Sonntag, 12. Oktober 2014

Leere Reishülsen unter Maniok - neuer Skandal um Reis in Thailand

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Nur noch Hülsen, der Reis ist weg.
Neuer Skandal um die Reissubventionen der vormaligen Regierung. In verschiedenen Lagerhallen wurden, versteckt unter Ballen von Maniok, grosse Mengen Reishülsen entdeckt.

Der Fund wurde bei einer Kontrolle von Beamten des Handelsmininsteriums und der Public Warehouse Organisation PWO gemacht. Eigentlich wollten sie 497'000 Tonnen Maniok in privaten Lagerhäusern auf ihre Qualität untersuchen und ihn anschliessend auf einer Auktion verkaufen.

Die Inspektion der Lagerhäuser in den Provinzen Ratchaburi und Ayutthaya zeigt auf, dass es gezielte Praxis war, die Reishülsen zu verstecken. Entweder von den Besitzern selbst, von Staatsmitarbeitern oder in gemeinsamer Sache.

In grosse Säcke verpackt, wurden die Reishülsen in mitten des Manioks verborgen gehalten.


Thailand ist der 4. grösste Maniok Produzent der Welt. Maniok ist auch unter den Namen Cassava und Tapioca bekannt. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Südamerika und ist roh ungeniessbar. Sie wird in Thailand, seit 2008 staatlich gefördert, auch zu Bioethanol verarbeitet.

Noch ist unklar, wie viel Reis weg ist. Eine erste Einschätzung geht von mehreren 10'000 Tonnen aus. Die Beamten sagten, die Lagerhaltung von Maniok und Reis sei komplett unterschiedlich in der Handhabung. 

Subventionierter Reis kann nicht so ohne weiteres eingelagert werden. Er müssen strenge Regeln eingehalten, die Türen anschliessend verschlossen werden. Bei Maniok können die Besitzer in die Hallen hinein, müssen sogar, da er alle 2 Monate zur Belüftung und Schutz vor Feuchtigkeit gedreht werden muss.

Die Beamten haben nun Beschwerde bei der Polizei eingereicht und planen eine Strafanzeige gegen alle relevanten Personen einzureichen.


Die aufgedeckte Praxis zeigt auf, dass skrupellose Lagerverwalter und ihre Beteiligten in einer Art Börsenspiel Reis bei hohem Preis verkaufen und wieder aufkaufen, wenn er unten ist.

Blöd nur, wenn jemand kontrolliert. Aber zweimal an der gleichen Ware verdienen, nicht schlecht. Die Einzigen, die wie immer in die Röhre gucken, sind die Reisbauern

Die PWO wird nun alle Vorräte im Land überprüfen um festzustellen, wie viel vom subventionierten Reis überhaupt noch da ist.

Quelle: Thai PBS

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