Sonntag, 30. November 2014

Kräuterschnaps mit giftigen Schlangen hilft nicht gegen die Kälte Thailand's

Keine Kommentare :
Konsumieren von traditionellem thailändischen Kräuterschnaps kann tödlich sein bei kaltem Wetter, warnt das Ministerium für öffentliche Gesundheit, während erste Vorboten des hiesigen Winters den Norden Thailand's heimsuchen.
Ya Dong Thailand
Ya Dong selbst gebraut: Kräuterschnaps mit Getier in alte Flaschen abgefüllt.
Thada Wannathanapiyakul, eine hohe Beamtin des Ministeriums im Nordosten Thailands, bekräftigte, die feste Überzeugung der ländlichen Bevölkerung, Ya Dong, wie der Schnaps genannt wird, könne den menschlichen Körper bei Kälte wärmen sei falsch. 

Ein Missverständnis, meint sie, genau das Gegenteil würde eintreffen. Der Alkohol könne Leber und Magen schädigen, eine Magen- und Darminfektion auslösen, besonderes bei älteren Menschen.

Im Gegensatz zu Lao Kao, dem Schnaps aus Klebreis, wird Ya Dong nicht nur aus Klebreis, sondern zusätzlich auch mit Kokoswasser, Taro, Zuckerrohr oder Saft aus Zuckerpalmen gebraut. Dazu kommen bis zu 11 verschiedene Kräuter und manchmal auch giftige Tiere wie Schlangen, Skorpione, etc. 

Nach 2-4 wöchiger Reifung kann das Gebräu, welches einen Alkoholgehalt von bis 95 Prozent hat, getrunken werden. Gefährlich sind nicht nur der hohe Alkoholgehalt und die giftigen Tiere, sondern auch der Umstand, dass Ya Dong häufig schwarz gebrannt wird und verunreinigt ist.

Im schlimmsten Fall führe Ya Dong an besonders kalten Tagen zum Tod. "Es gibt viele Kranke und Tote, die im direkten Zusammenhang mit dem jährlichen Trinken von Spirituosen im Winter zusammenhängen."


"Ya Dong ist gefährlicher als alle anderen Arten von Alkohol, weil er häufig mit giftigen Tieren wie Vipern, Tausendfüsslern und Skorpionen versetzt ist."

Trinker könnten Viren oder Gift der Tiere zu sich nehmen, meinte Thada weiter. Die Beamten im Isaan warnen alle Bewohner, die Hände von Ya Dong als Medizin gegen Kälte zu lassen. "Halten sie sich warm und bewegen sie ihren Körper", raten sie den kältegeplagten Leuten.

Der Winter in Thailand beginnt offiziell im November. Während die südlicheren Gebiete tropisch bleiben und die Temperaturen tagsüber bei 30 Grad bleiben und auch nachts selten unter 20 Grad fallen, sinken sie im Norden und Nordosten dramatisch.

Zur Zeit wird in Teilen der Provinz Chiang Mai durchschnittlich nur 15 Grad gemessen, auf den Berggipfeln gibt es nachts und am frühen Morgen Minustemperaturen.

Aufgrund des Kälteeinbruchs wurden 5 Bezirke von Disaster Prevention and Relief Center zur Naturkatastrophengebieten erklärt. Beamte versorgen die Dorfbewohner mit Decken, Jacken und anderen Wärme spendenden Gütern.

Quelle: Kaosad

Samstag, 29. November 2014

Uber Taxi in Thailand illegal - aber noch online

Keine Kommentare :
Uber Taxi Thailand
Uber Black: günstiger als Taxis.
Uber ist in Thailand illegal und die Fahrer erwarten saftige Strafen für nicht zulässige Fahrzeuge und Tarifstrukturen, erklärte Generaldirektor Teerapong Rodprasaert des Land Transport Departments gestern Freitag. 

Das Department hält die Uber Taxis für nicht korrekt registriert, die Tarife nicht den Richtlinien entsprechend. Die Fahrer selbst hätten nicht die richtige Lizenz und würden Kunden ohne Kreditkarte diskriminieren.

Von Uber selbst war keine Stellungnahme zu erhalten. Uber betreibt in Bangkok und Phuket den limousinenartigen Uber Black und den günstigeren Uber X Service, welcher direkt mit den herkömmlichen Taxis konkurriert. Fahrten werden per App gebucht und auch gleich dort online mit Kreditkarte bezahlt, der Fahrer erhält kein Geld.

Teerapong sagte, die Firma nutze unerlaubt Fahrzeuge mit grünen Nummernschildern - wie die Flughafen Limousinen - und private Wagen mit üblichen schwarzen Nummern. Entsprechend wären die Fahrer mit Fahrzeugen unterwegs, die nicht für diesen Zweck zugelassen sind.

Weiter erläuterte er, die Fahrer würden gegen den Motor Vehicle Act B.E.2522 verstossen. Der Artikel schreibt die Taxi Tarife vor. Zudem würden sie nicht die notwendige Lizenz als Fahrer im öffentlichen Verkehr besitzen und wären entsprechend nicht als solche registriert. Das Department hat auch Einwände gegen die Bezahlung mit Kreditkarte, nicht sicher und diskriminierend.

Beamte aus verschiedenen Departementen hatten sich in einem Meeting über das Vorgehen gegen Uber und die Vermeidung zukünftiger Probleme beraten.

In der Zwischenzeit rief der Generaldirektor die Bevölkerung dazu auf, reguläre Taxis zu benutzen.

Uber operiert in mehr als 100 Städten der Welt. In vielen Ländern wuchs starker Widerstand gegen das Unternehmen, auch in Deutschland wurde der Service in einigen Städten verboten.

Auch in Südostasien wird mit harten Bandagen gegen günstigen Taxi Service gekämpft. Indonesien hat Fragen über die Zahlungsmethode aufgeworfen und in Malaysia warnt das Road Transport Department potenzielle Kunden, dass sie bei Unfällen nicht versichert sind. Beide Länder beraten darüber, ob die Uber Fahrer eine Taxi-Lizenz lösen müssen. Singapur hat angekündigt, neue Regeln für nicht staatlich regulierte Taxi Apps wie Uber und GrabTaxi einzuführen.

In nahezu jedem Land ist Uber unter Druck. Die Taxifahrer, die am tiefsten in den High Tech-Low Cost Kampf involviert sind, schreien am lautesten.

In Bangkok hat erst der letzthin eingeführte Uber X Dienste zum Aufschrei geführt - der ist günstiger als die öffentlichen Taxis. Der Basistarif beträgt 25 Baht, dann 1 Baht pro Minute und 4.5 Baht pro Kilometer. 

Uber Black, welche Limousinen und SUV’s einsetzt, verlangt 45 Baht Grundpreis, plus 2.5 Baht je Minute und 9.2 Baht je Kilometer. Die Fahrt vom oder zu den Flughäfen Suvarnabhumi und Don Mang wird zu einem Fixpreis von 1’000 Baht angeboten.

Illegal, aber doch noch nutzbar: Uber Thailand. Und fährt dorthin wo Kunde will. Und wie war das jetzt, wer verdient mit den Taxis am meisten? Nicht die Fahrer, die kriegen nur 300 Baht für eine 12 Stunden Schicht.

