Samstag, 31. Januar 2015

Kampagne für sicheren Sex löst Bedenken aus

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Die Idee der stellvertretenden Gouverneurin von Bangkok, Pusadee Tamtai, in höheren Schulen und Kreis- und Stadtbüros der Verwaltung Kondom Automaten aufzustellen wird von Gegnern angezweifelt. Opposition kommt vor allem aus der städtischen Gesundheitsabteilung.


Kondom Werbung Thailand
Kein Problem: Werbung für Kondome auf öffentlicher Toilette in Thailand.
Pusadee hat ihren Vorschlag an einem Meeting des Ausschusses gegen Aids, Tuberkulose und sexuell übertragbarer Krankheiten, ATSCD, eingebracht.

Ihr Ziel ist ein Rückgang von Neuansteckungen mit Aids in der Stadt. Gemäss ihren Angaben sind mehr als die Hälfte der Infizierten Bangkok's Jugendliche unter 25.


Die Statistiken zeigten letztes Jahr 61'600 Aids infizierte Menschen von denen 3'302 starben. 24'762 werden mit Anti Viralen Medikamenten behandelt. Neu angesteckt hatten sich 1'825 Menschen, davon 1'071 Homosexuelle.

Der Anstieg ist gemäss Pusadee auf einen Mangel an Kondomen zurück zu führen.

Der Ausschuss denkt, dass eine Kampagne begleitend zur Aufstellung der Kondom Automaten mit dem Claim "Sicherer Sex" als Aufklärung für die Bevölkerung notwendig sei.

Einige Schuldirektoren zeigten sich begeistert von der Idee, aber die Leiterin der städtischen Gesundheitsabteilung sorgt sich.

Linda Woharndee, Direktorin der Prachaniwet Schule, sagte, der Plan würde gegen die steigende Anzahl Infektionen helfen. Eltern müssten verstehen, dass ihre Kinder Sex haben.


"Was junge Leute brauchen ist Zugang zu sicherem Sex."

Piyathida Smutraprapoot, Leiterin des ATSCD, die sich mit Fragen der öffentlichen Gesundheit befasst, sagt, dass viele Eltern und Lehrer immer noch Bedenken haben, weil sie denken, dies würde Kinder auffordern schon im frühen Alter Sex zu haben.

Der Dozent an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Chulalongkorn Universtität Sompong Jitradup denkt, dass Kondom Automaten dazu beitragen, Zugang zu sicheren Sex sicherzustellen.

Er gab gleich auch ein Beispiel an: Seitdem an den Schulen in der Provinz Sa Kaeo Kondom Automaten aufgestellt wurden, hat sich die Rate an ungewollten Schwangerschaften deutlich verringert.

Quelle: Thai PBS

Freitag, 30. Januar 2015

Thailand ist nicht frei - aber die Thais sind glücklich

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Die Herabstufung Thailand's im Jahresbericht eines internationalen Watchdog's zur Freiheit auf der Welt wird von der Militärregierung angefochten.


Freiheit in Südostasien
Freedom House stuft Thailand und seine Nachbarn nicht als frei ein. 
Gemäss der amerikanischen Organisation Freedom House ist Thailand nicht frei, gemeinsam mit seinen Nachbarländern Myanmar, Vietnam und Kambodscha. Das Königreich wurde von 1999 bis 2005 als frei, seither als teilweise frei eingestuft.

Freedom House begründet Thailand's Zurückstufung mit dem Wegfall von politischen Rechten und Freiheiten seit dem Putsch im Mai, als die Verfassung ausser Kraft gesetzt und starke Beschränkungen in Rede- und Versammlungsfreiheit eingeführt wurden.

Der Bericht hält fest, dass die thailändische Junta unter der Bezeichnung Nationaler Rat für Frieden und Ordnung NCPO das Kriegsrecht verhängt hat, öffentliche Proteste verbot, die Presse eingeschüchtert hat, die akademische Freiheit mit Füssen tritt, versucht hat Dissidenten vor Militärgerichte zu bringen und das Majestätsbeleidigungsgesetz aggressiv durchsetzt.

"Die aggressive Durchsetzung des Lese Majeste seit dem Putsch 2006 hat auf öffentlichen Veranstaltungen Angst ausgelöst, sie unterdrückt die freie Meinungsäusserung online, in Print- und Rundfunkmedien. Betroffen sind Aktivisten, Wissenschaftler, Studenten, Journalisten, ausländische Autoren und Politiker, aber das Gesetz wird auch von Bürgern gegen Mitbürger eingesetzt." 

Im Bericht wird auch darauf hingewiesen, dass die Junta bereits mit 2 Korruptionsskandalen konfrontiert ist, bei einem geht es um den Kauf von überteuerten Mikrofonen, beim anderen um den persönlichen Reichtum der Kabinettsmitglieder.


"Kritiker fragen, wie 25 der 33 Kabinettsmitglieder Dollar-Millionäre sein können, wenn sie schon lange Jahre als Staatsdiener mit bescheidenen Gehälter beschäftigt sind", so der Bericht.

Allerdings bestreitet Pilaipan Sombatsiri, die Vorsitzende des House Committe on Foreign Affairs die Vorwürfe.

In einer gestrigen Pressekonferenz argumentierte sie, dass Freedom House Thailand nicht als unfrei oder undemokratisch bewerten könne, weil die Menschen im Land glücklich sind. Sie können ihr Leben ganz normal leben.


"Es hängt davon ab, was die Thais selbst denken. Lassen Sie ihre Gedanken nicht zu stark von der Aussenwelt beeinflussen."

Gestern Nachmittag hatten die Regierung einen Event zur Freiheit von Medien durch die deutsche Friedrich Ebert Stiftung wegen zu sensiblen Inhalts abgesagt.

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichts von Freedom House fiel kurz nach dem erneuten Vorwurf der US-Regierung an die Junta, das Kriegsrecht aufzuheben und Meinungsäusserungsfreiheit zuzulassen.

"Wir sind besorgt über die erheblich Beschränkung von Freiheiten seit dem Putsch", hatte Daniel Russel, der US-Unterstaatsekretär für Angelegenheiten in Ostasien und im Pazifik, während einer Vorlesung in Bangkok am 26. Januar gesagt.

Russel war der höchste US-Beamte, der Thailand seit dem Putsch am 22. Mai besuchte. Seine Rede hat schwere Kritik von der Junta und Pro-Coup Thais ausgelöst. Sie beschuldigen die USA sich in innenpolitische Themen einzumischen.

Quelle: Khaosod

Donnerstag, 29. Januar 2015

Buddhismus, Leichtgläubigkeit und die moderne thailändische Gesellschaft

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Von Thitipol Panyalimpanun. Vor einigen Wochen sorgte ein Foto eines Mönchs für Aufheben in Thailand's Sozialen Medien. In der Mitte des Bildes war der verstorbene, sehr verehrte Mönch Luang Pu Waen in Meditation zu sehen, nicht vor seinem Altar, sondern in der Luft schwebend. Es war schockierend, nicht weil es magisch war. Jeder, der mit Photoshop umgehen kann, weiss das. Schockierend war die Anzahl Menschen, welches das Foto als wahre Münze nahm, bestätigt durch Hunderttausende von Likes und vielen Hundert Kommentaren.

Ein Mönch geht während der Proteste letztes Jahr an einem Soldaten vorbei.
Schockierend, aber kaum überraschend in Thailand, wo der Buddhismus Staatsreligion ist und 95 Prozent der Bevölkerung Buddhisten sind. Alles was in einem Zusammenhang mit Buddhismus steht, von Mönchen bis zu Tempeln nutzt oft den Vorteil des Zweifels. Als sich das Foto von Luang Pu Waen schliesslich als Fake herausstellte sagte viele: "Schon gut, niemand wurde geschädigt. Es war gute Absicht." Das ist genau das Problem. Alles was mit Buddhismus zu tun hat braucht wenig Beweis, weil es mit dem Schild von Glaubwürdigkeit und Moral des thailändischen Buddhismus ausgestattet ist.

Das war so mit vielen einzigartigen Lehren von thailändischen Mönchen und Nonnen in den letzten Jahren. Das reicht von Bemerkungen der Nonne Tossaporn, dass die Nutzung von Skype zukünftige Verdienste schmälere bis zu Behauptungen, was Steve Jobs im Jenseits macht. Aber die glorreichste Eingebung kam vom in Sozialen Medien versierten Mönch Vajiramedhi, der mehr als 1.1 Mio. Follower auf Twitter hat: "Sei nicht leichtgläubig mit Wissenschaft" und bezweifelte logisches Denken.

