Samstag, 7. Februar 2015

Nur noch 3'200 Tiger - internationales Netzwerk gegen Wilderei gegründet

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Die 13 Länder, in denen noch wilde Tiger leben, haben sich gestern an einer Anti-Wilderei Konferenz in Nepal's Hauptstadt Kathmandu darauf geeinigt, ein Intelligence-Sharing-Network im Kampf gegen gegen Tierhändler einzurichten.

Indochinesischer Tiger, „Panthera tigris corbetti 090901“ von Accipiter (R. Altenkamp, Berlin) - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons 
Rund 100 Experten, Regierungs- und Strafverfolgungsbeamte nahmen am 5-tägigen, von Nepal und dem WWF organisierten Treffen teil. Ziel war ein Plan, gemeinsam gegen die Wilderei in Asien zu kämpfen.

"Wir können nicht zulassen, dass die verbrecherische Wilderei ihre Fangarme noch tiefer in der Region greifen lässt", sagte Tikaram Adhikari, Generaldirektor des nepalesischen Departments für Nationalparks und Schutz von Wildtieren. 


"Individuelle Bemühungen lassen uns nur ein paar Schlachten gewinnen, aber den Krieg gewinnen wir nur, wenn Asien gemeinsam gegen Wilderei vorgeht, den Handel beendet und die Nachfrage auslöscht."

Nepal erreichte mit seinen Anstrengungen bereits 2 Jahre ohne Wilderei an Tigern, während die Population der gefährdeten Katzen zwischen 2009 und 2013 insgesamt um zwei Drittel abnahm.

David Lawson von WWF's Tiger Alive Initiative sagte, das Netzwerk von nationalen Verbindungsbeamten würde den Ländern zu besserer Kommunikation untereinander verhelfen, Vertrauen aufbauen und die Zusammenarbeit vertiefen, alles Dinge, die im Kampf gegen Wilderer unabdinglich sind.

"Die asiatischen Regierungen müssen erkennen, dass wir uns mitten in einer Wilderei Krise befinden und dieser Diebstahl an natürlichen Ressourcen gestoppt werden muss."


Jahrzehntelanger Handel und Zerstörung von Lebensräumen haben gemäss der International Union for the Conservation of Nature die weltweite Tiger Population in den letzten 100 Jahren von 100'000 auf 3'200 schwinden lassen.


Auch in Südostasien sind Tiger heute auf Rückzugsgebiete beschränkt. Die Bestände sind hier insgesamt noch stärker bedroht als die des indischen Subkontinents. 

Myanmar verfügt noch über etwa 80 Tiger. In Thailand wird die Zahl wild lebender Tiger auf etwa 200 Tiere geschätzt. Die grösste Population kommt im Huai-Kha-Khaeng-Wildtierreservat vor. Die Population dort wird mit etwa 100 Tigern veranschlagt und ist damit eine der größten auf dem Südostasiatischen Festland. 

In Kambodscha und Laos leben jeweils vermutlich nicht mehr als 20-30 Tiger, in Vietnam gibt es im Grenzgebiet zu diesen beiden Staaten nicht mehr als 20 Tiere.


Tiger in Asien

Wilderer jagen die Tiere für ihre Knochen, die ein Bestandteil der traditionellen Chinesischen Medizin sind. Auf dem Schwarzmarkt kann ein Tiger Penis $16'000 bringen. Dem Penis wird zugesprochen, dass er die sexuelle Leistung von Männern erhöht.


Die asiatischen Länder mit Tigern - Bangladesch, Bhutan, China, Indien, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Nepal, Russland, Thailand und Vietnam - hatten 2010 das Ziel herausgegeben, die Population bis zum Jahr 2022 zu verdoppeln.

Unterdessen verstärkt die chinesische Regierung ihre Bemühungen zum Schutz von Tigern und verbessert ihre diesbezüglichen Gesetze und Vorschriften, sagte Chinas Sprecher des Aussenministeriums, Hong Lei, in einer Pressekonferenz vergangenen Mittwoch.

Ein nationaler Plan zur Regeneration wurde implementiert. Als Basis wurde ein Netz von Naturschutzgebieten und Schutzstationen errichtet. Wilderei, Handel mit Tigerknochen und deren Verwendung als Medizin wurden verboten, wie Hong Lei weiter erläuterte. 

Dank der Anstrengung von Regierung und Bevölkerung sei der Lebensraum für Tiger wieder hergestellt, die Population sei wieder am wachsen und der Schutz von Tigern wäre eine selbstbewusste Handlung immer mehr Chinesen. Die chinesische Regierung plane weitere Schritte zum Schutz und Erhöhung der Population, sagte Hong Lei. 

"Wir sind bereit bereit zur Zusammenarbeit und den Austausch mit anderen Ländern und internationalen Organisationen zum Schutz von Tigern, gemeinsame Bemühungen zu fördern und eine harmonische Koexistenz von Mensch und Natur zu ermöglichen." 

Quelle: Chiang Rai Times

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