Samstag, 28. Februar 2015

Khlong Tom, der dunkle Markt Bangkok's ist das jüngste Opfer der Junta

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Nach mehr als drei Jahrzehnten wird der Vorhang über den Khlong Thom Nachtmarkt, einen der grössten Flohmärkte Bangkok’s, fallen.


Khlong Tom Market

Am Montag wird der sehr beliebte Markt mit seinem riesigen Angebot an Waren - gebraucht oder brandneu, aber alles zum Schnäppchenpreis - nur noch für das bekannt sein, was er einmal war.

Khlong Thom ist ein Opfer wie andere öffentliche Orte, die Gegenstand von Razzien durch die Prayut Regierung wurden - wie Strände mit Liegestühlen und Sonnenschirmen.

Die Absicht der Regierung ist, so sagt sie, die Bürgersteige von Strassenhändlern zu befreien und wieder der Bürgern zu geben. Aber im Fall von Klong Thom handelt es sich nicht einfach nur um Bürgersteige, weil jeden Samstag Abend die Durchfahrt für Autos durch 9 Strassen in der Innenstadt blockiert wurde und sie von Sonnenuntergang am Samstag bis Sonntag Abend zur Einkaufsmeile werden.

Am 8. Dezember letzten Jahres hatte Wallop Suwannadi, Berater der Bangkok Metropolitan Administration, den Auftrag gegeben, den Markt bis Ende Jahr niederzuschlagen. Jetzt, 3 Monate später wird die Stadtbehörde 600 Polizisten und Soldaten entsenden um die Anweisung umzusetzen.

Die 9 Strassen, die den Khlong Thom Markt bilden, sind Charoenkrung, Worajak, Sua Pa, Plabplachai, Mahachak, Yommarajsukhum, Chao Kaorop und Srithammathirat im Stadtviertel Pom Prab Satthu Phai. 

Mehr als 2’000 Händlern präsentieren ihre Waren auf den Strassen und Bürgersteigen. Auch einige Geschäftshäuser entlang des Marktes nutzen die Gelegenheit, wenn Tausende aus Neugier und zum preiswerten Einkauf den Markt besuchen.


Khlong Tom Maket
Khlong Tom Markt: Werkzeug zum Schnäppchenpreis. 
Klong Thom ist auch bekannt als "Der dunkle Markt", weil das Warenangebot auf den Strassen und Gassen nicht hell beleuchtet ist und die Käufer für sie interessante Produkte mit Taschenlampen und Handys anstrahlen.

Andere glauben, dass der Name sich davon ableitet, dass einige der angebotenen Produkte aus Raubüberfällen und Diebstählen stammen, zum Beispiel Motorrad- und Autoteile. Dies war ein weiterer Grund, den Markt aufzulösen - gib den Dieben weniger Gelegenheit, ihre Raubgut zu verkaufen.

Für Käufer bot der Markt Nervenkitzel und Herausforderungen - denn wenn sie Glück hatten, konnten sie echte Schnäppchen kriegen. Den grössten Teil des Angebots machten gebrachte Gegenstände wie Uhren, Spielzeugautos, mechanische Werkzeuge, Kleider, Schuhe und Elektrogeräte aus. Am meisten gesucht wurden jedoch Antiquitäten, alte und seltene Gegenstände.

In sozialen Medien wurde heftig darüber debattiert, Gegner und Befürworter streiten sich über den Plan, den Markt an anderer Stelle wieder zu beleben.

Die Bangkok Metropolitan Administration hat den Händlern die Erlaubnis gegeben, jeweils und nur Sonntags unter Hochstrassen ihre Waren zu verkaufen, aber auch auf anderen Märkten wie dem beim alten, südlichen Bus Terminal, dem Thai Din Daeng Markt, dem Ratchadapisek Markt, dem Soho Markt, dem Thonburi Markt und den Saithong Märkten.


Khlong Tom Markt: gebrauchte Handys aus Vorsmartphone Zeiten. 
Chatchawal, sie ist 37 und verkauft auf dem Khlong Tom Snacks, sagt, die Stadtverwaltung weigere sich mit ihnen zu sprechen und wies diese Berichte über Unterstützung zurück. Er sagte, der Markt helfe ihm seit 20 Jahren, seinen Lebensunterhalt zu sichern.

"Wir wissen nicht, was wir machen sollen. Wir können nicht protestieren, weil das Kriegsrecht noch immer gilt. Ich bin sehr gestresst, weil ich nicht weiss, wie ich Geld verdienen soll. Unter der Woche ist hier nichts los."

Die 35-jährige Marktbesucherin Muay sagt, sie sei vom Markt mit seiner Vielfalt und dem enormen Angebot fasziniert. Sie hat Klong Tom seit 10 Jahren regelmässig besucht.

"Wo können wir einen Markt finden, auf dem alles so günstig ist? Die Schliessung macht mich traurig. Ich frage mich, warum ein so grosses Aufheben um den Mark gemacht wird, wenn er doch nur einen Tag geöffnet ist. Wohin sollen wir nun am Samstag Abend gehen?"

Auch Too, 24, sagt, er sei ein grosser Fan des Khlong Tom. Er nahm jede Gelegenheit war, den Markt zu besuchen.

"Ich war über die Nachricht der Schliessung schockiert. Ich liebe es, nach Spielzeug und Comic Figuren zu stöbern, ich sammle und die Waren hier waren so billig. Wo sonst findet man die Dinge so billig?"

Aber es gibt auch andere Stimmen. Por, eine 30-jährige, ehemalige Anwohnerin freut sich, dass der Markt geschlossen wird. Sie sagt, sie hätten jedes Wochenende nicht schlafen können, weil die Verkäufer auf laute Musik gesetzt hatten, um Käufer anzulocken. Sie hatte sich so sehr daran gestört, dass sie in einer Vorstadt ein neues Haus gekauft hat.

Nun bleibt nur noch abzuwarten, ob heute Abend wirklich die letzte Nacht des "Dunklen Marktes" beginnen wird.

Quelle: Nation

Dienstag, 24. Februar 2015

Mehr Wasser für die Landwirtschaft

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Premierminister Prayut Chan-o-cha will das Bewässerungssystem und die Bewirtschaftung der Wasserressourcen Thailand’s grundlegend reformieren.


Dam Thailand

Während seiner Rede im Fernsehprogramm "Return Happiness to the People" sagte er, dass sich die Probleme rund um Wasser über lange Zeit angesammelt hätten, obwohl frühere Regierungen eine grosse Menge Geld zur Bekämpfung ausgegeben hätten.

Er wies darauf hin, dass alle Wassermanagement Projekte zentral integriert und koordiniert werden müssen, damit Perioden von Flut oder Trockenheit wirksamer angegangen werden können. Knapp die Hälfte der Bevölkerung Thailands, mehr als 30 Millionen Menschen, leben von der Landwirtschaft. Rund 20 Millionen sind an ein Bewässerungssystem angeschlossen, sie bewirtschaften 29 Millionen Rai (11 Mio. Hektar) flaches, meist tief gelegenes Land.


Durchschnittliche Regenmenge im Vergleich mit Hochwasser-/Dürregebieten.  
Gemäss Prayut beabsichtigt die Regierung diesen Bereich in den nächsten 2 Jahren um 30 Mio. Rai, bis 2018-19 insgesamt um 50-60 Mio. Rai zu erweitern. Neben dem Ausbau der Bewässerungsfläche sollen mehr Teiche gegraben und zusätzliche Reservoirs zur Wasserversorgung der Landwirtschaft gebaut werden.

Weiter sollen der Hochwasserschutz verbessert und Wasserspeicher zur Vermeidung von Wasserknappheit effektiver genutzt werden. Die Regierung will erreichen, dass alle Orte in Thailand bis 2019 über eigenen Wassersysteme verfügen.

Plan der Regierung Yingluck für Wasserreservoirs aus dem 2011. 
Für Premier Prayut stellt das Wasserressourcen Management für das Agrarland Thailand das wichtigste Thema dar. 

Er erklärte, dass ein Ausschuss des Nationalen Rates für Frieden und Ordnung NCPO dem Kabinett einen Wasserressourcen Management Plan zur Genehmigung vorgelegt habe. Der Plan soll kontinuierlich nach Verfügbarkeit von Haushaltsmitteln umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang sollen in den nächsten 10 Jahren auch verschiedene Grossprojekte realisiert werden.