Quelle: Bangkok Post

Freitag, 28. November 2014

Was bleibt für Thailand übrig? Der Eisenbahn Deal mit China

Keine Kommentare :
Wie erwartet nickte das Kabinett den Vertrag zwischen chinesischer und thailändischer Regierung für den Bau der 867 Kilometer langen, zweigleisigen und elektrifizierten Eisenbahn Verbindung, welche Thailand via Laos mit dem Süden China's verbinden soll, vorläufig ab. Er soll nächsten Monat unterschrieben werden.
Bahn in Thailand
Eisenbahn in Thailand: noch auf Schmalspur und dieselbetrieben durch den Dschungel.
Der Entwurf eines Memorandums für die 734 Kilometer von Nong Khai über Saraburi nach Bangkok und die 133 Kilometer von Bangkok über Chonburi nach Taphut bei Rayong wurde unterzeichnet. Die Züge sollen auf 1.435m Spurbreite mit bis zu 180km/h unterwegs sein.


Die Routen sind Teil der 2'000 Kilometer langen Seidenbahn, welche Südchina durch Laos, Thailand und Malaysia mit Singapur verbindet. Die Bahn, seit über einem Jahrzehnt im Gespräch, ist nun verlockend nahe Realität. 

Damit wird Thailand neben der bestehenden metrigen Schmal- auch Normalspur betreiben - ein Thema, dass verschiedene Regierungen seit Jahren beschäftigte.

Noch gibt es viele Bedenken über den Deal, insbesondere ob Thailand wirklich so viel davon profitieren wird wie es sollte. Verkehrsminister Prajin Juntong hat mehrmals darauf hingewiesen, dass die Regierung einzelne Verträge für Konstruktion, Beschaffung, Bau und Finanzierung abschliessen werde.


Er sagte, dass China dadurch in den Bau investieren könne, während Thailand die Strecken betreiben und Darlehen nach und nach langfristig zurückzahlen könne. Thailand würde einen Anteil von 20 Prozent halten.

Wenn das Projekt umgesetzt wird, könne es als Modell für andere Strecken, an denen Japan, Deutschland, Grossbritannien und Frankreich Interesse zeigen, dienen.
Die Seidenbahn: geplante Bahnverbindungen von China nach Südostasien.
Aber obwohl diese Variante vorteilhaft erscheinen mag - Kredit- und Auftraggeber sollten die selbe Person sein, damit das Refinanzierungsrisiko begrenzt und das Projekt termingerecht mit den gewünschten Spezifikationen umgesetzt werden kann.

Allerdings sollte die Regierung intensiv über die Vorzüge des Deals nachdenken, insbesondere weil es ein Deal von Regierung mit Regierung ist. Experten im Verkehrssektor sind besorgt, denn ein zinsgünstiges Darlehen kommt in der Regel mit einem Zustrom von Unternehmen und Materialen des Kreditgebers.


80 von 100 Baht eines Bahnprojektes werden in der Regel für den Bau investiert, der Rest für Schienenfahrzeuge und Signalanlagen. Wer nun genau hinschaut, wer in diesem Projekt am meisten profitiert, sieht, dass 50 von 100 Baht Thailand verlassen würde.

Manchmal hat der Kreditgeber das vertragliche abgesicherte Recht ein Projekt zu entwickeln, weil es ein wichtiger Motor für Wirtschaftswachstum ist.

Die Regierung muss gefragt werden: Was bleibt für Thailand übrig?

Quelle: Nation

Donnerstag, 27. November 2014

Der Gold Zug rollt an - Thailand sollte aufspringen

Keine Kommentare :
Die Welt bewegt sich langsam, fast unmerklich, wieder hin zum Goldstandard. Russland, China und Indien führen die Fahrt durch ihre Aufkäufe von Gold an. Auch in Europa ist Gold in den Schlagzeilen. 
Gold
Goldbarren: Russland, China und Indien häufen Reserven an.
Während sich Deutschland nur darum sorgt, ob ihr Gold sicher genug bewacht ist, stimmt die Schweiz am 30. November darüber ab, ob sie ihren Bestand auf 20 Prozent des gedruckten Geldes anhäufen soll.

Obwohl weder Russen, noch Chinesen und Inder klar deklarieren, dass sie die Zukunft wieder im Standard sehen, spricht ihr Vorgehen für sich. Im Fall einer erneuten Währungskrise wollen sie auf ihre Goldreserven zurück greifen können.

Zur Zeit drucken alle Papiergeld ohne Absicherung durch schwergewichtiges Metall. Weil der US-Dollar, in dünner Luft immer frisch gedruckt, als weltweite Reservewährung steht. Aber die nicht stoppende Gelddruckmaschine zur Stützung der Finanzmärkte verursacht Kopfschmerzen über Währungsvernichtung und Hyperinflation.

Der Goldpreis fiel auf 1'200 Dollar pro Unze zurück, nachdem die Russische Föderation letztes Jahr 150 Tonnen Gold gekauft hatte. Die Russen wollen mit ihren schnellen Aufkäufen den Dollar drücken. Mit Reserven von 1'150 Tonnen Gold ist die russische Zentralbank der weltweit 6. grösste Goldbesitzer, das gelbe Metall deckt 10 Prozent der Bilanzsumme.

Goldpreisentwicklung bis August 2014. Bild: Die Welt
Putin will den USA Hörner aufsetzen, er hat angekündigt die Dollar-Diktatur auf dem Ölmarkt zu beenden und will den Petrodollar entthronen. Die gigantischen Gas-Deals zwischen Russland und China sollen entweder in Yuan oder Rubel abgewickelt werden, beide Länder wollen sich vom Dollar lossagen.

China gibt an, derzeit Goldreserven von etwas über 1'000 Tonnen zu besitzen. Aber es wird angenommen, dass der Schatz weitaus grösser ist, nachdem im grossen Stil begonnen wurde, US-Dollar gegen Gold zu verkaufen.

Wie Russland befürchtet auch China den Zusammenbruch des Papiergeld Systems aufgrund der ständig erhöhten Geldmengen und der enormen Schulden der westlichen Zentralbanken, die nie zurück bezahlt werden. Song Xin, Präsident der China Gold Association, sagte, China sollte 8'500 Tonnen Gold anhäufen, mehr als es die USA besitzt.

Die USA selbst geben an, mehr als 8'100 Tonnen zu besitzen. Wobei diese Angabe seit längerem nicht mehr von unabhängiger Seite überprüft worden ist. In der Tat wachsen daran Zweifel, viele denken, dass die Goldbestände über die Jahre durch Abverkäufe und Darlehen als Stütze des Dollars geschwunden sind.

Xin schrieb im Juli: "Gold ist Geld schlechthin, unter allen Umständen, und wird dazu beitragen, den Yuan als internationale Währung zu etablieren, mit Gold als wesentlicher Basis.

Würde China Gold zur Stützung des Yuan verwenden, würde die chinesische Währung gestärkt und gewänne Stabilität inmitten der wilden Schwankungen der übrigen Währungen, ausgelöst durch die Lawine von gedrucktem Geld. Darüber hinaus hat China die Yuan-Swap Vereinbarung mit 24 Ländern unterschrieben, zuletzt mit Australien und Singapur. Damit wird der Yuan die Währung für internationale Handels- und Finanztransaktionen der beteiligten Länder.

Indien besitzt 557 Tonnen Gold, etwas mehr als 7 Prozent des Gesamtvermögens der Reserve Bank of India. Allerdings hat auch die indische Nachfrage und ihr Appetit auf Gold mit halsbrecherischer Geschwindigkeit zugenommen. Die Reserve Bank taucht als einer der grösster Aufkäufer auf und rivalisiert mit der Zentralbank von China.

Bisher ist die Bewegung in Richtung Goldstandard träge. Der Goldpreis wird durch Marktmanipulation tief gehalten um die Währungen zu stützen.

