Freitag, 31. Oktober 2014

3 Zugunfälle in 48 Stunden - Thailand's unbewachte Bahnübergänge

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Beim dritten Bahnunfall innerhalb von 48 Stunden sind im Nordosten Thailands 4 Menschen ums Leben gekommen. Ein Lastwagen war auf einen Zug geprallt. Der war auf dem Weg von Nakhon Ratchasima nach Nong Khai. 2 Passagiere, ein Bahn Mechaniker und der Lokführer kamen ums Leben.
Wenn auch ausgeschildert, trotzdem gefährlich: Bahnübergang bei Ban Krut. 
Dort gibt es weder Schilder, Lichter noch Schranken, es ist einer von hunderten von nicht offiziellen Übergängen. Beamte des Transportministeriums sagen, dass es in Thailand mindestens 500 solcher Bahnübergänge mit sehr hohem Gefahrenpotential gibt. 

Dazu kommen all die unbewachten Übergänge, die wohl ausgeschildert, aber ohne Schranken versehen sind. Auch wenn die alten Dieselloks mit ihrem Hubschrauber-ähnlichem Geräusch kilometerweit zu hören sind, im Auto sitzend, Musik an, nimmt man sie trotzdem nicht so einfach wahr.
Die State Railway of Thailand, SRT, wurde 1890 gegründet und unterhält eine Schienennetz von 4'487 Kilometer. Mit rund 26'000 Angestellten ist es das grösste staatliche Unternehmen des Landes. Gleichzeitig fährt die SRT den grössten Verlust ein, 2010 waren es 7.58 Mia. Baht.
Die Züge fahren langsam, halten den Fahrplan häufig nicht ein. Der grösste Teil der Strecken ist nur einspurig, das Zugmaterial alt und schwierig zu unterhalten.

Gesten wurde bekannt, dass Premier Prayuth die Vereinbarung des früheren stellvertretenden Ministerpräsidenten und Verteidigungsminister Prawit unterstützt und am 12. Treffen der Asia-Pacific Economic Cooperation (Apec) vom 9. bis 11. November mit seinem chinesischen Amtskollegen über einen Deal der Bau der Strecke von Nong Khai nach Bangkok durch China im Gegengeschäft mit Reisexport erreichen will.

Seit Jahren wird über den Ausbau der Bahn geredet, die Regierung Yingluck präsentierte letztes Jahr ihr ambitioniertes Projekt von High Speed Verbindungen in alle Landesteile. Auch die Militärjunta setzt auf die Bahn, neben ausgewählten Hochgeschwindigkeitsstrecken sollen die alle anderen bisherigen Verbindungen auf Normalspur umgestellt und zweigleisig geführt werden.

Bahnausbau Thailand
Vom NCPO verabschiedetes Bahnprojekt Thailand. 
Aber noch beherrschen bittere Alltagsgeschichten die Schlagzeilen über die SRT. Am Tag zuvor war bei Hua Hin ein Auto mit dem Express von Bangkok nach Hat Yai kollidiert und hatte eine kleine Explosion verursacht. Ein Ehepaar hatte auf das Navigationssystem ihres Handys geschaut, als der Zug sie erfasste und tötete. 

Wenige Stunden früher in der Provinz Phitsanulok war der Motor eines Autos mitten auf einem Übergang abgestorben. Der Fahrer hatte Glück, sein Wagen wurde vom Zug wohl gerammt und 100 Meter weit geschoben, er erlitt aber nur leichte Verletzungen.

Quelle: Kaosod

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Die dunkle Haut der Miss Thailand World stört nicht mehr - aber dieses Kleid..

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Miss World Thailand 2014
Umstrittenes Outifit der schönsten Frau Thailands.
Miss World Thailand erhält einen virtuellen Chor von Buh Rufen aus dem Internet. Nicht mehr für ihre dunkle Haut, sondern für die Art Trachtkleid, welches die schönste Frau Thailands auf den Bühnen der Schönheitswettbewerbe dieser Welt tragen soll.

Niemand gibt der 22-jährigen Nonthawan Maeya Thongleng Schuld, die das Kleid auf einer Pressekonferenz präsentierte. "Maeya ist so schön, aber ihr Kleid sieht aus wie diese umgestülpten Körbe, unter denen in Thailand Hühner gehalten werden", meinte eine Journalistin. 

Das traditionelle Outfit wurde von der Ruen Chao Sao Boutique designt, inspiriert vom 19. Jahrhundert gespickt mit einem Mix aus Country Stil und Viktorianischer Era.

Die Rede ist von Maeya, der Schönheit aus dem Süden Thailands, die von der Presse und in sozialen Medien nach Anlauf herzlich aufgenommen wurde.

Eine der meist diskutierten Qualitäten der Miss World Thailand ist ihr braune Haut. Viele hoffen, dass damit eine Wandel des Schönheitsideals in Thailand eingeläutet wurde. Ein Ideal, in dem helle Haut und europäisches Erbe sich oft als immenser Vorteil erweisen.


Miss World Thailand
Maeya umrahmt von den hellhäutigen 2. und 3. platzierten Schönheiten. 
"Ich bin glücklich mit ihr, genug von heller Haut!", schrieb ein Kritiker. "Sie hat einen einzigartigen Look." Auch andere träumen von dem Tag, an dem die gemeinsame Sucht nach bleicher Haut endet. 

"Ich bin froh, dass dieses dunkelhäutige Mädchen die Chance erhält, Thailands Schönheit auf der internationalen Bühne zu vertreten und hoffe, dass es allen anderen Frauen in Thailand hilft, ihre Sucht auf weisse Haut loszuwerden."

Aber ja, das neue Kleid wird gehasst. "Sie hat schon so viele tolle Kleider präsentiert, aber was soll das jetzt nur?", meint Designer Danai Danai. Ein Kleid zu entwerfen, welches Tradition darstellen soll, sei immer lebensgefährlich. Der Dress der letztjährigen Miss Universe wurde als billig abgetan.

Besteht noch eine Chance auf Änderung? Maeya scheint betroffen zu sein vom Shit Storm aus dem Internet. "Es kann einen Wechsel des Outfits geben", antwortete sie, "ich möchte, dass jeder dem vertraut, was ich trage und mache." Sie wird Thailand am 14. Dezember bei den Miss World Wahlen in London vertreten.

Quelle: Coconut
Bilder: Facebook

Mittwoch, 29. Oktober 2014

90 Prozent von 18 Mio. Tonnen Reis vergammelt - Prayuth rät Bauern zu eigenem Speicher

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Nur 10 Prozent der 18 Millionen Tonnen eingelagertem Reis, welcher der Staat für überhöhten Preis den Bauern abgekauft hatte, ist von guter Qualität und in gutem Zustand. 

70 Prozent weist schlechte Qualität auf, die Körner wären bereits gelblich und die restlichen 20 Prozente seien morsch und ungeniessbar, wie Premier Prayuth Chan-Ocha gestern Dienstag ausführte.
Reis Feld Thailand
Reisanbau in Thailand: selbst einlagern, rät Premier Prayuth den Bauern.
In Bezug auf die rund 100'000 Tonnen Reis, welche auf mysteriöse Weise verschwunden sind - unter anderem wurden leere Reishülsen unter Maniok gefunden - sagte Prayuth, dass die nationale Anti Korruptionskommission die Angelegenheit untersuche, prüfe wo Fehler gemacht wurden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen werde.


Im September hatte die Thailändische Handelskammer auf die schlechte Ertragslage der Reisbauern hingewiesen. Der Nettogewinn der Bauern ist massiv zurückgegangen. 2004 betrug er 1'906 Baht, letztes Jahr nur noch 502 Baht pro Tonne.


