Dienstag, 2. September 2014

Ladyboys in Pattaya geht's an den Kragen

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Kathoeys, vorbestimmt aus früherem Leben?
Ladyboy: Vorbestimmung aus früherem Leben? 
Pattaya - "Wir waren uns gewohnt, verhaftet zu werden, eine kleine Strafe zu zahlen und unmittelbar freigelassen zu werden." Prostituierte werden oft verhaftet, aber eine neue Kampagne der Polizei richtet sich insbesondere gegen eine Gruppe, gegen Ladyboys.

Das Seebad mit seinem zweifelhaften Ruf wird seit der Machtübernahme der Junta zur Abschreckung von Soldaten durchkämmt. Ladyboys beschreiben die Situation als beispiellose Anstrengung, sie aus dem Verkehr zu ziehen. Ihnen wird nicht einmal ein Anruf um Hilfe erlaubt.

"Wenn sie uns freilassen, können wir nicht mehr arbeiten gehen", beklagt sich die Transsexuelle Gam zur Bangkok Post. "Früher haben sie uns nach Bezahlung von 500 Baht, wenn wir knapp bei Kasse waren für 100, sofort wieder entlassen und wir konnten zurück zur Arbeit. Neu werden wir bis am nächsten Morgen festgehalten."

Bis Mitte in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts war in Thailand ein dreipolige Geschlechtertrennung in weiblich, männlich und kathoey (=Zwitter) verbreitet. Nach buddhistischem Glauben haben Kathoeys ihr Anderssein durch Handlungen in einem früheren Leben geschuldet. Ihr Verhalten wird ihnen nicht vorgeworfen, da es bestimmt ist. Sie werden eher bedauert als verspottet.

Dennoch gibt es keine bis heute keine gesetzlich Anerkennung. Entsprechend ist es ihnen auch nicht möglich, ihr Geschlecht nach allfälliger Operation amtlich ändern zu lassen und es gibt kuriose Szenen bei der alljährlichen Tauglichkeitsuntersuchung zum Militärdienst.

Viele Kathoeys, oder Ladyboys, arbeiten in der Unterhaltungsindustrie und im Rotlichtmilieu. Ihre Selbstmordrate ist deutlich höher als bei der übrigen Bevölkerung. 

In den letzten Jahren haben sich Berichte vermehrt, nach denen Transsexuelle ihre Freier nach Verabreichung von K.O. Tropfen ausser Gefecht gesetzt und ausgeraubt haben.

Ziele der nächtlichen Razzien sind Walking Street und Strandpromenade, wo eine grosse Anzahl Prostituierte ihrer Arbeit nachgehen. 



Die Polizei setzt sogar ausländische Köder ein. Diese verhandeln den Preis für ein unmoralisches Abenteuer und sobald eine preisliche Einigung erzielt wird, werden sie geschnappt.

Eine Verhaftung kann nur erfolgen, wenn Geld im Spiel ist. Thitiyanum Doi Nakpor, Leiterin einer Beratungsstelle für Transsexuelle in Pattaya fragte die Polizei kürzlich, weshalb nur Ladyboys das Ziel wären.

"Das ist NCPO Politik", antwortete der diensthabende Offizier, "das wurde uns von ihnen befohlen und wir führen den Auftrag aus."

In dieser Nacht wurden die Ladyboys nur kurz festgehalten und ihre Personalien und Fingerabdruck erfasst.

Quelle: Coconuts 

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