Freitag, 5. September 2014

Thambun - das Geschäft mit dem Karma in Thailand

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Spendenskandale - da kann Buddha wohl nur ungläubig staunen
Da kann Buddha wohl nur ungläubig staunen. 
Die grösste Buddha Statue der Welt wird nicht gebaut. Das Projekt war nichts als erlogen, die Millionen von Baht an Spenden in die eigene Tasche gesteckt. Die 66-jährige Wanrat Rattanapol wurde von der Polizei wegen Betrugs verhaftet.   

Im Juli war sie in der Provinz Chaiyapum unterwegs und sammelte für ihr angebliches Projekt, 320 Mio. Baht teuer und teilfinanziert von Welthandelsorganisation WTO, von auf ihr Karma bedachten Thais Geld. 

Wanrat ist keine Unbekannte in Sachen Spendenskandale. Zwischen 2003 und 2006 sammelte sie für eine gefälschte Charity Stiftung, welche angeblich Grundstücke für Arme kauft. Sogar mitfinanziert von der UN.

Betrugsdelikte von über 100 Millionen Baht füllen ihre Akten. Die Polizei warnt die Bevölkerung, sich nicht leicht auf Versprechen und aus Gefühl der Nächstenliebe täuschen zu lassen. 

Auch wenn angeblich eine grosse Organisation, berühmte Personen oder ein bekannter Wat hinter einer Sache stehe. Sie fandet derzeit noch nach den Hinterleuten der verhafteten Betrügerin.


Falsche Mönche sammeln echtes Geld

Gleichzeitig verhafteten Soldaten 18 falsche Mönche und 10 weitere Personen in Suphanburi. Währen die einen mit rasierten Köpfen und in Safranroben auftraten, assistierten die anderen.

Ihr Spendengeld investierten die Bande in Glücksspiel, Pornografie und Drogen, wie der Anführer Manote Intaraklai zugab. Sie wurden in einem Motel aufgegriffen, wo sie in 14 Zimmern lebten.

Die nicht so echten Mönche und ihre Begleiter zogen jeden Tag durch Städte und baten um Almosen und Spenden. Bei der Verhaftung wurden Spielkarten, Porno Videos und 140'000 Baht in bar gefunden. Die 7 Fahrzeuge der Betrüger wurden beschlagnahmt.


Einer der falschen Mönche wurde positiv auf Drogen getestet. Die Anklage lautet für alle auf Betrug und Drogenmissbrauch. Unklar ist noch, wer den Soldaten den Tipp zu ihrer Razzia gegeben hatte.


Spenden für Verdienste und das nächste Leben

Thambun bedeutet den Erwerb von religiösen Verdiensten im Theravada Buddhismus und ist allgegenwärtig im Leben der Thais.

Dana, Geben, ist dabei sehr wichtig. Sei es den Mönchen morgens früh das Essen zu spenden oder im Wat und bei anderen Gelegenheiten bereitgestellte Kassen zu füllen.

In Thailand gibt es keine Kirchensteuer. Dank Spenden entstehen aber nach wie vor unzählige neue Wats und bestehende werden renoviert. Alleine bei uns in Ban Krut mit seinen wenigen Einwohnern gibt es in der Umgebung mehr als 10 buddhistische Tempel.

Nach Erhebung der Kasikornbank spendeten die Thais 2005 rund 3.3 Milliarden Baht.

Quelle: Kaosod

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