Was die Rolle und Verantwortung der Regierung betreffe, sei es ihre Aufgabe die Menschen im Land zu unterstützen. Sie versuche wohl, den eingelagerten Reis zu verkaufen. Soweit möglich aber ohne Wirkung auf den Preis von frisch geerntetem Reis.

Premier Prayuth wies weiters auf die Notwendigkeit hin, dass Landwirte eigene Speicher hätten. So könnten sie ihre Ernte selbst lagern können und dann verkaufen, wenn die Preis auf einem gutem Niveau liegen. 

Eigene Speicher können den Preis für Reis stabilisieren, meinte er abschliessend. Erst am Vortag hatte Prayuth angekündigt, dass Thailand 2015 wieder die weltweite Nummer 1 im Reisexport werde. 

Das Department of Agricultural Extension hat kürzlich Reisbauern zur Umstellung von Reis auf Energy Crops für die Herstellung von Biokraftstoff aufgefordert. Wer mitmacht, erhält im ersten Jahr nach Umstellung eine Vergütung von 5'000 Baht pro Rai, im Zweiten 3'000 und im Dritten noch 2'000.

Quelle: Thai BPS

Dienstag, 28. Oktober 2014

Keine Sex Toys mehr in Krabi's Pranang Cave

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Keine Penisse mehr in der Pranang Cave.
Ein Beamter hat ein lokales Heiligtum in Südthailand von allen Sex Spielzeugen, die Besucher anstelle von Girlanden und anderen traditionellen Gegenständen platziert hatten, gesäubert.

Der Schrein im Pranang Cave liegt unweit der bekannten Railay Beach auf Krabi. 

Yothin Kaewkardee, Sicherheitsbeamter am Railay, sagte, der Ruf der Höhle wurde ruiniert, nachdem im Internet Bilder der Sex Spielzeuge veröffentlicht wurden. 

Neben vielen traditionellen, aus Holz geschnitzten Phallus Symobolen wurden auch Sex Toys aus der Höhle entfernt. Die lokalen Behörden meinen, der Anblick sei respektlos gegenüber Menschen gewesen, die am Schrein beten wollten.

Eine Legende berichtet, dass Phra Nang eine indische Prinzessin war, die in einem Schiffswrack getötet wurde. 

In einer anderen Erzählung war Phra Nang die Frau eines Fischers, der nicht mehr vom Meer zurück kam. Sie lebte der Rest ihres Lebens in der Höhle und wartete auf ihren Mann.

Heute beten die Fischer in der Höhle für eine sichere Reise und legen eine Palad Khik als Opfer ab. 

Palad Khik ist Amulett, das wie ein Penis geformt ist. Der Ausdruck Palad Khik bedeutet "Einen Penis Ersatz ehren". Die Amulette reichen von ein paar Zentimeter bis mehrere Meter Länge. Die Kleineren werden in der Regel auf dem Körper getragen, während die Grossen in Geschäften und Schreinen aufgestellt werden.

Sie waren ursprünglich von den Khmern aus Kambodscha nach Thailand gebracht worden und stellen den Linga, Penis, des Hindu Gott Shiva als Fruchtbarkeitssymbol dar. In der Pranang Cave sind sie traditionell besonders realistisch mit Rippen und Köpfen dargestellt.

Wiriya Srirangkul, der Direktor des Tourismusbüro von Krabi, fordert Einheimische und Touristen auf zu melden, wenn sie weiterhin anstössige Gegenstände in der Höhle sehen.

Quelle: Kaosod

Montag, 27. Oktober 2014

Über 80% sind zufrieden mit Prayuth und der NCPO - Umfrage von Dusit Poll

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Mehr als 80 Prozent der Thailänder sind mit den Leistungen des Nationalen Rates für Frieden und Ordnung, NCPO, unter dem vormaligen General und heutigen Premier Prayuth in den ersten 5 Monaten nach der Machtergreifung zufrieden, wenn man der aktuellen Umfrage von Dusit Poll glauben darf. Der politische Konflikt habe sich entspannt, der Rat versuche das Land in allen Richtungen vorwärts zu bringen.


Premier Prayuth Thailand
Gemäss Dusit Poll sind mehr als 80 Prozent zufrieden mit Prayuth und seiner Junta.
Die Meinungsumfrage wurde zwischen 21. und 25 Oktober von Suan Dusit Poll der Ratjabat Suan Dusit Universität durchgeführt. Insgesamt wurden 1'677 Personen aus ganz Thailand befragt.

Die Ergebnisse der Umfrage im einzelnen: 

Leistung des NCPO in den vergangenen 5 Monaten

  • 82% meinen, der Rat hat Kontrolle über das Land, da es keine gewalttätigen Konflikte gab
  • 81% denken, der Rat bekommt Probleme, da er die Macht über die gesetzgebende Versammlung monopolisieren will
  • 77% sagen, der Rat versucht, die Probleme des Landes zu lösen und es vorwärts zu bringen

Zufriedenheit mit der Leistung des NCPO

  • 55% waren zufrieden
  • 31% sehr zufrieden
  • 10% nicht zufrieden
  • 3% überhaupt nicht aufgrund der diktatorischen Tendenz und der Behinderung freier Meinungsäusserung

Herausragende Eigenschaften des Rates

  • 42% meinen, die NCPO sei entscheidungsfreudig und unkompliziert
  • 35% denken, die Bemühungen Probleme anzugehen und zu lösen
  • 22% überzeugt der klare Fahrplan mit klarem Zeitrahmen

Hindernisse für den NCPO

  • 38% denken, die Abschwächung der Konjunktur da wesentlicher Faktor der Lebensgrundlage der Menschen
  • 32% meinen, die Behinderung der freien Meinungsäusserung
  • 30% sagen, die Politik und der Arbeitsstil des Rates befriedige die Menschen nicht

Erwartungen an den NCPO

  • 44% wollen, dass der Rat die Korruption ernsthaft eliminiert
  • 36% erwarten eine ehrliche Verwaltung in allen Bereichen
  • 20% würden gerne sehen, dass der Rat mit dem gesamten Spektrum inklusive Opposition zum Wohle aller zusammenarbeitet

Zensuren von 1-10 für die 5 Monate an der Macht

  • 8.82 Punkte im Mai
  • 8.87 Punkte im Juni
  • 8.80 Punkte im Juli
  • 8.57 Punkte im September
  • 8.52 Punkte im Oktober 

Quelle: Kaosod


Sonntag, 26. Oktober 2014

Tak Bai Vorfall - Menschenrechtlerin fordert zum 10. Jahrestag Gerchtigkeit

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Ein Jahrzehnt nach dem Tak Bai Vorfall erneuert die Menschenrechtlerin Angkhana Neelapaijit ihre Forderung nach Massnahmen. Am 25. Oktober 2004 waren 78 von Sicherheitskräften festgenommene Personen nach Protesten auf Militärlastwagen ums Leben gekommen.


Gedenktafel an den Vorfall von Tak Bai, Provinz Narathiwat
Am 10. Jahrestag des Vorfalls hat die Vorsitzende der Justice of Peace Foundation erneut die Behauptungen der Staatsanwaltschaft in Frage gestellt, nachdem diese die Anklage gegen die Sicherheitskräfte aus Mangel an Beweisen fallen liess.

"Es gibt Leute, die auf den Militärlastwagen waren und erklären können, weshalb die Leute starben. Die Todesfälle wären vermeidbar gewesen, wenn die gefesselten Demonstranten sich hätten aufsetzen können und nicht der Länge nach mit dem Gesicht nach unten und aufgeschichtet übereinander auf die Lastwagen gepfercht worden wären."

