Sonntag, 28. Dezember 2014

Thailand hat erstmals ein Tierschutz Gesetz

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Die Regierung hat ein Gesetz gegen Tiermissbrauch und Tierquälerei in der Royal Gazette veröffentlicht. Der Gesetzesentwurf war nach über 15 Jahren in den Mühlen der Verwaltung und des Parlaments am 12. November von der National Legislative Assembly NLA genehmigt worden und wurde am 26. Dezember in Kraft gesetzt.

Tierschutz Thailand
Gehört das der Vergangenheit an? 
Thailand hat grundsätzlich eine schlechten Ruf in Sachen Tierschutz. Bisher gab es keine Gesetz, die sich mit der Frage direkt beschäftigt hat. Lediglich im Strafgesetzbuch gab es eine Bestimmung, die Grausamkeit gegen ein Tier mit maximal einem Monat Gefängnis und/oder 1'000 Baht Geldstrafe vorsah. Allerdings gibt es keinerlei Beweise, dass diese Bestimmung jemals angewandt wurde und sie hält auch nicht fest, was Grausamkeit bedeutet.

Die wichtigsten Gründe zur Einführung sind, wie offiziell verlautbart wurde: 

  • Tiere haben Gefühle
  • Tiere sind ein wichtiger Teil der Umwelt

Daher sollten sie vor Folter geschützt sein.


Das Gesetz umfasst domestizierte Tiere sowie Tiere, die für Nahrung, Unterhaltung und andere Zwecke gehalten werden. Es beinhaltet nicht freilebende, wilde Tiere, für die später ein eigenes Gesetz vorgesehen ist. 

Gemäss den Bestimmungen ist es Beamten jetzt gestattet, Häuser, Wohnungen und Geschäfte zu durchsuchen, wenn eine Beschwerde über Tierquälerei vorliegt.

Das Gesetz schreibt vor, dass Eigentümer ihre Tiere in Einklang mit der Gattung während Aufzucht und Haltung, bei Transport und Verwertung behandeln müssen.

Jedem, der Tiere ohne wichtige Gründe missbraucht oder quält, droht eine Geldstrafe bis zu 40'000 Baht und/oder eine Gefängnisstrafe bis zu 2 Jahren. 

Das Gesetz ist ab sofort in Kraft.

Immerhin. Gelten Hunde ohne Besitzer, bzw. vormalige Besitzer nun als wilde Tiere? Und es bleibt zu hoffen, dass auch irgend jemand von dem Gesetz weiss und irgend jemand es durchsetzt.

Quelle: NNT

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