Falsche Überzeugungen gibt es unter den Bezeichnungen Schwindel, Mythen und Aberglauben überall in der Welt und sie können leicht durch Tatsachen freigelegt und lächerlich gemacht werden. Aber das ist nicht immer so in Thailand. Thailand ist ein Land, in dem es einfacher ist selbstgerecht als vernünftig zu sein. Und selbstgerecht zu sein genügt, so scheint es.

Thailand ist seit langem mit dem Buddhismus verwurzelt, und der Buddhismus ist ein fester Bestandteil der Mainstream Kultur geworden. Respekt vor Buddhismus wird jungen Menschen durch Zeremonien und Fernsehprogramme eingeflösst, gefolgt vom Pflichtfach Buddhismus in der Schule - auch für Nicht-Buddhisten. In Gesprächen gibt es bestimmte Ausdrücke, die gebraucht werden müssen, wenn mit einem Mönch gesprochen wird. Zum Beispiel "Chan" statt "Kin" für Essen. 

Thailändische Varianten von TV Shows wie "Father Ted" und "Monk" sind unvorstellbar in einem Land, in dem Szenen aus einem Film zensiert werden, in der Mönche mit einer ferngesteuerten fliegenden Untertasse spielen. Wir könnten den ganzen Tag darüber diskutieren, aber Menschen durch Glauben zu gutem Tun zu ermutigen oder Menschen religiös zu machen sind zwei paar Schuhe.

So ist es klar, dass in Thailand viele Mönche ausserhalb ihrer traditionellen Rolle wirken. Sie wurden Demonstranten, Twitter Berühmtheiten und TV Moderatoren. Ist das zuviel weltliches Engagement für Männer, die angeblich Einsamkeit auf dem Weg nach Frieden und dem Nirvana suchen? Die Dhammakaya Tempel mit ihren zweifelhaften Praktiken, welche oft an die Öffentlichkeit gebracht werden haben noch immer eine grosse, engagierte Anhängerschaft. Und trotz eine Serie von Skandalen von Mönchen in den letzten Jahren, bedeutet Mönch zu sein immer noch ein Akt zur Reinigung der Seele.

Das letzte Jahr war ein arbeitsreiches Jahr für thailändische Mönche und Klöster. Nicht nur, dass PRDC Führer Suthep Thaugsuban erst den Protest gegen ex Premier Yingluck anführte, nach dem Militärputsch Mönch und in Mönchsrobe Cover des Lips Magazin wurde. Viele andere Mönche machten Schlagzeilen. Der betrunken autofahrende Abt aus Surat Thani, der in einen Pickup krachte oder der wütende Mönche, der in einem Zug einen Englisch Lehrer ohrfeigte.

Alle die Sorgen über schlechtes Verhalten von Mönchen führten dazu, dass die Behörden eine Hotline für Beschwerden eingerichtet haben.

So sehr diese Skandale den gläubigen Buddhisten auch Probleme bereiten, so zeigen sie doch auf, dass auch Mönche Menschen sind und Fehler machen können. Viele Thais sind beunruhigend leichtgläubig, vor allem wenn es um buddhistische Angelegenheiten geht. Der Glaube schützt Zweifel gegen Vernunft. Er sollte nicht. Wir wollen eine Gesellschaft, die nicht leichtgläubig auf alles herein fällt. 

Thais müssen Vertrauen finden, dass nichts zu edel oder zu hoch ist um nicht kritisiert oder in Frage gestellt werden zu können. 

Rationales und Religiöses passen nicht immer zusammen, aber die moderne Thai Gesellschaft wird schliesslich den Weg finden. Weil gute Absicht und Furcht vor Sünde allein nicht ausreichen werden.

Thitipol Panyalimpanun ist ein Schriftsteller aus Bangkok und schreibt hauptsächlich über Kunst, Film und Kultur. Zur Zeit lebt er in New York, wo er einen Master-Abschluss an der New York University absolviert. Folgen Sie ihm auf Twitter: @ThitipolP.

Mittwoch, 28. Januar 2015

Taube legt Kui Buri lahm

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Eine Taube, welche in ein Gewirr von elektrischen Leitungen flog, verursachte im gesamten District Kui Buri, Provinz Prachuap Kiri Khan, einen Stromausfall. 
Stromausfall Kui Buri
Eine Taube legte das Stromnetz in Kui Buri lahm. 
Der Stromausfall ereignete sich am 26. Januar nachmittags um 3 Uhr, nachdem in der Nähe des Wat Kui Buri eine Explosion zu hören war. Wie Beamte bestätigten, betraf er annähernd alle Haushalte des Districts.

Der District Kui Buri grenzt westlich an Myanmar und östlich an den Golf von Thailand, in den 6 Gemeinden wohnen rund 45'000 Menschen. Einen Grossteil der Fläche nimmt der 1999 gegründete Kui Buri Nationalpark ein. 


Karte Kui Buri Nationalpark
Der District Kui Buri liegt rund 60 Kilometer südlich von Hua Hin. 
Er beherbergt etwas 250 Asiatische Elefanten und über 150 Gaure. Weitere Grosstiere sind u.a. Tiger, Kragenbären und Tapire. In den 90er Jahren kam es häufig zu Konflikten zwischen Farmern und Wildtieren. Auf Weisung von König Bhumipol wurden ausserhalb des Parks Dämme gebaut, welche den Bauern ermöglichte, dort Felder zu bewässern.

Die Feuerwehr musste eingreifen, um den Brand am Strommast, wo die Explosion erfolgt war, zu löschen. Sie fand eine vermutlich durch den Stromschlag getötete Taube direkt unter dem Mast. Ein Beamter der Elektrizitätsbehörde sagte, dass der Vogel mit seinen Flügeln versehentlich zwei gegenüberliegende Leitungen berührte und so die Störung verursachte.

Er fügte hinzu, dass seine Behörde Einwohner unterstützen werde, deren elektrische Geräte aufgrund des Stromausfalls beschädigt wurden.

Die Haufen und Gewirre von überhängenden Stromleitungen verursachen oft Unfälle und Störungen, sie sind entsprechend eine häufige Quelle von Beschwerden in städtischen Gebieten Thailand's.

Letzte Woche hat die National Broadcasting and Telecommunications Commission NBTC wieder einmal angeregt, Stromleitungen endlich unterirdisch zu verlegen. Sie wird ihren Vorschlag im Februar der Regierung vorlegen.

Quelle: Khaosod

Dienstag, 27. Januar 2015

Kinder in Mae Fa Luang erben das Vermächtnis vom Drogenhandel

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Das Grenzgebiet im Norden Thailand's ist voll von Drogenproblemen und Chiang Rai's Bezirk Mae Fa Luang bildet keine Ausnahme. Eine der meisten vernachlässigten und gefährdetsten Gruppen sind die Kinder von Drogenkurieren und Drogenabhängigen.


Die 14-jährige Wipa muss sich und ihre Geschwister selbst versorgen. 
Sie sind dringend auf Hilfe angewiesen. Viele dieser Kinder kämpfen ums nackte Überleben, nachdem ihre Eltern wegen Drogendelikten verhaftet wurden. Einige wurden sogar selbst als Kuriere für Drogenhändlerringe angeheuert.

Wipa, nicht ihr richtiger Name, musste die Schule mit 12 abbrechen, nachdem ihre Mutter Nanu vor gut 2 Jahren wegen Drogenvergehen ins Provinz Gefängnis kam.

Das 14-jährige Mädchen eines Bergvolkes hörte mit der Schule auf, weil sie sich nur so um ihre drei jüngeren Brüder und eine Schwester kümmern kann. Wipa's früherer Lehrer glaubt, dass ihre Mutter nicht in den Drogenhandel verwickelt war, sondern sich dem Fall ihres Mannes Kaja annahm.

Allerdings hörte der nicht mit dem Drogenhandel auf. Er wurde schliesslich verhaftet und begann 2013 im Gefängnis Selbstmord. Die Tragödie zwang Wipa sich ihrer jüngeren Geschwister anzunehmen, sie fanden bei einer Tante Unterschlupf. 