Aber die Volksabstimmung über Goldreserven in der Schweiz am 30. November wird ein Wendepunkt sein. Die Schweizer stimmen über die Zukunft der Golddeckung ihrer Währung ab. Ein Ja würde bedeuten, dass die schweizerische Nationalbank in den nächsten 5 Jahren rund 1'500 Tonnen Gold kaufen müsste, um Reserven von mindestens 20 Prozent des Gesamtvermögens anzuhäufen.

Die Goldreserven von Thailand sind relativ niedrig, sie betragen 152 Tonnen oder 4 Prozent des Vermögens der Bank of Thailand. Vorbereitend auf die nächste Finanzkrise sollte der Goldbestand zur Absicherung des Baht deutlich erhöht werden, ein Zeichen für Währungsstabilität und Vertrauen gesetzt werden.

Darüber hinaus sollte die thailändische Zentralbank den Umfang ihrer Swap Vereinbarung mit China erhöhen und damit sicherstellen, genügend Liquidität zur Verfügung zu haben, wenn die nächste globale Krise anrollt.

Quelle: Nation

Mittwoch, 26. November 2014

Immigranten sind der Schlüssel zu unserem Erfolg

1 Kommentar :
Ein Kommentar von Sanitsuda Ekachai. 
Ongto, 11 spricht fliessend Thai und Burmesisch. Seine Klassenkamerad Thanaphol fliessend Thai und Khmer. Die beiden Jungen und rund 300’000 mehr Kinder von Migranten könnten unser wertvollstes Kapital sein, dem Land geschenkt für eine starke wirtschaftliche Position in Südostasien. Aber unsere tief verwurzelten Vorurteile sagen, dass dem nicht so ist.

Ich traf Ongto und Thanapol vor einigen Jahren, als ich eine Grenzschule in Trat besuchte. Ihre Eltern arbeiteten in einer Kautschuk Plantage. Für sie war die Schule ein wichtiger Rückzugsraum. Nicht nur lernten sie lesen und schreiben, dort hatten sie auch Freizeit und konnten spielen, wie alle Kinder das können sollten.

"Ich muss um 3 Uhr morgens aufstehen und meinen Eltern helfen, Latex von 600 Bäumen einzusammeln", sagte Ongto in perfektem Thai ohne irgendwelchen Akzent. "Oft kann ich meine Augen morgens in der Schule nicht offen halten."

"Ich will meinen Eltern helfen, aber ich will nicht in einer Kautschuk Plantage arbeiten, wenn ich gross bin. Ich weiss nicht, was die Zukunft mir bringen wird."

Ongto ist nicht der Einzige, der sich vor einem solchen Leben fürchtet. Gemäss einem Netzwerk für Migranten sind die meisten ohne Papiere. Viele staatenlos, was die Situation nochmals gefährlicher für Ausbeutung und Missbrauch macht.

Ich hatte mich an Ongtos Gesicht erinnert, als ich las, dass Barack Obama in den USA ermöglicht hat, dass 5 Millionen Menschen ohne Dokumente legal arbeiten dürfen. Kinder, welche vor ihrem 16. Lebensjahr angekommen waren, werden nicht ausgeschafft.

Obama’s Erklärung, dass die USA schon immer waren ein Einwanderungsland waren und es für immer bleiben werden machte mich nachdenklich. Unsere Nation ist auch ein Einwanderungsland.

Schauen Sie nur die Liste der reichsten Leute Thailand’s an. Die meisten sind chinesische Händler in der zweiten oder dritten Generation. Das selbe bei vielen Top Technokraten und Professoren. 

Eins ist klar: sie würden heute nicht zur Elite gehören, wenn sie oder ihre Vorfahren als illegale Immigranten behandelt und von der thailändischen Staatsbürgerschaft ausgeschlossen worden wären.

Das alte Siam empfing Immigranten herzlich. Seine Anführer, welche Siam gegründet hatten, waren als Immigranten eines Tai sprechendes Volkes aus dem Süden Chinas an den Chao Phraya gekommen. 

Während der Zeit der Königreichs Ayutthaya bestand kulturelle Vielfalt. Sie machte die Stadt zu einer prosperierenden und kosmopolitschen Weltstadt. Europäer und Perser waren willkommen dem Königshof zu dienen, während chinesische Seefahrer für den internationalen Handel angestellt wurden und die Stadt reich machten.

Chinesische Siedler wurden gerne gesehen. Auch war es damals Praxis, Menschen aus im Krieg besiegten Ländern von verschiedenen Ethnien und Kulturen in Siam unterzubringen.

Kurz gesagt, die Legende des ethnisch homogenen Thai Volkes ist genau das - eine Legende. König Taksin zum Beispiel hatte einen chinesischen Vater, der in Ayutthaya als Steuereintreiber arbeitete.

Das alte Siam sah auch verschiedene Migrationswellen von ethnischen Mon Myanmar. Und es ist eine allseits bekannte Tatsache, dass die Könige des Rattanakosin Reiches Mon waren.

Bis vor gut 50 Jahren erhielten alle in Thailand geborenen Kinder die thailändische Staatsbürgerschaft. Diese weltoffene Einstellung wurde abgetötet durch die ultra-nationalen Kampagnen unter dem Regime von Plaek Pibulsongkram und gipfelten im Kalten Krieg zum Schutz der nationalen Sicherheit und Angst vor einer kommunistischen Invasion.

Leider indoktriniert das Bildungssystem weiterhin Generation für Generation Kinder mit rassistischen Mythen.

Es ist politischer Selbstmord. Der rassistische Nationalismus verweigert malayischen Muslimen ihre Identität zu bewahren und ihre Ressourcen zu nutzen. Mit dem Resultat eines nicht enden wollenden Blutbades.

Rassismus hält die Mittelschicht davon ab zu erkennen, wie bereichernd die Kultur der malayischen Muslime ist und ihre Sprache zur Stärkung der nationalen Wirtschaft im Handel mit anderen muslimischen Ländern sein könnte.

Unser schnell wachsendes Land braucht die Arbeitskraft der Jungen um die Wirtschaft zu erhalten. Mit ASEAN im Anzug, brauchen wir Leute, die die Sprache unserer Nachbarn sprechen.

Kindern von Migranten eine gute Schulausbildung und eine Chance hier legal leben und arbeiten zu dürfen würde unsere Wirtschaft unterstützen, wie in früheren Generationen schon bewiesen wurde. Aber, die Regierung will ihre Unterstützung kappen, was zur Folge hätte, dass sie keine Schule mehr besuchen könnten. 

Wir sind blind für sich bietende Gelegenheiten weil wir blind sind für Menschlichkeit. Wir töten unser Zukunft aufgrund ethnischer Vorurteile. Wir können niemanden ausser uns selbst für unsere Herzlosigkeit beschuldigen.

Von Sanitsuda EkachaiJournalistin der Bangkok Post mit Interesse an sozialen Fragen und thailändischem Buddhismus

Übersetzt aus: Bangkok Post

Dienstag, 25. November 2014

Die Spiele, die sie spielten - hochrangige Polizisten treiben Milliarden Baht ein

Kommentare :
Pongpat Chayapan
General Pongpat Chayapan 
Am Sonntag hatte die Polizei in 6 verschiedenen Häusern von Polizei Generalleutnant Pongpat Chayapan, bis vor kurzem Commissioner des Central Investigation Bureau und Polizei Generalmajor Kowit Wongwungruang Bargeld, Gold und andere Wertgegenstände im Wert von mehreren Milliarden Baht sichergestellt.

Neben den beiden Generälen wurden 5 weitere Polizei Offiziere wie auch 5 Zivilsten festgenommen. Pongpat, Kuwit und 2 andere hochrangige Polizisten werden der Unehrlichkeit, illegalem Geldeintreiben und Lese Majeste, Majestätsbeleidigung, angeklagt. Die Polizei hat die Strafanklagen gestern dem Gericht übermittelt.