Beispielsweise wird die Regierung die Effizienz der bestehenden Bewässerungssysteme verbessern, neue Wasserquellen entwickeln und natürliche Wasserstrassen rehabilitieren. 

Für die Industrie sollen im Osten Thailands Wassernetzwerke entwickelt werden.

Quelle: NNT

Sonntag, 22. Februar 2015

Der Preis für Früchte soll nicht sinken

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Um ein Überangebot und sinkende Preise zu vermeiden, plant das Handelsministerium während der kommenden Ernte Früchte ins Ausland zu verkaufen. Handelsmissionen sollen Vertriebswege definieren und gleichzeitig aufgeschlossene, moderne Händler zur hochwertigen Vermarktung im Inland selbst suchen.
Früchte in Thailand
Die Preise für Früchte in Thailand sollen ganzjährig stabil gehalten werden.
Das Handels- wird Vertreter der Landwirtschaftsministeriums am 2. März treffen und ihre Massnahmen zur Limitierung des Angebots aufzeigen.

Duangkamol Jiambutr, Sprecher des Handelsministeriums, bekräftigte, beide Ministerien würden eng zusammenarbeiten und die Probleme, die aus dem Überangebot entstehen, lösen.

Die Ernte von Mangosteen, Rambutan, Durian, Longan, Langsat und Mangos beginnt Anfang März. Zuerst kann im Osten, dann im Süden, später im Norden gepflückt werden. Die Saison dauert bis Ende August.

Das Handelsministerium wird ebenfalls versuchen, neue Märkte für Ganzjahresfrüchte wie Ananas und Bananen zu erschliessen.

Potentielle Abnehmer sind Länder der ASEAN, China, Japan, Indien und der Nahe Osten, aber auch Tourismusdestinationen wie die Malediven, die über eine hohe Kaufkraft verfügen.

Duangkamol sagte, sein Ministerium plane etliche Handelsmissionen für Thailändische Früchte und andere Produkte in den Zielmärkten einzurichten und gleichzeitig in Zusammenarbeit mit Händlern Thai Früchte Pavillons in Supermärkten und Kaufhäusern in China, Japan, Kambodscha und den USA einzurichten. Ein Augenmerk soll auch auf den Export in Nachbarländer geworfen werden.

Die Malediven sind von besonderem Interesse, da die Inseln viele Touristen beherbergen und sich zu beinahe 100% auf Importe abstützen. 

Thailändische Früchte sind bei Reisenden sehr beliebt, da sie nicht nur schmackhaft sind, sondern auch reich an Vitaminen und Nährstoffen sind. Deshalb will das Handelsministerium im Inland in Zusammenarbeit mit Händlern, Gemeindemärkten, Grenzhändlern und Direktvermarktern während der Erntezeit mehr Früchte verkaufen.

Auch die Bauern selbst werden aufgefordert, ihren Produkten durch Veredelung mehr Wert zu geben, beispielweise durch die Verarbeitung zu Trockenfrüchten. 

Damit sichergestellt werden kann, dass Thailändische Früchte im Ausland verkauft werden können, hat das Ministerium Bauern wie Exporteure gewarnt, sich den steigenden Hygieneanforderungen und Produktestandards bewusst zu sein.

Quelle: Nation

Freitag, 20. Februar 2015

Bangkok's Mega Flughafen - von 45 auf 85 Mio. Passagiere

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Der längst überfällige Ausbau des Suvarnabhumi Flughafens in Bangkok ist nach Verzögerungen infolge des Putschs vom 22. Mai letzten Jahres wieder auf Kurs. Mit Investitionen von über 100 Milliarden Baht soll die Kapazität in nur 3 Jahren auf 85 Mio. Passagiere beinahe verdoppelt werden.


Ausbau Suvarnabhumi
Flughafen Suvarnabhumi nach Ausbau mit neuem Satellitenterminal. 
Der Vorstand der Airports of Thailand Plc., AoT, hat gestern Mittwoch beschlossen, die zweite Phase der Expansion, die eigentlich bald nach der Eröffnung des Flughafens 2006 beginnen sollte, wieder zu beleben.

Diese Expansion kommt zusätzlich zum im letzten August verabschiedeten Kapazitätsausbau. 

Der staatlich kontrollierte Flughafenbetreiber wird beide Ausbauprojekte selbst durchführen. Nach Abschluss 2020 wird der Suvarnabhumi Airport mit einer Kapazität von 85 Mio. Passagieren jährlich in der Welt-Liga der Mega Flughäfen mitspielen und Bangkok’s Status als südostasiatisches Drehkreuz gestärkt.

Der Gesamtausbau ermöglicht 40 Mio. mehr Passagiere pro Jahr abzufertigen, einer Steigerung von 89% zu den aktuellen 45 Mio., welche bereits mit allen Mitteln über das Limit hinaus genutzt werden.

Die 2. Phase wurde vom Nationalen Rat für Frieden und Ordnung NCPO aufgrund hoher Kosten und Fragen nach Transparenz überprüft und war deshalb ins Stocken gekommen. Nach Abschluss der Prüfung und einem von 62.5 Mia. auf 61.7 Mia. Baht leicht reduzierten Budget konnte der Vorstand der AoT den Startschuss geben.

Diese 2. Phase erhöht die Kapazität mit zusätzlichen Einrichtungen auf 60 Mio. Passagiere.

Dazu kommt der letzten Monat verabschiedete Bau eines neuen Terminals für 25 Mio. Passagiere jährlich und einer dritten Start- und Landebahn, die zunächst 2’900 Meter messen, später auf 3’700 Meter verlängert wird.

Diese Erweiterung wird geschätzt 47.9 Mia. Baht kosten, zusammen mit der 2. Phase werden mehr als 109 Mia. Baht investiert.

Der stellvertretende Präsident der AoT, Niranda Theeranatsin sagte, dass die Finanzierung der beiden Projekte keine Belastung für die Betreibergesellschaft sei.


"Geld ist nicht wirklich ein Problem, wir haben 44 Mia. Baht Bargeld in der Hand und die Expansion wird sich über einige Jahre ziehen."

Die AoT wird nun die offizielle Genehmigung einholen, welche ursprünglich bereits im August 2010 vom Transportministerium und dem National Economic and Social Development Board erteilt wurde.

Ab März 2016 wird eine Freilufthalle von 960’000 Quadratmeter errichtet, welche 28 Flugzeuge, darunter 8 der Grösse von A380 Superjumbos, dazu ein Support- und Installationstunnel aufnehmen wird. 

Ab Oktober 2017 wird der neue Satelliten Passagierterminal errichtet, der Ostflügel der Hauptterminals erweitert, Bürogebäude wie auch zusätzlicher Parkplatz erstellt und ein automatisiertes, 700 Meter langes, unterirdisches Automated-People-Mover-System als Verbindung zwischen Haupt- und Satellitenterminal eingebaut.


Suvarnabhumi Ausbau
Plan des Automated-People-Mover als Verbindung zwischen den Terminals. 
Bis 2019, wenn der neue Terminal und die zusätzliche Start- und Landebahn in Betrieb sind, wird Suvarnabhumi 70 Mio. Passagiere abfertigen können. Nach Abschluss aller Arbeiten wir die Kapazität im 2020 dann 85 Mio. Passagiere betragen.

Die Expansion soll zeitlich auf die Prognose des Anstiegs der Passagierzahlen in Südostasien abgestimmt sein. 

Der Suvarnabhumi Flughafen fertigte letztes Jahr 46.4 Mio. Passagiere ab und zählte 289’569 Flugbewegungen.

Quelle: Bangkok Post

Donnerstag, 19. Februar 2015

Drohen 20% höhere Preise?

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Thailand’s Verbrauchern drohen 15-20% höhere Preise, wenn die Excise Tax - oder Mehrwertsteuer - wie vom Finanzministerium vorgeschlagen angenommen wird. Basierend auf dem Wert von Handelswaren soll das Steuerrecht neu strukturiert werden. 

Werden Autos in Thailand ab nächstem Jahr 20% teurer? 
Wisuth Srisuphan, stellvertretender Minister, sagte gestern, dass das Finanzministerium die Vorbereitungsarbeiten zur Umstrukturierung vorantreibe. Die Änderungen sollen vorbehaltlich der Genehmigung durch die Regierung im Lauf des 2016 in Kraft treten. 