Sie sagte, Medien und andere Beobachter des Vorfalls wüssten, welche Beamten den Auftrag für den Transport gegeben hatten.

Der Tak Bai Vorfall

Am 25. Oktober 2004 gab es vor der Polizeistation von Tak Bai eine Demonstration von rund 1'500 Menschen gegen die Inhaftierung von 6 Männern. Nach meheren Stunden versuchte die Menge, die Absperrungen zu durchbrechen und in die Station einzudringen. Dei Polizei reagierte mit Tränengas und Wasserwerfern, die Demonstranten anworteten mit Steinen. Darauf schoss die Polizei erst in die Luft, später auf Kopfhöhe über die Menge, tötete dabei 7 Personen.

Fast 1'300 Demonstranten wurden festgenommen. Ihnen wurden befohlen, sich auszuziehen, auf den Bauch zu liegen und die Nähe der Lastwagen zu kriechen, welche sie abtransportieren sollte. Berichte von Journalisten belegen, dass Militär Demonstranten mit Füssen trat und mit Stöchen schlug, auch nachdem sie den Anweisungen auf den Boden zu liegen, folgen leisteten.

Die Gefangenen wurden dann übereinander in die Lastwagen gestapelt und in Inkayut Militärlage in der Provinz Pattani transportiert, Die Fahrt dauert 5 Stunden und als die Lastwagen am Ziel ankamen, waren 78 Menschen durch Ersticken oder Organkollaps gestorben.

Obwohl Opfer und Überlebende einzeln Klage einreichen konnten, hätten alle zurückgezogen, nachdem sie eine Entschädigung erhalten hatten. Unter diesen Umständen sei es schwierig gewesen, Zeugen zur Beweiserhebung zu finden, sagte Angkhana. 

"Aber es gibt keinen Mangel an Beweisen, wie es die Staatsanwaltschaft sagt, Überlebende und Augenzeugen sind bereit, auszusagen, darunter viele Beamte und ein Mitglied des von der Junta installierten National Reform Council."

Sie sagte, das Image Thailands hätte durch das Fehlen einer gründliche Untersuchung des Tak Bai Vorfalls eine Tracht Prügel erhalten. Und erwähnte, dass Thailand gerade erst gestern den angestrebten Sitz im Menschenrechtsrat der Vereinen Nationen für 2015 - 2017 nicht erhielt.

Insgesamt wurden den Familien der Opfer und Überlebenden seit 2007 700 Mio. Baht Entschädigungsgelder ausgezahlt und die Anklagen gegen 58 der Anführer der Proteste fallen gelassen. Die übrigen 1'280 festgenommenen Demonstranten waren nicht angeklagt worden.

Ein Urteil des Provinzgerichtes von Songkhla hatte am 29. Mai 2009 erklärt, die Todesfälle seien während der Festnahme durch die Behörden durch Ersticken eingetreten, beschuldigte aber niemanden. Verwandte der Toten hatten danach eine Anfrage an den Strafgerichtshof gestellt, demnach Ersticken als Todesursache widerrufen werden sollte. 

Schliesslich ging die Anfrage bis zum Obersten Gerichtshof. Er gab am 1. August 2013 bekannt, dass der Strafgerichtshof nicht berechtigt sei, den Widerruf zu bestätigen. Dieses Urteil bedeutet, dass die Angehörigen wieder bei Null anfangen müssen.

Angkhana fordert die Regierung auf, Tak Bai nicht als ein Fall gegen bestimmte Personen anzusehen, sondern als Frage der Gerechtigkeit für die Opfer und die thailändische Gesellschaft an sich.

"Dem Tak Bai Vorfall das notwendige Gewicht zu geben, könnte den bitteren Gefühlen der Menschen über diese Ungerechtigkeit genüge tun."

Wie MCOT berichtet, wurden inzwischen die Sicherheitsmassnahmen in Songkhla zum 10. Jahrestag verstärkt, mehrere Checkpoints zwischen Hat Yai und Sadao auf der Verbindungsstrasse nach Malaysia eingerichtet, Patrouillen sind unterwegs.

Quellen: Nation, Wikipedia

Samstag, 25. Oktober 2014

Prayuth will mehr Radwege - aber Missbrauch muss verhindert werden

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In den letzten Jahren wurde Radfahren in Thailand immer beliebter. Jung und alt aus verschiedenen Schichten fahren in Bangkok und den Provinzen. Spezielle Fahrradwege und Gassen wurden an verschiedenen Orten eingerichtet, wie der 24-Kilometer Rundkurs um den Suvarnabhumi Flughafen, der zur Zeit für 400 Mio. ausgebaut wird.
Radweg Flughafen Bangkok
Sicher und frei von Missbrauch: Radweg um den Suvarnabhumi Flughafen.
Für Autofahrer in Bangkok inzwischen ein gewohnter Anblick, Gruppen von Radfahrern bei ihrem Training zu sehen. Besonders abends und nachts, bei weniger Verkehr und tieferen Temperaturen.

Premier Prayuth scheint sich dessen bewusst. In seiner wöchentlichen TV Show "Returning Happiness to People in the Country" versprach er, den Bau von Fahrradwegen im ganzen Land zu unterstützen. Er sagte, es sei Politik seiner Regierung, die Menschen zum Fahrradfahren zu ermutigen. 


"Wir wollen eine stärkere Nutzung von Fahrrädern fördern und sicherstellen, dass die Radfahrer mehr Komfort und Sicherheit erhalten."

Der Premier bestätigte, bereits das Verkehrsministerium beauftragt zu haben, mit anderen Regierungsstellen Radwege im ganzen Land zu bauen und bestehende auszubauen. Radfahren helfe Thailand zudem Energie sparen und sorge für geringere Umweltverschmutzung.

Übrigens, Touristen können bei Bangkok Smile Bike gegen eine Kopie des Passes gratis Fahrräder ausleihen. Die Räder müssen an der selben Ausleihstelle zurück gegeben werden.
Ausleihstellen für Fahrräder in Bangkok.
Tatsächlich besteht die Kampagne für Fahrradfahren und mehr Radwege seit einiger Zeit. Sichere Radwege sind der Schlüssel zum Umstieg aufs Rad, als Hobby wie auch für den Arbeitsweg.

Der Gouverneur von Bangkok, Sukhumband Paribatra, hatte in seiner Wahlkampagne 2013 mehr Radwege und andere Annehmlichkeiten für Biker versprochen. Doch vieles blieb bisher beim Versprechen.

Angesichts der Anweisungen des Premier ist jetzt aber zu erwarten, das eine rasche Umsetzung folgt. Prayuth erwähnte auch, dass er gerne kleine Shops mit lokalen Produkten entlang der Radwege sehen würde. Biker könnten sich dort stärken und miteinander kommunizieren.


Der Plan ist eine gute Nachricht für die Radfahrer im Land. Sie hoffen aber, dass die Wege auch sicher und nur für Fahrräder sind, frei von Motorradfahrern und Strassenhändlern.

Nicht wie auf der 12 Kilometer langen Route auf beiden Seiten der Pradit Manutham Road, unter dem Art Narong - Ram Intra Highway. Die Strecke war nach ihrer Eröffnung vor 10 Jahren sehr beliebt.

Jetzt aber wird sie von vielen Motorrädern benutzt, Strassenhändler haben ihre Stände auf die Strecke gestellt und Anwohner Schlaglöcher gleiche Einfahrten über den Weg gebaut.

Returning to Happiness, also zum Glück zurück, heisst für Radfahrer, dass der Premier nicht nur neue Radwege baut, sondern gleichzeitig die Strecken auch vor Missbrauch schützt.