Generalleutnant Pongpat und 3 seiner Komplizen hatten alleine zwischen Oktober 2010 und November 2014 pro Offizier 3 bis 5 Millionen Baht für Beförderungen eingetrieben, insgesamt um 50 Millionen Baht. 

Einer der Angeklagten, Oberst Akkharawut hatte sich vor wenigen Tagen unter mysteriösen Umständen mit einem Sprung von Haus das Leben genommen und wurde nur 2 Stunden danach kremiert.

Pongpat und Kowit werden auch wegen Betreiben von Spielhöllen in Huai Kwang angeklagt. Dabei sollen sie den Spielern gesagt haben, der Gewinn werde der Monarchie zur Verfügung gestellt.

Generalmajor Boonsueb, einer der anderen Angeklagten, wird der Bestechung im Zusammenhang mit Ölschmuggel verdächtigt. Zwischen Dezember 2011 und Juli diesen Jahres soll er Pongpat 118 Millionen und und Kowit 35 Millionen Baht aus den Korruptionseinnahmen übergeben haben. Kowit, wie auch seine Frau, werden auch der illegalen Waldrodung und -besitznahme angeklagt.

Pongpat Chayapan - eine Polizeikarriere in Thailand

Bevor er vor 4 Jahren das Ruder des CIB übernahm, wurde Polizist Pongpat als Kämpfer gegen Verbrechen bekannt, konnte verschiedenen hochrangige Funktionen in der Crime Suppression Division, übernehmen.

In von ihm erfolgreich geklärten Fällen waren internationale Verbrechersyndikate und Drogenhändler involviert, aber auch Korruptionsfälle mit thailändischen Regierungsbeamten waren darunter.

Als Absolvent der Royal Police Cadet Academy war er in der selben Klasse wie der amtierende nationale Polizeichef Somyot und sein Stellvertreter Pongsapat, kletterte anschliessend die Karriereleiter schnell hoch, leitete verschieden Polizeiposten in Bangkok bevor zur CSD und anschliessend Commissioner des Central Investigation Bureau wurde.

Er nahm an verschiedenen in- und ausländischen Weiterbildungskursen teil und hielt Vorlesungen an Polizei- und zivilen Hochschulen.

Justiz Minister Paiboon diskutierte die Anklagen gestern mit hochrangigen Offizieren der Anti-Geldwäsche Behörde Amlo und dem Department of Special Investigation DSI und veranlasste die beiden Behörden die Korruptionsfälle tiefer zu untersuchen und damit die polizeilichen Ermittlungen zu unterstützen.

Korruption in Thailand

„Aber wir wollen erst mehr Details von der Polizei, bevor wir offiziell eingreifen.“

Die Beschuldigten wurden gestern morgen erneut vom Metropolitan Police Bureau in Bangkok ins Verhör genommen, bevor sie am Nachmittag mit einem Antrag auf Untersuchungshaft für 12 Tage dem Kriminalgericht vorgeführt wurden.

Das Gericht verweigerte das Gesuch um Haftentlassung gegen Kaution. Alle verhafteten Polizeioffiziere mit Ausnahme von Kowit wurden von ihren Posten enthoben. 

Zur Stellungnahme befragt, antwortete der stellvertretende Premier- und Verteidigungsminister Prawit nur: „Alles muss dem Gesetz entsprechen.“ 

Quellen: Bangkok Post, Nation

Montag, 24. November 2014

Sonnenschirme an Phuket's Stränden weiterhin verboten - auch selbst mitgebrachte

Keine Kommentare :
Gouverneur Nisit Jansomwong bekräftigt, dass Sonnenschirme an Phuket's Stränden weiterhin verboten bleiben.

"Wenn Touristen ihre eigenen Sonnenschirme mitbringen, verursacht das nur Konfusion und endlose Missverständnisse", sagte er am Samstag der Phuket Gazette. Solange es keine offizielle Verlautbarung gibt, bleiben sie verboten. Punkt, fertig."

keine Sonnenschirme am Patong Beach
Patong Beach: Nur noch Jet-Skis, Sonnenschirme bleiben verbannt.
Die Bestätigung des Banns des Gouverneurs folgt, nachdem letzte Woche Berichte veröffentlicht wurden, dass persönliche Sonnenschirme tatsächlich erlaubt seien.

Die Berichte waren kurz darauf vom Vize Gouverneur dementiert worden. Auch Touristen bliebe es untersagt, ihre eigenen Schirme mitzubringen.

Anfang Monat war eine Familie aus Schweden vom Patong Beach vertrieben worden, weil sie ihren persönlichen Sonnenschutz mitgebracht hatten.


Immerhin, die Beamten bemühen sich darum, Sonnenschirme und Strandmatten, wenn auch keine Liegen, noch vor der Hochsaison an Weihnachten und Neujahr an die Strände zu bekommen.

"Wir arbeiten an einem Plan. Ich habe das Land Department bereits gebeten abzuklären, was wir machen können, die Schirme zurück an die Strände zu bringen", erklärt der Gouverneur.

"Sobald wir es herausgefunden haben, werden wir an einer Pressekonferenz unsere Entscheidung über Sonnenschirme und die Zukunft der Strände bekannt geben. So schnell wie möglich."

Gouverneur Nisit nannte noch keinen Termin. Dafür forderte er  die Inselbewohner auf, den Touristen zu erklären, das das Verbot notwendig ist, um weitere Missverständnisse über die Absichten der Regierung zu verhindern.


"Erklären Sie doch, was wir durchgemacht haben und das wir versuchen, Leute daran zu hindern, die Strände wieder in ihren Besitz zu nehmen. Ich bin überzeugt, dass die Touristen es verstehen, wenn wir uns die Zeit zu erklären nehmen."

Dass in allem Erstaunlichen auch ein Kern Wahrheit steckt, zeigt die Geschichte eines australischen Paares, welches am Wochenende nach dem Mittagessen vor dem Bliss Hotel am Patong Beach sich auf Liegen ausruhen wollte.

Sie gehörten nicht wie angenommen dem Hotel, sondern einem eigentlich nicht mehr geduldetem Strandvermieter. Für die Stunde auf der Liege bezahlte das Paar 700 Baht.

Quelle: Phuket Gazette

Sonntag, 23. November 2014

Gestern Lohn erhöht, heute auf der Strasse - Beamte in Thailand fürchten um ihren Job

Keine Kommentare :
Pirach Chaunlakhon, 37, seit 2 Jahren angestellt von der Gemeindeverwaltung in Udon Thanis Stadtteil Kumphawapi wurde Anfang Monat plötzlich gekündigt. 2 seiner Kollegen ereilte das gleiche Schicksal. 


Mindestlohn Thailand
Kausal für Beamte: Mindestlohn- ohne Budgeterhöhung. 
Am 3. November teilte ihnen der Gemeindeschreiber mit, dass ihre Verträge aufgrund zu hoher Personalkosten nicht verlängert würden, da die Gemeinde ansonsten gegen den Artikel 35 der Verordnung über lokale Verwaltungen von 1999 verstösst. Die Nachricht traf ihn so plötzlich, dass er nicht wusste, wie er das Schulgeld für seine 2 Kinder und Arztrechnungen seines Vaters bezahlen sollte.

Die Kündigung steht in starkem Kontrast zur Erhöhung der Gehälter von ihm und seiner Frau, welche in der gleichen Verwaltung tätig ist. Beide zusammen erhielten vor nicht langer Zeit eine Lohnerhöhung auf insgesamt 18'000 Baht im Monat. Pirach selbst hatte zu Beginn nur 4'000 Baht verdient.