Die Änderungen ermöglichen eine Erweiterung der Steuerbemessungsgrundlage in allen Bereichen, die Mehrwertsteuer soll neu auf Basis der staatlich empfohlenen Endverbraucherpreise beruhen - bisher wird sie anhand der Herstellerpreise berechnet.

Der stellvertretende Minister erklärte, dass so die Einhaltung internationaler Standards gewährleistet, zugleich aber auch Gerechtigkeit und Transparenz gefördert werde.

Ausserdem werde es für Produzenten und Händler unmöglich, die Ex-Produktionspreise zur Steuerberechnung zu nehmen und somit Steuern zu sparen.

Ein weitere Vorteil sei, dass die Anpassung es einzelnen Steuerbehörden verunmögliche, individuelle Steuersätze einzufordern.

Effektiv sind nun aber alle Verbraucher betroffen, denn die Steuersätze an sich bleiben gleich, enthalten nun aber auch Verpackungs- und Transportkosten.

Daraus resultieren wird einer Preissteigerung von 15-20% vieler Güter. Der Faktor wird beispielsweise direkt auf Automobile durchschlagen und viele sind nun gespannt, wie die Regierung damit umgehen wird, da ihre Entscheidung alle Konsumenten Thailand’s direkt betreffen wird.

Die Steuerverwaltung warnt inzwischen auch alle Bürger, die von Reisen ins Ausland zurückkehren, mitgebrachte Güter im Wert von über 10’000 Baht zu deklarieren.

Normalerweise wird darauf eine Zollabgabe von 30% erhoben - und die Behörden verschärfen ihre Kontrollen.

Dies gilt vor allem für Leute, die aus Ländern der EU, Hongkong, Korea oder Japan zurückkehren, aus denen in der Vergangenheit viele wertvolle Waren ins Land geschmuggelt wurden.

Quelle: Thai PBS

Mittwoch, 18. Februar 2015

Thailand's Dilemma mit den Touristen

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Aufsehen erregende Fälle von touristischem Fehlverhalten stellen für Thailand ein Dilemma dar. 


Patong Beach Phuket
Müssen Touristen Liegen-freie Strände auf Phuket akzeptieren? 
"Wenn du in Rom bist, verhalte dich wie ein Römer", war früher der Rat für jeden Besucher in einem anderem Land - aber die Zeiten haben sich geändert. Immer mehr Reisende ignorieren die Warnung, sich anzupassen und geniessen ihre persönliche Freiheit auf ihre Weise.

Die Empörung über das Verbot von Strandliegen auf Phuket hat gezeigt, dass Touristen nicht bereit sind Kompromisse einzugehen. Die Polizei traf auf Widerstand, als die Regel am 12. Februar in Kraft trat. Einige Besucher sagten sogar, sie würden ohne Liegen ihren Urlaub nie wieder auf der Insel verbringen.

Auch Touristen aus China kamen mit thailändischen Behörden in Konflikt. Erst, nachdem ihnen der Zugang zum Wat Rong Khun, dem Weissen Tempel, in Chiang Rai aufgrund unsachgemässer Benutzung der Toilette versperrt wurde. Zuletzt machte das Foto einer chinesischen Touristen in sozialen Medien aufsehen, die im Flughafen von Chiang Mai BH und Slip durch die Luft schwenkte. In beiden Fällen wurden die Reiseveranstalter darauf hingewiesen, unangemessenes Verhalten ihrer Kunden zu zügeln.

Zum chinesischen Neujahr werden nun in Chiang Mai an die geschätzt 90'000 Besucher aus dem Reich der Mitte Handbücher mit der lokalen Etikette und Verhaltensregeln verteilt.

Niemand kann leugnen, dass der Tourismus in Ländern wie Thailand einen grossen Beitrag an die Volkswirtschaft leistet. Allerdings hat jedes Land seine eigenen Regeln und Gewohnheiten, von denen offenbar einige Ausländern fremd sind. Ein Mangel an Respekt von Kultur, vielleicht auch nur Unwissenheit, kann zu Missverständnissen oder Schlimmeren führen. Und, mit dem Vergrösserungsglas Facebook und Konsorten, werden diese zu internationalen Ereignissen aufgeblasen.

Auch Thai Touristen entgehen nicht lokalen Gepflogenheiten. In Japan wurde eine Reisegruppe aufgrund Drängeln statt gepflegtem Anstehen und Benutzung von Mobiltelefonen in einem Ruhewagen der Bahn verteufelt. Die Botschaft in Tokio antwortete mit einem Leitfaden für thailändische Besucher

Obwohl Touristen viel Geld ausgegeben, bedeutet das nicht grenzenlose Freiheit in den Ländern, die sie besuchen. Jede Gesellschaft kennt seine eigenen Regeln und auch Besucher müssen sich daran halten. Zum Beispiel dürfen Besucher auf Bali zu Neujahr nicht an den Strand, Touristen in islamischen Ländern müssen das Alkoholverbot respektieren.

Jedes Land will Einnahmen aus dem Tourismus. Es liegt an den Behörden, Reisebüros, Herkunftsländern und Nutzern von sozialen Medien angemessenes Verhalten von Touristen zu fördern.

Jeder Besucher soll die Freiheit geniessen, ein anderes Land zu erkunden, aber dieses Recht trägt auch persönliche Verantwortung. 

Um den Richter Oliver Wendel Holmes Jr. vom US Supreme Gericht zu zitieren: "Dein Recht mit den Armen zu schwingen endet dort, wo beim anderen die Nase beginnt."

Quelle: Nation

Donnerstag, 12. Februar 2015

"Lasst Sex aus und geniesst ein besonderes Essen zum Valentinstag!"

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Teenager sollen den Valentinstag mit einem schönen Essen, nicht mit Sex begehen, sagt das Moral Promotion Centre.

Valentinstag in Thailand: Essen gehen geht für Teens in Ordnung, Sex nicht. 
Die "Nur ein Essen zum Valentinstag" Kampagne wurde mit dem Hintergedanken lanciert, Jugendliche an diesem romantischen Tag vor Intimitäten und Sex abzuhalten. Thailand nimmt weltweit einen Spitzenplatz in Teenagerschwangerschaften ein.

"Die verfügbaren Informationen zeigen, dass 83% der thailändischen Jugendlichen planen, am Valentinstag Sex zu haben."

Sagte der Generaldirektor des Moral Promotion Centre Sin Suesuan gestern bei der Präsentation der Kampagne, und ergänzte:

"Wenn die Teens nach einem Essen irgendwo in einer ruhigen Ecke rumhängen, besteht die Möglichkeit, dass sie sich für Sex entscheiden." 

Davon sind 54.9% Studenten, 27.8% gehen noch ins College. Gemäss Sin kann vorzeitiger Sex zu vielen Problemen wie ungewollte Schwangerschaften, unsichere Abtreibungen und übertragbare Krankheiten führen.

Er führt diese Probleme teilweise auf einfachen Zugang zu Dating Apps und Websites zurück.

"Wir haben entdeckt, dass in Chats sexuell anzügliche Gespräche geführt werden", sagte er und fügte hinzu, dass Berichte über die letzten 3 Jahre gezeigt hätten, dass viele Teenager nach Face-to-Face Meetings mit Online Freunden mit sexuellem Missbrauch konfrontiert wurden.

Das Moral Promotion Centre rät Jugendlichen, ihre Telefonnummern, E-Mail- und Privatadressen nicht auf Dating Plattformen zu veröffentlichen. 

Im Bewusstsein des Einflusses der sozialen Medien fordert Sin die Teenager auf "Eine besonderes Essen zum Valentinstag" auf ihren Facebook Seiten zu posten.

Die stellvertretende Generaldirektorin Panpimol Wipulakorn hatte kürzlich an einem Seminar erläutert, dass nicht weniger als 75 von 1'000 Frauen im Alter zwischen 15-19 in Bangkok schwanger würden.

"Das sind sehr viele, weltweit liegt die Zahl bei 50 von 1'000. In Thailand sind es 52", sagte Panipmol. 

Sie ergänzte, dass viele schwangere Teenager sich aufgrund der Situation, in der sich befanden, für Sex entschieden hatten. "Rund 30% waren damit einverstanden, während bis zu 5% dazu gezwungen wurden."

