Samstag, 13. September 2014

27 Mio. für Sound System - Grossraumdisco? Nein, Parlamentsgebäude

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Auch teuer, aber nicht teurer als ein Mikrofon. 
Die Anti-Korruptionsbehörde Thailands, NAAC, untersucht die Beschaffung des 27 Mio. Baht teuren Sound-Systems im Parlamentsgebäude nicht.

 "Die NAAC unternimmt in dieser Sache nichts", sagte Panthep Klanarongklang, der Vorsitzende der Behörde an der Pressekonferenz.

Er reagierte auf die wachsende Kritik über den Kauf von 192 Mikrofonen, das Stück für je 145'000 Baht. Die enorme Summe hatte Kritk aus dem gesamten politschen Spektrum ausgelöst. Es ist der erste ernsthafte Verdacht auf Korruption von Thailands Junta.

"Bisher ist keine Beschwerde über das Sound-System eingegangen. Sollte dies geschehen, werden wir den Kauf untersuchen", so Panthep weiter. Auf die Frage eines Reportes, weshalb die NAAC trotz öffentlicher Kritik noch nichts unternommen habe, meinte er nur, der Agentur würden Informationen über die Beschaffung fehlen.

"Obwohl wir die Macht zu untersuchen haben, können wir das nicht einfach ohne Hintergrundwissen tun."


Allerdings sind die Preis der Geräte auf der Website des Departments of Public Works öffentlich zugänglich. Zusätzlich zu den Mikrofonen zu je 145'000 Baht, wurde ein Fernseher für 520'000 plus Wanderhalterung für 19'000 installiert. Dazu wurden für den Kabinettsraum 110'000 LED Lampen geordert.

Die Aufrüstung des Raums wurde vom herrschenden Nationalrat für Frieden und Ordnung NCPO abgesegnet.

Beamte versuchen, der Mikrofon-Kontroverse Luft heraus zu nehmen, indem sie behaupteten, der Ausrüster habe der thailändischen Regierung 35% Rabatt versprochen.

"Die Robert Bosch Ltd. hat einen besonderen Rabatt angeboten. Wie von der Beschaffungsseite gefordert, wurde eine Einigung auf 35% Rabatt erreicht", sagte der Leiter der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit.


"Ein Mikrofon kostet nur 92'500 Baht", so der Leiter weiter, "insgesamt sparen wir durch die Vereinbarung 14.1 Mio. Baht".

Angeblich wurde noch nichts bezahlt, auch keine Anzahlung, da die Preisverhandlungen während der Montage noch nicht abgeschlossen waren.

In der Zwischenzeit arbeitet die Anti Korruptionsbehörde mit Hochdruck an den Ermittlungsarbeiten im Fall der ehemaligen Ministerpräsidentin Yingluck und ihrer Verwicklung in die Korruptionsaffäre aus den Auswüchsen der Reis Subventionierung.

Quelle: Kaosod

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