Donnerstag, 27. November 2014

Der Gold Zug rollt an - Thailand sollte aufspringen

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Die Welt bewegt sich langsam, fast unmerklich, wieder hin zum Goldstandard. Russland, China und Indien führen die Fahrt durch ihre Aufkäufe von Gold an. Auch in Europa ist Gold in den Schlagzeilen. 
Gold
Goldbarren: Russland, China und Indien häufen Reserven an.
Während sich Deutschland nur darum sorgt, ob ihr Gold sicher genug bewacht ist, stimmt die Schweiz am 30. November darüber ab, ob sie ihren Bestand auf 20 Prozent des gedruckten Geldes anhäufen soll.

Obwohl weder Russen, noch Chinesen und Inder klar deklarieren, dass sie die Zukunft wieder im Standard sehen, spricht ihr Vorgehen für sich. Im Fall einer erneuten Währungskrise wollen sie auf ihre Goldreserven zurück greifen können.

Zur Zeit drucken alle Papiergeld ohne Absicherung durch schwergewichtiges Metall. Weil der US-Dollar, in dünner Luft immer frisch gedruckt, als weltweite Reservewährung steht. Aber die nicht stoppende Gelddruckmaschine zur Stützung der Finanzmärkte verursacht Kopfschmerzen über Währungsvernichtung und Hyperinflation.

Der Goldpreis fiel auf 1'200 Dollar pro Unze zurück, nachdem die Russische Föderation letztes Jahr 150 Tonnen Gold gekauft hatte. Die Russen wollen mit ihren schnellen Aufkäufen den Dollar drücken. Mit Reserven von 1'150 Tonnen Gold ist die russische Zentralbank der weltweit 6. grösste Goldbesitzer, das gelbe Metall deckt 10 Prozent der Bilanzsumme.

Goldpreisentwicklung bis August 2014. Bild: Die Welt
Putin will den USA Hörner aufsetzen, er hat angekündigt die Dollar-Diktatur auf dem Ölmarkt zu beenden und will den Petrodollar entthronen. Die gigantischen Gas-Deals zwischen Russland und China sollen entweder in Yuan oder Rubel abgewickelt werden, beide Länder wollen sich vom Dollar lossagen.

China gibt an, derzeit Goldreserven von etwas über 1'000 Tonnen zu besitzen. Aber es wird angenommen, dass der Schatz weitaus grösser ist, nachdem im grossen Stil begonnen wurde, US-Dollar gegen Gold zu verkaufen.

Wie Russland befürchtet auch China den Zusammenbruch des Papiergeld Systems aufgrund der ständig erhöhten Geldmengen und der enormen Schulden der westlichen Zentralbanken, die nie zurück bezahlt werden. Song Xin, Präsident der China Gold Association, sagte, China sollte 8'500 Tonnen Gold anhäufen, mehr als es die USA besitzt.

Die USA selbst geben an, mehr als 8'100 Tonnen zu besitzen. Wobei diese Angabe seit längerem nicht mehr von unabhängiger Seite überprüft worden ist. In der Tat wachsen daran Zweifel, viele denken, dass die Goldbestände über die Jahre durch Abverkäufe und Darlehen als Stütze des Dollars geschwunden sind.

Xin schrieb im Juli: "Gold ist Geld schlechthin, unter allen Umständen, und wird dazu beitragen, den Yuan als internationale Währung zu etablieren, mit Gold als wesentlicher Basis.

Würde China Gold zur Stützung des Yuan verwenden, würde die chinesische Währung gestärkt und gewänne Stabilität inmitten der wilden Schwankungen der übrigen Währungen, ausgelöst durch die Lawine von gedrucktem Geld. Darüber hinaus hat China die Yuan-Swap Vereinbarung mit 24 Ländern unterschrieben, zuletzt mit Australien und Singapur. Damit wird der Yuan die Währung für internationale Handels- und Finanztransaktionen der beteiligten Länder.

Indien besitzt 557 Tonnen Gold, etwas mehr als 7 Prozent des Gesamtvermögens der Reserve Bank of India. Allerdings hat auch die indische Nachfrage und ihr Appetit auf Gold mit halsbrecherischer Geschwindigkeit zugenommen. Die Reserve Bank taucht als einer der grösster Aufkäufer auf und rivalisiert mit der Zentralbank von China.

Bisher ist die Bewegung in Richtung Goldstandard träge. Der Goldpreis wird durch Marktmanipulation tief gehalten um die Währungen zu stützen.

Aber die Volksabstimmung über Goldreserven in der Schweiz am 30. November wird ein Wendepunkt sein. Die Schweizer stimmen über die Zukunft der Golddeckung ihrer Währung ab. Ein Ja würde bedeuten, dass die schweizerische Nationalbank in den nächsten 5 Jahren rund 1'500 Tonnen Gold kaufen müsste, um Reserven von mindestens 20 Prozent des Gesamtvermögens anzuhäufen.

Die Goldreserven von Thailand sind relativ niedrig, sie betragen 152 Tonnen oder 4 Prozent des Vermögens der Bank of Thailand. Vorbereitend auf die nächste Finanzkrise sollte der Goldbestand zur Absicherung des Baht deutlich erhöht werden, ein Zeichen für Währungsstabilität und Vertrauen gesetzt werden.

Darüber hinaus sollte die thailändische Zentralbank den Umfang ihrer Swap Vereinbarung mit China erhöhen und damit sicherstellen, genügend Liquidität zur Verfügung zu haben, wenn die nächste globale Krise anrollt.

Quelle: Nation

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