Freitag, 26. September 2014

Das Milliarden Geschäft an den Stränden von Phuket

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Phuket Karon Beach
Big Business am Karon Beach. 
Weg von der Taxi Mafia, hin zum Milliarden Geschäft am Strand. Auf Phuket kümmert sich die Polizei jetzt um die Vermietung von Strandabschnitten. Beginnend mit der Rolle des Bürgermeisters von Kata-Karon im Spiel um viel Geld.

15 Personen, u.a. der Bürgermeister, wurden vorgeladen. Allen wird vorgeworfen, illegal Lizenzen zur Nutzung von eigentlich öffentlichen Strandabschnitten ausgestellt zu haben.

Die Mietpreise waren immens. Ein 5-Jahres Vertrag für 99 Meter Strand kostete 6.25 Mio., ein 3-Jahres Vertrag für 80 Meter 4.5 Mio., ein 1-Jahres Vertrag für 1.68 Mio. Baht.


Der Karon Beach ist 2.9 Kilometer lang. Mit 4 Reihen Liegestühlen ist es möglich jeden Tag 3.8 Mio., pro Jahr 1.4 Mia. Baht "Miete" zu erzielen. 

Obwohl alle Strände öffentlich sind, geht dieses Geschäft schon seit Jahrzehnten. Die Strandverkäufer behaupten, die Erlaubnis des Bürgermeisters zu haben. Im 2009 wurde Yutthana Thamproo für Vorpreschen am Strand verurteilt. Er machte deutlich, dass die lokale Regierung kein Recht hat, Geld für die Nutzung des Strandes zu verlangen.

Yutthana wurde zu einer Freiheitsstrafe von 6 Monaten und 4'000 Baht Strafgeld verurteilt. Weil er sich schuldig bekannte, wurde die Strafe auf Bewährung ausgesetzt und er musste nur die Hälfte bezahlen.

Gezeigt wurden an einer Pressekonferenz der Polizei 2 Checks, einer ausgestellt auf 2.9 Mio., der andere auf 3 Mio. Baht. Als Zahlungsgrund wurde Strandmiete genannt.

Auch ein Mietvertrag wurde als Beispiel präsentiert. "Der Vermieter erlaubt dem xxxx Beach Resort am Karon Noi Beach, am Strand vor dem Hotel Sonnenschirme und -liegen als Service für die Hotelgäste an 1 oder 2 Betreiber weiter zu vermieten. Der Vertrag ist gültig für 1 Jahr vom 15.8.2005 bis 14.8.2006. Der Mieter verpflichtet sich, 500'000 Baht zum vereinbarten Zeitpunkte zu zahlen."


Ein perfektes System. Mieter erlauben Untermietern eigene Schirme und Liegen zu Bedingungen der Gemeinde aufzustellen. Der Mieter erlaubt den Untermietern, Getränke am Strand zu verkaufen, solange sie das nicht selbst machen wollen oder die Gemeinde eine andere Verordnung herausgeibt.

"Das sind nicht kleine, lokale Geschäfte von Menschen, die finanziell zu kämpfen haben. Hier geht es richtig um Geld", stellte ein Sprecher der Polizei klar. "Alle, die illegal von den Machenschaften am Strand profitiert haben, werden vor Gericht gestellt."

"Nach Kata-Karon wird die gesamte Westküste auf illegale Strandgeschäfte untersucht. Als nächstes ist Patong an der Reihe. Dort werden sehr viel mehr Leute ins Milliarden Business involviert sein. Wir werden sie alle schnappen."

Nachdem vor einigen Wochen den kleinen Leuten das Geschäft am Strand entzogen wurde, sollen nun auch diejenigen, die richtig Geld machten, bestraft werden - gut so, wenn's denn so kommt.

Quelle: Phuket Gazette

Kommentare :

  1. kurtaxe in deutschland? strandkorb vermietung an ost und nordsee? wo bitte ist da der unterschied??

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  2. Hier: das Geld aus den erst noch illegalen Machenschaften wandert in die eigene Tasche. Wie sollte sonst ein, wenn auch höherer Gemeindeangestellter, u.a. eine 30 Mio. Villa besitzen und mit einem grossem Fuhrpark aufwarten? Mit seinem Gehalt von weniger als 100'000 Baht pro Monat sicher nicht.

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  3. Wir wollen wieder unsere Liegestuehle zurueck,,egal wie,,,,soll sich die Oma von 70 jetzt etwa in den Sand liegen?
    Weltweit gibt es Liegestuehle ,warum soll es jetzt hier anderst werden?

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  4. Warum interessieren wir uns für die Machenschaften der Thais? ich mach da meinen Urlaub und möchte nicht im Sand auf einem Handtuch liegen ohne Schirm.Solltr sich das nicht ändern ,werde ich im März umbuchen.Überall auf der Welt bekommt man Liegen und Schirme,

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  5. Richtig,wir haben genug Probleme im eigenen Land.Wir wollen auch nur unseren Urlaub geniessen und da gehört nun mal das minimalste dazu,das ist wenigstens ein Sonnenschirm und Liegen am Strand.Wir sind schon etwas älter,wohl ein grosser Anteil,der da urlaubt und da leg ich mich nicht in den Sand.

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  6. Ich bin am 11.Nov.in Phuket angekommen war 27mal in THAILAND wuste nichts von der Regelung. War mein letzter Urlaub in THAILAND. Soll sich das Militär in den Sand liegen. Ich konnte keinen früheren Rückflug bekommen sonst wäre ich sofort zurückgeflogen.

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