Dank des kombinierten Lohnes, konnten sie sich ihr Leben freier gestalten, investierten, auch mit einem Bankkredit, in eine Zuckerrohrplantage.

Ähnlich erging es seinem 38-jährigen Kollegen Pariyut Puttaku. Auch er wurde für 4'000 Baht im Monat angestellt, obwohl er Abitur vorweisen konnte. Als Anfang 2012 der Mindestlohn auf täglich 300 Baht erhöht wurde, stieg sein Gehalt auf 9'000 Baht. Das ermöglichte ihm, einen Kredit von 350'000 Baht für ein neues Haus aufzunehmen und Geld für die Ausbildung seiner 2 Kinder zu sparen.

Er arbeitete 10 Jahren bei der Gemeinde, hatte seine Arbeit immer pflichtbewusst und nach bestem Wissen ausgeführt. Sein Akte ist unbefleckt. Doch am 30. September wurde ihm gesagt, dass sein Vertrag aufgelöst wird. So plötzlich, dass er nicht weiss, wie er mit seinen Schulden und den täglichen Ausgaben umgehen soll.


Die Kündigungen stehen denn auch im starken Zusammenhang mit der Erhöhung des Mindestlohnes auf 300 Baht pro Tag und dem Einstiegsgehalt von Universitätsabgängern mit Bachelor Abschluss von 15'000 Baht im Monat. Die Verordnung für lokale Verwaltungen, auf der die Kündigungen beruhen, schreibt vor, dass die Personalkosten nicht mehr als 40 Prozent der Ausgaben betragen dürfen. 

Der Präsident der Vereinigung der Verwaltungsbeamten von Thailand in Udon Thani erläutert, dass Entscheide über Gehaltserhöhungen von der Zentralverwaltung gemacht, die Budgets der lokalen Gemeinden aber nicht angepasst würden. Viele, vor allem kleinere Verwaltungen, würden zur Zeit die 40 Prozent Marke überschreiten.

Er spracht an einem Forum für Verwaltungsbeamte in Khon Kaen, welches sich mit Leitlinien, Rechtsverfahren und Entschädigungen im Zusammenhang mit Kündigungen befasste. Es wurden auch Lösungsansätze gezeigt, wie die Gemeinden mehr Mittel abrufen und so die gestiegenen Personalkosten decken können.


Viele Arbeitsverträge langjähriger Beamter mit Gehältern zwischen 10 und 20'000 Baht wurden aufgelöst, die Leute anschliessend wieder neu mit einem tieferen Lohn von 9'000 Baht wieder angestellt. Der Präsident warnt, dass sich dies in den kommenden 3 bis 5 Jahren häufen wird.

"Nach Gesprächen mit Beamten erfuhr ich, dass etlichen nahe gelegt wurde, zurück zu treten, so, dass sie auf temporärer Basis mit tieferem Lohn wieder angestellt werden konnten. Anschliessend werden sie nach Ablauf für für eine Vertragsverlängerung beurteilt und erneut fix angestellt", erklärte der Präsident. Andere, wie Pirach, wurden entlassen.

Die lokalen Gemeindeverwaltungen in Thailand beschäftigen um 200'000 Personen, mehr als 10'000 wurde alleine am 1. Oktober gekündet.

Letzten Dienstag hatte die Regierung beschlossen, den Beamten per 1. April nächsten Jahres 4 Prozent mehr Lohn zu geben. Eine Entscheidung, die viele gewöhnliche Beamte nachdenken lässt, ob es ihnen wie Pirach oder Pariyuth ergehen wird. 

Quelle: Nation

Samstag, 22. November 2014

Ich bin kein Diktator - sagt ein angefressener Prayuth

1 Kommentar :
Der Vorsitzende der thailändischen Militärjunta und Premier Prayuth hat den Ruf nach Demokratie von studentischen Aktivisten abgewiesen, versichert aber, kein Diktator zu sein.
Prayuth Thailand
Kein Feind von niemandem, sagt Prayuth am 21.11.2014 zur Presse.
"Ich bin kein Feind von niemandem, aber ich bitte alle meine Arbeit nicht zu behindern. Ich bin bereit alle Meinungen anzuhören. Die Studenten können mir schreiben, was sie denken.", sagte Prayuth an der gestrigen Pressekonferenz. Und fügte schnell hinzu:

"Aber fragen Sie mich nicht nach Demokratie. Fragen Sie nicht nach Wahlen. Das gibt es nicht."

Die 5 Studenten von der Khon Kaen Universität, welche während einer Rede des Premiers das verbotene "3-Finger-Salut" gezeigten hatten - eine Geste von Gegnern des Militärcoups, übernommen vom Film Hunger Games - wurden inzwischen nach einem Gespräch mit ihren Eltern freigelassen.

Sie hatten zuvor auch in einer Erklärung gegen den Putsch vom 22. Mai protestiert, welchen sie als Rückschlag für Thailands Demokratie ansehen. General Prayuth schlug ihr Streben nach Demokratie in den Wind:

"Ich mag nicht zu 100 Prozent ein Demokrat sein. Aber ich frage Sie, was kann Thailand von 100 Prozent Demokratie gewinnen? Finden Sie es raus und sagen Sie es mir."

Schon früher hatte Prayuth versprochen, dass frühestens im 2015 ein nationale Wahl stattfinden würde. Erst aber nationale Versöhnung und Reform ausgeführt werden müssen. Der Junta Chef kritisierte auch die Medien für ihre Berichterstattung über den "3-Finger-Salut" und anderer Anti-Coup Aktivitäten der vergangenen Tage.

"Die Medien haben mir zu helfen. Sie haben 2 Aufgaben. Einerseits Situationen zu erklären und Verständnis zu schaffen, auch mit leichten kritischen Untertönen. Sie haben aber auch die Pflicht, die Missionen dieser Regierung zu unterstützen. Wenn immer nur geschrieben wird, Proteste sind die Sache an sich, kommen wir nirgends hin. All die guten Dinge, die ich getan habe, wären umsonst gewesen."

Auf die Frage eines Reporters, ob es den Medien noch erlaubt sei, seine Fehler zu kritisieren, antwortete er: "Was hab ich falsch gemacht? Sagen Sie es mir."

Keiner der Journalisten nahm ihn in die Pflicht.

General und Premier Prayuth verfügt über nahezu absolute Macht. Gerne präsentiert er sich als selbstloser Beschützer der Thais, der gezwungen wurde, den Coup d'Etat vom 22. Mai zu inszenieren, um Thailand inmitten von Wirren wieder Frieden und Ordnung zu schenken.

Prayuth meinte, seine Regierung sei nur Moderator in der laufenden nationalen Reformbewegung. "Wir versuchen, alle in den Reformprozess mit einzubeziehen, damit sich alle über Endergebnis freuen können."

Weiter sagte er, die Regierung sei Schiedsrichter oder Organisator, kein Spieler.

"Im Sport müssen sich die Athleten an die Regeln halten. Schiedsrichter sind dazu da, dass sie eingehalten werden. Der Organisator sorgt dafür, dass jeder, der am Wettkampf mitmacht sicher ist, auch die Fans."

Quellen: Kaosod, Nation

Freitag, 21. November 2014

Dürre droht in Thailand - mehr künstlicher Regen soll Staudämme füllen

Keine Kommentare :
Das Königlich Thailändische Regenmacher- und Landwirtschaftliche Luftfahrt Ministerium verlängert und erweitert die Produktionszeit von Regen um die Auswirkungen der drohenden Dürre zu verringern.
Regenmacher: Chemikalien und Trockenreis bringen Wolken zum Regnen.
Generaldirektor Warawut Khanti-anant hat alle Zentren zur künstlichen Regenerzeugung im ganzen Land aufgefordert, ihre Operationen zu erweitern. Ziel ist, mehr Wasser in die grossen Staudämme zu bekommen, insbesondere im unteren Norden und in den oberen Zentralregionen, damit die zentrale Ebene Thailands auch während der Trockenzeit gut versorgt werden kann.

