Dienstag, 13. Januar 2015

Zu viele Elefanten, zu viele Besucher - erneut Attacke im Khao Yai Nationalpark

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Die Touristenstrasse durch den Khao Yai Nationalpark sollte zur Sicherheit der Besucher angepasst werden, sagt ein Experte, nachdem innerhalb von wenigen Tagen bereits 4 Attacken von Elefanten gezählt wurden.

Elefant Khao Yai Nationalpark
Starke wachsende Population und viel mehr Besucher führen zu Konfrontationen. 
Mattana Sri-krajang von der Wildlife Research Division des Department of National Parks, Wildlife and Plant Conversation denkt, dass die Elefanten im Khao Yai durch die stark steigende Anzahl Autos und Touristen immer mehr gestört würden.

Touristen sollten den Park nicht auf der Strasse 3077 via Dan Nern Horn in der Provinz Prachin Buri durchqueren, da dies die wichtigste Passage für Wildtiere ist.

Khao Yai Nationalpark
Besser den Park nicht auf der Strasse 3077 durchqueren, warnen die Behörden. 
Der starke Anstieg von Fahrzeugen und Touristen habe die Elefanten aus ihrem ursprünglichen Gebiet vertrieben, sagt sie weiter, auch Touristen sollten vor dem Besuch des Parks lernen sich richtig zu verhalten.

Ihr Kommentar kommt auf die Attacke vom gestern Montag, als ein 30-jähriger Bulle die Küche gegenüber der Park Verwaltung zerstört hatte.

Kanchit Srinoppawan, der Leiter des Nationalparks, sagt, dies sei die 4. Attacke seit Ende Dezember gewesen.

Bei den ersten 3 Zwischenfällen haben Elefanten Fahrzeuge von Besuchern attackiert. In einem Fall ist ein Elefant durch das Hupen eines Touristen provoziert worden.

Er rät den Besuchern, den Motor nie abzustellen und weder zu hupen noch zu blenden. Auch Kamerablitze sind zu unterlassen.

Der Leiter des Khan Ang Rue Nai Wildlife Sancturary, Sermpan Salman sieht einen weiteren Grund für die Angriffe. Durch Dürre und Futterknappheit würden die Elefanten aus ihrem angestammten Gebiet tief im Wald herausgetrieben. 

Deshalb habe es auch schon Konfrontation zwischen Einheimischen und den Tieren an der östlichen Grenze des Parks gegeben. Weil es während der Trockenzeit im Wald nicht genug Futter und Wasser gibt, treibt es sie in die Plantagen.

Einheiten aus Rangern und Einheimischen wurden gebildet um die Elefanten wieder zurück in den Wald zu locken. Auch wurden Gespräche mit der Bevölkerung am Rand des Parks geführt und ihnen aufgezeigt, wie sie mit der Situation umgehen sollen und unnötiges Leid an Wildtieren vermieden werden kann.

„Wir wollen keine vergifteten oder erschossenen Elefanten sehen.“

Zudem haben sich Leute in Wäldern innerhalb des Nationalparks niedergelassen. Sie roden den Wald, errichten Häuser und bauen Mais und Zuckerrohr an, bevorzugte Nahrung der Tiere mit entsprechend grossem Konfliktpotential.

Hauptgrund aber dürfte aber sein, dass sich die Elefanten Population in den letzten 10 Jahren von 170 auf 350 Tiere mehr als verdoppelt hat.

"Die beste Lösung wäre, einige der Tiere an einem anderen Ort anzusiedeln", sagt Sermpan, "aber die Entscheidung muss vom Department getroffen werden.“ Und verweist auf eine Studie, nach der 60 andere Nationalparks in Thailand Elefanten aufnehmen könnten. 

Aber dies sei ein sehr sensibles Thema und benötige weitere Untersuchungen.

Quelle: Bangkok Post

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