Freitag, 26. Dezember 2014

Demokratie Falle, Regierungsbeamte und absolute Macht - Prayut nach 3 Monaten als Premier

1 Kommentar :
Premierminister und General Prayut Chan-o-cha gibt seinen Beamten noch 3 Monate Zeit Ergebnisse zu liefern. Wer Resultate ausweist kann bleiben, die anderen werden gefeuert.
Premier Prayut
Premier Chan-o-cha: Bilanz nach 3 Monaten Regierung. 
Thailand brauche eine 5-Jahres Vision für Stabilität, in dem am Ende alle Menschen wohlhabend sind und die Demokratie Falle überwunden haben. Prayut bekräftigte auch, dass die Wurzeln des politischen Konflikts noch nicht ausgerottet sind.

Der Premier machte diese Aussagen an der Pressekonferenz zur Bilanz der ersten 3 Monate seiner Regierung. 

Thailand sei seit 1932 gefangen in der Demokratie Falle, als ein Aufstand die absolute Monarchie begrub. Zu viele Militärputschs folgten seither, jetzt soll der Schwerpunkt auf Stärkung der Menschen, des Landes und aller Sektoren erfolgen, meinte Prayut weiter.

"Heute ist Thailand relativ ruhig. Aber einige denken, es habe sich nichts geändert und sie möchten schnell wieder eine gewählte Regierung haben. Aber während die Dinge ordentlich erscheinen, ohne Konflikte oder Proteste, die Ursachen bleiben weiterbestehen, sei es im Hinblick auf Personen oder Kriegswaffen. Also müssen wir parallel zu allem anderen damit umgehen. Solange die Ursachen nicht behoben sind, werden die Wurzeln des Konflikts weiter treiben, der Aufarbeitungsprozess bliebe unvollendet und wir lösen gar nichts - wie früher. Ich halte den Lösungsprozess am Laufen, aber es besteht noch immer Gefahr für die Demokratie."

Er warnte die Regierungsbeamten ihre Aufgaben unverzüglich wahrzunehmen, sonst gleite Thailand zu einem gescheiterten Staat ab. 

Prayut sagte weiter, dass die Regierung die letzten 3 Monate damit verbracht habe, unzählige Probleme unterschiedlichster Gattung zu lösen. Probleme, welche die vorherigen Regierungen nicht gelöst hätten. Allerdings erklärte er nicht genau, worauf er sich dabei bezog. 

Er hoffe, dass die Arbeit seiner Regierung jetzt deutlicher wahrgenommen werde, einschliesslich der laufenden Gerichtsverfahren. Gleichzeitig forderte er die Medien auf, fair zu berichten, wenn sie die Regierung kritisieren.

Einer Thai Zeitung war er vor, ohne sie zu nennen, ihn ständig zurecht zu weisen und die Aufhebung des Kriegsrechts zu fordern.

"Ich werde den Media Verband auffordern, einen Blick in diese Zeitung zu werfen, welche jeden Tag über mich schreibt. Ich habe das lange Zeit mit mir getragen. Sie attackieren mich jeden Tag über jedes Thema auf allen Seiten. Was läuft bei ihnen falsch? Sind sie verrückt oder was? Sie kritisieren immer, egal, wer Premier ist. Was ist gut daran? Der Eigentümer wird am Ende im Gefängnis sterben. Ich will die Zeitung nicht unterstützen, aber jemand hat mir ein Exemplar gebracht. Ich will sie nicht wirklich lesen, weil es mich zur Weissglut treibt, was wiederum mein Verhalten und mein Auftreten als Leader beeinflusst. Aber ich weiss nicht, was ich tun soll, wenn ich morgen dafür kritisiert werde. Aber dann werde ich diese Zeitung wirklich einstellen lassen, weil sie weiter am mir rummäkeln, wenn ich es weiter zulasse..  Was ist denn der Sinn des Kriegsrechts? Es besteht um sicherzustellen aufbauend für Frieden arbeiten zu können."

Was die absolute Macht, die ihm die Übergangsverfassung gewährleistet, betreffe, so nutze er sie konstruktiv, nicht um jemanden zu exekutieren.

"Ich habe niemanden ins Gefängnis gesetzt oder vor ein Erschiessungskommando gestellt."