Ohne geschieht, was schon geschehen ist und das Ergebnis wäre eine Verschwendung von Steuergeldern.

Quelle: Nation

Freitag, 24. Oktober 2014

Für korrigierte Demokratie - Geschichte wird in Thailand neu geschrieben

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Die von Thailands Militärjunta lancierte Bildungsreform will den Schülern das "richtige" Verständnis für Demokratie vermitteln.
Thailands Schüler: keine Details kennen, aber Thainess und Patrotismus entwickeln.
"Ich habe Angst, dass die Kinder wegen der Ereignisse der jüngsten Vergangenheit Demokratie auf eine falsche Art und Weise verstehen", sagt General Suthat, der amtierende Bildungsminister. "Daher möchte ich, dass alle Lehrer und die Schulverwaltungen Demokratie korrekt unterrichten."

Bald nach der Machtergreifung am 22. Mai hatte der Nationale Rat für Frieden und Ordnung NCPO eine Bildungsreform angekündigt mit dem Ziel Patriotismus unter der Thai Jugend zu fördern. 

Schon jetzt konnte man nicht behaupten, dass im Unterricht Zusammenhänge erklärt und eingeordnet werden. Er besteht eine selbstverliebte Grundhaltung über das Wesen und die Herkunft der Thais, die Welt darum ist weit weg. 

Kamal Rodkai, der Generalsekretär des Office of Basic Education OBEC erklärte nun, die überarbeiteten Geschichtsbücher ständen bereit und könnten ab 3. November an den öffentlichen Schulen im ganzen Land verwendet werden.


"Es muss eine drastische Veränderung in der Art und Weise, wie Geschichte gelehrt wird, stattfinden. Der Schwerpunkt soll nicht auf den Details, was passiert ist, sondern auf die Schaffung eines Gefühls für Thainess und Patriotismus gelegt werden."

Im vergangenen Monat hatte sich herausgestellt, dass das Bildungsministerium es versäumt hatte, den ehemaligen Ministerpräsidenten Thaksin Shinatwatra, die prägende Figur der Thai Politik der letzten 20 Jahre, in den neuen Lehrmitteln zu erwähnen. 

Diese Enthüllung beunruhigt viele Beobachter. Sie sehen dies als Versuch der Militärjunta an, die Geschichte umzuschreiben.

Premier und NCPO Chef Prayuth lässt die Schulkinder seit geraumer Zeit täglich vor Schulbeginn seine 12 Werte rezitieren, eine Reihe von Lehren für Dankbarkeit gegenüber den Eltern, Moral und Loyalität zur Königsfamilie.

In den Schulen wird starken Wert auf Disziplin gelegt, deshalb gibt es Regeln über genaue Haarlänge und korrekte Uniform. In der Schule der Tochter meiner Frau gibt es seit Juni sogar einen eigens dafür angestellten "Experten", der täglich kontrolliert, in den Zeugnissen sind die Noten für Disziplin auch bei 18-jährigen noch relevant.

Vielleicht geht es auch nur darum, Erwachsene zu produzieren, die ihren Platz in der Gesellschaft kennen und sich dem System beugen.

Quelle: Khaosod

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Ausländer fördern durch Heirat die Wirtschaftt - 747'000 Arbeitsplätze im Isaan geschaffen

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Ausländer, die eine Frau aus dem Isaan heiraten, haben das Bruttoinlandprodukt der Region im Nordosten Thailands um beinahe 9 Mia. Baht erhöht.
Blaues Dach Isaan
Blaues Dach im Isaan: der Beweis, dass ein Farang nicht weit sein kann?  
Dies ist das Ergebnis einer Studie der Khon Kaen Universität, welche sich mit den Auswirkungen ausländischer Ehepartner auf die Wirtschaft des Isaan beschäftigt hat. Die Studie wurde von Ass. Prof. Kalapapruek Piwothongngam vom E-Saan Centre for Business and Economic Research vorgestellt. 

Im 17. Jahrhundert fiel der Isaan an Thailand, das die zwangsweise Ansiedlung von Kolonisten aus Laos im 18. und 19. Jahrhundert durchführte. Die meisten Einwohner sind Lao, doch war die Integration in den modernen thailändischen Staat durch die gemeinsamen ethnischen Wurzeln weitgehend erfolgreich.

Der Isaan ist die ärmste Region in Thailand, hat aber in den letzten Jahren stark aufgeholt. Landwirtschaft ist der vorherrschende Wirtschaftssektor, aber wegen der ungünstigen Umstände bleibt der Ertrag hinter dem anderer Landesteile zurück.

Die jährliche Wirtschaftsleistung betrug 2011 pro Kopf 48'000 Baht, weniger als ein Drittel des thailändischen Durchschnitts. Die sechs wirtschaftlich schwächsten Provinzen Thailands liegen alle im Nordosten. 

Gemäss der Studie sendet eine Frau, welche einen Farang heiratet oder mit ihm eine langfristige Beziehung eingeht im Durchschnitt 9'600 Baht pro Monat an ihre Familie. Das Geld wird von der Familie üblicherweise für die Lebenshaltungskosten verwendet. Lebensmittel, Stromrechnungen oder auch die Schule werden damit bezahlt.

Weiters wurde festgestellt, dass die Frau und ihr ausländischer Ehemann normalerweise einmal pro Jahr die Familie besuchen und bis zu einem Monat bleiben. In dieser Zeit wird in der lokalen Umgebung ein dramatischer Anstieg an Ausgaben verzeichnet. 

Er wirkt sich inbesondere auf die Autobranche, den Einzel- und Grosshandel wie auch auf den lokalen Immobilienmarkt aus. Aber auch die Umsätze in Möbel- und Haushaltgeschäften sowie von Goldhändlern steigen.


Das E-Saan Centre for Business und Economic Research schätzt, dass die Ausgaben 747'000 Arbeitsplätze im Nordosten Thailands geschaffen haben.

Immer mehr Frauen zwischen 20 und 40 aus dem Isann heiraten ausländische Männer, mit einem deutlichen Trend zu noch mehr, wie Ass. Prof. Kalapapruek ausführt. 

Die meisten der Männer kommen aus Grossbritannien, den Niederlanden, Deutschland, Schweden und der Schweiz.

Quelle: Dailynews
Bild: Thai Tip

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Ausflug in die Geschichte Thailands - am 23. Oktober ist Chulalongkorn Memorial Day

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Der 23. Oktober ist ein bedeutender Tag in Thailand, der König Chulalongkorn Memorial Day. Thais aus allen Regionen des Landes versammeln sich am Royal Plaza in Bangkok, legen Kränze und Blumen vor dem Reiterstandbild des Königs ab.

Rama V
23.Oktober 2014: 104. Todestag von Rama V.
Die Statue zeigt ihn in Armeeuniform auf einem Pferd, versinnbildlicht seine Position als Leiter der thailändischen Streitkräfte. Aus einem Fond öffentlicher Spenden finanziert, steht sie als Ausdruck der Liebe des Volkes zu seinem Herrscher anlässlich der Feier zur Rekordregentschaft 1908. Prince Vajiravudh, der spätere Rama VI, übergab das Standbild als Teil der Feierlichkeiten seinem Vater.

Die Idee selbst kam vom König selbst, nachdem er ein Jahr zuvor Frankreich besucht  und die Statue von Louis XIV in Versailles bewundert hatte. Im August 1907 erhielt ein französischer Bildhauer den Auftrag.

Am 11. November 1908 wurde die Statue von König Chulalongkorn selbst auf der Royal Plaza enthüllt. Sie ist das erste Denkmal für einen thailändischen König. Auf dem Marmorsockel wurde ein Lob auf den König eingraviert: Seine Majestät ist der geliebte grosse und gute König des Volkes.

