Sonntag, 8. Februar 2015

Wat Rong Khun - ausgesperrt wegen unsachgemässer Benutzung der Toiletten

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Der Wat Rong Khun in Chiang Rai, vielbesucht und bekannt als der weisse Tempel, sperrte alle Touristen aus China wegen Verschmutzung der Toiletten einen halben Tag lang aus.


Wat Rong Khun
Wat Rong Khun: Chinesen benutzten die öffentliche Toilette unsachgemäss. 
Wie Chinese Daily News berichtet, wurden chinesischen Besuchern am Morgen des 3. Februars der Eintritt aufgrund unanständiger Benutzung der öffentlichen Sanitäranlagen verweigert, kurzum, viele Chinesen machen ihr Geschäft, aber spülen nicht.  

Das Management befahl den Angestellten des Tempels aufgrund der Häufung von solchen Vorfällen, allen Chinesen am nächsten Tag den Zutritt zu verweigern. Nachdem sie aber eine grosse Anzahl enttäuschter Menschen vor dem Tempel sahen, durften sie wieder rein.

Seither wird allen Reiseleitern von Touristengruppen aus China angedroht, dass sie selbst die Toiletten reinigen müssten, sollten die Toiletten wieder verschmutzt oder unsachgemäss benutzt werden.

China stellt seit Jahren die grösste Quelle an Touristen in Thailand. Die staatliche Tourismusbehörde TAT prognostiziert, dass dieses Jahr 4.3 Mio. Besucher aus dem Reich der Mitte nach Thailand reisen.

Wat Rong Khun

Der Wat Rong Khun ist ein moderner buddhistischer Tempel in Privatbesitz. Geplant und gebaut wurde er von Chalermchai Kositpipat. 


Wat Rong Khun Chiang Rai
Wat Rong Khun in der Provinz Chiang Rai. 
Am Ende des 20. Jahrhunderts war der ursprüngliche Wat Rong Khun in einem schlechten Zustand. Mittel nicht für die Renovierung standen nicht zur Verfügung. Chalermchai Kositpipat, ein lokaler Künstler aus Chiang Rai, beschloss den Tempel komplett neu aufzubauen und finanzierte das Projekt mit seinem eigenen Geld. Bis heute hat er 40 Millionen Baht dafür ausgegeben.

Für Chalermchai ist er ein Angebot an Buddha und er glaubt, sein Projekt gebe ihm ewiges Leben. Seit 1997 ist die Anlage für Besucher geöffnet, der Eintritt ist frei. Der Wat nimmt Spenden an, sie dürfen aber nicht mehr als 10'000 Baht betragen. Chalermchai möchte nicht durch Geldgeber beeinflusst werden.

Durch die weiße Farbe der Mauern und vieler Fenster wirkt der Tempel ungewöhnlich. Weiss ist traditionell eine Farbe der Trauer in Thailand, im Wat Rong Khun aber wird sie als Buddhas Reinheit interpretiert und im Glas als Buddhas Weisheit, die "hell über der Erde und dem Universum scheint".

Ein Erdbeben der Stärke 6.3 mit Epizentrum in der Provinz Chiang Rai beschädigte am 5. Mai 2014 Gebäude des Tempels, besonders Wandmalereien im Innern, stark. Künstler Chalermchai befürchtete zunächst, dass der Tempel auf Dauer geschlossen sein wird. 

Nachdem ihn jedoch viele Menschen darin bestärkten, entschloss er sich, den Tempel wieder zu restaurieren.

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