Freitag, 8. August 2014

Junge aus Myanmar gewinnt Thai Sprachwettbewerb

Werden in den Schulen in Thailand Werte vermittelt?
Thai Schüler: werden Werte vermittelt?
Bangkok - Ein 12-jähriger Sohn von Wanderarbeitern aus Myanmar hat einem Thai Sprach- und Schreibwettbewerb zum Nationalen Tag der Thailändischen Sprache gewonnen.

Der Junge, welche in der Provinz Tak aufwuchs, wurde vom Amt der Grundbildungskommission zum Sieger gekürt. Der Wettbewerb wurde eingeführt, um den Wert und das Erbe des Thai zu erhöhen.

Eigentlich keine grosse Sache. Er geht hier zur Schule und wie sagt man so schön: Übung macht den Meister. Die Frage ist vielmehr, was machen Thailändische Kinder falsch, dass ein Burmese gewinnen kann. Oder liegt's am System?

Egal auch, dass nur wenige daran teilnahmen. Nur enttäuschend, dass so wenige sich für ihre Muttersprache interessieren. Kann man das ignorieren?
Schulen in Thailand konzentrieren sich auf akademische Leistungen und sind stark mit der Einführung neuer Lernmethoden beschäftigt. Ziel ist, mit dem Rest der Welt mithalten zu können - Stichwort PISA. So sollen die Thai Schüler globale Wettbewerbe gewinnen können.

Führt dies aber dazu, dass Thailands Schulen die Grundlagen ignorieren? Wird den Schülern die Geschichte und das Wesen Thailands noch beigebracht?

Neuer Lehrbücher wurden in den letzten 10 Jahren eingeführt und wieder entsorgt. Themen aufgegriffen und fallen gelassen.

Klar müssen Lehrpläne aktualisiert und verbessert werden, aber wichtige Dinge müssen obligatorisch bleiben. Nur so werden den Schülern Wurzeln verankert.

Früher mussten Buchstaben noch lehrbuchgetreu geschrieben werden, der Lehrer achtete pingelig darauf. Wörter mussten korrekt ausgesprochen, bei Fehlern wiederholt werden.

Nun lässt ein neues Lehrmittel über die Thai Rechtschreibung erstaunen. Traditionell wurde gelehrt, ein Wort genau so zu buchstabieren wie es gesprochen wird. 

Neu wird die Schreibweise die Grundlage. Wer nach altem System gelernt hat, kann nicht folgen. Letztlich führt es dazu, auswendig statt aufbauend zu lernen.

Viele Lehrer befürworten das neue Lehrmittel. Es seit sehr gut für Schuleinsteiger, welche mit dem Sprechen des Hoch Thai Mühe hätten. Nach einigen Jahren würde dann wieder auf die alte Methode umgestellt.

Selbstverständlich ist auch in Thailand Entwicklung ein Teil des Lebens. Allerdings heisst dies nicht automatisch, dass Neues gut und Altes schlecht ist.

Quelle: The Nation