Chulalongkorn war ein moderner Mann, aber auch den Traditionen verhaftet. Er hatte insgesamt 153 Ehefrauen, von denen ihm 35 Frauen 76 Kinder gebaren. In seinem inneren Palast, Khang Mai, wohnten ausschließlich Frauen, die in irgendeiner Verbindung zum König standen. 


Siam 1897, Seilziehen der Kinder des Königs
Seilziehen von Kindern König Chulalongkorns 1897. Bild: Thailandchronik
Während der Blütezeit des Khang Mai befanden sich hier etwa 3’000 Frauen. Männer, bis auf den König sowie dessen Söhne unter 11 Jahren, hatten grundsätzlich Zutrittsverbot. Es handelte sich also um einen Harem, dreifach größer als die umfangreichsten Harems des Osmanischen Reiches.

Überall im Land finden sich Gedenkstätten an Rama V. Er erwarb in seiner Regentschaft die Liebe und Dankbarkeit seines Volkes, wie auch internationale Anerkennung. Der 23. Oktober ist sein Todestag, er starb 57-jährig 1910.


Rama V am 29.5.1897 auf der kleinen Scheidegg im Berner Oberland. Bild: Thailandchronik
In Thailand auch als Phra Piya Maharat, der grosse geliebte König, bezeichnet, wird er auch ausserhalb als einer der grössten Führer, die Thailand je hatte, bezeichnet. Er war der Grossvater des heutigen Monarchen, König Bhumbiol Adulyadei.

Während seiner Herrschaft veränderte sich die Welt und Südostasien stark, er war den Herausforderungen gewachsen und konnte Thailand von Zugriffen der Kolonialmächte Frankreich und England freihalten. England eroberte zu der Zeit Malaysia und Burma während die Franzosen sich Vietnam, Kambodscha und Laos aneigneten.

Bild: Thailand-Ticket
Durch seine subtile Diplomatie, aber auch mit Zugeständnissen im richtigen Moment hielt er sein Land frei und holte sich internationale Anerkennung. Er war der erste König, der Staatsbesuche in Europa machte. Bemerkenswert bleibt sein Treffen mit Zar Nikolaus II. von Russland. Es markiert den Wendepunkt, dass Siam nicht kolonialisiert wurde.

Auch wenn er vor mehr als einem Jahrhundert starb, verbleibt er den Menschen in Thailand im Gedächtnis als Mann, der Thailand in seinen 42 Jahren Herrschaft modernisierte und die Sklaverei abschaffte.

Quelle: NNT

Dienstag, 21. Oktober 2014

Deutscher Wissenschaftler auf Insektenfang in Nationalpark verhaftet

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Der deutsche Entomologe und Zoologe Thomas Ihle und 3 weitere Wissenschaftler aus Österreich und Tschechien wurden von der Polizei der Provinz Chiang Mai verhaftet. Sie hatten für ihre Forschungsarbeit nur eine Genehmigung des Militärs, nicht aber von der Parkverwaltung.

Doi Phahom Pok Nationalpark
Doi Phahom Nationalpark im Goldenen Dreieck.
Die 4 Wissenschaftler wurden von Forstbeamten und der Grenzschutzpolizei im Doi Phahom Pok Nationalpark am letzen Freitagabend festgenommen. Anwohner meldeten den Beamten, eine Gruppe ausländischer Touristen hätte ihre Zelte ohne Genehmigung im Nationalpark aufgeschlagen.

Der Doi Phahom Pok Nationalpark liegt im Goldenen Dreieck ganz oben im Norden Thailands an der Grenze zu Myanmar, die nächst gelegene grössere Stadt ist Fang. Er wurde 2000 gegründet und umfasst 524 Quadratkilometer. Neben Grosstieren wie Bären und Wildschweinen finden sich auch viele seltene Schmetterlinge.


Thomas Ihle lebt seit 1999 in Thailand und widmet sich als freier wissenschaftlicher Mitarbeiter verschiedener deutscher Museen vorwiegend der Feldforschung mit dem Schwerpunkt Schmetterlinge. Er führt Exkursionen in Thailand, Laos, Vietnam, Myanmar und Nepal durch.

Die Polizei beschlagnahmte bei der Festnahme mehr als 1'000 Schmetterlinge, verschiedene Reptilien und eine weitere Anzahl an Käfern und Insekten. Die Wissenschaftler hatten die Insekten mit einem Neonlicht angelockt, dann eingnetzt und in Flaschen verpackt.

Offiziere fanden weitere Beweismittel wie Werkzeuge, Flaschen, Spritzen und Kunstoffbehälter. 

Die Männer wurden verhaftet und auf die Polizeistation in Mae Ai gebracht. Inzwischen wurden sie aus der Haft entlassen, Vorkehrungen für einen formalen Kautionsantrag erstellt. Ihre Pässe wurden konfisziert.

Die Polizei sagt, dass Touristen nur dann im Nationalparks übernachten können, wenn sie eine Erlaubnis der Parkverwaltung haben. Die Verwaltung muss dabei prüfen, dass keine Pläne bestehen, Tiere einzufangen.


Quelle: Chiang Mai City News

Montag, 20. Oktober 2014

Mehr Demokratie durch Wahl der Gouverneure? Aber die Thais denken nur ans Essen

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Direktwahl Gouverneure Thailand
Seit Jahren wird in Thailand die Direktwahl der Provinzgouverneure trotz Einwänden als einfache Möglichkeit für mehr Demokratie angesehen.

Gegner befürchten, dass die nationale Einheit und Sicherheit leiden würde, Befürworter meinen, dass die Opponenten die Macht behalten wollen oder einfach nur misstrauisch sind, wenn Thais sich selbst regieren müssten.

Dennoch findet die Idee starken Anhang. Sogar hochrangige Militärs haben sie eingebracht, sie sind inzwischen höhere Beamte im Innenministerium. Kürzlich hat auch das Amt des Staatsekretärs für Verteidigung Wahlen der Gouverneure als Reform vorgeschlagen.

Udom Tumkosit, Mitglied des National Reform Council for local administration reform sagte Anfang Oktober, er würde eine diesbezügliche Petition im National Reform Council einbringen. Auch PDRC Führer Suthep hatte während seiner Proteste dafür geworben. 

Dezentralisierung der Macht gibt es schon in Thailand. In der Sonderverwaltungszone Bangkok wird der Gouverneur von den Einwohnern selbst gewählt.

Den Menschen in den 76 Provinzen wird dieses Recht nicht zugestanden. Sie können lediglich den Chef der Provinzverwaltungsorganisation PAO wählen. 

In ländlichen Gebieten auch den Leiter des Tambon für administrative Organisation TAO. Diese lokalen Verwaltungen haben aber weder Autorität noch Kompetenzen, viele Bereiche überschneiden sich mit den vom Innenministerium bestimmten Regierungsstellen. 

Es gibt keine klaren Grenzen in den Verantwortungsbereichen des von der Zentralregierung bestimmten Provinzgouverneurs und dem von den Einwohnern gewählten PAO Chef.

Eine Seite will nun die lokal gewählten Verwaltungsorganisation abschaffen, die andere, dass der Gouverneur von der Bevölkerung gewählt wird. 

Der Politologe Trakoon Meechai von der Chulalongkorn Universität meint, Provinzwahlen wären unmöglich. 

"Die Junta hat grosse Sorgen um die Sicherheit, wenn zuviel Macht von der Zentralregierung auf die Menschen übergeht, vor allem in den Grenzprovinzen. Dezentralisierung bedeutet, dass die Menschen sich selbst regieren, und ihre Ressourcen selbst verwalten."