"Wir vermissen unsere Mutter. Aber ich kann es mir nicht leisten, sie im Gefängnis zu besuchen", sagt Wipa. "Ich möchte gerne weiter zur Schule gehen, aber ich habe Angst, dass sich niemand um meine Geschwister kümmert, wenn ich nicht da bin." 

Sie verdient als Hilfsarbeiterin durch Holzhacken und Teepflücken 50-60 Baht pro Tag. Das meiste Geld braucht sie für Reis und Snacks für sich und ihre Geschwister. Sie muss arbeiten, weil auch ihre Tante kämpfen muss, um über die Runden zu kommen. Ihre Tante versorgt 9 Familienmitglieder, in ihrem winizigen Schlafzimmer hat sie auch noch Wipa und ihre Geschwister aufgenommen.


Erschwerend kommt hinzu, dass sie wie viele der Bergvölker nicht die Thailändische Staatsbürgerschaft besitzen. Somit erhalten sie keinen Zugang zu staatlicher Hilfe. 

Die 10-jährige Oraphan, Schülerin an der Ban Huay Schule in Mae Fa Luang, wird von ihren Lehrern versorgt und beschützt. Sie fürchten, sie könnte ins Drogengeschäft gezogen werden, wenn sie ihr erlauben würden, mit ihrer Opium süchtigen Grossmutter zusammen zu leben. Ihre Mutter hatte Oraphan bei ihrer Grossmutter gelassen, als sie wieder heiratete.

Die Schule kümmert sich um Dutzende von gefährdeten Kindern. Oraphan ist nur eines von mehr als 40 Kindern die in der Schule untergebracht sind, weil sie gefährdet sind oder auch viel zu weit weg wohnen, um täglich zu pendeln. In den nächsten Monaten werden voraussichtlich 70 weitere Kinder dazu kommen.

Lehrerin Nareerat Sriboonruang sagte, die Situation für die Kinder sei schrecklich.


"Die meisten Kinder sind einem enormen Risiko ausgesetzt, weil sie im Grenzgebiet wohnen, wo sie für Drogentransport und -handel missbraucht werden können oder am Ende selbst süchtig werden. Kinder im Alter von 9 Jahren wurden schon positiv auf Drogen getestet."

Landrat Worayan Boonarat von Mae Fa Luang sagt, der Bezirk ist eine Gefahrenzone für den Drogenhandel, er teilt 92 Kilometer der Grenze mit Myanmar.

Er sagt, das Problem sei sehr schwierig zu lösen, weil viele der 70'000 Einwohner in den 4 Gemeinden ohne Beschäftigung in Armut leben. Einige Dorfbewohner werden dafür bezahlt, Drogen in ihren Häusern zu verstecken, bevor sie weiter transportiert werden. Er ergänzt, dass mehr als 10 Prozent der Kinder seines Bezirks vom Drogenhandel betroffen sind.

Mae Fa Luang
Der Bezirk Mae Fa Luang im Norden Thailand's.
Der Generalsektretär des Office of the Narcotics Board, Permpong Chaovalit, sagt, sein Amt arbeite mit der Armee und lokalen Verwaltungsbeamten zusammen. Sie unterstützen Schulen und Kinder, die von Drogennetzwerken betroffen sind und versuchen Wege zu finden, ihnen zu helfen.

Im Bezirk Mae Fa Luang gebe es 21 Routen, auf denen Drogen transportiert werden, sagt Permpong, und fügt hinzu:

"Das Problem muss innerhalb und ausserhalb Thailand's gelöst werden - oder unsere Kinder werden minderwertige Menschen."

Quelle: Chiang Rai Times

Montag, 26. Januar 2015

Billiges Öl alleine macht Thai Airways nicht wieder flügge

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Droht Thai Airways das Grounding? 
Im vergangenen Jahr erlitt Thai Airways einen enormen Nettoverlust von 9.2 Mia. Baht. Wird sie 2015 in die Gewinnzone zurückfliegen, jetzt, wo der Treibstoff nur noch die Hälfte kostet?

Gemäss IATA kostet Kerosin in Asien und Ozeanien nur noch $68.5 pro Barrel, 46.7 Prozent weniger als vor 12 Monaten. Dank der fallenden Rohölpreise konnten Fluglinien weltweit mehr als $20.1 Mia. einsparen. 

Doch selbst wenn der Ölpreis über das Schicksal einer Fluggesellschaft entscheiden kann, würde Thai Airways dieses Jahr nicht schwarze Zahlen zurück schwingen.

Ein Angestellter der Thai sagte Reuters letzten September, dass die Airline ihren Kerosin Bevorratung auf 63 Prozent des Bedarfs bis Ende Jahr erhöht habe, 10 Prozent mehr als noch Mitte 2014.

"Solange die Treibstoffpreise im Bereich von $100-125 liegen, werden wir keine Verluste schreiben", sagte der Angestellte damals. 

Wenn das tatsächlich der Fall ist, schreibt die Thai täglich noch mehr Verluste, da der Preis aktuell deutlich tiefer ist. Das erklärt auch, weshalb Thai Airways seine Treibstoffkosten Zuschläge nicht senken kann, wie dies Thai AirAsia getan hat. Bei ihr macht Treibstoff 44 Prozent der Betriebskosten aus. Der thailändische Ableger von AirAsia sichert nur 15 Prozent ihres Treibstoffbedarfs für die erste Hälfte des Jahres ab.


Neben Treibstoffpreisen hängt die finanzielle Gesundheit von Thai Airways stark von vielen anderen Fragen ab, primär aber von Bürokratie.

Als staatliches Unternehmen, das Finanzministerium hält 51 Prozent der Anteile, sind mehr als die Hälfte des 20-köpfigen Vorstandes mit Bürokraten besetzt - Generäle und Beamte aus dem Finanz- und Verkehrsministerium - die wenig Kenntnisse von kommerzieller Luftfahrt haben.

In den letzten 10 Jahren wurde Thai für die falsche Wahl Flugzeuge angegriffen - zum Beispiel für die 4 A340-500, die jetzt stillgelegt wurden. Die Luftkreuzer, angeschafft für Langstrecken wie Bangkok-New York, waren unwirtschaftlich als der Ölpreis stieg. 

Singapore Airlines gab die Flieger 2013 zurück an Airbus. Aber wegen der Bürokratie war kein Vorstand von Thai Airways mutig genug, die Flugzeuge mit Verlust zu verkaufen - weil dann eine Untersuchung drohen würde.


Die grossen Vögel stehen am Boden, werden gewartet und belasten weiter die Finanzen der Fluggesellschaft.

Eine weitere Fehlentscheidung wartet an der nächsten Ecke beim Entscheid über Flugrouten. Es wird gemunkelt, dass Thai gewisse Routen streichen will, insgesamt gegen 30 Prozent aller Flüge. 

Gestartet wurde bereits am 15. Januar mit dem Wegfall der dreimal wöchentliche Verbindung von Bangkok nach Johannesburg. Kein Verantwortlicher stand für eine Erklärung dafür bereit, weder Betriebskosten noch Auslastung waren ein Thema.

Ein Manager von Thai sagte kürzlich, die Flüge nach Madrid und Moskau würden im März gestrichen. Aktuell fliegt die Airline 3x die Woche nach Madrid und 4x nach Moskau. Er erwähnt als Grund lediglich die schwache Performance und die schwindende Anzahl Passagiere. Mehr könnte folgen, die Flüge nach Mailand, New York und Destinationen in China und Australien.

Rerouting ist normal in der Branche. Aber aus der schlechten Bilanz von Thai Airways stellt sich die Frage, ob das Kürzen des Angebots wirklich aus der Klemme hilft. 


Es gibt Gerüchte, dass einige Inbound Routen nur angeboten werden, weil Politiker nach Bangkok pendeln. Und sie könnten stimmen, sind doch die Flüge in die Provinzen immer sehr schwach gebucht.

Ein ehemaliger Geschäftsführer wies darauf hin, dass die Thai nie Forschungsarbeit in ihre Marketingentscheidungen steckt. Es gab keine Erhebungen über potentielle Fluggäste für Routen. Die Bürokratie verlangt vom Management bei wichtigen Entscheidungen auch immer die Zustimmung des Vorstandes.

