Donnerstag, 1. Januar 2015

Chiang Khong - Knotenpunkt für den Handel in der Greater Mekong Subregion

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Das einst verschlafene Chiang Khong am Mekong ist heute wichtiger Knotenpunkt im Nord-Süd Handel. Lange Kolonnen von Lastwagen aus China und Laos ergiessen sich jeden Morgen in Thailand. Sie bringen Obst und Gemüse, Blumen und Ersatzteile, die am Abend schon auf Bangkoks Märkten verkauft werden. Auch der Tourismus hat sich kräftig gesteigert.


Friendship Brücke Thailand
Die Friendship Bridge über den Mekong zwischen Chiang Khong und Huay Xai. 
"Jetzt, wo Strasse und Brücke über den Mekong fertig sind, besuchen uns mehr und mehr Touristen, zur Zeit rund 20'000 pro Monat", sagt Sibounheuang Phanthalak, der laotische Generaldirektor der 4. Mekong Friendship Brücke. "Die Meisten kommen aus China und Thailand, aber auch immer mehr Leute aus der ASEAN und westlichen Ländern besuchen uns."

Am Grenzübergang passiert Bus um Bus chinesischer Reisegruppen möglichst schnell den Zoll, bevor sie südwärts nach Chiang Rai und weiteren Destinationen für Shopping und Sightseeing reisen. Aber auch immer mehr Thailänder reisen nach Laos und in den Süden Chinas seit die Strasse offen ist.

Vixay Homsombath, Aufseher der Boten Dankham Sonderwirtschaftszone an der Grenze zu China, sagt, dass neben dem Touristenstrom Handel und Investitionen zunehmen. Zwischen 2008 und 2012 hat sich das Exportvolumen von Laos verdreifacht. 

Die kürzeren Fahrzeiten auf der Route 3 der Greater Mekong Subregion sind das Herzstück des Wachstums. Die neue Strasse war das letzte Glied zur Verbindung des Nord-Süd Korridors von der Millionenstadt Kunming im Südwesten China's durch den Nordwesten von Laos bis in Thailand's Hauptstadt Bangkok.


Greater Mekong Subregion
Gebiet und Korridore der Greater Mekong Subregion.
Noch vor 10 Jahren dauerte es mehr als 9 Stunden, die 228 Kilometer von Chiang Khong nach Boten zu bewältigen, heute sind es nur noch 3.5 Stunden.

Pattana Sittisombat, Präsident der Industrie- und Handelskammer für 10 Provinzen im Norden Thailand's sagt, dass sowohl grosse als auch kleine Unternehmen entlang der gesamten Strecke von der besseren Infrastruktur profitieren. "Die Leute können freier reisen, Güter freier bewegen. Viele neue Geschäfte sind entstanden."

"Früher war Chiang Khong nur ein kleiner Bezirk und betrieb Kleinhandel über den Mekong mit Laos", sagt Sanguan Sonklinsakul, Vizepräsident der Handelskammer der Provinz Chiang Rai. "Aber in den letzten Jahren, seit die Strasse quer durch Laos eröffnet wurde und der Handel zunahm, hat sich die Lebensqualität gesteigert." 

Mit dem wachsenden Handel entlang des Korridors, will die Provinz Chinag Rai nun eine Sonderwirtschaftszone einrichten und grösseren Nutzen aus dem Grenzverkehr ziehen. "Wir positionieren uns als Investitionsstandort in der Greater Mekong Subregion, abgekürzt GMS", erklärt Parchon Pratsakul. Er ist stellvertretender Gouverneur der Provinz.

"Die Sonderwirtschaftszone wird die verbesserte Infrastruktur für Handelsverbindungen durch konvergierenden Land-, Wasser- und zweigleisigem Schienenverkehr zu ihrem Vorteil nutzen."

Weiterhin aber besteht die Herausforderung, dass die Regierungen ihre bürokratischen Hürden abbauen. Ein Umstand, der den grenzüberschreitenden Warenfluss seit jeher beschränkt.

"Wenn wir einen grenzüberschreitenden Handelsvertrag hätten, würde das den Warenfluss aus China über Laos nach Thailand und umgekehrt deutlich vereinfachen", sagt Silarug vom Zollbüro in Chiang Khong. 

Während diese Hürde noch bewältigt werden muss, hat der Nord-Süd Korridor sein Versprechen für mehr Wohlstand in den Gemeinden entlang dieser traditionellen Handelsroute schon eingehalten.

Quelle: Chiang Rai Times

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