Donnerstag, 9. Oktober 2014

Machen sie das nicht, sonst verhafte ich sie - Kampf gegen Korruption in Thailands Polizei

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Strafzettel verlangen, nicht einfach zahlen.  
Geldprämien sollen helfen, dass Polizisten Bestechungsgelder nicht annehmen. Neuer Anlauf gegen die grassierende Korruption des Metropolitan Police Department von Bangkok. 

Gestern erhielt ein Verkehrspolizist als Erster 10'000 Baht Belohnung, weil er die 100 Baht übliches Bestechungsgeld eines Motorradfahrers nicht angenommen hatte. 

Nach Angaben der Polizei, war der fehlbare Lenker an einer verbotenen Stelle links abgebogen. Als der Sergeant ihn schnappte, wollte er sich der Strafe mit der kleinen Summe entledigen.

"Der Polizist hatte den Bestechungsversuch gedankenschnell mit seinem Handy fotografiert und den Fahrer gleich mit auf die Station mitgenommen", sagte Major General Adul Narongsak, stellvertretender Kommandant der Metropolitan Police stolz.

Der bescheidene Verkehrspolizist meinte, er hätte nicht mal Kenntnis von der hohen Belohnung gehabt. Er lehne regelmässig Bestechungsversuche ab. "Machen sie das nicht, sonst verhafte ich sie." 

Aber die Belohnung sei eine gute Sache. So würden mehr Polizisten ihren Dienst korrekt versehen.


Gemäss Gesetz werden Staatsbeamte, die der Bestechung schuldig sind, mit bis zu 5 Jahren Gefängnis bestraft. Für die Annahme von Bestechungsgeldern können sie aber lebenslang hinter Gitter kommen.

In der Realität ist davon allerdings nicht viel zu spüren. Bestechung ist sehr üblich bei der Thailändischen Polizei, Verkehrsregeln werden kaum durchgesetzt.

Die neue Kampagne gegen Korruption wurde am 4. Oktober gestartet. Sie soll Ehrlichkeit und Würde des Polizeikorps fördern. 

Ich würde es gerne sehen, wenn sich alle Verkehrsteilnehmer an die Verkehrsregeln halten, meinte der Major General abschliessend, und weiter: 

"Wenn Sie rechtmässig wegen eines Verstosses festgehalten werden, bezahlen Sie ihre Strafe bitte auf legale Weise. Versuchen Sie es nicht mit Bestechung."

Auch wenn der Polizist einfach Geld verlangt. Und passen Sie auf, wenn er das Handy schussbereit hält.

Quelle: Kaosod

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