Auf seinen Reisen in die entlegensten Winkel seines Landes hatte König Bhumipol in 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts die Probleme der landwirtschaftlichen Bevölkerung in Jahren mit wenig Niederschlägen kennen gelernt. Um ihnen zu helfen, vertiefte er sich in Studien zur Erforschung der Technologie für die Herstellung künstlichen Regens, Fon Luang, wie er in Thailand genannt wird, und stiftete private Mittel, damit das Projekt in die Realität umgesetzt werden konnte.



Es erwies sich seit den ersten Versuchen 1969 erfolgreich, bereits 2 Jahre später, 1971, etablierte die Regierung die künstliche Regenerzeugung im Landwirtschaftsministerium. Die Nachfrage nach künstlichem Regen hat seither stetig zugenommen, die Technologie wurde laufend weiter entwickelt.

1999 entdeckte König Bhumipol eine neue Technik für mehr Wolkendichte, welche die Menge und das Ausmass der Niederschlagsmenge erhöht. Er nannte die neue Ausaat von Wolken "Super-Sandwich". Weitere Verbesserungen kamen hinzu, Kreativität und Know How des Königs werden weltweit anerkannt.

Thailand ist heute das Zentrum für künstlichen Regen in Asien. Die Technik wird unter anderem auch erfolgreich in Australien und Jordanien eingesetzt. Der König selbst wurde für seine Erfindung 2001 in Brüssel mit der Eureka Goldmedaille ausgezeichnet. Die Technologie erhielt 2005 in Europa das Patent als "
Wettermodifizierung durch königliche Regenerzeugungstechnologie".

Inzwischen hat der Generaldirektor des Königlichen Bewässerung Departments auf die geringste Reserve seit Jahren hingewiesen und die Bevölkerung gebeten, sorgsam im Umgang mit Wasser zu sein.

Er sagte, Thailand könnte in den nächsten 6 Monaten von einer schweren Dürre heimgesucht werden. Das knappe Wasser soll von den Bauern für die Haupternte 2015 gespart, nicht für den Anbau von Pflanzen in der Nebensaison, die jetzt begonnen hat und bis April dauert, verschwendet werden.

Quelle: NNT


Donnerstag, 20. November 2014

Buddha will das nicht - keine Offenlegung irdischer Reichtümer

1 Kommentar :
Anhänger eines buddhistischen Heiligen aus dem Nordosten Thailands, verurteilen den Vorschlag, dass der Staat die Schatzkammern aller buddhistischen Tempel im ganzen Land unter die Lupe nehmen darf.  
Geldspenden in Wat: selten Transparenz, was mit dem Geld geschieht. 
Die Aktivisten haben ihre Beschwerde inzwischen dem National Reform Council NRC im Parlament überreicht. 

Der Mönch und konservative Hardliner Buddha Issara, bekannt geworden durch die Besetzung des Regierungskomplexes in Chaeng Wattana Anfang Jahr, hatte den NRC zuvor angeregt ein Gesetz zu erlassen, welches dem Staat ermöglicht, die Bankkonten aller Wat in Thailand zu überprüfen.

Er argumentiert, dass damit Transparenz gefördert werde. Die Vertreterin der Aktivisten, Piruedee Pawabhunanand sieht hingegen einen rechtswidrigen Eingriff in religiöse Angelegenheiten.


"Die Besitztümer von Mönchen sind Spenden der Bevölkerung, die aus edlem Glauben gegeben wurden", meint Piruedee. "Jegliche Einmischung ist eine Verletzung von Buddhas Lehre und Sabotage gegen die Religion."

"Die Verwaltung ihres Besitzes ist Sache der Mönche. Sie müssen darauf achten und gegebenenfalls selbst untersuchen, wenn etwas schief läuft. Laut den Lehren Buddhas ist es Laien nicht erlaubt, die Autorität der Mönche zu untergraben."

Piruedee und ihre Mitstreiter sind Anhänger des verstorbenen Phra Dharma Visuddhi Mangala, auch bekannt als Luang Ta Ma Ha Bua, der berühmte Mönch und Amulett Meister, der 2011 im Alter von 98 Jahren gestorben ist.


Obwohl die buddhistische Lehre die Mönche ein bescheidenes Leben ohne irdische Reichtümer lehrt, erhalten viele Wat in Thailand enorme Mengen an Spendengeldern, die aber nur selten offen und transparent dargelegt werden.

Immer wieder gibt es Kontroversen um Mönche, die ihren Reichtum zur Schau stellen. Wie letztes Jahr Luang Pu Nen Kham, der sich selbst filmte und fotografierte, als er im Privat Jet durch die Welt düste, immer seine Louis Vuitton Tasche dabei. Eine Untersuchung deckte später auf, dass er ein Vermögen von rund 200 Millionen Baht in verschiedenen Bankkonten angehäuft hatte.

Obwohl er von der nationalen buddhistischen Autorität seiner Mönchsrobbe entledigt wurde, wird er von seinen Anhängern immer noch als Mönch betrachtet. Zur Zeit lebt er in den Vereinigten Staaten im Exil.

Quelle: Kaosod

Mittwoch, 19. November 2014

Korruption in Thailand - Grundbuchämter vor der Polizei die Nr. 1

Kommentare :
Grundbuchämter sind die korrupteste staatliche Institution. Die Polizei folgt an zweiter Stelle wenn es darum geht, mit illegalen Zahlungen sich einen Dienst zu erleichtern, stellt eine wissenschaftliche Studie fest.
Bestechung in Thailand
Korruption in Thailand: wo die Gelder hin fliessen.
Unter dem Titel "Korruption in der Thailändischen Bürokratie 2014" untersuchte die renommierte Chulalongkorn Universität Einstellung und Erfahrungen von Haushaltvorständen im Umgang mit Bestechung von Beamten in Thailand.


7.2 Prozent von 6'048 befragten Personen gaben an, von Beamten von Grundbuchämtern zu Bestechung aufgefordert geworden zu sein, 6.1 Prozent wurden von der Polizei darum gebeten.

Grundbuchämter, welche dem Department of Lands unterstehen, sind die Agentur für alle Transaktionen und Dokumentationen für den Kauf und Verkauf von Grundstücken. Die Ämter sind berechtigt eine Gebühr zu erheben, die Beamten aber fordern mehr Geld zur Beschleunigung von Arbeiten und zur Legalisierung von grauen Dokumenten.

Beispiel, wie vorgegangen wird: Als die Frau des Verfassers dieses Berichts ihr Grundstück von Nor Ror Sam, dem 2. höchsten Landtitel in Chanote, dem höchsten, umwandeln liess, wies der Chefbeamte sie darauf hin, gegen 10'000 Baht die Sache in 2 Wochen zu erledigen, sonst dauere es ein halbes Jahr.

Auch Zoll- und Land Transport Department nahmen auch Gelder. 2.4, bzw. 1.9 Prozent der Befragten gaben, Bestechungsgelder für Dienste benötigt zu haben.


Immerhin ist ein deutlicher Rückgang im Vergleich mit der letzten Studie vor 15 Jahren zu verzeichnen. 1999 lag der Anteil bei den Grundbuchämtern bei 12.3, bei der Polizei bei 8.5, beim Zoll bei 10.3 und beim Transport Amt bei 7.7.