Ausserdem würden 50% der jugendlichen Frauen mit ungewollter Schwangerschaft sich für eine Abtreibung in nicht lizenzierten Einrichtungen entscheiden und vor der Gefahr einer Gebärmutter-Infektion stehen.

"Das kann zu schweren gesundheitlichen Problemen und sogar zum Tod führen."

Panipmol sagte, alle involvierten Stellen sollten das Thema Teenager Sex durch gute Beratung und Bildung angehen.

Am Montag hatte der Generalsekretär der staatlichen Schulen Thailand's Obec, Komol Rodkol seine Art des Kommentars dazu gegeben: "Ich gebe keine Erlaubnis, Kondom Automaten an staatlichen Schulen aufzustellen." 

Und beendete als Alleinentscheider die laufenden Diskussionen darüber abrupt.

Quelle: Nation

Mittwoch, 11. Februar 2015

Die Grosse Schaukel, Sao Ching Cha, soll wieder schwingen

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Die seltene brahmanische Schwing Zeremonie der Grossen Schaukel, Lo Ching Cha, soll dieses Jahr nach langem Unterbruch auf Initiative von Bangkok's Gouverneur Sukhumhand Paribatra wieder durchgeführt werden.

Sao Chingcha
Die grosse Schaukel, Sao Ching Cha vor dem Wat Suthat in Bangkok. 
Der Gouverneur wird das Schwingen der Grossen Schaukel, der Sao Ching Cha, schon ohne Zeremonie eine von Bangkoks Sehenswürdigkeiten, am Treffen der Bangkok Metropolitan Administration BMA erörtern. 

Letztmals wurde 1935 eine La Ching Cha durchgeführt, danach aber wegen mehrerer schweren Unfälle aufgegeben.

Nach der umfassenden Renovation 2005-2007 trug sich die Stadt häufig mit der Idee, aber aufgrund von politischen Unruhen und Instabilität wurde davon abgesehen. Aber jetzt, nachdem das Land fast vollständig wieder Ruhe und Ordnung gefunden hat, war die Idee der Wiederbelebung in allen Köpfen.

Wie der Gouverneur ausführte, wird das Amt für Stadtplanung mit den zuständigen Behörden und entsprechender Zeit die Zeremonie organisieren und koordinieren. Aber er sagte auch, dass die Riesenschaukel zuvor noch einmal gründliche überholt werde, auch die umliegenden Häuser noch einen neuen Anstrich benötigen.

Standort der Sao Ching Cha im Herzen des alten Bangkok. 
Beim gestrigen Besuch prüfte er den Fortschritt der Renovierungsarbeiten in der Umgebung. Die Renovierung ist Teil des Plans der BMA, die Umgebung wie auch alte, private Gebäude und staatliche Stellen zu verschönern. Unter anderem auch die Riesenschaukel, als Vorbereitung für das altehrwürdige La Ching Cha.

Die alten Häuser wurden in Gruppen mit gleicher Farbe aufgeteilt.. Alte kommerzielle Gebäude auf der Dinsor, Sirpong und dem Soi Wat Rajanadda werden nach gleichem Muster renoviert und angemalt, während denkmalgeschützte Gebäude eine andere Farbe erhalten.

Die BMA versucht auch eine Zusammenarbeit mit kommerziellen Bauherren zu erzielen, damit keine Pflanzen oder Bäume auf Bürgersteigen die Wege versperren und alles schön sauber gehalten wird. 

Die Schaukel Zeremonie entstammt der Zeit der Brahmanen. Damals wurde sie jährlich zur Erreichung von Verdiensten durchgeführt, um das neue Jahr zu feiern, die Götter günstig zu stimmen und um Segen zu bitten. Sie war Teil einer Kombination aus 2 Riten, genannt Triyamphawai und Tripawai.

la Ching Cha
La Ching Cha, die grosse Schaukel Zeremonie Anfang der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts. 
Triyamphamwai wurde abgehalten um Shiva zu ehren, neben Brahma und Vishnu einer des heiligen Dreiklangs, der einmal im Jahr vom Himmel auf die Erde herabsteigt und Vishnu begrüsst, der später kommt.

Die rot bemalte Grosse Schaukel mit einer Höhe von 21.15 Metern ist ein Wahrzeichen Bangkok's. Der Standort der Sao Ching Cha vor dem Wat Suthat zeugt vom einst starken Einfluss des Brahmanismus in Thailand.

Sie wurde nur zwei Jahre nach der Gründung Bangkok's als neue Hauptstadt des damaligen Siam's 1782 gebaut. 

Die Geschichte seiner Herkunft begann als ein Brahmane namens Kratai eine Audienz bei König Rama I (1782-1809) gewährt wurde. Dabei bat er um die Erlaubnis des Königs Erhalter des Brahmansimus in Siam zu werden und eine brahmanischen Tempel und eine Schaukel für die Durchführung von brahmanischen Zermonien durchzuführen.

Der König kam seinme Wunsch nach und bald wurden 1784 nicht eine, sondern drei brahmanische Tempel und eine Schaukel im Zentrum der alten Stadt gebaut.

Es gibt keine Pläne wie hoch die ursprüngliche Schaukel war. Als sie aber mehr als 100 Jahr später verfiel, wurde sie 1920 während der Regierungszeit von Rama VI durch ein neues Exemplar aus Teakholz ersetzt.

Sie überdauerte 84 Jahre mit Restaurierungen 1959 und 1970. Ab 2005 wurde sie erneut durch eine Schaukel aus Teakholz ersetzt. Dafür wurden 30 über 100 Jahre alte Teakstämme aus der Provinz Phrae verwendet. Die Tragbalken haben eine Höhe von 30 und einen Umfang von 2.3 Metern. 

In einer Zeremonie unter dem Vorsitz von König Bhumpol Adulyadej wurde sie 2007 feierlich eingeweiht.

Quelle: Thai PBS

Dienstag, 10. Februar 2015

Thailand's Kampf im großen Spiel der Diplomatie

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GMS
Thailand braucht im Wettbewerb zwischen den Grossmächten, insbesondere den USA und China, eine ausgewogene Aussenpolitik, um ihren Einfluss in Südostasien zu stärken, sagen Experten in internationalen Beziehungen.

Thailand scheint näher an Peking zu rücken, um dem Druck aus Washington nach dem Sturz seiner gewählten Regierung auszuweichen. 

Panitan Wattanayagorn, Berater des stellvertretenden Ministerpräsidenten und Verteidigungsminister Prawit Wongsuwan, hat sechs mögliche Szenarien aufgestellt:

  • Fortsetzung der amerikanischen Hegemonie
  • Wachsende Bedeutung von China bis sie den Einfluss der USA ablöst
  • Internationale Gemeinschaft mit chinesisch-amerikanischer Zusammenarbeit statt nur einer Weltmacht
  • Zusammenarbeit der USA und China mit anderen Grossmächten zur Bestimmung der Weltordnung
  • Regionale Organisationen stehen im Mittelpunkt der internationalen Ordnung
  • Rückkehr zu ausgeglichenen Mächten, die Länder konzentrieren sich auf ihr eigenes Wohlergehen

Im Moment werde die USA die einzige Hegemonialmacht bleiben und die Regeln erstellen, während China irgendwann diese Rolle übernehmen werde, glaubt Chulacheeb Chinwanoo, Experte für internationale Beziehungen an der Fakultät für Politikwissenschaften der Thammasat Universität. Der Wettbewerb zwischen den Grossmächten aus der westlichen Hemisphäre und derjenigen aus Asien, insbesonder China, werde sich in den kommenden Jahren verstärken.

Auf regionaler Ebene ist die Dynamik der Machtspiele zwischen den Grossmächten nicht anders als auf internationaler Ebene, sagt Thitinan Pongsudhirak, Dozentin für internationale politische Ökonomie an der Fakultät für Politikwisschenschaften der Chulalongkorn Universität. Asean und Thailand müssten lernen, ihre geographische Lage und natürlichen Ressourcen als Vermögenswerte zu nützen, um ihre Gewinne zu maximieren.

Dieses neue grosse Spiel geopolitischer Konkurrenz hat sich ihrer Meinung nach verschärft, vor allem in der Greater Mekong Sub-Region, kurz GMS, wo die drei Grossmächte China, USA und Japan sich aktiv für wirtschaftliche und soziale Entwicklungen engagieren. 

