Sonntag, 30. November 2014

Kräuterschnaps mit giftigen Schlangen hilft nicht gegen die Kälte Thailand's

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Konsumieren von traditionellem thailändischen Kräuterschnaps kann tödlich sein bei kaltem Wetter, warnt das Ministerium für öffentliche Gesundheit, während erste Vorboten des hiesigen Winters den Norden Thailand's heimsuchen.
Ya Dong Thailand
Ya Dong selbst gebraut: Kräuterschnaps mit Getier in alte Flaschen abgefüllt.
Thada Wannathanapiyakul, eine hohe Beamtin des Ministeriums im Nordosten Thailands, bekräftigte, die feste Überzeugung der ländlichen Bevölkerung, Ya Dong, wie der Schnaps genannt wird, könne den menschlichen Körper bei Kälte wärmen sei falsch. 

Ein Missverständnis, meint sie, genau das Gegenteil würde eintreffen. Der Alkohol könne Leber und Magen schädigen, eine Magen- und Darminfektion auslösen, besonderes bei älteren Menschen.

Im Gegensatz zu Lao Kao, dem Schnaps aus Klebreis, wird Ya Dong nicht nur aus Klebreis, sondern zusätzlich auch mit Kokoswasser, Taro, Zuckerrohr oder Saft aus Zuckerpalmen gebraut. Dazu kommen bis zu 11 verschiedene Kräuter und manchmal auch giftige Tiere wie Schlangen, Skorpione, etc. 

Nach 2-4 wöchiger Reifung kann das Gebräu, welches einen Alkoholgehalt von bis 95 Prozent hat, getrunken werden. Gefährlich sind nicht nur der hohe Alkoholgehalt und die giftigen Tiere, sondern auch der Umstand, dass Ya Dong häufig schwarz gebrannt wird und verunreinigt ist.

Im schlimmsten Fall führe Ya Dong an besonders kalten Tagen zum Tod. "Es gibt viele Kranke und Tote, die im direkten Zusammenhang mit dem jährlichen Trinken von Spirituosen im Winter zusammenhängen."


"Ya Dong ist gefährlicher als alle anderen Arten von Alkohol, weil er häufig mit giftigen Tieren wie Vipern, Tausendfüsslern und Skorpionen versetzt ist."

Trinker könnten Viren oder Gift der Tiere zu sich nehmen, meinte Thada weiter. Die Beamten im Isaan warnen alle Bewohner, die Hände von Ya Dong als Medizin gegen Kälte zu lassen. "Halten sie sich warm und bewegen sie ihren Körper", raten sie den kältegeplagten Leuten.

Der Winter in Thailand beginnt offiziell im November. Während die südlicheren Gebiete tropisch bleiben und die Temperaturen tagsüber bei 30 Grad bleiben und auch nachts selten unter 20 Grad fallen, sinken sie im Norden und Nordosten dramatisch.

Zur Zeit wird in Teilen der Provinz Chiang Mai durchschnittlich nur 15 Grad gemessen, auf den Berggipfeln gibt es nachts und am frühen Morgen Minustemperaturen.

Aufgrund des Kälteeinbruchs wurden 5 Bezirke von Disaster Prevention and Relief Center zur Naturkatastrophengebieten erklärt. Beamte versorgen die Dorfbewohner mit Decken, Jacken und anderen Wärme spendenden Gütern.

Quelle: Kaosad

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