Häufige Änderungen im Vorstand haben in der Vergangenheit zu häufigen Wechseln im Management geführt. Ausser dem Gesamtergebnis wurde nie jemals jemand für Fehler verantwortlich gemacht, wenn eine Geschäftsentscheidung sich als Fehler herausstellte.

Kürzlich äusserte sich die Aktionärin Worawimol Na Ranong auf ihrer Facebook Seite über die schwache Leistung von Thai Airways. Sie stellte dabei die Ethik eines leitenden Managers von Thai in Frage, welcher gleichzeitig im Vorstand bei Nok Air sass, als diese sich mit Singapore Airlines darauf einigte, NokScoot zu gründen.

Noch in diesem Quartal wird NokScoot Mittel- und Langstreckenflüge ab dem internationalen Flughafen Don Mueang anbieten. Was geschieht, wenn die neue Airline Ziele anfliegt, die Geldesel von Thai Airways sind? Wie kann ein Verantwortlicher eine neue konkurrierende Firma unterstützen und gleichzeitig bei Thai sein Geld verdienen?

Der Vorstand von Thai trifft sich heute, ein neuer Business Plan steht im Fokus. Zu wünschen bleibt, das nicht wieder die gleichen Fehler gemacht werden, da beinahe alle Mitarbeitenden, noch tätig und in Rente, daran sind, ihre Hoffnung zu verlieren.


Thai Airways war eine der 5 grössten Fluggesellschaften der Welt. Es dauerte weniger als ein Jahrzehnt, diese Ehre zu verlieren.

Nun wird der einst so stolze Leader von Skytrax als 4-Sterne Fluggesellschaft bewertet.

Quelle: Nation


Sonntag, 25. Januar 2015

Hochzeit auf dem Rücken eines Elefanten - jetzt buchen, am 14. Februar heiraten

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Die Provinz Surin bereitet sich auf die Ehe Registrierung auf Elefanten und eine einzigartige Volkshochzeit am Valentinstag vor.


Hochzeit auf dem Rücken eines Elefanten
Hochzeit auf dem Rücken eines Elefanten in Surin.
Die Surin Provincial Administrative Organisation und die Tourism Authority of Thailand TAT wird die 9. Ehe Registrierung auf Elefanten am 14. Februar im Elefantendorf Ban Ta Klang des Districts Tha Thum durchführen.


Surin verdankt ihren Ruf als Elefantenstadt vor allem dem Dorf Ban Ta Klang, das 58 Kilometer von der Provinzhauptstadt Surin entfernt liegt. Die meisten Einwohner gehören der Minderheit der Suay an. 

Diese ethnische Gruppe, deren Sprache sich sowohl von der thailändischen Sprache, als auch von dem in diesem Grenzgebiet zu Kambodscha überwiegend gesprochenen kambodschanischen Dialekt stark unterscheidet, ist bekannt wegen ihrer Tradition, Elefanten zu züchten und als Arbeitstiere zu benutzen. 

Seit Jahrhunderten haben die Suay-Männer in den Dschungeln Nordthailands und Kambodschas wilde Elefanten gefangen, sie gezähmt und als Kriegselefanten für die Herrscher des Landes und vor allem als Arbeitstiere für die Waldarbeit abgerichtet.

Seitdem der Holzeinschlag aber von der Regierung verboten wurde, gibt es keine Beschäftigung mehr für die Tiere. Das zwang die Besitzer, für sich und die Tiere ein anderes Auskommen zu finden. Sie versuchen deshalb vor allem mit ausländischen Besuchern Geld zu verdienen. 

Wer allerdings auf eigene Faust die weite Reise zu diesem Dorf unternimmt, um Elefanten in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen, wird enttäuscht.

Das Elefantenfestival Surin findet immer am 3. Wochenende im November statt. 
Die lohnt nur am am dritten Wochenende im November. Dann messen sich am gegen 200 Elefanten aus ganz Thailand in Geschicklichkeit, Ausdauer und Gehorsam. 

Sonst sind die Elefanten meist in den Fremdenverkehrsorten, wo sie ihre Nahrung verdienen müssen. Die im Dorf verbleibenden Tiere werden tagsüber zum Weiden in die umliegenden Buschwälder geführt.

Heiratswillige sind eingeladen, sich an der Veranstaltung auf dem Rücken eines Elefanten zu ehelichen, andere ganz einfach die einzigartige traditionelle Hochzeitszeremonie zu besuchen.

Die Surin Tourism Association offeriert die Hochzeit zu einem Sonderpreis. Für weitere Informationen kontaktieren Sie die Surin Provincial Administrative Organisation +66 4451 1975 oder schreiben ein Mail an tatsurin@tat.or.th.

Quelle: NNT

Samstag, 24. Januar 2015

Verschärftes Gesetz zum Verkauf von Alkohol in Thailand

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In Thailand gelten ab sofort neue Verkaufszeiten für alkoholische Getränke. Ab sofort soll es Bier, Wein und Schnaps in den Geschäften wirklich überall nur noch von 11 bis 14 Uhr und von 17 bis 24 Uhr zu kaufen geben. 

Verkaufszeiten für Alkohol in Thailand. 
Die Ankündigung erfolgte gestern durch das Büro des Premierministers auf Basis des neuen Gesetzes zur Regulierung von Alkohol und trat gleich auch in Kraft.

Für Läden und Restaurants bleiben die Zeiten wie gehabt von von 11 bis 14 Uhr, sowie von 17 bis 24 Uhr.

Zu allen anderen Zeiten ist der Verkauf streng verboten, Ausnahme sind internationale Flughäfen und legal registrierte Nachtlokale. Deren Öffnungszeiten werden per Gesetz strikt vorgeschrieben.

Der Generaldirektor des Büros des Ausschusses für Alkoholkontrolle Samarn Futrakun erklärte, der Kern der neuen Verordnung sei der selbe, die zulässige Verkaufsdauer pro Tag bliebe auf 10 Stunden begrenzt.

Flughäfen erhalten jedoch die gleich lange Dauer wie zuvor, während Nachtlokale, die zuvor von 21 bis 2 Uhr morgens Alkohol verkaufen durften, dies neu nur noch bis Mitternacht erlaubt bleibt.

Das bedeutet, dass Nachtlokale deutlich weniger lang als Restaurants Alkohol verkaufen dürfen. 

Als Grund für die neue Verordnung gab er an, dass das alte Gesetz problematisch gewesen sei, da es nicht alle Aspekte abdeckte. Das neue Gesetz berücksichtige nun jede Art von Restaurant und Lokal.


Auch dem Verkauf im Grosshandel von 10 Litern und mehr egal zu welcher Tageszeit wurde der Garaus gemacht. Auch grosse Menge Alkohol dürfen nur noch zu den üblichen Zeiten verkauft werden.

Wer gegen das Gesetz verstösst, kann mit einer Geldstrafe bis 10'000 Baht und/oder Gefängnis bis zu 6 Monaten bestraft werden.

So wie das noch diese Woche in Bangkok und Pattaya in allen möglichen Lokalen zu allen möglichen Zeiten aussah, scheint eine Menge Arbeit zur Durchsetzung des Gesetzes anzustehen.

Meine Probe aufs Exempel beim Restaurant gleich um die Ecke ergab, dass sie noch nichts vom neuen Gesetz wussten und mir auch morgens um 9 gerne ein Bier servieren würden, Prost!

Quelle: Thai PBS

Freitag, 23. Januar 2015

Chiang Mai ist bereit zum Kampf gegen illegale Unterhaltungslokale

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Der Gouverneur von Chiang Mai hat seine Behörden und die Polizei angewiesen, allen Arten von Unterhaltungslokalen auf täglicher Basis zu inspizieren. Damit soll sichergestellt werden, dass nur Lokale mit Lizenz Dienstleistungen anbieten.

Karaoke Chiang Mai
Karaoke Bar in Chiang Mai: nun soll Schluss gemacht werden mit illegalen Lokalen. 
Gouverneur Suriya Prasatbandit hat beschlossen mit Schurken und anderen zwielichtigen Betreibern aufzuräumen.

Seine Ankündigung kommt als Reaktion auf Beschwerden über die nicht lizenzierte Pink Lady Karaoke Bar, in welcher kürzlich 4 Touristen aus Malaysia eine Rechnung über 114'000 Baht präsentiert wurde. Eine Untersuchung des Falles führte zur Schliessung von drei weiteren nicht lizenzierten Betrieben.

