Samstag, 18. Oktober 2014

Scheinehen Thai Style - Frauen wurden ohne ihr Wissen verheiratet

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Thailändische Heiratsurkund
Hunderte von Scheinehen zwischen thailändischen Frauen und ausländischen Männern wurden zwischen 2011 und 2013 von einem korrupten Beamten in Khon Kaen registriert.

Der besondere Clou war, dass die Frauen nicht einmal wussten, das sie verheiratet waren, bis sie selbst aufs Standesamt gingen und ihre Ehe registrieren lassen wollten.

Eines der Opfer lebt mit ihrem ausländischen Freund in Khon Kaen. Als sie beschlossen zu heiraten, damit ihr gemeinsames Baby die Rechte einer eingetragenen Ehe erhält, kam die Schocknachricht. Sie sei doch bereits mit einem Ausländer verheiratet, registriert in Nong Bua Lamphu. 

Da war sie noch nie gewesen. Sie ging auf's Bezirksamt in Non Sang und hatte Glück. Anti Korruption Inspektoren des Department of Provincial Administration prüften gerade das Amt. Sie erzählte den Beamten ihre Geschichte. 


Wie sich herausstellte hatte der Standesbeamte in 611 Fällen Namen von nicht verheirateten Frauen an ausländische Interessenten für eine Scheinehe verkauft. Er wurde bereits für Fälschung von Dokumenten, Missbrauch seiner Funktion und vorsätzlicher Registrierung falscher Daten bestraft.

Die meisten der Kunden des korrupten Beamten kamen aus Indien, Malaysia und Nigeria. Die Scheinehe mit einer Thai Frau sollte ihnen zu einfacherem Aufenthaltsrecht in Thailand verhelfen.

Die anderen 610 unwissentlich verheirateten Frauen müssen beweisen, dass sie nicht verheiratet sind. Erst dann können sie ein Gericht bitten, die nicht vorhandene Ehe aufzulösen. 

Auch in Europa sind Scheinehen ein Thema, weniger mit Partnerinnen oder Partner, die nichts davon wissen, aber zum selben Zweck, Aufenthaltsrecht. In der Schweiz wird geschätzt, dass pro Jahr 1'000 Paare nur zum Schein heiraten. 

Gefahren lauern auch im Cyber Space 

Inzwischen haben sich 3 Frauen auf dem Department of Special Investigation, DSI, gemeldet. Sie wollen, dass etwas unternommen wird gegen Cyber Raubtiere, die in Sozialen Medien Jagd auf Thai Frauen machen.

Eine von ihnen, Ranyaporn Wichienchotewat, ist Gründerin einer Anti-Sam Facebook Seite und war selbst Opfer, hatte einige 10'000 Baht verloren. Eine andere Frau wurde sogar um 6 Mio. betrogen.

Ihre Facebook Seite klärt über das Betrugsrisiko von Sozialen Medien und Dating Webseiten auf. Sie selbst hatte hatte auf einer Chat Plattform einen Mann kennengelernt und liess sich dazu überreden, ihm Geld zu senden.

"Die Betrüger verwenden Bilder von gut aussehenden Männern, behaupten reich zu sein und sich in ihre Opfer verliebt zu haben", sagte Ranyaporn. Andere wurden erpressst, nach dem sie sich in einem Online Chat nackt präsentiert hatten.

Die Facebook Seite hat seit ihrer Erstellung vor 2 Jahren 20'000 Likes erhalten. Das DSI hat versprochen, Beschwerden von Ranyporns Seite zu untersuchen.

Quelle: Nation

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