und das Model singt während 15 Minuten pro Stunde. Das heisst, sie verdient 2’500 Baht pro Auftritt.

„Ein Fotoshooting kostet zwischen 10’000 und 30’000 Baht, und die Art und Weise hängt vom Kunden, seinen Bedürfnissen und den Arbeitsstunden ab.

„Manchmal wird ein Model von 19 bis 22 Uhr angefragt. Andere Parties beginnen um Mitternacht und dauern bis Sonnenaufgang. Für diese Auftritte kann ich den genauen Verdienst der Models nicht angeben.“

Respektiere deinen Körper

Abgesehen von Demütigungen im Zusammenhang mit Nackt Auftritten, zögert Nuan kaum mit der Antwort auf die Frage, ob sie es vorziehen würde, ihren Lebensunterhalt als reguläres Model zu verdienen.

„Nein. Auch als normales Model würde ich noch sexy Jobs machen. Ich mag das.“

Weil sie nicht jünger wird, kommt Nuan langsam ans Ende der Tage ihrer Zeit als Model. Sie lässt sich regelmässig Botox spritzen, ist sich aber gewahr, dass sie ihre Karriere nicht auf ewig verlängern kann.

„Zur Zeit arbeite ich 20 Tage im Monat. Manchmal mache ich tagsüber ein Foto Shooting und eine Laufsteg Show ab Abend. Ich verdiene nie weniger als 50’000 Baht. Das meiste, was ich in einem Monat verdiente waren 200’000 Baht. Und ich spare immer.“

Nuan lebt in einer starken Beziehung und ihr Freund hat kein Problem mit ihrer Tätigkeit. „Es gibt zahllose Offerten reicher Männer mich zu unterhalten. Ich könnte aufhören zu arbeiten, wäre aber nicht die einzige Frau an deren Seite.“

Nawin sagt, dass kommerzielle Nacktheit schon immer von der Gesellschaft verurteilt wurde, aber es sei auch viel Heuchelei dabei. „Kommerzielle Nacktheit gibt es seit langer Zeit und sie ist überall“, sagt er.

„Ich habe nichts gegen Frauen in diesem Beruf, solange sie nicht dazu gezwungen werden. Ich betrachte es als legal, die visuellen Bedürfnisse von Männern zu befriedigen.“

„Als Künstler kategorisierst du Eingebungen als Kunst oder Obszönität.“

Nuan fühlt, dass ihr Engagement in Nawin’s Kunstklasse ihr eine andere Art Befriedigung gibt.

„Jedes Mal wenn ich in den Klassenraum komme, begrüssen mich die Studenten mit einem Wai und verabschieden sich auch so. Auch wenn ich mich nicht bewegen darf und meine Glieder in den drei Stunden einschlafen, bin ich mit meinem Beitrag zur Kunst sehr glücklich.“

Quelle: Bangkok Post