Freitag, 28. November 2014

Was bleibt für Thailand übrig? Der Eisenbahn Deal mit China

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Wie erwartet nickte das Kabinett den Vertrag zwischen chinesischer und thailändischer Regierung für den Bau der 867 Kilometer langen, zweigleisigen und elektrifizierten Eisenbahn Verbindung, welche Thailand via Laos mit dem Süden China's verbinden soll, vorläufig ab. Er soll nächsten Monat unterschrieben werden.
Bahn in Thailand
Eisenbahn in Thailand: noch auf Schmalspur und dieselbetrieben durch den Dschungel.
Der Entwurf eines Memorandums für die 734 Kilometer von Nong Khai über Saraburi nach Bangkok und die 133 Kilometer von Bangkok über Chonburi nach Taphut bei Rayong wurde unterzeichnet. Die Züge sollen auf 1.435m Spurbreite mit bis zu 180km/h unterwegs sein.


Die Routen sind Teil der 2'000 Kilometer langen Seidenbahn, welche Südchina durch Laos, Thailand und Malaysia mit Singapur verbindet. Die Bahn, seit über einem Jahrzehnt im Gespräch, ist nun verlockend nahe Realität. 

Damit wird Thailand neben der bestehenden metrigen Schmal- auch Normalspur betreiben - ein Thema, dass verschiedene Regierungen seit Jahren beschäftigte.

Noch gibt es viele Bedenken über den Deal, insbesondere ob Thailand wirklich so viel davon profitieren wird wie es sollte. Verkehrsminister Prajin Juntong hat mehrmals darauf hingewiesen, dass die Regierung einzelne Verträge für Konstruktion, Beschaffung, Bau und Finanzierung abschliessen werde.


Er sagte, dass China dadurch in den Bau investieren könne, während Thailand die Strecken betreiben und Darlehen nach und nach langfristig zurückzahlen könne. Thailand würde einen Anteil von 20 Prozent halten.

Wenn das Projekt umgesetzt wird, könne es als Modell für andere Strecken, an denen Japan, Deutschland, Grossbritannien und Frankreich Interesse zeigen, dienen.
Die Seidenbahn: geplante Bahnverbindungen von China nach Südostasien.
Aber obwohl diese Variante vorteilhaft erscheinen mag - Kredit- und Auftraggeber sollten die selbe Person sein, damit das Refinanzierungsrisiko begrenzt und das Projekt termingerecht mit den gewünschten Spezifikationen umgesetzt werden kann.

Allerdings sollte die Regierung intensiv über die Vorzüge des Deals nachdenken, insbesondere weil es ein Deal von Regierung mit Regierung ist. Experten im Verkehrssektor sind besorgt, denn ein zinsgünstiges Darlehen kommt in der Regel mit einem Zustrom von Unternehmen und Materialen des Kreditgebers.


80 von 100 Baht eines Bahnprojektes werden in der Regel für den Bau investiert, der Rest für Schienenfahrzeuge und Signalanlagen. Wer nun genau hinschaut, wer in diesem Projekt am meisten profitiert, sieht, dass 50 von 100 Baht Thailand verlassen würde.

Manchmal hat der Kreditgeber das vertragliche abgesicherte Recht ein Projekt zu entwickeln, weil es ein wichtiger Motor für Wirtschaftswachstum ist.

Die Regierung muss gefragt werden: Was bleibt für Thailand übrig?

Quelle: Nation

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