Mittwoch, 27. August 2014

10.5% weniger Touristen - Prayuth macht Lösungsvorschlag

Weniger Farangs an Thailands Stränden.
Bangkok - Prayuth Chan-Ocha, Premierminister und Junta Chef hat eine Lösung für die Tourismuskrise in Thailand angeboten. Gegenüber Wirtschaftsvertretern erwähnte er, dass das Kultur Ministerium inspirierende Filme für potientielle ausländische Touristen produzieren müsse.

Sie sollen über Thailands Geschichte berichten, die nationalen Sehenswürdigkeiten preisen und einfach all das Zeigen, was Westler gerne sehen.

Thailands üblicherweise stabile Tourismus Industrie leidet seit dem Ausbruch der Demonstrationen im November letzten Jahres unter einem lang anhaltenden Rückgang.

Thailand ist das 10. meist besuchte Land der Welt. Die Anzahl Touristen hat von 336'000 Urlaubern und 54'000 US-Soldaten auf R&R 1967 auf 26 Mio. im 2013 zugenommen. Durchschnittlich verweilten die Urlauber letztes Jahr 9.5 Tage im Land des Lächelns und brachten der Wirtschaft 546 Milliarden Baht Umsatz.

Chinesen sind die Nummer 1

4.7 Mio. Besucher und mit Abstand am meisten kommen aus China, gefolgt von Malaysia mit 3 Mio. Russland, Südkorea und Japan folgen dahinter. An 10. und 11. Stelle liegen die USA und England mit je rund 800'000, knapp gefolgt von Deutschen auf Rang 13 mit 744'000 Besuchern.

Die Gegner der damaligen Regierung besetzte Regierungsgebäude und sperrte wichtige Kreuzungen in Bangkok. Annähernd 30 Personen wurden in den 6 Monate dauernden Protesten getötet.

Die Unruhen endeten nachdem die Armee die ehemalige Premierministerin Yingluck in einem Staatsstreich am 22.5. stürzten und es ihr gelang, Ruhe ins Land zu bringen. Nach wie vor gilt aber Kriegsrecht. Ein Grund, weshalb Touristen von einem Urlaub in Thailand abgehalten werden.


10.5% weniger Urlauber

Gemäss neuer Erhebung der Tourismusbehörde Thailands TAT sind in den ersten 7 Monaten des Jahres 10.5% weniger Urlauber eingereist. Die Einnahmen der Industrie sanken um 8%.

Anteilsmässig liegt der Rückgang mit rund 30% bei Reisenden aus China am höchsten. Wichtigster Grund: Reiseversicherungen in Hongkong und Chinas Stammland weigern sich Policen für Länder in instabilen Verhältnissen auszustellen.

Quellen: Kaosod, TAT