Der Gouverneur räumte ein, dass weiterhin einige zweifelhafte Karaoke Bars mit Hilfe von Schmiergeld an Beamte existieren würden. Doch von nun an würden solche Lokale mit Aufzeichnungen von Gesprächen auf schwarze Listen gesetzt, damit sie nicht mehr in der Lage sind, Ärger zu verursachen.

Abgesehen von illegalen Lokalen werden die Behörden zukünftig auch ein wachsames Auge auf Transportdienstleister zu werfen. Einige von ihnen sind bekannt dafür, von Touristen überrissene Preise zu verlangen.

Der Gouverneur hat auch die Bewohner von Chiang Mai aufgerufen, ihm in dieser Mission zu helfen, damit die Provinz ihren guten Ruf bewahren kann.

Quelle: NNT

23-jährige Britin tot am Hat Sai Ri Beach auf Ko Tao gefunden

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Sai Ri Beach
Hat Sai Ri Beach auf Ko Tao.
Eine 23-jährige britische Touristen wurde am Mittwoch am Hat Sai Ri Beach auf Ko Tao tot aufgefunden, am selben Strand wo im letzten September zwei britische Rucksacktouristen brutal ermordet worden waren.

Ein Polizist, der nicht namentlich genannt werden will, sagte, es gebe keine offensichtlichen Wunden am Körper der Verstorbenen. Es gebe auch keine Anzeichen für einen Einbruch oder Diebstahl in ihrem Bungalow. Der Körper wurde in ein Krankenhaus nach Surat Thani zur Autopsie übergeben, wie der Beamte berichtete.

Er fügte an, dass der Bungalow Montriwat Toowichian gehöre, dem selben Mann, der die Bar leitet, wo die ermordeten Briten letzten September letztmals lebend gesehen wurden.

Gemäss Medien aus England bestätigte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes den Tod einer britischen Staatsangehörigen in Thailand. "Wir bieten der Familie konsularische Hilfe in dieser schwierigen Zeit an", sagte der Sprecher.

Die zwei burmesischen Wanderarbeiter, welcher an der Tat vom September beschuldigt werden, sitzen derweil im Gefängnis. Sie weisen die Beschuldigen zurück.

Die grausamen Morde beschädigten den Ruf von Ko Tao als beliebtes Ziel für Taucher für Ausländer. 

Quelle: Khaosod 

Montag, 19. Januar 2015

Kampf gegen Drogenhandel in Thailand's Gefängnissen

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In den 143 Gefängnissen Thailand's blüht der Drogenhandel. Betroffen sind rund 330'000 Häftlinge, von denen 70 Prozent aufgrund von Drogen Kriminalität einsitzen. 


Gefängnis Thailand
Häftlinge in einem Gefängnis in Samut Prakan bei Bangkok. 
Wie Justizminister und General Paiboon Koomchaya bekannt gab, soll mit einer neuer Strategie ein Modell für Drogenentzug geschaffen werden. Durch Abgrenzung in Häftlingsgruppen sollen Rehabilitation und Prävention verbessert werden. 

"Eine sehr schwierige Aufgabe, weil wir Häftlinge seit Jahrzehnten nicht getrennt haben. Die Insassen sollen in Drogenkonsumenten und Drogenbesitzer aufgeteilt, während die schwergewichtigen Dealer im Khao Bin Maximum Security Gefängnis in Ratchaburi einsitzen werden", sagte Paiboon.

Die Gefängnisse in Thailand sind berüchtigt. Bekannt ist vor allem das als Bangkok Hilton bezeichnete Bang Kwang Hochsicherheitsgefängnis. Die 143 Anstalten haben eigentlich eine Kapazität für 105'000 Häftlinge, aber dreimal mehr Gefangene sitzen ein. 

Mehr als 80 Prozent der 340'000 Verbrechen im Zusammenhang mit Drogen im letzten Jahr betrafen Missbrauch und Besitz, während 20 Prozent grosse Fälle waren. Untersuchungen zeigten, dass viele nur eine Art Drogenarbeiter waren, nicht Drahtzieher oder Finanzierer. Aber diese kleinen Fische werden gleich behandelt wie die grossen Dealer.


Wie Paiboon sagt, gibt es in Thailand's Drogenhandel rund 50 grosse Netzwerke.

Die Drogenarbeiter werden oft durch soziale Ungleichheit oft zum Handel gezwungen, wie viele Frauen, die, um ihre Kinder versorgen zu können, Drogen transportieren und ausliefern. Sie werden von den Strafverfolgungsbehörden gleich wie Grosshändler bestraft, weil sie grosse Mengen auf sich tragen. Sie waren letztes Jahr in die 60'000 grossen Fälle von Drogenhandel involviert.

Kann eine Haftstrafe das Problem lösen und ist es richtig, Sträflinge zu trennen in Bezug auf die Menge an Drogen, die bei ihnen beschlagnahmt wurden? Unter diesen Rahmenbedingungen untersuchte das Justizministerium die Ungleichheiten bei der Verfolgung von Drogen Kriminalität. Paiboon denkt, dass es zu Gesetzesänderungen kommen wird, wenn der Bericht im Februar vorgestellt wird.


"Auf Konferenzen der Vereinten Nationen und der ASEAN wurde erläutert, dass Drogenprobleme nicht einfach durch Einsperren gelöst werden. Es muss Prävention und Rehabilitation in Dörfern, Gemeinschaften und unter Jugendlichen geben", sagt Paiboon.

Thailand würde im laufenden Geschäftsjahr 2015/16 seine Drogen Prävention und Rehabilitation verstärken und verschiedenen Ämtern Aufgaben zuweisen, aber er sei auch fokussiert auf Unterstützung des Auslands. 

Kürzlich hatten Thailand, Myanmar, Laos und China über den Kampf gegen Drogen Gespräche geführt und China wurde die Führungsrolle zugeschoben - eine Strategie, die eine grosse Hilfe sein könnte, wie Paiboon meint.

Zur Eliminierung von Ungleichheiten im Justizsystem wird der Nationale Rat für Frieden und Ordnung NCPO gemäss Justizminister an einer Drei-Säulen-Strategie arbeiten:

Erstens werden Gesetze geändert um Ungleichheiten zu zügeln. Die Stiftung für Justiz zur Unterstützung armer Menschen wird durch das Gesetz für Landesjustizfonds abgesichert während die Behörden Schlichtungsverfahren zur Reduktion von Gerichtsfällen durchführen. Gleichzeitig nehmen sie Beschwerden auf von denen, die behaupten Sündenböcke für andere zu sein.

Zweitens werden die verschieden Justizämter in einen Gesetz- und Rechtüberprüfungsausschuss zusammen gebracht um Fälle vor und nach dem Putsch vom 22. Mai 2014 zu überwachen, wo die Öffentlichkeit Zweifel an Fortschritten äussert.

Drittens müssen Staatsbeamte Ungleichheiten reduzieren, indem sie die Bevölkerung beim Einreichen von Beschwerden über langsames Arbeitstempo von Ämtern unterstützt.

Nachdem die Royal Thai Police, das Innenministerium, die Büros des Generalstaatsanwaltes und des Premierministers letzten Monat vereinbart hatten eine "Gemeinschaftsjustiz" einzurichten, welche landesweit dem Dhamrongtham Zentren des Innenministeriums angegliedert sind. Die eigentliche Aufgabe der Zentren ist das Sammeln von Beschwerden der Bevölkerung.

Die Ausbildung der Bezirkschefs und Angestellten werde im Februar abgeschlossen, so dass sie Auskunft über den Justiz Fonds geben, in Streitigkeiten vermitteln und Gesetze durchsetzen können.

Die Zentren werden auf Ebene Provinz vom Gouverneur mit einem Beamten des Justizministeriums als Sekretär geleitet und können Fälle bis 500'000 Baht bearbeiten, wie Paiboon erläuterte. Die neue Struktur soll ab April eingeführt werden.

Quelle: Nation

Sonntag, 18. Januar 2015

10% des Strandes sind nicht genug - die Sonnenschirm Tragödie auf Phuket geht weiter

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"Das genügt nicht", sagt die Bürgermeisterin von Patong auf Phuket. Während eines drei Monate dauernden Tests werden in speziellen Zonen seit dem 3. Januar wieder Sonnenschirme und andere Dienstleistungen angeboten.

