Sonntag, 17. August 2014

Lahu Junge erhält neues Leben und neuen Namen

Lahu Village close to the boder of Myanmar
Lahu Dorf an der Grenze zu Myanmar.
Chiang Rai - Ein vier Jahre alter, verlassener Junge des Lahu Hill Tribes  hat ein neues Zuhause im Waisenhaus des Wat Huay Pla Kang gefunden. Seine Mutter starb kurz nach der Geburt. Der drogenabhängige, psychisch kranke Vater hatte vor zwei Jahren seinem Dorf und dem Jungen den Rücken gekehrt und war verschwunden

Seither erbettelte er sich Essen und Kleider. Er lief herum und ging manchmal im nahegelegenen Bach baden. Die Kinder des Dorfes nannten ihn Barbar. In der Nacht schlief er in einer schäbigen Bambushütte ausserhalb des Dorfes.

Abgesehen von einem alten Kissen, einer Decke und den Kleidern am Leib besass er nichts. Nicht einmal einen Namen. Kae Khae, wie in die Dörfler nannten, war der Name des Vaters.


Durch Zufall neues Zuhause gefunden

Er würde wohl heute noch barfuss durch die Gegend wandern, wenn nicht Dorfbewohner den Wat Huay Pla Klang für kostenloses Essen besucht und von ihm erzählt hätten.

„Die Leute sahen, dass wir uns um Waisen kümmern“, so Nattakarn Srikuna. Nachdem er von Kae Khae gehört hatte, setzte er sich aufs Motorrad und fuhr eine Stunde die Berge hoch ins entlegene Dorf Janu.

Nach seiner Rückkehr erzählte er dem Abt des Wat vom Jungen. Ein paar Tage später wurde er ins Waisenhaus geholt. Dort putzte er sich zum ersten Mal im Leben die Zähne und duschte.

Watcharin Kaewkantha, der Leiter des Waisenhauses, untersuchte ihn nach der Ankunft. Kae Khaes Füsse hatten vom Barfuss Laufen gelitten und seine Vorderzähne waren in schlechtem Zustand.

Aber er hat sich sehr schnell an sein neues Leben gewöhnt. Er spielt sehr gerne mit den anderen Kindern und fügt sich gut in die Gruppe ein. Und er mag sehr gerne und viel essen. Seinen Teller putzt er immer leer.

Er zeigt enormes Interesse an allen elektrischen Geräten. Geräte, die er noch in seinem Leben gesehen hatte. Die Mitarbeiter müssen ständig aufpassen, dass er nicht an den Kabeln und Steckern rummacht.

Alte Namen bringen Unglück

Bei der Registrierungsbehörde der Provinz Chiang Rai wurde festgestellt, dass er tatsächlich einen eigenen Namen besass. Sein Vater hatte ihn nach Geburt auf den Lahu Namen Ja-Ue Santhh eintragen lassen.

Aber der Abt des Wat Huay Pla Kang, Phra Ajarn Phobchoke will, dass er einen Neuen erhält. Sowohl der Ruf- als auch der eingetragene Name würden ihm Unglück bringen.

"Wenn er groß ist, würden seine bisherigen Namen, die in schlechten Umständen verwurzelt sind, Narben hinterlassen", meint Phra Ajarn Phobchoke. „Aber ein neuer Namen sollte, mehr oder weniger, und mit Unterstützung Buddhas ein gute Zukunft bringen."

Es ist üblich für Thais, ihre (Ruf-)Namen zu ändern. Sie gehen nach unglücklichen Ereignissen in den Wat und fragen Mönche nach einem neuen, glücklichen Namen.

Der Abt Phra Ajarn Phobchoke hat bereits mehrere Namen mit günstigen Bedeutungen für Kae Khae gefunden. Phobboon, der, der Wunder findet, Phobtham, der, der die Wahrheit findet und Meechoke, der, das Glück findet.


Er wird aber die Öffentlichkeit entscheiden lassen. Durch einen Aufruf auf der Facebook Seite des Wats.

Quelle: Kaosod