Sonntag, 7. September 2014

500 Luxusautos weg - der Zoll in Thailand sucht verzweifelt

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Einer der 500? Farang in Pattaya braust gleich ab. 
Zwei Beamte wurden auf inaktive Posten verschoben, nachdem 500 Luxusautos in Zolllagerhäusern verschwunden sind.

Der Abteilungsleiter des Zolls informierte, dass rund 100 der abhanden gekommenen Fahrzeuge aufgetaucht sind und nach wie vor, auch mit Unterstützung der Importeure, weiter gefahndet werde.

Die Autos waren zusammen mit anderen zollpflichtigen Gütern in staatseigenen und privaten Lagerhäusern bis zu einem Jahr zwischengelagert, abhängig von bezahlten Einfuhrgebühren und Luxussteuern.

Importeure können gegen Bezahlung einer gewissen Summe und eines guten Grundes Waren vorübergehend verwenden. Sei es für eine Präsentation oder Instandhaltung.

Viele der fehlenden Luxuskarossen wurden Berichten zufolge auf diese Weise aus den Händen des Zolls genommen. Insider berichten, dass es auch Autos gab, die auf dem Weg vom Hafen ins Lagerhaus verschwanden.


Bei der Einfuhr nach Thailand müssen Autos und Motorräder verzollt werden. Egal ob neu oder gebraucht. Importeure müssen zuvor eine Bewilligung beim Handelsministerium einholen. Fahrzeuge mit bis 2400 Litern Hubraum werden mit 137%, darüber mit 210% der CIF-Wertes verzollt. Dazu kommen ab einer gewissen Preislage Luxussteuern. Für Motorräder werden 72% berechnet. Der CIF-Wert ist der Preis bei Einfuhr inklusive Versicherung und Frachtkosten.

Fahrzeuge der Luxusklasse werden meist von privaten Importeuren ins Land gebracht, einige sind reiche und einflussreiche Persönlichkeiten. 

Geplant ist, dass im Hafen nun RFID-Tags an die Wagen angebracht werden, damit sie nicht so ohne weiteres gleich direkt verschwinden.


Mit Bestechung vom Schiff in den Showroom

Gemäss Insider Quellen würde das aber nichts bringen, da einige der Importeure sehr gute Beziehungen mit den Beamten hätten. Gegen Bestechungsgelder könnten die Autos gleich mitgenommen und in Showrooms ausgestellt werden.

Andere erhalten ihre Wagen gegen Tea-Money für angebliche Wartungsarbeiten, nur um sie gleich zu verkaufen und keine Steuern zu bezahlen.

Der Leiter der Zoll-Steuerbehörde und gleichzeitig verantwortlicher für die Lagerhäuser verweist auf die strengen Richtlinien, welche für Importe gelten. Beispielsweise seien die Eigentümer der Warenhäuser verantwortlich für die fehlenden Fahrzeuge. 

In einer Pressekonferenz wurde die Arbeit der Zollverwaltung gelobt. Bisher seien dieses Jahr schon Ware im Wert von 120 Mio. Baht sichergestellt worden, die ins Land geschmuggelt werden sollte oder falsch deklariert war.

Darunter, sichergestellt im Hafen von Laem Chabang, 28 Kartons mit gebrauchten Einzelteilen für die Montage von 69 Superbikes im Wert von 40 Mio. Baht. Angeblich zur Zwischenlagerung für den späteren Weiterexport nach Hongkong.


Laem Chabang ist auf Platz 23 der Containerhäfen der Welt, die Umschlagmenge ist in etwa gleich hoch wie in Bremerhaven.

Beschlagnahmt wurden auch 11 Container mit bleiverseuchtem Metallstaub, welcher als Siliziumstaub deklariert war und 1'000 Kisten als Metallblech ausgewiesener Elektroschrott.

342 Personen wurden wegen Steuerhinterziehung festgenommen und 106 Mio. Baht an Steuern und Gebühren eingenommen.

Aber von den Luxuskarossen weiter keine Spur. Wahrscheinlich war der weisse Ferrari California, der neulich vor einem Coffee Shop in Kui Buri am Asia Highway parkte und uns anschliessend rasant und mit Riesengebrüll überholte, einer der Gesuchten.

Quelle: Phuket Gazette

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