Die GMS birgt ein Potenzial von mehr als 300 Millionen Konsumenten und ein kombiniertes Bruttoinlandprodukt von mehr als 1 Billion US-Dollar oder 32.5 Bio. Baht, sagt Thitinan.


Pekings weiche Machtprojekte, zusammen mit japanischen Investitionen in der Region hätten dazu beigetragen, der Region Konturen zu schaffen und die wirtschaftliche Flugbahn des südostasiatischen Festlands zu gestalten.

Thitinan denkt, die USA hätten durch ihr Berater Programm, die Lower Mekong Initiative, auf dem südostasiatischen Festland ins Spiel eingegriffen.

Chulacheeb fügt hinzu, dass dies als Zeichen aus Washington gesehen werden kann, dass die Supermacht trotz innenpolitischer Auseinandersetzungen, Interessen im Nahen Osten, der Ukraine und anderswo zurück im Spiel sein wollen.

Die Experten sind sich einig, das politische Spiel müsse als Gelegenheit für alle Seiten gesehen werden. Politische Wirtschaft und Sicherheitsabhängigkeiten würden Schlüsselfaktoren für eine Win-Win-Situation für alle bilden.

Gemäss Thitinan benutzt die USA seine Seemacht für den regionalen Frieden und Stabilität, während das Gleichgewicht der chinesisch-japanischen Beziehungen Wirtschaftswachstum und Entwicklungsniveau erhöhen.


"Für die Asean ist es entscheidend sich auf eine gemeinsame Position und Richtung für regionale Integration zu einigen. Asean könnte so die Chance nutzen, die sich aus dem Wettbewerb der Grossmächte in der Region ergibt."

Auch würden Gemeinsamkeiten das Gleichgewicht zwischen Wirtschaftswachstum und Entwicklung stützen.

Chulacheeb hebt die Bedeutung der Zentralität der Asean als Stabilisator für Ruhe und Ordnung hervor, wenn sich die Region verschiedensten Herausforderungen stellen muss.

Das gilt auch für Thailand. Das Land hat lange Zeit unter seiner politischen Instabilität gelitten. Ein Umstand, der sich auch auf die Kontinuität der Aussenpolitik ausgewirkt hat.

Allerdings, sagen die Experten, habe Thailand durch seine geographische Lage zusammen mit seinen menschlichen und natürliche Ressourcen integrierte Vermögenswerte, die nicht weggenommen werden können.


"Thailand muss seine strategische Lage als geopolitischen Vermögenswert zur Maximierung seiner Position in der Weltrangliste nutzen", sagt Thitinan.

Im Moment setzt Thailand nur auf kurz- und mittelfristige Strategien in der Aussenpolitik, glaubt Panitan. Thailand müsse proaktiver werden, seine Ziele in Handel, Politik und Menschenrechten auf internationale Normen justieren.

Er sagte, der politische Übergang sei der entscheidende Faktor, das Land nach vorne zu bewegen.

Chulacheeb würde auf das Konzept eines ausgewogenen strategischen Engagements setzen. Er denkt, dies würde Thailand Kontakte mit internationalen Partnern erleichtern und Gewinne maximieren.

Dazu müsste Thailand mit konkreten und konstruktiven Initiativen als Antwort auf regionale und internationale Herausforderungen eine führende Rolle einnehmen.

Quelle: Nation

Montag, 9. Februar 2015

Verborgene Schätze und üble Türme in Hua Hin

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Auf den ersten Blick scheint der Markt für Condominium’s in Hua Hin überversorgt zu sein, die Folge eines nun schon seit 7 Jahren dauernden Baubooms. Während einige Tower noch im Bau sind, werden an anderer Stelle schon neue, grosse Projekte aufgezogen. Das stellt für alle, die im populären Badeferienort Hua Hin investieren oder eine Wertsteigerung erzielen wollen, eine grosse Herausforderung dar. Aber es gibt noch Chancen.


Cha-am
Condotürme zwischen Cha-am und Hua Hin. 
Zur Zeit liegt die Übernahmerate in Hua Hin und dem benachbarten Cha-am bei tiefen 55%. Von insgesamt 19’444 Condo’s stehen gemäss der Knight Frank Chartered Datenbank 8’666 zum Verkauf. Die Statistiken zeigen zwischen 2008 und 2010 jeweils 800-900 Verkäufe. Seit 2011 werden jährlich 1’800-2’000 Einheiten an den Mann, bzw. die Frau gebracht.

Entsprechend wird erwartet, dass es noch 4 bis 5 Jahre dauert, bis alle Einheiten verkauft sind, immer vorausgesetzt, dass keine signifikanten neuen Bauten errichtet werden und die Nachfrage nach Eigentum auf dem aktuellen Niveau bleibt. In Cha-am zeigt sich die Situation schlechter als in Hua Hin. Nur 48% oder 6’524 der 8’666 Condo’s sind verkauft. Die Mehrheit der nicht verkauften Eigentumswohnungen kosten unter 2 Mio. Baht, meist sind es Studios oder 2-Zimmer Einheiten ohne Meersicht. Viele der Projekte liegen unmittelbar oder nahe am Strand, bieten aber nur Blick aufs Land.

Es gibt auch einige Standorte in Hua Hin, die für eine Investition in Frage kommen. Zwischen Hua Hin Soi 1 und Soi 85, den Sois welche von der Phetkasem Road Richtung Strand abzweigen, sind nur noch 399 Einheiten verfügbar. Die Gegend bietet eine vollständige Palette an Infrastruktur und Annehmlichkeiten. Auch der Bereich um Khao Takiab weiter südlich vom Stadtzentrum ist interessant, dort stehen 606 Condo’s zum Verkauf. Die meisten Projekte sind aufgrund der lokalen Bauvorschriften keine der üblichen Condotürme.

2- und 3-Zimmer Eigentumswohnungen für 3 bis 5 Mio. Baht und versprechen eine gute Investition, allerdings gibt es nur wenige Einheiten zu diesem Preis. Üblicherweise kostet der Quadratmeter in diesen Gegenden mindestens 80’000 Baht. 2-Zimmer Condos bieten im Durchschnitt 37 Quadratmeter und sind damit deutlich grösser als ihre Schuhkarton-Pendants in Bangkok.


Condo’s mit Meerblick bleiben die beste Investition, ihr Verkaufspreis erhöht sich deutlich schneller. 2014 betrug der durchschnittliche Preis 130’932 Baht pro Quadratmeter, was einem jährlichen Wachstum von 6.6% seit 2007 entspricht.

Für Nicht-Meerblick Condo’s lag der Preis mit 64’454 Baht deutlich tiefer, mit seitlichem Meerblick betrug er 74’219 Baht. Die Knappheit an verfügbarem Land direkt am Strand und die Sorge eines Überangebotes haben die Divergenz nach Lage deutlich ausgeweitet.

Die Verkaufspreis von Studios betragen zwischen 1.3 und 5.6 Mio. Baht. 2-Zimmer Condo’s reichen von 2 bis 15 Mio. Baht. Bei 3-Zimmer Einheiten starten die Preise bei 3.2 und enden bei 19 Mio. Baht, 4-Zimmer Eigentumswohnungen kosten zwischen 4.6 und 60 Mio. Baht. Die Mindestpreise sind in Hua Hin höher als in Cha-am, Khao Takiab und Khao Tao, ein Studio kostet wenigstens 1.9 Mio. Baht.

Bisher waren Condo’s in Hua Hin insbesondere bei wohlhabenden Thai Familien aus Bangkok beliebt, vor kurzem hat sich der Markt um Thais mit mittleren Einkommen erweitert. Der Anteil von Ausländern beträgt 25%. Im Vergleich mit Phuket gibt es keine grossen Unterschiede. Interessant zu sehen ist, dass sich seit letztem Jahr immer mehr Leute aus Hongkong, Singapur und Taiwan für Eigentum in Hua Hin interessieren. Sie suchen meist 2-Zimmer Einheiten für den Eigenbedarf.

Der Markt mit Eigentumswohnungen in Hua Hin wird vor allem in gewissen Gegenden wettbewerbsfähig. Investoren müssen also ihre Hausaufgaben machen und sollten in einem Bezirk kaufen, wo es keine Überversorgung gibt. Hingegen sollte Planer und Entwickler vorsichtig sein, wo sie ein Projekt starten - vor allem in Cha-am hat die grosse Menge an neuen Einheiten zu höchstem Wettstreit geführt.

