Mittwoch, 7. Januar 2015

Dürre bedroht den Norden und Nordosten Thailand's

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Während der Süden Thailand's unter Wasser steht, bedroht Dürre viele Gebiete im Norden und Nordosten früher als erwartet. Schon werden Befürchtungen laut, dass dieses Jahr die Wasserknappheit die schlimmste seit Aufzeichnungsbeginn werden könnte.

In der Provinz Phichit drohen Reisfelder zu vertrocknen. 
Praphan Upata, ein ehemaliger Dorfvorsteher in der Provinz Uttaradit sagt, dass die schlimmste Dürre seit mindestens einem Jahrzehnt droht. "Der Wassermangel trifft uns so früh."

Die Trockenzeit dauert in der Regel von November bis April. Praphan sagte, in seinem Dorf habe es in den letzten Jahren immer schon im März kein Wasser mehr gehabt. Uttaradit's Stadtteil Tron kämpft schon seit Monaten um Wasser. 

"Aus meiner Leitung kommt schon seit 2 Monaten kein Wasser mehr", sagt Einwohnerin Jamlong Jairak. Ihre Familie muss täglich 600 Liter Wasser kaufen. "Es kostet uns pro Tag 60 Baht zusätzlich zum Trinkwasser."

Ernteschäden Thailand
Seit jeher drohen Thailand grosse Ernteschäden durch Hochwasser und Trockenheit. 
Praphan gibt zu Bedenken, dass ohne Wasser keine Landwirtschaft möglich ist, Leute kein Einkommen mehr erzielen können. 

In der Provinz Phichit drohen Reisfelder zu vertrocknen, weil sie nicht genügend bewässert werden können. Der Yom Fluss ist bereits ausgetrocknet.

"In den vergangenen Jahren war der Stand erst im April derart niedrig", beklagt sich Bauer Wirach Chaiyasri.

In der Provinz Phitsanulok sagt Fischer Tiwa Khampan, die Dürre habe seine Heimatstadt viel früher als erwartet getroffen. 

"Die eigentlich schwimmenden Häuser auf dem Ban Kaeo Kanal liegen schon auf dem Flussbett."

Bewohner entlang des Bang Kham Flusses in der Provinz Lopburi haben Angst. Ihre Lebensader ist in den vergangenen 2 Jahrzehnten nie ausgetrocknet, aber schon jetzt kann man trockenen Fusses das andere Ufer erreichen.

"Wenn es so weitergeht, werden wir bald kein Wasser mehr für unseren Bedarf haben", beschwert sich ein Anwohner. 

Die gleiche Situation droht auch anderswo. Innenminister Anupong Paochinda hat das Disaster Prevention and Mitigaton Department beauftragt, dringend Hilfe für von Dürre bedrohte Provinzen zu stellen. Betroffen sind Sakon Nahkon, Maha Sarakham, Nakhom Ratchasima, Buri Ram, Chayaphum und Sukhothai.

Offizielle Unterlagen zeigen, dass bereits mindestens 1'838 Dörfern das Wasser ausgeht.

Quelle: Nation

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