Samstag, 27. September 2014

Nur 300km von Bangkok - kommt der Tiefseehafen in Dawei?

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Dawei an der Anadaman See
Gateway nach Westen: Dawei am indischen Ozean.
Kein Umweg mehr über Singapur und die Strasse von Malakka. Wenn der Tiefseehafen in Dawei an der Andaman See gebaut wird, könnte dies der Thailändischen Wirtschaft einen unglaublichen Boom bescheren.

Das Projekt wurde nach der Handlungsunfähigkeit der Regierung Yingluck im Dezember letzten Jahres aufs Eis gelegt, soll nun aber weiter voran getrieben werden. Auch wenn Premier Prayuth seine Agenda noch nicht genau bekannt gegeben hat, scheint es, dass er am 7. Oktober Myanmar besuchen will.

Aus einer Arbeitsgruppe des zukünftigen Tiefseehafens wurde bekannt, dass die Arbeiten im November wieder aufgenommen werden. General Prayuth hatte bereits früher Agenturen bestellt, die das Projekt bei einem Besuch von hochrangigen Militärs aus Myanmar unterstützten.

Myanmar ist im Begriff seine Wirtschaft zu reformieren und sie global auszurichten. Verschiedene Anpassungen bei bestehenden Projekten, wie dem Dawei Hafen und der angrenzenden Freihandelszone wurden vorgenommen, erklärte Thailands Botschafter in Myanmar.

Tavoy, wie Dawei früher hiess, war über Jahrhunderte bis zum Ende der britischen Kolonialherrschaft ein wichtiger Seehafen. In den Jahren der Isolation Myanmars und innerer Zerwürfnisse wurde aus der geschäftigen Hafenstadt ein schläfriger, aber 150'000 Einwohner zählender Ort am Meer. Es ist ein Zentrum für die Reisverarbeitung und der Holzindustrie im südliche Myanmar.

Der Transport Minister und Generalsekretär des National Economic and Social Development Board sagte am Donnerstag, das Board habe den Auftrag erhalten, die Prozesse zu vereinfachen und das Grossprojekt abzuschliessen.

Das Thai-Myanmar Joint High Level Committee, das Myanmar-Thai Joint Coordinating Committee und die Operations Task Force werden die einzelnen Arbeitsschritte komplett entschlacken und beschleunigen, erklärte er weiter.

Lokale Unternehmer der an Myanmar angrenzenden Provinz Kanchananburi beobachten die Fortschritte gespannt. Sie hoffen, vom Durchgangsverkehr an die Andaman See profitieren zu können. 

Von der 170 Kilometer von Bangkok entfernten Grenze bei Phi Nam Ron sind es nur noch 130 Strassenkilometer bis Dawei. Die Hauptverbindung für Güter soll eine Eisenbahnstrecke werden, auch eine gut ausgebaute Strasse ist geplant.

Thailand und Myanmar haben eine je hälftige Beteiligung an der Dawei Special Economic Zone. Sie garantiert für 75 Jahre die Entwicklung des Handels und den Betrieb des Hafens. Diese Vereinbarung ersetzt die ursprüngliche Konzession, welche die Italian-Thai Development Plc. von Myanmar im 2010 erhalten hatte. Bisher sind alle Pläne der Zone zum Vorteil Thailands ausgelegt.

Der Botschafter Thailands erklärte weiter, dass der erste Besuch von Premier Prayuth im Ausland nach Myanmar gehe, da das Land derzeit die Präsidentschaft der ASEAN inne hält. Die beiden Nationen verbünde nicht nur eine lange Grenze, sondern auch gute Beziehungen und ergänzte, dass die Regierung in Nayphitaw dem Besuch freudig entgegen blicke. 

Prayuth wird seinen Amtskollegen Thein Sein in der Hauptstadt besuchen und der 2’000 Köpfe zählenden Thai Community in Yangoon seine Ehre erweisen.

Auf die Frage, ob der General auch E Thi, den tauben Wahrsager, aufsuchen würde, meinte der Botschafter, dazu sein nicht genügend Zeit. E Thi zählt etliche Thailändische Generäle und hochrangige Politiker aus dem Land des Lächelns zu seiner Kundschaft. 

Quelle: Bangkok Post

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