Risinee Sarikaputra ist Direktorin des Immobilienverkaufs- und Beratungsunternehmens Knight Frank Chartered Co Ltd, ihr Beitrag stammt aus der Bangkok Post.

Sonntag, 8. Februar 2015

Wat Rong Khun - ausgesperrt wegen unsachgemässer Benutzung der Toiletten

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Der Wat Rong Khun in Chiang Rai, vielbesucht und bekannt als der weisse Tempel, sperrte alle Touristen aus China wegen Verschmutzung der Toiletten einen halben Tag lang aus.


Wat Rong Khun
Wat Rong Khun: Chinesen benutzten die öffentliche Toilette unsachgemäss. 
Wie Chinese Daily News berichtet, wurden chinesischen Besuchern am Morgen des 3. Februars der Eintritt aufgrund unanständiger Benutzung der öffentlichen Sanitäranlagen verweigert, kurzum, viele Chinesen machen ihr Geschäft, aber spülen nicht.  

Das Management befahl den Angestellten des Tempels aufgrund der Häufung von solchen Vorfällen, allen Chinesen am nächsten Tag den Zutritt zu verweigern. Nachdem sie aber eine grosse Anzahl enttäuschter Menschen vor dem Tempel sahen, durften sie wieder rein.

Seither wird allen Reiseleitern von Touristengruppen aus China angedroht, dass sie selbst die Toiletten reinigen müssten, sollten die Toiletten wieder verschmutzt oder unsachgemäss benutzt werden.

China stellt seit Jahren die grösste Quelle an Touristen in Thailand. Die staatliche Tourismusbehörde TAT prognostiziert, dass dieses Jahr 4.3 Mio. Besucher aus dem Reich der Mitte nach Thailand reisen.

Wat Rong Khun

Der Wat Rong Khun ist ein moderner buddhistischer Tempel in Privatbesitz. Geplant und gebaut wurde er von Chalermchai Kositpipat. 


Wat Rong Khun Chiang Rai
Wat Rong Khun in der Provinz Chiang Rai. 
Am Ende des 20. Jahrhunderts war der ursprüngliche Wat Rong Khun in einem schlechten Zustand. Mittel nicht für die Renovierung standen nicht zur Verfügung. Chalermchai Kositpipat, ein lokaler Künstler aus Chiang Rai, beschloss den Tempel komplett neu aufzubauen und finanzierte das Projekt mit seinem eigenen Geld. Bis heute hat er 40 Millionen Baht dafür ausgegeben.

Für Chalermchai ist er ein Angebot an Buddha und er glaubt, sein Projekt gebe ihm ewiges Leben. Seit 1997 ist die Anlage für Besucher geöffnet, der Eintritt ist frei. Der Wat nimmt Spenden an, sie dürfen aber nicht mehr als 10'000 Baht betragen. Chalermchai möchte nicht durch Geldgeber beeinflusst werden.

Durch die weiße Farbe der Mauern und vieler Fenster wirkt der Tempel ungewöhnlich. Weiss ist traditionell eine Farbe der Trauer in Thailand, im Wat Rong Khun aber wird sie als Buddhas Reinheit interpretiert und im Glas als Buddhas Weisheit, die "hell über der Erde und dem Universum scheint".

Ein Erdbeben der Stärke 6.3 mit Epizentrum in der Provinz Chiang Rai beschädigte am 5. Mai 2014 Gebäude des Tempels, besonders Wandmalereien im Innern, stark. Künstler Chalermchai befürchtete zunächst, dass der Tempel auf Dauer geschlossen sein wird. 

Nachdem ihn jedoch viele Menschen darin bestärkten, entschloss er sich, den Tempel wieder zu restaurieren.

Samstag, 7. Februar 2015

Nur noch 3'200 Tiger - internationales Netzwerk gegen Wilderei gegründet

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Die 13 Länder, in denen noch wilde Tiger leben, haben sich gestern an einer Anti-Wilderei Konferenz in Nepal's Hauptstadt Kathmandu darauf geeinigt, ein Intelligence-Sharing-Network im Kampf gegen gegen Tierhändler einzurichten.

Indochinesischer Tiger, „Panthera tigris corbetti 090901“ von Accipiter (R. Altenkamp, Berlin) - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons 
Rund 100 Experten, Regierungs- und Strafverfolgungsbeamte nahmen am 5-tägigen, von Nepal und dem WWF organisierten Treffen teil. Ziel war ein Plan, gemeinsam gegen die Wilderei in Asien zu kämpfen.

"Wir können nicht zulassen, dass die verbrecherische Wilderei ihre Fangarme noch tiefer in der Region greifen lässt", sagte Tikaram Adhikari, Generaldirektor des nepalesischen Departments für Nationalparks und Schutz von Wildtieren. 


"Individuelle Bemühungen lassen uns nur ein paar Schlachten gewinnen, aber den Krieg gewinnen wir nur, wenn Asien gemeinsam gegen Wilderei vorgeht, den Handel beendet und die Nachfrage auslöscht."

Nepal erreichte mit seinen Anstrengungen bereits 2 Jahre ohne Wilderei an Tigern, während die Population der gefährdeten Katzen zwischen 2009 und 2013 insgesamt um zwei Drittel abnahm.

David Lawson von WWF's Tiger Alive Initiative sagte, das Netzwerk von nationalen Verbindungsbeamten würde den Ländern zu besserer Kommunikation untereinander verhelfen, Vertrauen aufbauen und die Zusammenarbeit vertiefen, alles Dinge, die im Kampf gegen Wilderer unabdinglich sind.

"Die asiatischen Regierungen müssen erkennen, dass wir uns mitten in einer Wilderei Krise befinden und dieser Diebstahl an natürlichen Ressourcen gestoppt werden muss."


Jahrzehntelanger Handel und Zerstörung von Lebensräumen haben gemäss der International Union for the Conservation of Nature die weltweite Tiger Population in den letzten 100 Jahren von 100'000 auf 3'200 schwinden lassen.


Auch in Südostasien sind Tiger heute auf Rückzugsgebiete beschränkt. Die Bestände sind hier insgesamt noch stärker bedroht als die des indischen Subkontinents. 

Myanmar verfügt noch über etwa 80 Tiger. In Thailand wird die Zahl wild lebender Tiger auf etwa 200 Tiere geschätzt. Die grösste Population kommt im Huai-Kha-Khaeng-Wildtierreservat vor. Die Population dort wird mit etwa 100 Tigern veranschlagt und ist damit eine der größten auf dem Südostasiatischen Festland. 

In Kambodscha und Laos leben jeweils vermutlich nicht mehr als 20-30 Tiger, in Vietnam gibt es im Grenzgebiet zu diesen beiden Staaten nicht mehr als 20 Tiere.


Tiger in Asien

Wilderer jagen die Tiere für ihre Knochen, die ein Bestandteil der traditionellen Chinesischen Medizin sind. Auf dem Schwarzmarkt kann ein Tiger Penis $16'000 bringen. Dem Penis wird zugesprochen, dass er die sexuelle Leistung von Männern erhöht.


Die asiatischen Länder mit Tigern - Bangladesch, Bhutan, China, Indien, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Nepal, Russland, Thailand und Vietnam - hatten 2010 das Ziel herausgegeben, die Population bis zum Jahr 2022 zu verdoppeln.

Unterdessen verstärkt die chinesische Regierung ihre Bemühungen zum Schutz von Tigern und verbessert ihre diesbezüglichen Gesetze und Vorschriften, sagte Chinas Sprecher des Aussenministeriums, Hong Lei, in einer Pressekonferenz vergangenen Mittwoch.

Ein nationaler Plan zur Regeneration wurde implementiert. Als Basis wurde ein Netz von Naturschutzgebieten und Schutzstationen errichtet. Wilderei, Handel mit Tigerknochen und deren Verwendung als Medizin wurden verboten, wie Hong Lei weiter erläuterte. 

Dank der Anstrengung von Regierung und Bevölkerung sei der Lebensraum für Tiger wieder hergestellt, die Population sei wieder am wachsen und der Schutz von Tigern wäre eine selbstbewusste Handlung immer mehr Chinesen. Die chinesische Regierung plane weitere Schritte zum Schutz und Erhöhung der Population, sagte Hong Lei. 

