Montag, 22. September 2014

Das Zwei-Klassen Preis System Thailands - Besucher zahlen mehr

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Thai Human Imagery Museum Eintrittspreis
Für Thais 70, Ausländer 300 Baht. 
Thailands Tourismusindustrie wurde in den vergangenen Monaten hart getroffen, mehr als 10% weniger Ausländer haben das Land besucht. Aber nicht nur die politischen Wirren, auch die gängig Praxis, von Besuchern einen höheren Preis für Produkte, Dienstleistungen und Eintritte zu verlangen, wirken sich negativ aus.

Expates und reglemässige Besucher des Land des Lächelns klagen seit Jahren gegen das Zwei-Klassen Preis System. Sicher, einige nehmen das einfach nur hin, andere aber fühlen sich diskriminiert und ärgern sich, dass Touristen, einfach weil sie kein Thai lesen und sprechen können, gierigen Taxifahrern und Händlern zum Opfer fallen.

Auch das Dual-Preis System von Eintrittspreisen zu Sehenswürdigkeiten und Nationalparks stösst auf. Während der Zutritt beispielsweise zum Wat Phra Keo, Wat Pho und Wat Arun für Einheimische frei ist, zahlen Ausländer. Aber schon dorthin zu gelangen ist ein oft ein Verhandlungssück. 

Inzwischen ist es gängige Praxis, dass Taxifahrer gar nicht erst den Meter anstellen, sondern gleich den doppelten oder dreifachen Preis verlangen. Neulich hat sich ein Tourist schon in den Nachrichen dafür bedankt, dass ein Taxifahrer tatsächlich ohne weiteres sein Messgerät angestellt hat.


Preispraxis Thailands
Eintrittspreis in einem Wat Ayutthayas: Thais bezahlen 10 Baht.
Anderenorts wird gut getarnt. Der Preis für Thais wird auf Thai deklariert, so ist es für ausländische Besucher praktisch unmöglich, den Unterschied zu bemerken.

Der bekannte Blogger Richard Barrow veröffentlichte letzthin Pläne, das im Wat Pho ab Januar die Eintrittspreise von 100 auf 200 Baht verdoppelt werden sollen. Für Thais bleibt der Eintritt frei. Argumentiert wird, dass Thais im Wat selbst Geld spenden. "Was ist mit den Thailändischen Muslimen, Christen, und Sikhs, weshalb sollen ausländische Buddhisten bezahlen?", fragt Barrows in seinem Blog.

Höhere Preise für Touristen als Einheimische gibt es auch in anderen Ländern. Das Problem ist aber, das eine anhaltende Diskussion darüber den Ruf von Thailand beschädigt. 


Vergraulte Besucher kommen nicht wieder. "Es beginnt mit den Menschen", lautet die aktuelle Kampagne von Amazing Thailand. Die Tourimusbehörde wirbt bewusst mit der Freundlichkeit der Thais. Tatsächlich zieht Thailands Ruf als Land des Lächelns Millionen von Besuchern an.

Wird das Volk als gierig und egoistisch betrachtet, verblasst das Lächeln und die Anziehungskraft schwindet. Der Tourismus trägt rund 10% zur Wirtschaftsleistung Thailands bei. In den ersten sieben Monaten 2014 gingen die Besucherzahlen um 10.7% zurück.

Die Behörden macht vieles, Touristen wieder anzuwerben. Verzicht auf Visa Gebühren für Chinesen, längere Aufenthaltsdauer für Besucher aus 48 Ländern, Kampagnen in Singapur und Indonesien.

Aber, wenn dies ernst gemeint ist, muss das Lächeln zurück, auch auf die Gesichter der Besucher und das Zwei-Klassen Preis System eingedämmt werden. Weshalb soll der langjährige Freund Thailands und Überwinterer im Land des Lächelns morgens auf dem Markt 20 statt 5 Baht für das Stück Banane in Klebreis bezahlen?

Quelle: Chiang Rai Times

1 Kommentar :

  1. .............10% weniger Ausländer ist wohl die geschönte Version der Behörden in Thailand. Ich war im Juli gerade da. In BKK in jedes Hotel einfach reinmarschieren und buchen. Sheraton Hua-Hin, nicht reservieren einfach gehen und es hat jede Menge freie Zimmer. Am Flughafen kein anstehen am Zoll, nur hingehen Pass zeigen und durch war man. Der Flughafen beinahe leer.
    Mitten in BKK an der Thonglor kaum Ausländer und fast keinen Japaner gesehen............. Dafür "Massage"-Girls die vor den Saloons sitzen und das den ganzen Tag ....ohne Kunden.
    Bangsai Arts and Crafts Center Ayuthaia...... dort wo ich immer meine handwerklichen Souvenirs kaufte, kaum ein laden war offen und das Sortiment 20% von dem was ich in den Vorjahren zu sehen bekam. Qualitätsware war nicht zu finden. Die Werkstätten zumeist ebenso geschlossen.
    Jazzy-Sonntags-Brunch im Grand Sheraton in BKK, sonst auf Anmeldung, war diese Jahr nicht nötig, einfach am Morgen hingegangen und bezahlt, los gings...................

    Tja, einkaufen im "Asiatique" Mall-Markt am Chao Phraya, war eher günstiger in den Preisen ....wie sagen wir im Seacon-Square draussen an der Sukhumvit, sollte eigentlich umgekehrt sein.........

    Eintritte die für Farangs mehr kosten habe ich seit Jahren immer boykottiert..... heuer wurde uns das oft einfach erlassen. Frauchen löste für einen Thai und niemand sagte was...............
    Im Geschäft beim Kaufhaus am Chatchuckak Weekendmarkt, wo meine Frau und ich immer die Schmuckköfferchen und andere Leder-Cases kaufen, die Verkäuferin sagte meiner Frau das sie seit einem 3/4 Jahr nur vom Mindestlohn lebt. Das sind bei ihr an 30 Arbeitstagen in jenen Monate mit 31 tagen, je 300 Baht für eine Präsenzzeit von ca.10 Stunden am Tag. Ihre Provision von 10% auf alle Verkäufe kann sie nicht realisieren weil sie kaum noch verkaufen kann, und wenn, dann mit derart viel Nachlass das sie keine Provision mehr bekommt..............


    Thailand im Jahre des Putsches 2014........

    Nur einer wird dort reich, Prayuth heisst der Mann der möglicherweise, möglich .....weil es gefährlich wäre so etwas zu beweisen, einige Hundert Millionen Baht besitzt.

    Wenn man weiss was ein General dort Monatlich verdient, dann ist das..................

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