Montag, 12. Januar 2015

Gefangen in miserablen Jobs - Lehrer an Thailand's Privatschulen

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Während die Regierung einen neuen Anlauf startet, die Korruption im Bildungswesen auszurotten und viele Privatschulen schliessen, versuchen jedes Jahr Hunderte von Lehrern ihren Arbeitsplatz wegen hoher Belastung und wenig Sicherheit zu wechseln. Andere ertragen die schwierigen Arbeitsbedingungen und werden weiterhin ausgenutzt.


In Thailand arbeiten derzeit rund 160'000 Lehrer an 4'355 Privatschulen. 
Privatschullehrerin Sind sagt, sie habe alle offiziellen Examen, aber ihr Abschluss in Sozialwissenschaft sei vom das Office of Basic Education Commission Obec nicht gefragt und sie warte noch immer auf eine Stelle in einer öffentlichen Schule.

Vor kurzem hat sie einen Job in einen Kindergarten verlassen, wo sie seit über einem Jahrzehnt für weniger als 15'000 Baht pro Monat gearbeitet hatte. Sind ist eine Frau in ihren 40ern.

"Ich habe nie etwas von den Zuschüssen erhalten, mit der die Regierung Lehrern an Privatschulen ein Einkommen von annähernd 15'000 Baht garantieren will, weil das Geld auf das Bankkonto des Kindergarten Inhabers überwiesen wurde." 


Sie sagte, dass der Eigentümer das Geld abhob und den Lehrern ihren Lohn bar auszahlte, aber einen Teil davon in die eigene Tasche steckte.

Niemand wagte mehr dagegen zu protestieren, nachdem einer der Lehrer nach Einreichung einer Beschwerde beim Educational Service Area Office gefeuert wurde.

Darüber hinaus, sagt Sind, hätten die Verbindungen des Eigentümers zu lokalen und nationalen Politikern dazu geführt, dass die Lehrer dazu verpflichtet waren, als Wahlhelfer zu arbeiten.


"An Wochenenden mussten wir Wähler werben. Hätten wir uns geweigert, wären wir als nicht kooperierend angeklagt oder sogar aufgefordert worden, zu künden", und fügt hinzu, dass die Schule ihre Lehrer nie an Weiterbildungen teilnehmen liess.

Jetzt arbeitet sie an einer Privatschule mit guter Leitung. Sie sagt, sie sei stolz auf diese Schule, weil sie nur fordere zu unterrichten und dazu noch einen höheren Lohn bezahle.

In einem anderen Fall haben Lehrer der Provinz Songkhla Beschwerde beim Private Education Office eingereicht weil verschiedene Schulen ihnen den Wohnkostenzuschuss von bis zu 10'000 Baht vorenthalten.

Die Schulen behaupten, dass sie die Recht haben, das Geld zurück zu behalten.

Die Regierung hat ein neues Grundgehalt von 14'100 Baht für Lehrer mit dem Graduate Diploma Teaching Programme beschlossen. Bisher lag es bei 12'480 Baht.

Lehrer, die einen 4-jährigen Bachelor Studiengang oder das Advanced Certificate in buddhistischer Theologie vorweisen können, erhalten neu 13'300 Baht, bisher waren es 11'680.

In Thailand unterrichten mehr als 160'000 Privatschullehrer rund 2.4 Mio. Studenten. 

Wan, ein gut 50-jähriger Lehrer, erinnert sich, wie ihre Schule Anfang letzten Jahres ankündigte zu schliessen und gleichzeitig versprach, ihnen eine Abfindung von 10 bis 13 Monatsgehältern in Übereinstimmung mit dem Arbeitsgesetz zu bezahlen.

Sie fürchtet keinen Job mehr zu finden. "Welche Schule stellt mich in meinem Alter noch an? Ich werde irgend etwas anderes finden müssen, auch wenn ich aus Leidenschaft Lehrerin bin."

Als Inhaberin eines Diplomabschlusses mit Schwerpunkt Thai Sprache hat Wan mehr als 30 Jahre unterrichtet. 

"Ich hatte gehofft, dass diese Privatschule der Ort ist, bei dem ich bis zu meiner Pensionierung arbeiten kann."

Wan's Geschichte und die negativen Erfahrungen vieler anderer Privatschullehrer steht in krassem Gegensatz zu dem den, was der Leiter der Private Education Commission, Bundit Sriphutthangkul sagt:

Die Regierung unterstütze Privatschulen und erhöhe die Gehälter, damit Lehrer so lange wie möglich am selben Ort arbeiten und kontinuierlich ihre Qualität entwickeln können.

Quelle: Nation

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