"Wir sind bereit bereit zur Zusammenarbeit und den Austausch mit anderen Ländern und internationalen Organisationen zum Schutz von Tigern, gemeinsame Bemühungen zu fördern und eine harmonische Koexistenz von Mensch und Natur zu ermöglichen." 

Quelle: Chiang Rai Times

Freitag, 6. Februar 2015

Klage wegen Majestätsbeleidigung gegen Eltern der früheren Prinzessin eingereicht

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Wie die Polizei bekannt gibt, sind die Eltern der Frau von Thailand's Kronprinz, welchen von ihren Status als Mitglied der königlichen Familie letzten Dezember zurückgetreten sind, der Majestätsbeleidigung angeklagt worden. 


Srirasmi, ehemalige Prinzessin und Frau des Kronprinzen von Thailand. 
Die Klage auf Les Majeste wurde wurde von Sawita Maneechan, einer Frau aus der Provinz Ratchaburi, eingereicht. Sawita beschulidigt Apiruj und Wantanee Suwadee, die Eltern der ehemaligen Prinzessin Srirasmi, sie mit ihrer königlichen Verbindung 2003 schikaniert zu haben.

Auf einer Pressekonfernez gestern sagte Sawita, dass Wantanee sie fälschlicherweise einer Affäre mit ihrem Ehemann Apiruj beschuldigte. Zur Bestrafung habe sie ihre königlichen Status benutzt, einen hochrangigen Polizei Offizier zu einer falschen Betrugsklage gegen sie zu bewegen.

Sawita äusserte, dass sie vor Gericht für schuldig befunden und zu 24 Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Das Urteil wurde auf 18 Monate reduziert, weil sie sich geständig gezeigt habe.

"Der Vorwurf war völlig falsch, aber ich wurde gezwungen ein Geständnis abzulegen, weil ich Angst vor dem Einfluss der Familie Suwadee hatte. Meine Familie musste aus der Provinz Ratchaburi wegziehen und ich fand wegen der Gefängnisstrafe keinen Job mehr. Ich möchte von der Polizei Fairness. Ich will, dass sie den Sachverhalt untersucht und meine Vorstrafe löscht."

Polizei Generalmajor Thitirat Nongharnpitak wird die Untersuchung leiten.

"Ich versichere, dass es Fairness gegenüber allen Seiten geben wird. Wir werden jede Person, die mit dem Fall im Zusammenhang steht befragen. Wenn die Polizei glaubt, dass die Klage berechtigt ist, werden wir die Übeltäter bestrafen", gab Generalmajor Thitirat zu Protokoll. 

Diffamierung der königliche Familie wird mit Freiheitstrafe von bis zu 15 Jahren Gefängnis bestraft. Klagen können von jedem Bürger eingereicht werden.

Srirasmi war von ihrem Status als Mitglied der königlichen Familie im Dezember 2014 zurückgetreten, nachdem mehrere Angehörige ihrer Familie, unter anderem Bruder und Schwester, unter Vorwurf von Majestätsbeleidigung und den Betrieb eines massiven Korruptionsringes verhaftet wurden.

Gemäss Polizei wurde das Verbrechersyndikat von Polizei Generalleutnant Pongpat Chayaphan, dem ehemaligen Leiter des Central Bureau of Investigation und Polizei Oberst Nattapong, dann zumal noch Akharaphonpreecha, geleitet. Pongpat ist ein Onkel, Nattapong der Bruder von Srirasmi. Insgesamt wurden im Zusammenhang mit dem Verbrechernetzwerk 27 Haftbefehle ausgestellt.

Als Reaktion auf den Skandal entzog Kronprinz Vajiralongkorn Srirasmi's gesamter Familie den königlich verliehenen Nachnamen Akharaphongpreecha. Seither tragen sie wieder den bürgerlichen Namen Suwadee.

Nach dem Rücktritt aus der königlichen Familie zog Srirasmi aus dem Palast des Kronprinzen aus und zog zu ihren Eltern in der Provinz Ratchaburi. Seit dem 13. Dezember 2014, als sie einen neuen Personalausweis beantragte, ist sie nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden. Sie verlangte später in einem schriftlichen Statement von der Horde an Reportern, die ihrem Wohnsitz belagerte, Privatsphäre.

Unklar bleibt, ob Srirasmi und der Kronprinz formal geschieden sind. Das Paar heiratete 2001 und hat einen 9-jährigen Sohn.

Quelle: Khaosod

Donnerstag, 5. Februar 2015

Worüber wird an Sitzungen zur "Anpassung der Einstellung" gesprochen?

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Sutichai Yoon Nation
Ein Kommentar von Sutichai Yoon. 
Nein, sie müssen keine Minderwertigkeitskomplex entwickeln, wenn sie nicht zu einer Sondersitzung, bekannt als "Anpassung der Einstellung", mit vom Nationalen Rat für Sicherheit und Ordnung zugeordneten Offizieren eingeladen wurden.

Diese Sitzungen waren kurz nach dem Coup vom 22. Mai spannender. Sie gingen in Gruppen. Sie hatten Gesellschaft. Sie mussten über Nacht bleiben und es gab reichlich zu Essen. Man konnte sogar die militärischen Wachen in sein Lieblingsrestaurant einkaufen schicken. Und bevor sie vorbei waren, erhielten sie einige Papiere zur Unterschrift, um alles Schwarz auf Weiss zu bestätigen.

Letzte Woche wurden diejenigen, die privilegiert genug sind, hinter verschlossenen Türen in einer kürzeren Sessions behandelt. Es war eine Ein-Tages-Affäre und die Teilnehmer erhielten nicht das volle Programm. Noch schlimmer, sie wurden auf eins-zu-eins Basis eingeladen. Sie konnten sich nicht mit Freunden beraten. Sie hatten nicht genügend Partner für ein Kartenspiel. Und das Gefühl der Geheimhaltung, welches das Selbstwertgefühl in Höhen treibt, löste sich in Luft auf.

Ich weiss wirklich nicht, was in diesen Sitzungen, welche angeblich die "Einstellung" "anpasst" geschieht. Und ich bin mir nicht sicher, wessen Einstellung angepasst wurde. Aber das offensichtliche Ergebnis war ziemlich erstaunlich. Ausnahmslos alle, das heisst fünf bis sechs ehemalige Politiker, verliessen die Sitzungen ohne bittere Reaktionen - ganz im Gegensatz zu ihren Äusserungen, kurz vor sie mit einer Einladung beehrt wurden.

Ich bemerkte, dass die meisten von ihnen lächelten, wenn sie das Zimmer des Meinungsaustausches verliessen. Und alle gaben positive Kommentare ab. Man kann nicht sagen, dass sie durch ihre Erfahrung verwandelt wurden, aber man kann sicher vermuten, dass sie ein gewisses Verständnis entwickelt hatten.

Nun, ob ihre "Einstellung" "angepasst wurde oder nicht ist eine andere Geschichte. Ich war nicht überrascht, dass kein Reporter nach dem Geschmack des Kaffees oder Tees gefragt hat. Aber ich war wirklich verärgert, dass niemand fragte, ob ihre "Einstellung" in den gut drei Stunden der Gespräche "angepasst" wurde. Viele Meinungen mussten ausgetauscht worden sein, auch wenn es noch nicht klar ist, ob es einseitige Vorträge oder lebhafter, offener Meinungsaustausch war.

Man könnte angesichts der Umstände annehmen, dass der Gastgeber den Gast überzeugen will, seine Einstellung gegenüber den Machthabern zu ändern. Aber angesichts der Tatsache, dass die meisten der ehemaligen Politiker, die zu diese speziellen Sitzungen eingeladen wurden, sich sehr wortgewandt äussern können, ist es auch möglich, das das Gegenteil stattfand. Das könnte man aus all den glücklich lächelnden Gesichtern schliessen.

Sicher scheint, dass die Diskussionen in einer sehr freundlichen, zivilisierten und respektvollen Atmosphäre statt fanden. Nein, sie können nicht erwarten, dass beide Seiten in völligem Einverständnis waren, besonders nicht über Politik.