Bezüglich der Kritik von ausländischen Regierung auf den Putsch und den Aufbau der Demokratie sagte Prayut, Thailand gehe voran und diejenigen, die das nicht glauben, könnten sich die provisorische Verfassung ansehen.

"Das ist die Antwort. Je mehr Antworten ich gebe, desto länger werden die Fragen."

Zur Schaffung der ASEAN Wirtschaftsgemeinschaft nächstes Jahr sagte er, die Thais sollten über gegenseitige Vorteile denken und erkennen, dass es die Gemeinschaft in Südostasien stärke.

In seiner langen Rede verwies Prayut darauf, dass er Schiedsrichter und Rektor sei und gekommen ist, um die Dinge zu beschleunigen.

Als persönlich Note verriet er, dass seine Familie nicht wusste, was er er vor hatte und am Tag des Putsches machte.

"Am 22. Mai weinten zuhause alle und ich habe nichts gesagt. Ich sagte es meinen ältesten Söhnen erst später. Aber ich musste es tun, sonst hätte ich mich nach meiner Pensionierung dafür verurteilt, die Dinge einfach weiter geschehen zu lassen."

Quelle: Nation

1 Kommentar :

  1. Blablabla....................

    Tatsache ist, das Prayuth von der Wirklichkeit in Thailand eingeholt wurde.
    Nun nachdem jene plakativen Dinge wie die Sonnenschirme an den Stränden von Phuket als Werbeaktion für die Diktatur schon verblassen, fehlt ihm eine Vision.
    Und das ganze Land merkt das ihm so eine fehlt.

    Thaksin hatte eine Vision, die einzige die es in Thailand geben kann, denn man kann nur geben was fehlt, und fehlen tut am meisten etwas für das Volk........

    Demokratie, Volksrechte und eine Teilhabe an den Möglichkeiten die das Land bieten könnte.

    Nicht das Thaksin der Superdemokrat gewesen wäre, aber er hatte als einziger seit 1947 begriffen das man mit dem Volk vorwärts gehen kann. Und mit dem Volk heisst eben legitimiert und mit geteiltem Risiko.
    Man kann dann Fehler machen und sie zusammen tragen.

    Ich Beispielsweise, ich mag auch Putin nicht, aber er ist das beste was Russland bislang zu bieten hat, er ist ein Fortschritt, kein Rückschritt und das ist es doch worauf es ankommt, das ist positiv, so kommt man irgendwann zum Ziel. Die Oligarchen-Gesellschaft von 1989 bis zur Regentschaft Putins war keineswegs auch nur ansatzweise Demokratisch, Putin auch nicht, aber die Menschen leiden unter ihm weniger wie vorher.

    Prayuth hat ein unlösbares Problem. Für die Welt muss er Demokratie zulassen, aber er will keine in dem das Volk auch Rechte hat. Aber das ist ein Paradox welches auch Prayuth nicht zu lösen vermag.
    Also hat er eigentlich nur 2 Möglichkeiten. Entweder er behält seine Diktatur bei und wird irgendwann scheitern, oder er lässt Demokratie zu und scheitert persönlich, ......zusammen mit den Eliten.

    Die Frage ist, wird er den langsameren Weg wählen, also an der macht bleiben damit es etwas länger dauert.....???

    Thaksins Partei, Er oder seine Schwester werden eine demokratische Wahl gewinnen.

    Was Prayuth nun macht ist eigentlich ein Hilferuf, denn er weiss nicht weiter. ER sucht den Stein der Weisen, den soll ihm jemand bringen, jemand der eine Idee hat.

    Aber wir wissen, sogar in Burma hat es nicht funktioniert.

    Prayuth trägt dabei auch ein ganz persönliches Risiko, nämlich das des Parias. Er könnte zu einer "Persona non Grata" werden, die nur gerade noch in Thailand irgendwo seinen Ruhestand verleben kann, überall sonst wird er geächtet sein. Prayuth kommt langsam aber sicher unter Zugzwang, er muss einen Erfolg herbeizaubern den man nicht herbeizaubern kann.

    Die Bildung um ein "Wunder" wie das von Thaksin zu schaffen, die fehlt ihm und den meisten seiner Wasserträger. Macher wie Thaksin sind sehr selten, Menschen die die Talente ganz verschiedener Personen erkennen und zusammenbringen können um daraus etwas zu machen.

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