Mayor Patong Chalermluck
Bürgermeisterin Chalermluck bei der Inspektion des Patong Beach. 
Die Zonen sind gut 100 Meter breite Streifen Strand die insgesamt rund 10 Prozent des 3.5 Kilometer langen Patong Strandes einnehmen. Die drei Bereiche liegen vor der Ocean Plaza, dem Starbucks und dem Phuket Graceland Resort & Spa.


"Grosse weisse Zelte stehen am Rand der Zonen. Dort können die Händler Sonnenschirme, Strandmatten und andere Ausrüstung lagern, Essen und Getränke verkaufen und Masseusen ihre Dienste anbieten", erläuterte Phuket's Gouverneur Nisit Jansomwong.

"Ich sagte Gouverneur Nisit, dass ich mir Sorgen mache, weil nur 10 Prozent des Patong Strandes nicht genügend sind, denn wir haben täglich mehr als 7'000 Besucher", sagte Bürgermeisterin Chalermluck Kebsup nach der Strandinspektion des Gouverneurs. 

"Die Zonen bieten nur Platz für rund 300 Schirme, nicht genug. Es wird die Touristen dazu zwingen, ihre eigenen Schirme zu bringen."

Gouverneur Nisit hatte bei seinem Besuch der Patong Beach erklärt, dass es kein Problem sei, wenn Touristen ihre eigenen Sonnenschirme und Strandmatten mitbringen und sie aufstellen, wo sie wollen, auch ausserhalb der Zonen - solange sie sich nicht im Wassersport Bereich aufhalten. 


"Allerdings ist es verboten, gemietete Sonnenschirme und Matten ausserhalb der Zonen aufzustellen", sagte Chalermluck.

"Der Gouverneur machte sehr deutlich, dass die Aufteilung in Zonen nur dann eine langfristige Lösung wird, wenn wir die Regeln strikt durchsetzen", und ergänzte:

"Touristen, die ihre eigenen Strandausrüstung wie Sonnenschirme mitbringen, müssen sicherstellen, dass sie sich nicht versehentlich in den für Wassersport (sprich Jet Ski, etc.) reservierten Bereichen niederlassen." 

"Wir beeilen uns, noch mehr Schilder aufzustellen, die sie warnen, nicht dort zu liegen oder zu schwimmen. Touristen können sicher in den mit Bojen markierten Bereichen schwimmen."

Im April wird der Gouverneur entscheiden, wie es weitergeht.

Quelle: Phuket Gazette

Samstag, 17. Januar 2015

Wegfall Mindestkurs Franken zu Euro - wenig Einfluss auf den Baht, aber Warnung vor Währungskrieg

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Droht ein Währungskrieg? 
Die Bank von Thailand erwartet nur einen geringen Einfluss auf den Baht nach der unerwarteten Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank SNB ihren seit mehr als 3 Jahre gehaltenen Mindestkurs zum Euro fallen zu lassen, wird die Situation aber genau beobachten.  

Während die Entscheidung der SNB nicht viel Einfluss auf Währungen in Schwellenländern haben wird, da der Schweizer Franken nicht verbreitet gehandelt wird, könnne sie eine kurzfristige Wirkung und Bedenken von Anlegern auslösen, sagte Chantavan Sucharitkul, Assisant Governor der Bank of Thailand. 

Der Baht habe die Aufhebung in einem gewissen Ausmass gefolgt, er sei dem sicheren Hafen Japanischem Yen gefolgt, sagte sie und fügte hinzu, dass die Thailändische Zentralbank Geld- und Kapitalbewegungen genau überwache.

Die Thailändische Währung verstärkte sich im Lauf der Woche um 0.6 Prozent und lag gestern gemäss Bangkok Bank bei 32.84 Baht pro US-Dollar, dem höchsten Kurs seit dem 4. November 2014. Der Kurs des Schweizer Frankens zum Baht erhöhte sich um mehr gegen 20 Prozent auf 37.73, der Euro fiel auf 38.37.


Wechselkurse der Bangkok Bank per 16. Januar 2015. 
Die Schweizer Nationalbank hatte die Mindestgrenze von 1.20 Franken pro Euro am Donnerstag gekappt und gleichzeitig den den Zinssatz für Einlagen von -0.25 auf -0.75 Prozent reduziert. Der Franken gewann in Kürze mehr als 20 Prozent zum Euro und verstärkte sich auch gegenüber US-Dollar und anderen Währungen. Der Wechselkurs zum Euro liegt zur Zeit bei unter 1 Franken.

Pipat Luengnaruemitchai, stellvertretender Geschäftsführer von der Thailändischen Privatbank Phatra Securities, sagte: "Die SNB wird so wahrscheinlich nicht von der quantitativen Lockerung der Europäischen Zentralbank EZB beeinflusst werden, wobei letztere möglicherweise aber bald zusätzlich Geld, sprich Euro, drucken wird. Wenn der Franken weiterhin dem Euro gegenüber gedeckelt geblieben wäre, gäbe es eine grosse Menge an Kapital, das in die Schweiz fliesst. Und dann würde die Nationalbank vor einem grossen Problem stehen, müsste den Schweizer Franken schützen."

Er fügte hinzu, dass die Entscheidung der SNB dazu beitragen könne, eine Überhitzung in der Schweizer Wirtschaft zu vermeiden und Kapitalfüsse verlangsame, während der Yen der sichere Hafen bliebe.


Und warnte vor einem Währungskrieg, da in nächster Zeit sowohl Japan als auch die Eurozone quantitative Lockerungsprogramme einleiten dürften.

"Andere Länder beginnen sich zu fragen, was als nächstes zu tun ist. Ab diesem Punkt wird das Kapital voraussichtlich in steigende Währungen mit hohen Zinsen fliessen. Dann gibt es eine Chance, dass vermehrt Kapital nach Thailand kommt", sagte Pipat.

Auf die Frage, ob sich Thailand an einem Währungskrieg beteiligen soll, sprach er von Vor- und Nachteilen. Wenn das Land nichts tue, würde der Kurs des Baht weiterhin steigen. Aber wenn einige entwickelte Länder die Zinsen senken um an Anziehungskraft für Kapital zu verlieren, müsse das Königreich mitmachen. 

Thailand müsse über eine Zinssenkung nachdenken, da Gefahren einer höheren Verschuldung von privaten Haushalten und Blasen in Vermögenswerten drohen.

Quelle: Nation

Freitag, 16. Januar 2015

Drittes Geschlecht, faire und ungerechte Diskriminierung - die neue Verfassung Thailand's

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Nong Tum,  transsexuelle Muay Thai Boxerin. 
Der Verfassungsausschuss will homosexuelle Menschen in der neuen Verfassung mit der übrigen Gesellschaft gleichstellen. Zum ersten Mal in der Geschichte Thailand's soll das "Dritte Geschlecht" in einer Verfassung anerkannt werden.

Am zweiten Tag der Lesung unter anderem die Personenrechte der Verfassung von 2007 behandelt:

Artikel 4 sagt, dass die Rechte, Würde und Freiheit von Menschen rechtlich geschützt sind. In Artikel 5 steht, dass alle Thais, unabhängig von Geburtsort, Geschlecht und Religion, gleich behandelt werden sollen.


Thailand hat eine grosse Gemeinschaft homosexueller Menschen. Es verhält sich aber weitgehend konservativ, obwohl Homosexuelle, Transgender und Transsexuelle eine Schlüsselrolle in seiner Unterhaltungsindustrie einnehmen.

Das Gesetz in Thailand anerkennt gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht. Das verunmöglich homosexuellen Paaren, gemeinsame Bankdarlehen oder Krankenversicherungen abzuschliessen. Daneben ist unmöglich, das Geschlecht in Ausweisen ändern zu lassen. 

Viele des 250 Köpfe zählenden Ausschusses, des Constitution Drafting Committee CDC, wollen in beiden Artikeln den Begriff "Drittes Geschlecht" oder verschiedener Sexualität hinzufügen, damit diesen Menschen ihre Rechte eindeutig zugewiesen sind. 

Schon in der Verfassung von 2007 war es die Absicht, dass alle Menschen der Gesellschaft die gleichen Rechte haben, aber durch die genaue Definition soll es endgültig klar sein sagte eine Mitglied des CDC.