Apinan Puakpong, langjähriger Bezirkschef von Bang Bua Thong in Nonthaburi meint, die Zentralgewalt sei notwendig, um Frieden und Ordnung im Land aufrecht zu erhalten.


"Schauen Sie, was in den letzten Jahren passiert ist. Die Leute hatten zu viel Freiheit." 

Sagt der Landrat und verweist auf die politischen Unruhen der letzten Jahre. Ein TAO Chef, der anonym bleiben will meint, das Militär wolle das nicht, da dann die Parteien zu mächtig würden.

"Mit der Wahl zum Gouverneur könnten die politischen Parteien die vollständige Kontrolle über die Provinzen erlangen. Zentrale Behörden wären nicht mehr Herr der Lage."

Das ehemalige Parlamentsmitglied Chaowalit Vichayasut meint, die Zentralverwaltung solle weiter bestehen, weil die Abschaffung zu ernsthaften Konflikten und Widerstand von öffentlichen Organisationen führen kann. 

"Thailand ist bereits jetzt in einem komplexen politischen Konflikt. Lassen Sie uns keine weiteren Komplikationen hinzufügen."

"Bevölkerung trägt nichts bei und denkt ans Essen"

Politologe Trakoon sagt, die meisten Verwaltungsangestellen würden gewählten Beamten und von der Bevölkerung auserkorenen Politikern misstrauen.

Apinan, der Bezirkschef, denkt, obwohl die Dezentralisierung an sich eine gute Idee wäre, sei er nicht überzeugt, dass sie auch umsetzbar ist.


"An Dorfversammlungen trägt die Bevölkerung nichts bei und engagiert sich auch nicht in lokalen Angelegenheiten. Sie hört nur zu und macht sich mehr Sorgen schnell nach Hause zu kommen, um ihren Reis kochen zu können."

Weiter meinte er, nur einige wenige gewählte lokale Administratoren wären vergleichsweise gut ausgebildet, würden an sich selbst hohe ethische Ansprüche stellen. Viele hätten fragwürdige Hintergründe oder wären von lokalen einflussreichen Gruppen gestützt.

Trakoon schlägt eine weiche Reform vor. Der öffentliche Sektor soll mehr Verwaltungs- und Entscheidungsbefugnis an lokale Administratoren abgeben, aber nur für lokale Probleme. Die Verantwortung des Gouverneurs soll auf örtliche Angelegenheiten reduziert werden. Zum Beispiel um gegen Korruption vorgehen zu können oder lokalen Administratoren auf die Finger zu schauen. 

Quelle: Nation

Sonntag, 19. Oktober 2014

Thaksin der Gewinner des Militärputsches - meint Chalerm

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Chalerm
Chalerm Yoobamrung 2012. 
Der frühere stellvertretende Premierminister Chalerm Yoobamrung denkt, Thaksin Shinawatra sei der Gewinner des Militärputsches und die Pheu Thai Party werde die nächsten Wahlen gewinnen.

Kein Mitglied der Regierung von Thaksins Schwester Yingluck sei wegen Korruption angeklagt worden. "Bestärkt wird dies durch die Tatsache, das die Militärmachthaber um Prayuth Chan-o-cha niemandem vorgeworfen hat, nicht loyal zur Monarchie zu sein", sagte Chalerm.

"Die Demokraten und das People’s Democratic Reform Committe PDRC sind diejenigen, die Blut schwitzten und nichts erhielten. Thaksin scheint der Glücklichste zu sein. Eigentlich müsste er Prayuth eine 12er Kiste Château Pétrus schenken."

"Wann auch immer die nächsten Wahlen stattfinden, Thaksins Name wird der sein, mit dem im Norden und Nordosten Thailand Stimmen zu gewinnen sind."

Nur wenn es der Junta gelingen würde, die ökonomischen Probleme der Landbevölkerung zu lösen, hätten sie eine Chance. Wie auch immer, Chalerm ist überzeugt, dass nur 2 Dinge die Pheu Thai vom Sieg abhalten kann: Thaksin stirbt oder zieht sich aus der Politik zurück. 

"Ansonsten wird Pheu Thai jede Wahl gewinnen". 

Er erwähnte die Möglichkeit, dass Prayuth dem Wunsch der Gegner nachkommen könnte und eine Anklage gegen das Thaksin Lager erhebt.

"Aber Prayuth ist nicht so dumm das zu tun, weil er eines Tages zurücktreten und in diesem Land weiter leben wird. Es ist nicht anzunehmen, das er die negativen Konsequenzen daraus auf sich nehmen wird."

Chalerm meinte abschliessend, die Kontroverse um die "Blanket Amnesty" habe Yingluck scheitern lassen, weil sie damit der PDRC ein echten Grund gab, ihre Regierung zu stürzen.

Die Bangkok Post schrieb einst über ihn: Chalerm Yubamrung steht stellvertretend für viele unerwünschte Eigenschaften der thailändischen Gesellschaft, aber erledigt Dinge. Ob es Dinge sind, die erwünscht sind oder nicht, ist jedoch eine Frage der Perspektive. 

Quelle: Nation

Samstag, 18. Oktober 2014

Scheinehen Thai Style - Frauen wurden ohne ihr Wissen verheiratet

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Thailändische Heiratsurkund
Hunderte von Scheinehen zwischen thailändischen Frauen und ausländischen Männern wurden zwischen 2011 und 2013 von einem korrupten Beamten in Khon Kaen registriert.

Der besondere Clou war, dass die Frauen nicht einmal wussten, das sie verheiratet waren, bis sie selbst aufs Standesamt gingen und ihre Ehe registrieren lassen wollten.

Eines der Opfer lebt mit ihrem ausländischen Freund in Khon Kaen. Als sie beschlossen zu heiraten, damit ihr gemeinsames Baby die Rechte einer eingetragenen Ehe erhält, kam die Schocknachricht. Sie sei doch bereits mit einem Ausländer verheiratet, registriert in Nong Bua Lamphu. 

Da war sie noch nie gewesen. Sie ging auf's Bezirksamt in Non Sang und hatte Glück. Anti Korruption Inspektoren des Department of Provincial Administration prüften gerade das Amt. Sie erzählte den Beamten ihre Geschichte. 


Wie sich herausstellte hatte der Standesbeamte in 611 Fällen Namen von nicht verheirateten Frauen an ausländische Interessenten für eine Scheinehe verkauft. Er wurde bereits für Fälschung von Dokumenten, Missbrauch seiner Funktion und vorsätzlicher Registrierung falscher Daten bestraft.

Die meisten der Kunden des korrupten Beamten kamen aus Indien, Malaysia und Nigeria. Die Scheinehe mit einer Thai Frau sollte ihnen zu einfacherem Aufenthaltsrecht in Thailand verhelfen.

Die anderen 610 unwissentlich verheirateten Frauen müssen beweisen, dass sie nicht verheiratet sind. Erst dann können sie ein Gericht bitten, die nicht vorhandene Ehe aufzulösen. 

Auch in Europa sind Scheinehen ein Thema, weniger mit Partnerinnen oder Partner, die nichts davon wissen, aber zum selben Zweck, Aufenthaltsrecht. In der Schweiz wird geschätzt, dass pro Jahr 1'000 Paare nur zum Schein heiraten. 

Gefahren lauern auch im Cyber Space 

Inzwischen haben sich 3 Frauen auf dem Department of Special Investigation, DSI, gemeldet. Sie wollen, dass etwas unternommen wird gegen Cyber Raubtiere, die in Sozialen Medien Jagd auf Thai Frauen machen.

