Sonntag, 28. September 2014

Thailand die Nummer 1 - in der Zucht von Insekten als Nahrungsmittel

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Insektenverkauf Thailand
Gegrillte Grille gehört dazu: Marktstand in Südostasien.
In Thailand boomt die Zucht von essbaren Insekten. Während die westliche Welt erst seit kurzem über die nahrhaften und auch leckeren Tiere als Nahrungsmittel aufmerksam wird, entwickelt sich der Markt rasant.

Bereits gibt es in Thailand 20'000 landwirtschaftliche Betriebe, die Grillen, Heuschrecken und andere Kleintiere produzieren und einen Ertrag von 7'500 Tonnen erzielen. 

Insekten können von einer Familie auf einfache Weise ohne technische Hilfsmittel gezüchtet werden und bringen zusätzliches Einkommen.

Die Produktion ist gleichzeitig umweltfreundlich. Für ein Kilogramm Grillen genügen 1.5 Kilo Futter und 15 Liter Wasser, während für die gleiche Menge Rindfleisch mehr als 11 Kilo Futter und über 20'000 Liter Wasser braucht.

Das bestätigt die Universität Wageningen in einer 2011 erschienen Studie. Ein Schwein produziert beispielsweise gegen 100 Mal mehr Treibhausgase als Mehlwürmer. Ein weiterer Vorteil sei, dass Insekten im Gegensatz zu Säugetieren ihre Nahrung deutlich schneller in Fleisch umwandeln.

Das Wort Insekt kommt aus dem lateinischen Wort insectum und bedeutet Tiere mit einem gekerbten oder Teilkörper. Insekten sind eine Tierklasse innerhalb der Arthropoden Gruppen, die einen Chitinpanzer als Exoskelett, einen dreiteiligen Körper mit drei paar Beinen, Facettenaugen und zwei Antennen haben. Mehr als 1 Million Insekten Arten, die Hälfte aller bekannten Lebenwesen, sind bekannt. Es wird sogar geschätzt, dass es mehr als 6-10 Millionen gibt und Insekten 90 Prozent aller Tierlebensformen ausmachen.
Und Insekten sind gesund. Grillen beispielsweise enthalten 12.9 Gramm Protein pro 100 Gramm, rund die Hälfte dessen, was in Hühner- oder Schweinefleisch enthalten ist. Bei Riesenwasserkäfern sind es schon 19.8 Gramm Eiweiss, Raupen enthalten mit 28.2 Gramm mehr Protein wie ein mageres Schweinsmedaillon oder Fischfilet.

Grillen haben ihren Weg bereits in die Vereinigten Staaten gefunden. Sie können als Cricket-Protein Riegel oder Cricket-Mehl zum Backen gekauft werden.


Noch ist unklar was geschieht, wenn Insekten im industriellen Maßstab gezüchtet werden. Was es bedeutet, wenn Abermillionen von Tiere auf engstem Raum zusammen sind. "Dies macht den Einsatz von Medikamenten sehr wahrscheinlich. Wir wissen nicht, von welchen Krankheiten diese Tiere befallen werden können und welche Hygieneprobleme wir uns bei einer Massenproduktion einfangen", sagt Professor Dr. Wilhelm Windisch vom Lehrstuhl für Tierernährung an der TU München.

Die Weltgesundheitsorganisation FAO ist von Insekten als Nahrungsmittel überzeugt. Sie meint sogar, dass ohne den Verzehr von Insekten die Menschheit in Zukunft nicht mehr satt wird. Laut dem Bericht Humans Bite Back gibt es weltweit 1’400 essbare Insekten.
Geht der Aufwärtstrend weiter, ist die Insektenzucht eine gute Ergänzung für ertragsarme Reisbauern in Thailand. Um die Nachfrage zu stillen, werden heute auf Bangkoks Märkten Insekten aus Kambodscha angeboten.

Quelle: Fastcoexist

1 Kommentar :

  1. Sie werden schon in Massen gezuechtet , und man braucht keine Chemi .

    Ein Becken mit den Massen 3x3 und 1 m Hoch bringt nach 55 Tagen 20 Kg .

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