Mittwoch, 13. August 2014

Strände in Phuket ohne Sonnenschirme machen arbeitslos

Wer braucht da Liegen: Ban Krut Beach
Wer braucht da Liegen: Ban Krut Beach.
Phuket - Mehr als 500 Vermieter von Liegestühlen und Sonnenschirmen an den Stränden von Phuket verloren durch die Säuberungsaktionen ihren Job. Nun brachten sie ihre Beschwerden und Vorschläge an einem von Professoren und Forschern geführten Forum an der Prince of Songkla University in Kathu vor.

Das Forum kam auf den letzten Drücker einen Tag vor Ablauf der Eingabefrist an das Nation Council of Peace (NCPO) zustande. In einer schriftlichen Eingabe können finanzielle Schäden aufgeführt und Zukunftsvorschläge eingereicht werden, welche durch den Cleanup entstanden sind. 

"Wir verstehen, dass die Säuberungsaktion der Strände Teil des NCPO Programms ist, öffentliche Flächen den Menschen zur freien Nutzung zurück zu geben. Leider hat uns dieses Programm in grosse Schwierigkeiten gebracht", meinte eine Sprecherin der Strand Dienstleister.

"Die Leute müssen Jobs haben. Ihre Arbeitsplätze sind weg und sie stehen auf der Strasse. Wir sind heute hier, um unsere Gedanken zur Situation vorzutragen."

Meinte Plat Jantarasopin, welcher bereits vor einem Monat als lokaler Repräsentant von sich Reden machte. Damals reichte er eine Beschwerde gegen den Gouverneur von Phuket ein. 

Ironischerweise ging es dabei um versäumte Aufgabenerfüllung, weil der Gouverneur den Strand von Surin nicht wirklich vollständig habe räumen und einige Strandbuden belassen habe. 

Inzwischen hätten gemäss Jakkarin Charoenjit, einem Vertreter der Patong Sonnenschirm und -liegen Vermieter, mindestens 1'000 Menschen ihre Arbeit verloren. 

Patong Beach, wo's zuvor wie in Rimini aussah, sehe verlassen aus. Die Touristen würden ihr Vertrauen in Patong verlieren, wenn sie keine Stranddienstleistungen mehr erhalten, sagte er. 

"Wir befragten 200 zufällig ausgewählte Touristen und 95 Prozent von ihnen wollen die Liegen und Schirme", führte er aus. Sie wären zu Kompromissen bereit, wenn sie nur wieder arbeiten dürften.

"Wir würden nur 2 Reihen von je 10 Liegen mit jeweils 6 Metern Abstand aufstellen. Und wenn es die Beamten wollen, sogar noch mehr. Wir unterstützen ein effektives Strandmanagement und werden uns an die Regeln der NCPO halten.

Die schriftliche Eingabe an die NCPO werde noch diesen Monat folgen.

Übrigens, seit letzter Woche dürfen wieder Jet-Skis vermietet werden. Nachdem die Betreiber versprochen hatten, auch als Strandreiniger und ehrenamtliche Rettungsschwimmer zur Verfügung zu stehen.

Mit der Ruhe am Strand ist's also schon wieder vorbei. Da dürften ein paar Liegen und Sonnenschirme den weithergereisten Farangs wohltun. 

Wer will schon auf dem heissen Sand liegen und sich das Motorgedröhne anhören. Das lässt sich doch entspannter auf einer beschatteten Liege mit einem kühlen Chang in der Hand tun.

Quelle: Phuket Gazette