Eine von ihnen, Ranyaporn Wichienchotewat, ist Gründerin einer Anti-Sam Facebook Seite und war selbst Opfer, hatte einige 10'000 Baht verloren. Eine andere Frau wurde sogar um 6 Mio. betrogen.

Ihre Facebook Seite klärt über das Betrugsrisiko von Sozialen Medien und Dating Webseiten auf. Sie selbst hatte hatte auf einer Chat Plattform einen Mann kennengelernt und liess sich dazu überreden, ihm Geld zu senden.

"Die Betrüger verwenden Bilder von gut aussehenden Männern, behaupten reich zu sein und sich in ihre Opfer verliebt zu haben", sagte Ranyaporn. Andere wurden erpressst, nach dem sie sich in einem Online Chat nackt präsentiert hatten.

Die Facebook Seite hat seit ihrer Erstellung vor 2 Jahren 20'000 Likes erhalten. Das DSI hat versprochen, Beschwerden von Ranyporns Seite zu untersuchen.

Quelle: Nation

Freitag, 17. Oktober 2014

Niedriges Einkommen, Kredithaien ausgeliefert - Schuldenerlass keine Lösung

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Kasikorn Bank SME Loan
Kredite von Banken gibt's nicht so einfach, wie's aussieht.
Die hohe Verschuldung von Privathaushalten durch Finanzierungen von Kredithaien wird nicht alleine durch Entschuldung gelöst. Die Wurzel des Problems muss angepackt werden, die niedrigen Einkommen und dadurch kein Zugang zu anderen Finanzquellen, sagte er Gouverneur der Bank of Thailand.

Diese Woche hatte sich eine Frau selbst angezündet, da sie ihre Schulden nicht zurückzahlen konnte und der Kredithai das als Sicherheit gegebene Stück Land für sich beanspruchte. Ihre Lebensgrundlage war zerstört und Hilfe von Staat nicht so schnell und ohne weiteres zu erwarten.

Massnahmen wie niedrige Zinsen und Mikrokredite helfen Kreditnehmern kurzfristig, ihren Verpflichtungen nachzukommen. 


Allerdings werden dadurch die Kernprobleme wie Schaffung von Arbeitsplätzen, gerechtere Verteilung von Reichtum und das Wissen, wie man mit Geld umgeht nicht gelöst, meinte der Gouverneur weiter.

Für 41 Prozent der 2.7 Mio. KMUs, kleinen und mittleren Unternehmen, und 40 Prozent der Haushalte mit niedrigem Einkommen ist in Thailand der Zugang zu vernünftiger Finanzierung unmöglich.

Der Geschäftsführer der Kasikorn Research erläuterte, seit der Finanzkrise 1997 habe es Verbesserungen gegeben, Regulierungen bei kommerziellen Banken wären angepasst worden. 

Trotzdem bestünde ein grosser Bedarf, Menschen mit geringem Einkommen weg von informellen zu formellen Krediten zu ermutigen. Die Banken müssten ihre Dienstleistungen und Kreditkonditionen besser an diese Art von Kunden anpassen.

Zinsen sind kein Hindernis für den Zugang zu Finanzierungen. Stolpersteine sind Mangel an Informationen über dieses Kundensegment, höhere Kosten und fehlendes Know-How, Mikrokredite zu vergeben.  

Falsch ermutigt

Gouverneur Prasarn erwähnte hinsichtlich Unterstützung durch die Regierung, dass die Politik der vormaligen populistischen Regierung die Preise von Landwirtschaftsprodukten verzerrt und zu Unrecht gestützt habe. Einhergehend sei eine enorme Anzahl Menschen, rund 700'000 im 2013, in den Agrarsektor gelockt und damit in grösste finanzielle Probleme gestürzt worden.


Die derzeitige Regierung unterstütze kurzfristig mit Direktzahlungen - Reis- und Kautschukbauern sollen je 1'000 Baht pro Rai Soforthilfe erhalten - aber man könne nicht lebenslang Schmerzmittel verabreichen.

Die gegenwärtige Verschuldung der Privathaushalte beträgt 83 Prozent des Bruttoinlandproduktes. Die Ausweitung der Verschuldung begann sich Mitte des vergangenen Jahres zu verlangsamen. 

Allerdings habe die konjunkturelle Abschwächung seit Beginn des Jahres das nicht unmittelbar erkennen lassen. Man meinte erst, sie hätte sich erhöht, erklärte der Leiter von Kasikorn Resarch. Er denkt, dass die Verschuldung der Haushalte sich auf 86-87 Prozent erhöht, falls das BIP 2015 wie prognostiziert 4.8 Prozent wächst.

Das wäre nicht beängstigend, da weiter unter der Gefahrenzone von 100 Prozent. In Malaysia betrage sie 86, in Südkorea 90 Prozent, meinte er abschliessend.

Der Ansatz mit Vermitteln von Wissen, wie man mit Geld umgeht hat durchaus was an sich. Kostengünstig, hilfreich und nimmt niemandem was weg.

Quelle: Nation

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Thailand in der Abwärtsspirale

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Parkplätze Siam Paragon
Geht gar nicht: billige Kiste neben Supercar. 
Endlich erregt die Frage nach reservierten Parkplätzen für Autofahrer mit besonderen Bedürfnissen die Aufmerksamkeit, die sie verdient. Nur allzu oft sind die besten Plätze mit unwürdigen Fahrzeugen besetzt.

Die Siam Paragon Shopping Mall reagierte nach einem Aufschrei der Superreichen auf dieses drängende Problem zum Schutz der knappen Parkplätze für Supercars, nachdem ein müder Nissan Almera sich erdreist hatte, auf einem dieser auserwählten Plätze zu stehen. 

Ein Sprecher erklärte, dass die Einschränkungen für die Superclub genannten Plätze, also nur für Super Cars, lediglich aus Sicherheitsgründen bestünden.

Doch der Fahrer war ein Mitglied der Elite. Niemand geringerer als der 19-jährige Student Thanapat Tantisaewaekul, welcher vor wenigen Wochen eine Autonummer für schlappe 25 Mio. Baht ersteigert hatte.

Aber die heutige Internet Gesellschaft wäre nicht die Gesellschaft, wenn sie nicht kreuz und quer über wer nun kann, soll, darf oder nicht quälend diskutieren würde. 

"Wer dort parken will, soll doch einfach seinen Bankauszug hinter die Windschutzscheibe seines Trucks klemmen, fertig."


Siam Paragon gab bekannt, dass der junge Mann mit seinem billigen Wagen und teuren Nummernschild spezieller Gast einer Veranstaltung gewesen sei. Sonst hätte er seinen Wagen nicht dort parken dürfen. 

Der Sprecher gab weiter bekannt, dass die Superclub Parkplätze für Supersportwagen, die mehr als 8 Mio. Baht kosten, VIP's und Ehrengäste der Mall reserviert sind.

Wo einige Dummheit beim Montieren eines extrem teuren Kennzeichens an einer billigen Kiste sehen, meinen andere, dies sei Marketing Strategie.

Thanapat selbst sagte nach der Ersteigerung, er habe bereits ein Angebot für 33 Mio. erhalten, es aber ausgeschlagen. "Es wird auch noch eins für 50 Mio. geben." 

Zuletzt ein guter Ratschlag: wenn Sie schon ein teures Auto kaufen, 8 Mio. müssen es schon sein. Wär' doch schön blöd, sie bezahlen 7.5 und kommen am Ende neben einem Nissan Almera zu stehen.. oder wie war das jetzt genau?

