Montag, 8. September 2014

Mekong könnte 3 Meter steigen - Hochwasser in Thailand

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Die thailändischen Behörden haben Bewohner entlang des Mekong in höchste Alarmbereitschaft versetzt, weil ein Staudamm im Süden Chinas aufgrund riesiger Wassermengen bald geöffnet werden muss.

"Wenn die Wassermenge aus dem Jinghong Damm in der Provinz Junan 8-9'000 Kubikmeter pro Sekunde erreicht, wird der Wasserpegel in wenigen Tagen rund 3 Meter steigen", informierte der Direktor des Chiang Rai Marine Office. 

Zuvor hatte das Office dem Bezirkschef von Chiang Saen die Warnung abgegeben, das Wasser würde zwischen 5. und 30. September gedämpft abgelassen. 

Der Jinghong Damm am Hauptstrom des Mekong kann bis zu 9'000 Kubikmeter pro Sekunde ablassen. Sein Reservoir enthält die immense Menge von 6 Mia. Kubikmetern Wasser.

Der Damm wurde 2010 in Betrieb genommen und treibt ein Elektrizitäts-Kraftwerk mit 1750 Megawatt Leistung an. Der Strom wird auch nach Thailand verkauft. Die chinesische Regierung treibt zur Zeit den Bau von 8 Staudämmen im Oberlauf voran. Bei Xanabouri ist der erste laotische Damm im Hauptstrom des Mekong in Bau. 
"Wir arbeiten zur Überwachung des Pegels eng mit dem lokalen Wetteramt zusammen und sind so in der Lage rechtzeitig Warnungen auszugeben", meinte der Marine Offizier weiter.

Das Irrigation Department hatte berichtet, dass der chinesische Damm 545 Kubikmeter pro Sekunde stromabwärts sende. Am Samstag erreichte der Wasserstand in Chiang Saen 7 Meter unter Ufer. 

Andere grössere Städte wie Nong Khai, Nakhon Phanom und Mukdahan liegen zwischen 2.2 und 4 Metern über dem Flussbett.

Die Mekong River Commission hat bisher keine Hochwasserwarnungen ausgegeben. Gemäss ihrer Website sollte der Pegel in der kommenden Woche stabil bleiben. Der vorausgesagte Wasserstand in Chiang Saen beträgt 4.65 Meter, weit unter dem Hochwasserpegel von 11.8 Metern.


Da der Strom gewaltige, stark variierende Wassermassen führt, liegt der Wasserstand in manchen Gebieten während des Monsuns im Sommer um 10-15 Meter höher als im Winter. 

Inzwischen ist der Stand aber im Chao Phraya Becken kritisch. Chiang Rai, Tak, Sukhotai, Tak, Nakon Sawan und Phichit sind betroffen. Sturzfluten haben sich bereits über 25 Dörfer in der Provinz Chiang Rai gestürzt.

"Seit 26. August wurden mehr als 14'000 Menschen in 28 Provinzen Thailand durch Hochwasser betroffen, 10 kamen ums Leben. Das Schlimmste sollte allerdings an den meisten Orten vorbei sein. Nur 5 Provinzen stehen noch unter Wasser." informierte der Generaldirektor des Disaster Prevention and Mitigation Department.

Jetzt würden alle notwendigen Ressourcen für Hilfsaktionen mobilisiert und die Infrastruktur wieder hergestellt, finanzielle Hilfe im Rahmen der Gesetze gegeben, so der Generaldirektor weiter, und erwähnte,  Betroffene können sich rund um die Uhr an die Notrufnummer 1784 wenden.

Einwohner im unteren Teil des Chao Phraya Beckens errichten mit Sandsäcken Dämme und bringen Hab und Gut in sichere Höhe. Jährlich um diese Zeit erreichen die Fluten aus dem Norden ihre Gegend.

Das Wasser im Kanal sei in den letzten Tagen schnell angestiegen, sagte ein Einwohner in Ang Thong. Der Kanal ist ein Arm des Chao Phraya.

Das National Disaster Warning Centre hat inzwischen für die Provinzen Prachin Buri, Chantaburi und Trat Warnungen vor Sturzfluten und Schlammlawinen ausgegeben.

Quelle: Nation

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