CDC Präsident Borwornsak Uwanno garantiert, dass der Begriff "Drittes Geschlecht" in den Verfassungsentwurf eingefügt wird. Er sagt aber auch, wenn noch genauer erklärt würde, wer diese Menschen seien oder der Ausdruck "verschiedener Sexualität" erwähnt würde, die Verhältnismässigkeit der Verfassung beeinträchtigt würde.


Er meint, die Menschen würden schon verstehen, wer mit dem Begriff "drittes Geschlecht" gemeint ist.

In Bezug auf die Bürgerrechte schlug ein Mitglied vor, dass im Entwurf die Bedeutung "die Rechte jedes Bürgers" um den Definition "jeder Bürger hat das gleiche Recht wie jeder andere" ergänzt wird.

Er begründet dies damit, dass in einigen Berufen Menschen diskriminiert würden, zum Beispiel Übergewichtige, sehr grosse oder sehr kleine Leute, und die Verfassung müsse dieses wichtige Thema regeln.

Der CDC Präsident ging auf den Vorschlag ein, erklärte aber, dass dies in der früheren Verfassung in den Artikeln 4 und 5 bereits klar geregelt sei.


Borwornsak sagte, dass in der realen Welt Diskriminierung nicht beseitigt werden könne, aber es zwei Arten gebe - eine faire und eine ungerechte Diskriminierung.

Wenn sich zum Beispiel 500 Leute für einen Job bei der Regierung bewerben, aber nur einer ausgewählt würde, sei dies eine faire Diskriminierung, die von der Gesellschaft akzeptiert würde.

Etwas anderes sei es, wenn beispielsweise einer Frau nicht erlaubt würde Tierärztin zu werden oder eine Krankenschwester, die nicht 1.5 Meter misst, keine Anstellung erhält - dies sei ungerechte Diskriminierung.

Der Präsident sagt, faire Diskriminierung würde nicht von der Verfassung akzeptiert, sondern von der Gesellschaft gebilligt, während ungerechte Diskriminierung nicht toleriert werden könne.

Quelle: Nation

Donnerstag, 15. Januar 2015

Entnervt von vielen Versetzungen suchen Polizisten ihr Glück in Horoskopen

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Nach einer Reihe von Säuberungsaktionen suchen viele Offiziere der thailändischen Polizei Oberst Samart Chuthet auf, einen selbst ernannten Polizei Astrologen aus der Provinz Pitsanulok.

Polizei Oberst Samart konsultiert Horoskope für Karrierechancen seiner Kollegen.  
Polizei Oberst Samart von der städtischen Polizeiwache Pitsanulok sagt, Offiziere aus allen Teilen Thailand's suchen ihn für Wahrsagungen auf.

Im Gegensatz zu astrologischen Lesungen für die Bevölkerung konzentriert sich Samart in seinen Horoskopen auf das Karrierepotential von Aufstieg und Fall bei der Polizei. Er berät in seinem Büro auf der Polizeiwache.

"Polizeibeamte aller Dienstgrade fragen mich nach ihrem Glück", sagt der Oberst, "vor allem über Beförderungen und Versetzungen. Die meisten wollen wissen, ob sie befördert werden. So werfe ich einen Blick auf ihr Glück und berate sie basierend auf den Grundsätzen von Horoskopen."

Und fügt hinzu: "Einige von ihnen sind sehr erfolgreich, aber andere - ihr Glück scheint im Moment nicht so gut, sie müssen warten."

Seit dem Putsch vom 22. Mai 2014 hat die Polizei eine Reihe von Umbesetzungen gesehen. Dutzende von Offizieren wurden als Verbündete der früheren Regierung angesehen.

Eine weitere Spülung erfolgte im November, als mehrere Top-Gesetzeshüter geschnappt wurden, weil sie ein kriminelles Netz von Geldwäsche, Ölschmuggel und einer Reihe andere Delikte betrieben hatten.

Der von der Junta ernannte Polizei Chef General Somyot Phumphanmuang hat zudem vor kurzem eine neue Welle von Versetzungen und Ernennungen angekündigt. 2'000 Offiziere sollen ab Mitte Januar davon betroffen sein.

Obwohl General Somyot am 6. Januar sagte, dass die Änderungen ausschliesslich "auf Basis von Verdiensten" vorgenommen werden, vermuten viele eine politische Motivation dahinter.

Besonders die Umschichtung von zwei Schlüsselstellen in Bangkok - es geht um 73 Positionen im Metropolitan Police Bureau und 130 Stellen im Central Investigation Bureau CIB - wird von einigen als Versuch dargestellt, den Einfluss einer sogenannten Power-Clique einzudämmen, welche mit der früheren Regierung alliert ist.

Kollegen von Oberst Samart bestätigen, dass viele Offiziere den Weg nach Pitsanulok nehmen um die Ratschläge des Polizei Wahrsagers in Anspruch zu nehmen.

"Sie alle vertrauen den Fähigkeiten des Mannes die Zukunft zu sehen", sagt einer.

Dennoch bestehen die Offiziere darauf, dass Samart sie nur während der Mittagspause berät. Sie wollen ihre Dienstpflicht nicht verletzen.

Das Interview mit Samart wird unterbrochen, als ein Oberstleutnant eines nahe gelegenen Districts das Büro betritt um eine Vorhersage seiner Berufsaussichten zu erhalten.

Auf die Frage, ob er dieses Jahr befördert wird, antwortet ihm Oberst Samart nach Studium der astrologischen Diagramme mit Nein. Für Samart ist das Glück des Offiziers nicht gross genug, um die Aufmerksamkeit seines Vorgesetzten zu erhalten.

Aber der Oberstleutnant, der nicht namentlich genannt werden will, kann erwarten, dass es in 2 Jahren soweit ist. Dann wird er zum Oberst befördert. Sagt Oberst Samart die Zukunft voraus.

Quelle: Khaosod

Mittwoch, 14. Januar 2015

30% der Kinder in Thailand mit verzögerter Entwicklung - sagt der Stv. Minister für Gesundheit

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Dr. Somsak Chunharas, stellvertretender Minister für Gesundheit, ist besorgt über die verzögerte Entwicklung von Kindern in Thailand, obwohl oder gerade weil die Probleme im Umgang mit Entwicklung und Bildung schon seit über 40 Jahren bestehen.

12. Asian Kongress of Health Promotion
12. Asian Kongress of Health Promotion: 30% der Kinder in Thailand verzögert entwickelt. 
Seine Sorgen äusserte er als Vorsitzender des 12. Asian Congress of Health Promotion, einer Konferenz organisiert vom Department of Mental Health in Bangkok. Sie fand unter dem Motto "Unsere Kinder sind unsere Zukunft" statt, Teilnehmer waren Gesundheitsexperten aus China, Japan, Kambodscha, Myanmar, Taiwan und Thailand.

Er erklärte, dass die Veränderungen der heutigen Gesellschaft eine Vielzahl von Problemen verursache, die sich unmittelbar auf die Entwicklung der Kinder auswirke. 

Viele Länder würden sich stark darum bemühen, alle Neugeborenen mit altersgerechter Entwicklung zu physischer und psychischer Gesundheit zu unterstützen, in der Hoffnung qualitativ hochwertige Menschen zu produzieren.


"In Thailand steckt die grösste Bedrohung für die Gesundheit von Kindern in der Verzögerung der körperlichen, geistigen und ethischen Entwicklung. Derzeit sind 30 Prozent aller Kinder betroffen", sagt Dr. Somsak.

Er gab bekannt, dass Thailand einen Ansatz zur Stimulierung und Nachverfolgung der Entwicklung von Kindern in 3 Altersgruppen ausgearbeitet hat:

In einer ersten Gruppe sollen Neugeborene bis zum Alter von 3 Jahren von Eltern grossgezogen werden, die zuvor ein Elterntraining absolviert haben, damit sie in der Lage sind, die Entwicklung ihres Babys zu beobachten.

Die zweite Gruppe umfasst Kinder im Alter von 3 bis 5 Jahren, die Kindergärten besuchen. Die Entwicklung wird auf die Qualität der Kindertagesstätten konzentriert.

Teenager bilden die dritte Gruppe. Sie sollen zu einer positiven Einstellung erzogen werden, damit sie Gewalt und Drogenkonsum um sich herum kontrollieren können.

Unglaublich.