Quelle: Coconut
Bild: Pantip

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Feldzug für Moral und Anstand - nächstes Ziel Pattaya

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Die Militärjunta Thailands ist auf einem Feldzug für Moral und Ethik. Die Polizei von Pattaya versucht dies durch die Festnahme und Verurteilung von Transsexuellen zu unterstützen.
Pattaya City
Good Guys Go To Heaven, Bad Guys Go To Pattaya. 
Pattaya hat viele andere Probleme. Die Gesetzeshüter der Stadt beklagen sich über viele Banden, die auf Taschendiebstahl spezialisiert sind, billiges Methamphetamin hat sich rasend verbreitet. Prostitution, eigentlich illegal im Land des Lächelns, wird offen angeboten und in Hunderten von Bars und Massagesalons praktiziert.

Jetzt, da Thailand unter der Kontrolle von sittenstrengen Militärmachthabern steht, veranstaltet die Stadt eine Säuberungs-Show der offensichtlicheren Aspekte ihrer Laster behafteten Wirtschaft.

Der Anlauf der Junta für eine moralische Erneuerung des Volks scheint bei vielen Thais gut anzukommen. Bei Meinungsumfragen erhält Prayuth gute Noten.

In Pattaya ist das zumindest für Ladyboys eine schlechte NachrichtDer stellvertretende Polizeichef von Pattaya meint, sie wären das grösste Problem. Sie wären viel schneller bereit, ihre Kunden unter Drogen zu setzen und auszurauben als weibliche Prostituierte. Deshalb müsste die Polizei sie dazu bringen, dies nicht zu tun. Es gehe um den Ruf von allen und es sei schlecht für die Wirtschaft.

Einige Transsexuelle Sex Arbeiterinnen bestreiten das. Sie fühlen sich zu Unrecht gedängelt von einer Gesellschaft, die jetzt ihre lange verschwiegenen Vorurteile zum Ausdruck bringt.

"Wir müssen unseren Lebensunterhalt bestreiten", sagt Ratchaporn Kabkean, eine 23-jährige Transsexuelle, während sie ihr schwarzes Bikini-Top zurecht rückt. Sie erwartet auf der Polizeiwache von Pattaya City eine Geldstrafe für Hermulungern von 100 Baht.

Eine Reihe von Beamten bestätigen hinter vorgehaltener Hand, die Festnahmen seien nur dazu da, dass es aussehen würde, als ob die Stadt dem Programm Prayuths nachkomme, ohne die Wirtschaft zu destabilisieren. 

Weniger gedacht als radikales Eingreifen, mehr in einer Art Experiment zur Ausbalancierung, was genau nötig und möglich sei, um Pattaya weiter wachsen zu lassen und gleichzeitig den moralischen Ansprüchen der Militärmachthaber zu gefallen.

Eine Herausforderung. Es gibt mehr als Eintausend Bars und Massagesalons die mithelfen, jährlich über 3 Milliarden Dollar an Einnahmen zu generieren. Mehr als 9 Millionen Touristen besuchten die Stadt im vergangenen Jahr. Viele von ihnen besuchen Bars mit Namen wie Sugar Baby oder Kitten Club. Nach Anbruch der Dunkelheit ist die Strandpromenade nach wie vor gefüllt mit Prostituierten, die auf Kundenfang gehen.

Der Versuch, das Seebad als familienfreundliches Reiseziel anzupreisen und Touristen mit dickem Geldbeutel anzulocken ist weitgehend gescheitert, trotz Ripley's Believe it or not, Central Shopping und Hard Rock Hotel.

T-Shirts in den Shops am Strassenrand erfassen die Situation: Good Guys Go To Heaven, Bad Guys Go To Pattaya. "Die Dinge sind aus dem Ruder gelaufen", sagt der lokale Regierungsbeamte Sakchai Taenghor. "Als Stadt sind wir sehr unorganisiert. Die Menschen hier neigen dazu, zu tun, was auch immer sie wollen." Die Armee im Rücken helfe beträchtlich aufzuräumen.

Ratchaporn auf der Polizeiwache klagt, dass sie nicht viele Optionen habe. "Ich hatte mich als Ziegen Hirtin versucht, aber das hat nicht geklappt. Hoffentlich wird bald alles wieder normal, sonst muss ich in eine andere Stadt."

Dienstag, 14. Oktober 2014

Keine Staudämme - Salween Watch fordert Thailand auf, Unterstützung zu stoppen

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Salween Myanmar
Protest gegen Staudämme am Salween. 
Salween Watch, eine Umweltschutzorganisation, behauptet, dass die jüngsten Konflikte im Karen State an der Grenze zu Thailand in Zusammenhang mit dem Bau von Staudämmen am Salween Fluss stehen. Sie beobachtet seit über einem Jahrzehnt die Vorgänge rund um die Projekte.

Die Organisation zeigt sich zutiefst besorgt über die Eskalation der Kämpfe und die Verschiebungen von staatlichen burmesischen Truppen in die Region.

In den letzten Tage waren Hunderte von Bewohnern nach Thailand geflüchtet, nachdem die Burmesische Armee und die Demokratische Karen Benevolent Army DKBA sich Gefechte geliefert hatten. Die Burmesische Armee hatte zuvor lokale bewaffnete Gruppen gewarnt, die Tage der DKBA wären gezählt.

Am 11. Oktober wurden 260 Karen, welche aufgrund der Kämpfe nach Thailand fliehen wollten, von den Thailändischen Behörden wieder zurück auf die burmesische Seite gedrängt. 

Quellen aus DKBA und Karen Nation Union KNU berichten, dass die DKBA selbst auch gewarnt wurde, sie würde im Gebiet des geplanten Hut Gyi Dammes ausgelöscht. 9 Lastwagen mit Truppen wurden am 8. Oktober in die Region verschoben. Die DKBA will den Bau des Dammes verhindern.

Salween Watch setzt sich dafür ein, dass alle Entwicklungsprojekte inklusive der Staudämme aufs Eis gelegt werden, bis Burma einen sicheren und echten Frieden hat.


Staudämme in Planung am Salween
Geplante Staudämme am Salween in China und Burma.
Der Hut Gyi Dam ist einer der am Salween geplanten Staudämme. Alle Projekte liegen in ethnischen Gebieten, die jahrzehntelang unter dem Bürgerkrieg gelitten haben. In allen betroffenen Gemeinden gibt es starke Opposition gegen die Projekte.

Die Organisation glaubt, die aktuellen Konflikte im Karen State wären der Beweis, das die Projekte ungeachtet dessen und der Friedensverhandlungen vorangetrieben werden.


Sie verurteilt die jüngste Eskalation durch die burmesische Armee. Der Bau von Dämmen in Kriegsgebieten würde nur Konflikte und Militarisierung anheizen. Gerade jetzt, während in der Hauptstadt Naypidaw über landesweiten Waffenstillstand verhandelt wird, fordert sie die Regierung auf, die militärische Offensive sofort zu stoppen und sich aus der Region zurück zu ziehen.

Salween Watch fordert auch die Thailändische Regierung auf, ihr Engagement in die geplanten Staudämme zu stoppen. Die Thailand Electricity Generating EGAT soll ihre Beteiligung am Hut Gyi Dam zurückziehen. Nicht nur wegen der Situation in Burma, sondern auch aufgrund der grenzüberschreitenden Auswirkungen.

Wie PBS berichtet, soll es in Myawaddy, dem Grenzort gegenüber von Mae Sot, inzwischen wieder ruhig sein. 2 Wochen zuvor hatte die DKBA kurzfristig die Kontrolle über die Stadt eingenommen, bei anschliessenden Kämpfen war ein Strom von Einwohnern der Stadt nach Mae Sot geflohen.

Quelle: Karen News