Mittwoch, 31. Dezember 2014

Truppenaufmarsch, Grenze geschlossen - Thailand und Kambodscha im Zwist um Grenzverläufe

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Thailand und Kambodscha verstärken ihre militärische Präsenz im sogenannten Emerald Triangle in Ubon Ratchathani’s Nam Yuen Bezirk nachdem Kambodscha Baumaschinen und andere Geräte zum Bau eines Kasino und Hotels aufgefahren hat. Das Gebiet, unweit des Preah Vihear Temples, wird auch von Thailand beansprucht.

Militär Grenze Thailand Kambodscha
Truppenaufmarsch am umstrittenen Grenzverlauf im Emerald Triangle. 
Thailand hat zudem den provisorischen Grenzübergang in Kong Arn Ma geschlossen.

Der Gouverneur von Ubon Ratchathani, Serm Chainarong, sagte gestern, er hätte seinen Gegenpart aus Preah Vihear, Oam Mara, in einer Protestnote informiert, dass Kambodscha ein Abkommen zur Grenzüberwachung und Landdemarkation verletzte.

Eine Quelle sagte, dass die kambodschanischen Militärs ihr thailändischen Kollegen unmittelbar danach kontaktiert und ihnen dabei versichert hatten, die Bauarbeiten würden gestoppt.

Serm äusserte, dass die Kambodschaner Bagger und anderes schweres Gerät einsetzen um ein Denkmal eines kambodschanisches Kriegers auf dem Rücken eines Pferdes auf einem Marktplatz zu errichten. Die Arbeiten seien Teil eines Kasino und Hotel Projektes zur Weiterentwicklung des Gebietes und für neue Infrastruktur.

Er meinte weiter, dass nach der Fertigstellung des Projektes Menschen in der Gegend angesiedelt werden sollen, heute wäre dort Niemandsland. Die Grenzlinie in dieser Region sei unklar, wenn aber die kambodschanische Seite den ursprünglichen Verlauf verändere, wäre er frustriert.

Er verlangt, dass Kambodscha die Arbeiten unmittelbar stoppt. Bei einem Meeting von Beamten beider Seiten soll beschlossen werden, dass alles wieder in den Ursprungszustand zurück gebaut wird.

Letztmals hatten sich die Gouverneure am 27. September zu Gesprächen über Grenzkooperationen getroffen. Einer der damaligen Beschlüsse war, dass der besagte Marktplatz aus der nicht demarkierten Zone in ein anderes Gebiet verlegt wird, sagte einer, der damals dabei war.

Kambodscha’s Schritt scheint eine Verletzung des Abkommens zu sein, welche die thailändische Seite verärgert, wie die selbe Person weiter sagt. Als Antwort hatte Thailand den Grenzposten Kong Arn Ma am Montag geschlossen.

Aus einer Quelle der Armee war zu erfahren, dass Kambodscha darauf hin Soldaten und Waffen in die Nähe des Postens verschoben und Zivilisten vom Marktplatz evakuiert habe. Es ist unklar, wie viele Truppen nun in der Region stationiert sind.

Am Dienstag verstärkte auch Thailand mit Soldaten des 6. Infanterie Regimentes die bereits stationierten Truppen.

Die Militärquelle berichtete weiter, dass der befehlshabende kambodschanische Generalleutnant Sri Duk den thailändischen Kommandanten zur Wiederöffnung der Grenze angefragt habe. Kambodscha habe versprochen, nicht mehr weiter zu bauen und sei zu Gesprächen über ein Ende des Truppenaufmarsches bereit.

Der thailändische Regierungssprecher General Major Sansern Kaewkamnerd sagte am Dienstag nach einem Treffen des Kabinetts, Premier Prayut Cha-o-cha habe angeordnet, dass die Demarkation der Grenzlinien mit höchster Priorität behandelt werden sollen.

Die Demarkation könne dort, wo die Grenzverläufe klar sind, unmittelbar angegangen werden, zitierte Sansern Premier Prayut weiter, dort wo sie unklar sind, sollten die Nachbarländer mehr Aufmerksamkeit zu Projekten wie Grenzhandel schenken und gemeinsamen Nutzen suchen statt über darüber zu streiten.

Quelle: Bangkok Post

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