Donnerstag, 13. November 2014

Kinder aus Laos wie Sklaven gehalten - Polizei verhaftet Juwelierin in Ayutthaya

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Die Polizei durchsuchte gestern morgen das Geschäft einer Juwelierin in der Provinz Ayutthaya, in dem 3 laotische Kinder berichten zufolge gezwungen wurden, für weniger als 20 Baht pro Tag zu arbeiten.
Menschenhandel

Der Schmuck Laden befindet sich in der ersten Etage eines Gebäudes in Sena. Die Besitzerin, eine 35-jährige Frau, wurde wegen Verdacht auf Menschenhandel festgenommen. Laut dem zuständigen Generalmajor waren der Polizei vorab Informationen zugespielt worden. 

Die Kinder, zwei Jungen und ein Mädchen, sind zwischen 14 und 15 Jahre alt.


Sie wurden gezwungen, von früh morgens bis in den Nachmittag hinein zu arbeiten, bis sie ihre erste Mahlzeit erhielten. Manchmal mussten sie bis 1 Uhr nachts arbeiten. Sie wurden vom Verlassen des Gebäudes und der Kontaktaufnahme mit ihren Eltern gehindert.

Der Generalmajor fügte hinzu, dass sie zwischen 500 und 1'000 Baht für 3 Monate Arbeit erhielten. Schliesslich hätten sie die Bedingungen nicht mehr ausgehalten und sind aus dem Fenster über einen Strommast aus dem Haus geflüchtet. Sie wollten zurück nach Laos zu ihren Eltern laufen, entschlossen sich aber erst zur Polizei zu gehen.


Menschenhandel Thailand Routen

Die Polizei versucht derweil festzustellen, woher die Kinder genau stammen und durch welche Wege sie bei der Juwelierin landen konnten. Die Drei wurden in einem Heim des Ministeriums für soziale Entwicklung und menschliche Sicherheit untergebracht.


Das Arbeitsgesetz in Thailand verbietet Kinderarbeit unter 15 und verlangt, dass Angestellte unter 18 alle 4 Stunden eine Pause von 1 Stunde erhalten. Minderjährige dürfen nachts zwischen 22 und 6 Uhr nicht arbeiten.

Die Juwelierin besteht darauf, den Kindern 300 Baht pro Tag bezahlt zu haben, allerdings konnte sie keinerlei Zahlungsnachweise vorlegen. Sie meinte gegenüber der Polizei auch, dass die Arbeitsbedingungen fair gewesen seien, 8 Stunden Schichten und 3 Mahlzeiten pro Tag.

"Ich habe sie nicht zur Arbeit gezwungen. Ich liess sie nicht raus, weil ich sah, dass es Kinder sind und hatte Angst, es könnte ihnen etwas zustossen. Manchmal habe ich mit ihnen geschimpft, weil sie unartig waren.", sagte sie.


Thailand ist eine wichtige Quelle, Transit- und Zielland für Menschenhandel. Viele Opfer stammen aus den Nachbarländern Laos, Myanmar und Kambodscha und sind minderjährig.

Erst letzte Woche hatte die Polizei eine Karaoke Schuppen in Nakhon Pathom ausgehoben, in dem der Besitzer über 20 minderjährige, thailändische und laotische Mädchen in Bedingungen ähnlich einer Gefangenschaft festgehalten und zur Prostitution gezwungen hatte.

Berüchtigt ist auch die thailändische Fischerei Industrie. Ohne die moderne Sklavenarbeit vieler legaler und illegaler Arbeiter würde manches Boot im Hafen verrotten.

Quelle: Kaosod

1 Kommentar :

  1. Was kann einen normal denkenden Europäer veranlassen in Thailand leben zu wollen? Keine rechte und keine Rechtssicherheit, extreme Kriminalität und jetzt auch noch eine Militärdiktatur. War es eine Frau oder die geringen Lebenshaltungskosten, oder eben von beidem etwas?

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