Die Grundbuchämter waren nicht nur anteilmässig an der Spitze, auch bei der geforderten Summe lagen sie vorn und verlangten auch mal mehr 100'000 Baht. Polizei und Steuernbehördern verlangten Bestechungsgelder zwischen 10'000 und 100'000 Baht. 


Auch öffentlichen Schulen und lokale Verwaltungen fordern Privathaushalte zu Schmiergeldern auf. Durchschnittlich 11'796 Baht für Schüler, welche ohne erforderliche Qualifaktion die nächste Stufe erreichen wollten. 

Der Zoll liess sich für 10'538 Baht, die Polizei für 4'919 Baht bestechen. Gemeindeverwaltungen liegen am unteren Ende der Bechtungsskala, verlangen durchschnittlich nur 1'000 Baht.

Die Studie geht davon aus, dass die Grundbuchämter insgesamt 1.9 Milliarden Baht an Korruptionsgeldern eingenommen haben, die Polizei 1.7 Milliarden und die öffentlichen Schulen 640 Millionen.


Thailändische Haushalte bezahlten 4.9 Milliarden Baht Bestechungsgelder an 10 staatlichen Ämter. Aber immerhin, dreimal weniger als noch 1999.

Die Befragten gaben die Korruption als wichtiges Thema an, hielten sie aber nicht bedeutender als ihre eigenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten.


Korruption ist eine chronische Krankheit in Thailand und die Haushalte vertrauen Medien, Justiz und der Bürokratie nicht. 

Die meisten der Befragten fordern harte Strafen für korrupte Beamte und wollen, dass die Regierung die Bekämpfung als erste Priorität angehen. 

Der stellvertretende Generaldirektor des Departments of Lands ist sich des schlechten, korruptionsbehafteten Rufs seiner Grundbuchämter bewusst, hält aber fest, dass 800 Ämter im Griff zu haben eine schwierige Aufgabe sei.

Aber es werde versucht, Ethik und Moral unter den Beamten zu steigern, Korruption zu verhindern. Moderne Informationstechnologie im Management System verringere zunehmend die Möglichkeiten für Beamte an Schmiergelder zu kommen.

Die Royal Thai Police gibt sich bescheidener. Sie hat Kanäle geöffnet, in denen Beschwerde über die Arbeit der Polizei eingelegt werden kann.

Quelle: Nation

Dienstag, 18. November 2014

Insektenforscher in Thailand verhaftet - die Stellungnahme von Dr. Karel Cerny

Keine Kommentare :
Mitte Oktober wurde der Dr. Karel Cerny zusammen mit dem deutschen Insektenforscher Thomas Ihle und weiteren Kollegen im Nationalpark Doi Phahom Pok verhaftet. Nachdem in den Medien bisher nur die Darstellung der Behörden über die Gründe der Festnahme erschien, hier nun die Stellungnahme des renommierten Wissenschaftlers selbst, was wirklich geschah:

Insektenforscher Dr. Karel Cerny
Mein Name ist Dr. Karel CERNY und im Oktober wurde über mich in den thailändischen Medien berichtet, dass ich mit drei Partnern im Nationalpark Doi Phahompok beim Sammeln von Schmetterlingen festgenommen wurde. Es wurde jedoch nichts über die Hintergründe meiner Tat und nur wenig über die Umstände der Festnahme berichtet. Diese Lücke möchte ich mit diesem Beitrag füllen.

Ich befasse mich seit mehr als fünfzig Jahren mit dem Studium der Systematik und Zoogeographie der Schmetterlinge der Gruppe Tigermoths (Arctiidae), vorwiegen im südostasiatischen Raum. Im Jahr 2005 wurde ich vom berühmten Wissenschaftler Bro. Amnuay Pinratana aus Bangkok gefragt, ob ich bereit wäre, gemeinsam mit ihm diese Schmetterlinge in Thailand zu revidieren und ein Buch, das insbesondere der Wissenschaft und dem Naturschutz dienen sollte, herauszugeben. Nach den erforderlichen Grundlagen suchte ich in Literatur, in Sammlungen und in der Natur. Die Forschungsreisen finanzierte ich selbst. 

Im Jahr 2009 erschien in Bangkok unser Buch, in dem insgesamt 406 Arten behandelt wurden, von denen 94 neu für Thailand und 71 neu für die Wissenschaft waren. Bereits in dem Augenblick war jedoch klar, dass unsere Arbeit noch nicht beendet wurde und dass man für die zweite Auflage zusätzliche Informationen besorgen muss. 

Es ist mir nicht gelungen vom zuständigen Ministerium eine Unterstützung in Form von einer Sammelgenehmigung zu erhalten und so musste ich nach den Zusatzinformationen außerhalb von Schutzgebieten suchen. In 3 weiteren Arbeiten wurden 5 zusätzliche Arten aus Thailand beschrieben und weitere Arbeiten sind in Vorbereitung.

Im Herbst 2014 entschieden sich drei weitere Wissenschaftler sich meiner Forschungsreise anzuschließen. Wir suchten unsere Zielgebiete aufgrund vom gewöhnlichen Kartenmaterial aus, auf dem es keine Hinweise bezüglich des derzeit geltenden Schutzstatus von Doi Phahompok gab und auch Thomas IHLE, der bereits seit 15 Jahren in Thailand lebt und gut die Landessprache versteht und sie lesen kann, fand entlang der Zufahrt keine Hinweise darüber, dass unsere Zielfläche seit xx Jahren zum Nationalpark gehört. 

Die bewaffneten Männer im Checkpoint am Anfang der Grenzstraße informierten uns über den Schutzstatus des Gebietes nicht. Viel mehr halfen sie uns jene Nachtfalter zu sammeln, die während der Nacht von der Beleuchtung des Checkpoint angelockt wurden.

Eine weitere Gruppe bewaffneter Männer begegneten wir gegen 16 Uhr, etwa fünf Stunden vor unserer Festnahme auf jener Stelle, wo wir die nächtliche Beobachtung durchführen wollten. Diese Männer beobachteten kurz unsere Aktivität und unterhielten sich mit Thomas Ihle über die Gefahren, die von den Schmugglern aus Myanmar und von Zecken zu befürchten waren. Über andere Einschränkungen sagten uns auch diese Männer nichts. 

Fünf Stunden später kamen sie mit einer Verstärkung wieder, einer von ihnen erklärte uns, dass er der Direktor des Nationalparks war und ließ uns aus den bekannten Gründen festnehmen. Bis dahin fand ich etwa 300 Stück in 97 Arten der von mir untersuchten Gruppe, viele davon neu für die Provinz. Es ist eine Menge, die ein Vogel oder eine Fledermaus täglich zum Ernähren braucht und viel weniger, als auf einem einzigen Baum im Wald lebt. Auch die herbeigerufenen Sachverständigen fanden mit Hilfe der von unserer Gruppe herausgegebenen Bücher in unserer Ausbeute keine geschützten Organismen.

Wir gaben dennoch unseren Irrtum zu, bezahlten den entstandenen Schaden und die auferlegten Strafen und verließen das Land vor dem Ablauf unserer Visa. Dennoch bleiben für mich einige Fragen offen:

  • Der Forstbehörde ist der Wert der wildlebenden Organismen bewusst. Dennoch war sie nicht einmal nach 14 Jahren seit der Gründung des NP fähig, einen der wichtigsten Zugangswege mit den nach Art. xx des Nationalparksgesetzes vorgeschriebenen Hinweisschildern auszustatten. Warum passierte dies bislang nicht?

  • Wenn man den Wert der im Urwald lebenden Organismen so hoch schätzt, wieso werden jedes Jahr Tausende Hektar des Waldes in wenig ertragreiche Kautschuk -, oder Ölpalmenplantagen umgewandelt und dies auch in den Nationalparks.


