Dienstag, 14. Oktober 2014

Keine Staudämme - Salween Watch fordert Thailand auf, Unterstützung zu stoppen

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Salween Myanmar
Protest gegen Staudämme am Salween. 
Salween Watch, eine Umweltschutzorganisation, behauptet, dass die jüngsten Konflikte im Karen State an der Grenze zu Thailand in Zusammenhang mit dem Bau von Staudämmen am Salween Fluss stehen. Sie beobachtet seit über einem Jahrzehnt die Vorgänge rund um die Projekte.

Die Organisation zeigt sich zutiefst besorgt über die Eskalation der Kämpfe und die Verschiebungen von staatlichen burmesischen Truppen in die Region.

In den letzten Tage waren Hunderte von Bewohnern nach Thailand geflüchtet, nachdem die Burmesische Armee und die Demokratische Karen Benevolent Army DKBA sich Gefechte geliefert hatten. Die Burmesische Armee hatte zuvor lokale bewaffnete Gruppen gewarnt, die Tage der DKBA wären gezählt.

Am 11. Oktober wurden 260 Karen, welche aufgrund der Kämpfe nach Thailand fliehen wollten, von den Thailändischen Behörden wieder zurück auf die burmesische Seite gedrängt. 

Quellen aus DKBA und Karen Nation Union KNU berichten, dass die DKBA selbst auch gewarnt wurde, sie würde im Gebiet des geplanten Hut Gyi Dammes ausgelöscht. 9 Lastwagen mit Truppen wurden am 8. Oktober in die Region verschoben. Die DKBA will den Bau des Dammes verhindern.

Salween Watch setzt sich dafür ein, dass alle Entwicklungsprojekte inklusive der Staudämme aufs Eis gelegt werden, bis Burma einen sicheren und echten Frieden hat.


Staudämme in Planung am Salween
Geplante Staudämme am Salween in China und Burma.
Der Hut Gyi Dam ist einer der am Salween geplanten Staudämme. Alle Projekte liegen in ethnischen Gebieten, die jahrzehntelang unter dem Bürgerkrieg gelitten haben. In allen betroffenen Gemeinden gibt es starke Opposition gegen die Projekte.

Die Organisation glaubt, die aktuellen Konflikte im Karen State wären der Beweis, das die Projekte ungeachtet dessen und der Friedensverhandlungen vorangetrieben werden.


Sie verurteilt die jüngste Eskalation durch die burmesische Armee. Der Bau von Dämmen in Kriegsgebieten würde nur Konflikte und Militarisierung anheizen. Gerade jetzt, während in der Hauptstadt Naypidaw über landesweiten Waffenstillstand verhandelt wird, fordert sie die Regierung auf, die militärische Offensive sofort zu stoppen und sich aus der Region zurück zu ziehen.

Salween Watch fordert auch die Thailändische Regierung auf, ihr Engagement in die geplanten Staudämme zu stoppen. Die Thailand Electricity Generating EGAT soll ihre Beteiligung am Hut Gyi Dam zurückziehen. Nicht nur wegen der Situation in Burma, sondern auch aufgrund der grenzüberschreitenden Auswirkungen.

Wie PBS berichtet, soll es in Myawaddy, dem Grenzort gegenüber von Mae Sot, inzwischen wieder ruhig sein. 2 Wochen zuvor hatte die DKBA kurzfristig die Kontrolle über die Stadt eingenommen, bei anschliessenden Kämpfen war ein Strom von Einwohnern der Stadt nach Mae Sot geflohen.

Quelle: Karen News

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