Quelle: NNT

Dienstag, 13. Januar 2015

Zu viele Elefanten, zu viele Besucher - erneut Attacke im Khao Yai Nationalpark

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Die Touristenstrasse durch den Khao Yai Nationalpark sollte zur Sicherheit der Besucher angepasst werden, sagt ein Experte, nachdem innerhalb von wenigen Tagen bereits 4 Attacken von Elefanten gezählt wurden.

Elefant Khao Yai Nationalpark
Starke wachsende Population und viel mehr Besucher führen zu Konfrontationen. 
Mattana Sri-krajang von der Wildlife Research Division des Department of National Parks, Wildlife and Plant Conversation denkt, dass die Elefanten im Khao Yai durch die stark steigende Anzahl Autos und Touristen immer mehr gestört würden.

Touristen sollten den Park nicht auf der Strasse 3077 via Dan Nern Horn in der Provinz Prachin Buri durchqueren, da dies die wichtigste Passage für Wildtiere ist.

Khao Yai Nationalpark
Besser den Park nicht auf der Strasse 3077 durchqueren, warnen die Behörden. 
Der starke Anstieg von Fahrzeugen und Touristen habe die Elefanten aus ihrem ursprünglichen Gebiet vertrieben, sagt sie weiter, auch Touristen sollten vor dem Besuch des Parks lernen sich richtig zu verhalten.

Ihr Kommentar kommt auf die Attacke vom gestern Montag, als ein 30-jähriger Bulle die Küche gegenüber der Park Verwaltung zerstört hatte.

Kanchit Srinoppawan, der Leiter des Nationalparks, sagt, dies sei die 4. Attacke seit Ende Dezember gewesen.

Bei den ersten 3 Zwischenfällen haben Elefanten Fahrzeuge von Besuchern attackiert. In einem Fall ist ein Elefant durch das Hupen eines Touristen provoziert worden.

Er rät den Besuchern, den Motor nie abzustellen und weder zu hupen noch zu blenden. Auch Kamerablitze sind zu unterlassen.

Der Leiter des Khan Ang Rue Nai Wildlife Sancturary, Sermpan Salman sieht einen weiteren Grund für die Angriffe. Durch Dürre und Futterknappheit würden die Elefanten aus ihrem angestammten Gebiet tief im Wald herausgetrieben. 

Deshalb habe es auch schon Konfrontation zwischen Einheimischen und den Tieren an der östlichen Grenze des Parks gegeben. Weil es während der Trockenzeit im Wald nicht genug Futter und Wasser gibt, treibt es sie in die Plantagen.

Einheiten aus Rangern und Einheimischen wurden gebildet um die Elefanten wieder zurück in den Wald zu locken. Auch wurden Gespräche mit der Bevölkerung am Rand des Parks geführt und ihnen aufgezeigt, wie sie mit der Situation umgehen sollen und unnötiges Leid an Wildtieren vermieden werden kann.

„Wir wollen keine vergifteten oder erschossenen Elefanten sehen.“

Zudem haben sich Leute in Wäldern innerhalb des Nationalparks niedergelassen. Sie roden den Wald, errichten Häuser und bauen Mais und Zuckerrohr an, bevorzugte Nahrung der Tiere mit entsprechend grossem Konfliktpotential.

Hauptgrund aber dürfte aber sein, dass sich die Elefanten Population in den letzten 10 Jahren von 170 auf 350 Tiere mehr als verdoppelt hat.

"Die beste Lösung wäre, einige der Tiere an einem anderen Ort anzusiedeln", sagt Sermpan, "aber die Entscheidung muss vom Department getroffen werden.“ Und verweist auf eine Studie, nach der 60 andere Nationalparks in Thailand Elefanten aufnehmen könnten. 

Aber dies sei ein sehr sensibles Thema und benötige weitere Untersuchungen.

Quelle: Bangkok Post

Montag, 12. Januar 2015

Gefangen in miserablen Jobs - Lehrer an Thailand's Privatschulen

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Während die Regierung einen neuen Anlauf startet, die Korruption im Bildungswesen auszurotten und viele Privatschulen schliessen, versuchen jedes Jahr Hunderte von Lehrern ihren Arbeitsplatz wegen hoher Belastung und wenig Sicherheit zu wechseln. Andere ertragen die schwierigen Arbeitsbedingungen und werden weiterhin ausgenutzt.


In Thailand arbeiten derzeit rund 160'000 Lehrer an 4'355 Privatschulen. 
Privatschullehrerin Sind sagt, sie habe alle offiziellen Examen, aber ihr Abschluss in Sozialwissenschaft sei vom das Office of Basic Education Commission Obec nicht gefragt und sie warte noch immer auf eine Stelle in einer öffentlichen Schule.

Vor kurzem hat sie einen Job in einen Kindergarten verlassen, wo sie seit über einem Jahrzehnt für weniger als 15'000 Baht pro Monat gearbeitet hatte. Sind ist eine Frau in ihren 40ern.

"Ich habe nie etwas von den Zuschüssen erhalten, mit der die Regierung Lehrern an Privatschulen ein Einkommen von annähernd 15'000 Baht garantieren will, weil das Geld auf das Bankkonto des Kindergarten Inhabers überwiesen wurde." 


Sie sagte, dass der Eigentümer das Geld abhob und den Lehrern ihren Lohn bar auszahlte, aber einen Teil davon in die eigene Tasche steckte.

Niemand wagte mehr dagegen zu protestieren, nachdem einer der Lehrer nach Einreichung einer Beschwerde beim Educational Service Area Office gefeuert wurde.

Darüber hinaus, sagt Sind, hätten die Verbindungen des Eigentümers zu lokalen und nationalen Politikern dazu geführt, dass die Lehrer dazu verpflichtet waren, als Wahlhelfer zu arbeiten.


"An Wochenenden mussten wir Wähler werben. Hätten wir uns geweigert, wären wir als nicht kooperierend angeklagt oder sogar aufgefordert worden, zu künden", und fügt hinzu, dass die Schule ihre Lehrer nie an Weiterbildungen teilnehmen liess.

Jetzt arbeitet sie an einer Privatschule mit guter Leitung. Sie sagt, sie sei stolz auf diese Schule, weil sie nur fordere zu unterrichten und dazu noch einen höheren Lohn bezahle.

In einem anderen Fall haben Lehrer der Provinz Songkhla Beschwerde beim Private Education Office eingereicht weil verschiedene Schulen ihnen den Wohnkostenzuschuss von bis zu 10'000 Baht vorenthalten.

Die Schulen behaupten, dass sie die Recht haben, das Geld zurück zu behalten.

Die Regierung hat ein neues Grundgehalt von 14'100 Baht für Lehrer mit dem Graduate Diploma Teaching Programme beschlossen. Bisher lag es bei 12'480 Baht.

Lehrer, die einen 4-jährigen Bachelor Studiengang oder das Advanced Certificate in buddhistischer Theologie vorweisen können, erhalten neu 13'300 Baht, bisher waren es 11'680.

In Thailand unterrichten mehr als 160'000 Privatschullehrer rund 2.4 Mio. Studenten. 

Wan, ein gut 50-jähriger Lehrer, erinnert sich, wie ihre Schule Anfang letzten Jahres ankündigte zu schliessen und gleichzeitig versprach, ihnen eine Abfindung von 10 bis 13 Monatsgehältern in Übereinstimmung mit dem Arbeitsgesetz zu bezahlen.

Sie fürchtet keinen Job mehr zu finden. "Welche Schule stellt mich in meinem Alter noch an? Ich werde irgend etwas anderes finden müssen, auch wenn ich aus Leidenschaft Lehrerin bin."

Als Inhaberin eines Diplomabschlusses mit Schwerpunkt Thai Sprache hat Wan mehr als 30 Jahre unterrichtet. 

"Ich hatte gehofft, dass diese Privatschule der Ort ist, bei dem ich bis zu meiner Pensionierung arbeiten kann."

Wan's Geschichte und die negativen Erfahrungen vieler anderer Privatschullehrer steht in krassem Gegensatz zu dem den, was der Leiter der Private Education Commission, Bundit Sriphutthangkul sagt:

Die Regierung unterstütze Privatschulen und erhöhe die Gehälter, damit Lehrer so lange wie möglich am selben Ort arbeiten und kontinuierlich ihre Qualität entwickeln können.

Quelle: Nation