  • In einigen Dörfern im Nationalpark brennen hunderte Lampen, die jede Nacht Abertausende von Insekten das Leben kosten. Diese sollten längst gegen insektenschonende Lichtquellen ausgewechselt werden. Wann werden die wirklich wichtigen negativen Einflüsse in dem Schutzgebiet beseitigt?


  • Bei der Beschlagnahme unserer Ausrüstung handelte die Forstbehörde wenig schonend. Während wir nur die wenigen wissenschaftlich interessanten Individuen unter den angeflogenen Insekten aussuchten, verpackten die Rangers unsere Ausstattung mit tausenden anderen Insekten in Plastiktüten und ließen sie dort qualvoll verenden. Warum?


  • Während unserer ersten Begegnung wusste der Direktor bereits, dass wir den Hauptweg verlassen haben und somit gegen die Vorschriften verstießen. Sollte er nicht nach Art. xx des Nationalpark Gesetzes sofort eingreifen und einem größeren Schaden vorbeugen? Er konnte auch die Gelegenheit nutzen und uns operativ eine Sammelgenehmigung für eine Nacht erteilen, wobei wir ihm die Ergebnisse gern zur Verfügung stellen würden. Somit würde er ohne einen zusätzlichen Aufwand einen wertvollen Beitrag zum Naturinventar des anvertrauten Gebietes oder sogar einen Vergleich zwischen einem gesunden Wald und einer noch jungen Aufforstung erhalten. Diese könnte er als eine Grundlage zur Durchführung von weiteren Revitalisierungen verwenden.


Es scheint, dass die zweite Auflage des Buches aufgeschoben werden muss.

Dr. Karel CERNY

Besten Dank an Marc de Roche, Redaktor von Insecta Nostra, wo der Text ebenfalls veröffentlicht wird.

Montag, 17. November 2014

Schönheitsoperation wie Reisen in Thailand - sicher, aber passen Sie auf

Keine Kommentare :
Als Nachwirkung der beiden letzten Todesfälle bei Schönheitsoperationen sind ernsthafte Fragen entstanden, ob die plastische Chirurgie in Thailand sicher ist.

Derzeit bieten landesweit Hunderte von Ärzten Schönheitsoperationen in rund 80 lizenzierten Kliniken und Krankenhäusern an. Dazu kommen viele, die keine offizielle Bewilligung für ihre Tätigkeit haben, dafür mit tiefen Preisen locken. Neue Nase? 1'500 Baht.


Die Preise von Schönheitsoperationen in einer lizenzierten Klinik in Thailand.
Eine Rechtsanwältin der NGO iLaw gab bekannt, dass sie aktuell 15 Leute berate, bei denen eine Operation schief gegangen war. In 12 Fällen sind die Verhandlungen soweit abgeschlossen, dass die Opfer eine Entschädigung erhalten.

Diese Fälle sind wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs. Immer wieder tauchen Fälle von missratenen Schönheitsoperationen in den Medien auf. Samatchaya ist eine von ihnen. Letztes Jahr machte sie einen der beliebten "Nose Jobs" in einer Bangkoker Klinik. Bei einem Nose Job wird die asiatische in eine Art europäische Nase umgebastelt.


"Aber mein Leben hat sich verschlechtert." Statt einer schönen Nase hat sie schwere gesundheitliche Beschwerden. Sie kann nur noch durch den Mund atmen, der Arzt hat sich geweigert, Verantwortung zu übernehmen.

"Manchmal dachte ich daran, mir das Leben zu nehmen." Sie fand bei Surasat, dem Betreiber der Webseite dodeden.com Hilfe. Die Seite informiert über Risiken und Probleme bei Schönheitsoperationen, trotzdem wird auch viel Werbung für plastische Chirurgie angezeigt.

Surasit von dodeden ist zuversichtlich. Er wird Samtchaya einen guten Berater zur Verfügung stellen zu können. Trotz vieler Fälle misslungener Operationen ist er überzeugt, dass sich viele Leute nach wie vor verschönern lassen wollen. "Sie sollten sich vorgängig einfach besser über die Risiken informieren."


Der General Sekretär thailändischen Ärztekammer, Dr. Sampan Komrit, sagt, dass es wenige problematische Fälle gibt. Er ist der Ansicht, dass plastische Chirurgie in Thailand sicher ist.

Auf die Todesfälle angesprochen meint er, dass viele Faktoren eine Rolle spielen, nicht nur die Fähigkeiten des Arztes, sondern auch der Gesundheitszustand des Patienten und die Ausstattung der Klinik.

Sampan erklärt, dass die Todesfälle folgen von Allergien bei der Anästhesie gewesen seien. Höchstens 1 von 50'000 Patienten entwickle einer Allergie, im Durchschnitt wären es 1 von 200'000. Eines der Risiken bei einer Schöhnheitsoperation, meint er,  erfahrene Ärzte in einer gut ausgestatteten Klinik haben gute Chancen das Leben zu retten, wenn eine Allergie auftrete. 


Auf die Frage, ob auch ein allgemeiner Arzt plastische Chirurgie durchführen könne, gibt er an: "Zur Zeit, ja."

Aber er offenbart, dass die Ärztekammer plane, dass ab nächstem Jahr nur noch speziell ausgebildete Fachärzte Schönheitsoperationen durchführen dürfen. Es soll Ausbildungsprogramme für verschiedene Operationsarten geben, jede dauere zwischen 6 und 12 Monaten. Sampan führt weiter aus, dass mit dem Start der neuen Regeln des Medical Council auf ihrer Webseite eine Liste mit den staatlich geprüften Chirurgen veröffentlicht werde. 


Bis dahin, so sein Rat, sollen Kunden Anbieter auswählen, welche mindestens 10 Jahre Erfahrung haben und für 30 bis 90 Tage nach der OP Follow Up Termine vereinbaren, damit allfällige Nebenwirkungen überprüft werden können.

Der Generaldirektor des Health Service Support Departments Boonruang hält fest, dass sein Department die bei ihnen registrierten Kliniken streng auf ihre medizinischen Einrichtung überwachen und Patienten, die einen lizenzierten Anbieter wählen sicher sein könnten. Wenn bei ihren Prüfungen eine Klinik nicht den Anforderungen entspreche, werden sie bis zur Behebung sofort vorübergehend geschlossen. 

Die Ärztekammer selbst plant das Gesundheitsministerium zu bitten, dass Anästhesie Mittel nur für grössere Operationen reserviert werden. Boonruang denkt, dass es zukünftig weitere Gesetze geben wird, die Patienten von Schönheitsoperationen schützen.


Allerdings fordert er die Leute auf, sich nicht alleine auf die Behörden zu verlassen, wenn um den Schutz ihrer Rechte und ihr Leben geht.

Er empfiehlt, den Hintergrund von Ärzten und den medizinischen Einrichtungen einer Klink vorgängig zu überprüfen. Patienten sollten wenigstens wissen, ob die Klinik ihrer Wahl ordnungsgemäss beim Health Service Support Department registriert ist.

In Thailand bieten offiziell 80 Kliniken und Krankenhäuser Schönheitsoperationen an, 60 davon in Bangkok. Die Ärztekammer hat 335 Ärzte für plastische Chirurgie , 456 für Gesicht Rekonstruktions Chirurgie lizenziert.

Wer die Nasen thailändischer Frauen einmal genauer betrachtet und durch bestimmte Gegenden in Bangkok oder Pattaya geht, sieht schnell, dass die Dunkelziffer an selbst ernannten Spezialisten enorm sein muss. 

Quelle: Nation