Montag, 1. September 2014

Sektenführer für Schulreform in Thailand verantwortlich

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Aberglauben in Thailand
Gibt es übernatürliche Kräfte in Thailand? 
Bangkok - Der prominente Wissenschaftler Jessada Denduangboripant von der Chulalongkorn Universität protestiert mit einer Online-Petition gegen die Ernennung eines Sektenführers und UFO-Gläubigen in eine Kommission der nationalen Bildungsreform Thailands.

Auf Facebook schreibt er, die Anstellung von Art-Ong Jumsai Na Ayudhya in die OBEC (Office of Basic Education Commission) sei absolut inakzeptabel. Art-Ong wurde beauftragt, in einem Ausschuss nach Vorschlag der Junta den nationalen Bildungsplan zu überarbeiten und reformieren.

Dieser soll Fragen klären, ob die Schüler in Thailand zu viele Hausaufgaben zu bewältigen haben und die bestehenden Lehrpläne für einen modernen Lebensstil geeignet sind.

Art-Ong beunruhigt viele Wissenschaftler in Thailand mit seiner Nähe zum obskuren Baan Suan Pyramiden Kult und pseudo-wissenschaftlichen Ideen.

Der Ingenieur, welcher angeblich an mehren Projekten der NASA beteiligt war, ist stark in den Pyramiden Kult involviert. Angeblich sollen durch die Pyramiden Macht kranke Menschen geheilt werden und der Kult selbst eine Linie zurück zu alten Magiern Ägyptens verfolgen können.

In Vorträgen behauptet Art-Ong, die "Macht der Pyramide" könne Fäulnis von Obst verlangsamen. Er glaubt an Ausserirdische und erzählt öffentlich mit Insassen von UFOs kommunizieren zu können.

"Wenn ein Pseudowissenschaftler bei der Schulreform mitbestimmt, kann das später im Unterricht zu falschem Glauben der Jugendlichen führen." 

Mit diesen Worten brandmarkt Jessada in seiner Petition Art-Ong und fordert seinen Ausschluss aus der Kommission unter Berufung auf Fehlglauben und Mangel an Glaubwürdigkeit. Mehr als 1'000 Leute haben die Petition bisher unterschrieben.

Jessada selbst ist bestens bekannt als Gegner von paranormalen Überzeugungen. Er war es auch, der die wissenschaftliche Prüfung der GT200 Geräte lancierte.

GT200 sind Bomben Erkennungsgeräte, denen jegliche wissenschaftliche Erklärung abgeht, weshalb sie funktionieren sollten. Die Geräte wurden von der britischen Global Technics Ltd. hergestellt und für 36'000 Dollar pro Stück u.a. an die Thailändische Armee verkauft. 

Im 2010 wurde der Export von der britischen Regierung nach Berichten in der BBC Newsnight verboten und alle Länder gewarnt, das Gerät sei absolut untauglich im Erkennen von Bomben und anderen explosiven Gegenständen. Der Firmengründer wurde schliesslich letztes Jahr zu 7 Jahren Gefängnis verurteilt.

Nach anfänglichem Widerstand der Behörden wurden die Tests 2010 durchgeführt. Die Untersuchungen ergaben, dass nichts als zwei Stücke Plastik und keinerlei Elektronik im Gerät waren. Der damalige Premier Abhisit untersagte danach die Verwendung der GT200.

Oberste Armeeführer und Sicherheitsbeamte verteidigten den Einsatz der untauglichen Bomberkenner auch noch lange nach dem Test. Einer der Unterstützer der GT200, Pornthip Rojanasunand wurde vor kurzem als Leiter des Zentralen Forensischen Instituts im Amt bestätigt.

Quelle: Kaosod

1 Kommentar :

  1. man muss diesem Wahnsinn nicht verstehen aber auch nicht tolerieren

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