Ich war nicht in persönliche Gespräche eingeweiht. Aber dies ist thailändische Politik, sie können sicher sein, dass der Austausch mit einem entschuldigenden Haftungsausschluss von beiden Seiten begonnen hat:

Gastgeber: Es tut mir leid, sie zu dieser "Anpassung ihrer Einstellung" Sitzung eingeladen zu haben. Ich habe nichts gegen sie persönlich. Ich werden ihnen nicht sagen, das sie aufhören sollen zu sprechen und ich werde nicht sagen, dass sie ihre Gedanken über Politik ändern sollen. Es ist nur so, dass der Chef möchte, dass sie kooperieren, indem sie nicht über Politik sprechen, die Uneinigkeit auslösen könnte. Selbstverständlich respektiere ich ihre freie Meinungsäusserung. Ich folge nur dem Befehl meines Chefs, sie zu einem ruhigen Gespräch einzuladen. Bitte versehen sie mich. Ich mache nur meine Arbeit.

Gast: Machen sie sich keine Sorgen. Ich verstehe ihre Situation perfekt. Tatsächlich empfinde ich Sympathie für sie. Ich weiss, dass sie eine harte Zeit haben, während sie versuchen, dieses Land vor dem Chaos zu retten. Ich habe nichts gegen sie. Aber sehen sie, sie müssen mich auch verstehen. Wenn ich zu lange Zeit ruhig bleibe, könnten die Leute, die ich mit meiner politischen Rhetorik beeindrucke, mich vergessen. Ausserdem muss ich meinem Chef gefallen. Er wurde gefragt, warum ich denn so ruhig sei. Also, wenn ich etwas nicht so Positives über ihren Chef sage, sagen sie ihm bitte, es sei nur meine Art für meine Seite der Geschichte relevant zu bleiben. Andernfalls könnten sie mich ein für allemal fallen lassen - und das wäre meine Ende. Also so bitte, sympathisieren sie mit mir.

Ich glaube nicht, dass sich Gastgeber und Gast tatsächlich umarmten - oder sogar zusammen weinten. Aber ich bin sicher, dass sie das Treffen mit einer "angepassten Einstellung" verliessen und beide, zurück in ihren Quartieren, sich zum Sieger ausriefen.

Ein Kommentar von Suthichai Yoon, er ist Vorsitzender der Nation Multimedia Group.

Mittwoch, 4. Februar 2015

Sexarbeiterinnen sind viel mehr als nur Statistik

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Ein Kommentar von Sanitsuda Ekachai. Sie verkaufen ihre Körper um ihre Familie aus Armut zu befreien. Jetzt werden sie verhaftet und ins Gefängnis geworfen um Thailand von seinem Ruf als einer der weltweit schlimmsten Menschenhändler zu befreien.

Razzien im Kampf gegen Prostitution in Thailand
Die Polizei in Thailand macht derzeit verstärkt Razzien im Kampf gegen Prostitution.  
Ich spreche von den vielen armen, jungen Mädchen aus Nachbarländern, welche das Glück suchten und als Sex Arbeiterinnen endeten. Und jetzt in Gefängnissen und Gefängnis ähnlichen Rehabilitationszentren welken, während die Polizei ihre Bilanz im Anti-Menschenhandel verbessert.

Es braucht immer zwei für einen Tango. Wie kommt es, dass nur die Sex Arbeiterinnen verhaftet werden und nicht auch die Freier?

Die Betreiber der Bordelle und Beschaffer der Menschenware sind eigentlich die zentrale Ziele des Gesetzes über Prostitution, doch sie bleiben auf freiem Fuss. Warum?

Warum bestrafen wir das schwächste Glied des Handels mit Frischfleisch?

Welches Recht haben Polizisten verängstige Mädchen wie Vieh ins Blitzlicht von Pressefotografen zu treiben, sie dazu zu zwingen, ihre Köpfe aus Scham zu bedecken? Nur damit sie ein paar Punkte für ihre Karriereleiter erhalten?

Verdächtige der Presse vorzuführen ist eine grobe Verletzung der Menschenrechte. Dennoch es ist es allgemeine Praxis der Polizei.

In den letzten Wochen sind oft Fotos von jungen Mädchen, welche versuchen ihr Gesicht zu bedecken in Zeitungen und anderen Medien erschienen. Es scheint, die Regierung versuche den USA und Europa die Nachricht zu vermitteln, das jetzt im Kampf gegen Menschenhandel ernst gemacht wird.

Wird die Rechnung aufgehen? Um Sanktionen zu entgehen, muss Thailand zeigen, dass es gegen die Grossen im grenzüberschreitenden Menschenhandel vorgeht. Wo sind sie, die Bosse, die Makler, die Beschaffer?

Auch das Gesetz über Prostitution - nach der Änderung 1996 - widerruft bereits die Inhaftierung von Sex Arbeiterinnen. Sie werden seither, wenn sie erwischt werden, nur noch mit 1’000 Baht Strafgeld gebüsst. Warum wurden sie denn jetzt verhaftet?

"Viele der verhafteten Mädchen wurden als Beschafferinnen verhaftet", sagt Naiyaya Supapueng, eine Anwältin für Gleichberechtigung der Geschlechter und frühere Menschenrechtskommissarin.

Gemäss ihren Interviews mit vielen Sex Arbeiterinnen, treten die Polizisten als angebliche Kunden auf, fragen eine der älteren Frauen nach ihrer Empfehlung und lassen sich ein Mädchen bringen. Dann werden sie festgenommen.

Andere Mädchen werden verhaftet und bestraft nachdem sie in Etablissements angetroffen werden, in denen Prostitution vermutet wird. Weil viele von ihnen noch Teenager sind, werden sie in Rehabilitations Zentren verschafft. Angesichts der strikten Routine, Enge und aus Mangel an Freiheit versuchen viele zu fliehen und landen in den offenen Armen der Menschenhändler.

Naiyana war eine der vorantreibenden Kräfte des heute gültigen Prostitutionsgesetzes. "Wir dachten, das neue Gesetz würde Sexarbeiterinnen helfen und Gleichheit der Geschlechter bringen. Wenn Sexarbeiterinnen für ihre Arbeit bestraft werden, dann müssen auch ihre Freier bestraft werden."

"Das Gesetz fokussiert auf Leute, welche Sexarbeiterinnen ausnutzen. Aber es funktioniert nicht so. Der kulturelle Wert "schlechte Mädchen gehören bestraft" sitzt in unserer Gesellschaft zu tief und ist zu kraftvoll."

Dieser Glaube neutralisierte die Entkriminalisierung der Prostitution, als das Gesetz vor 20 Jahren in Kraft trat, sagt Naiyana.

"Die Leute wollten noch immer Verhaftungen, Strafen und Zwangsrehabilitation. Sie glaubten, dass sich noch viel mehr Mädchen prostituieren, wenn es keine Strafen mehr gibt", erinnert sie sich. "Sie haben gewonnen."

Auch wenn es in Thailand Gesetze gegen Menschenhandel gibt, die Opfern helfen, erhalten Opfer keine Hilfe, wenn sie in der Sex Industrie arbeiten.

Als engagierte Anwältin glaubt sie noch immer, das ein neues Gesetz, welches Sexarbeit als Arbeit behandelt zu einer deutlichen Abnahme von Missbrauch und Ausnutzung führen würde.

"Wenn die Mädchen wissen, dass die nicht verhaftet werden, hätten sie viel mehr Macht, ihren Arbeitgeber und Arbeitsort zu wählen. Jetzt fühlen sie sich nur sicher, wenn sie für jemanden arbeiten, der sie von der Polizei beschützen kann", gibt Naiyana zu bedenken.

Nicht alle ihrer feministischen Freundinnen sind damit einverstanden. Für sie gehört Prostitution nicht geduldet, weil sie den kulturellen Glauben unterstütze, dass Frauen Sex Objekte sind.

Was mich betrifft, ich habe kein Dilemma. Mit fremden Menschen Sex haben und Missbrauch riskieren sollte der letzte Ausweg für Frauen sein. Die Gesellschaft sollte alles unternehmen Frauen mit den notwendigen Instrumenten auszustatten, damit sie ihr Potenzial nutzen können. Wenn sie das nicht macht, hat sie weder ein Recht ein Urteil zu fällen noch eines, sie zu bestrafen, wenn Frauen durch Lebensumstände gezwungen werden, sich und ihre Familien durch Sexarbeit zu ernähren.

Wenn die Gesellschaft Prostitution noch immer verteufelt, können Frauen nicht ausgegrenzt werden. Wenn das nicht möglich ist, dann lasst sie in Ruhe.