Montag, 3. November 2014

Drohnen im Kampf gegen Drogen - Thailand will Opiumanbau aus der Luft überwachen

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Die Far Eastern University FEU und das Narcotic Crops Survey and Monitoring Institute ONCB haben am 2. November eine Vereinbarung zur Entwicklung einer Unmanned Aerial Vehicle genannten Drohne für die Lokalisierung von Opiumfeldern getroffen.
Beamte des ONCB zerstören ein Opiumfeld in der Provinz Tak im August 2013.
Der Rektor der FEU und der Direktor des ONCB unterzeichneten die Kooperation für die Unmanned Aerial Vehicle, UAV, auf dem Campus der Universität in Chiang Mai. 

Der Opiumanbau im Goldenen Dreieck geht auf Einwanderer aus China zurück. Er hat bei den Bergvölkern eine lange Tradition. Besonders ältere Leute rauchten und rauchen Opium als in der Gesellschaft akzeptiertes Genussmittel.

Südostasiens Rolle als Opiumproduzent stieg durch die Unterdrückung des Anbaus von Mohn in China und Iran in den fünfziger Jahren weiter an. 

Seinen Ruf als Hochburg der Opium- und Heroinherstellung erlangte das Goldene Dreieck während des Vietnamkriegs, als einerseits der Absatzmarkt für Rauschgift sprunghaft anstieg und andererseits Gelder aus dem Drogenhandel von der CIA zur Finanzierung verbündeter Armeen, z. B. Hmong-Armee in Laos, verwendet wurden. 

Die Rauschgiftproduktion stieg aber auch nach dem Ende des Vietnamkriegs bis Ende der achtziger Jahre weiter an, eine Folge der verstärkten Nachfrage im Westen.
Schlafmohn Anbau
Anbaugebiete von Schlafmohn weltweit.
In Thailand ist der Anbau illegal und das Land hat ihn in stark eindämmen können. Dazu beigetragen haben vor allem der Tourismus, der den Bergvölkern neue Einnahmequellen erschlossen hat, und die gezielte Förderung von Tee- und Kaffee-Anbau, z. B. in Mae Salong. Parallel dazu ist der thailändische Norden mit Straßen und Flugplätzen erschlossen worden, was den Behörden eine viel bessere Kontrolle über die Gegend erlaubt.

Opiumplantagen sind heute so gut versteckt angebaut, teilweise vermischt mit anderen Pflanzen, dass Beamte sie von aussen nur sehr schwer erkennen können. 

Das UAV kann auf einer Höhe von 700 Metern Luftbilder im Umkreis von 5 Kilometern Radius machen. Die Drohne ist mit einem Vorsorge System ausgestattet, die sie bei knapper Stromreserve selbstständig zur Operationsbasis zurückkehren lässt. Die Produktionskosten betragen 40'000 - 50'000 Baht pro Stück.

Die Drohne wird ein wichtiges Instrument bei der Erkennung des Opiumanbaus und damit im Kampf gegen Drogen werden, gab der Direktor der ONCB zu Protokoll.

Nummer 1 im Anbau von Schlafmohn in Südostasien ist Myanmar. Organisationen für Autonomie und Unabhängigkeit wie auch lokale Warlords finanzieren ihren Kampf gegen die Regierung mit Drogenverkauf. Thailand ist hauptsächlich zum Konsumland und Umschlagplatz geworden.

Bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts war Opium in Thailand legal, die Opiumsteuer machte bis einem Drittel der Staatseinnahmen aus. 1936 gab es 106 staatlich betriebene und 778 vom Staat lizenzierte Opium Divans - Opium Höhlen. Verboten wurden es erst 1959.

Quelle: National News Bureau, Wikipedia

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